Kanarische Inseln – Eine Reise in den ewigen Frühlings

Teneriffa Kanarische Inseln

Gemeinsam mit den Kapverden, den Azoren, dem Madeira-Archipel und den unbewohnten Inseln von Selvagens zählen die sieben Kanarische Inseln zur geographischen Region Makronesien. Das Besondere an den beliebten spanischen Urlaubsinseln, die sich westlich vor der Küste Marokkos aufreihen, ist ihr vulkanischer Ursprung, wobei jede Insel eine individuelle Entstehungsgeschichte aufweist.

Was sie jedoch alle gemeinsam haben, sind die traumhaften, abwechslungsreichen Strände und Buchten, eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt und sie bieten zahlreiche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Dank des subtropischen Klimas und der Nähe zum Äquator sind die Kanarischen Inseln das ganze Jahr über ein ideales Urlaubsziel für Aktivurlauber, Naturliebhaber, Genussurlauber und Familien mit Kindern.

Die drei großen Schwestern der Kanarischen Inseln: Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria

Teneriffa, Teide
Blick auf den Teide, Bild: Mikadun / shutterstock

Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria sind mit einer Größe zwischen 1500 bis 2000 Quadratkilomtern die drei größten Kanarischen Inseln. Sie bilden den Mittelpunkt der Inselgruppe und sind gleichzeitig die bevölkerungsreichsten Inseln Spaniens. Im Zentrum von Teneriffa erhebt sich außerdem mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens: Der Pico del Teide.

Die eindrucksvolle Bergregion mit der kesselartigen Struktur ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und teilweise als Nationalpark ausgewiesen. Vor allem in den Frühjahrs-, Herbst- und Wintermonaten zieht es Wanderer und Naturliebhaber auf den Pico del Teide, der zu den meistbesuchten Nationalparks in Europa zählt. Teneriffa hat eine bewegte Geschichte als wichtigster Stützpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Spanien und den amerikanischen Kolonien hinter sich. Diese Geschichte hat in den malerischen Altstädten von La Laguna (UNESCO-Weltkulturerbe) oder La Oratava ihre Spuren hinterlassen.

Mehr als Sandstrand und Sonnenschein

Fuerteventura, Playa de Matorral
Playa de Matorral, Bild: Elena Krivorotova / shutterstock

Auch die beiden Schwestern Fuerteventura und Gran Canara haben mehr zu bieten, als „nur“ feinsandige Strände und einzigartige Sonnenplätze. Aufgrund der konstanten Winde ist Fuerteventura außerdem ein Eldorado für Wellenreiter, Windsurfer und Kitesurfer. Zu Fuerteventura gehört auch die kleine, vorgelagerte Nebelinsel Lobos, die ein beliebtes Ausflugsziel mit dem Boot ist. Gran Canaria hingegen ist bekannt für seine Tierparks, den Botanischen Garten, den Kakteengarten sowie für Freilichtmuseen und Höhlendörfer. Auch die Inselhauptstadt Las Palmas mit dem großen Hafen und der wunderschönen Altstadt zählt zu beliebten Ausflugszielen. Außerdem dürfen sich Badenixen und Sonnenanbeter auf Gran Canaria auf rund 60 Kilometer feine Sandstrände freuen – beliebt ist vor allem der goldene Strand von Maspalomas, der sich von Playa del Inglés bis zum großen Leuchtturm erstreckt.

Die Besonderen: Lanzarote & La Palma

Die langgestreckte Insel Lanzarote im äußersten Nordosten der Kanarischen Inseln ist mit einer Größe von rund 850 Quadratkilometern die älteste des Archipels. Ihre Landschaft ist noch am stärksten geprägt von den Vulkanausbrüchen, denn der letzte Ausbruch ereignete sich im 19. Jahrhundert. Lanzarote ist bekannt für seine traumhaften Küstengebiete, die sich zwischen feinen Sandstränden, Kiesstränden und schroffen Felsbuchten abwechseln und den einzigartigen Weinbaugebieten in der schwarzen Vulkanerde.

Lanzarote, Papagayo
Der Strand Papagayo, Bild: Paolo Tralli / shutterstock

Da Lanzarote nur rund 150 Kilometer vor der Marokkanischen Küste liegt, haben hier die Araber ihre Spuren hinterlassen, aber auch die Piraten. Um diese abzuwehren, wurden einige imposante Festungen errichtet, die heute zu beliebten Sehenswürdigkeiten zählen. Auch die Schwester La Palma mit einer Größe von rund 700 Quadratkilometern ist vulkanisch noch aktiv. Neben ausgedehnten Lorbeer- und Kiefernwäldern finden sich auf La Palma viele Pflanzen, die ursprünglich nicht hier beheimatet waren, sondern vom Menschen eingeschleppt wurden. Darunter der beliebte Adventstern, der in den Wintermonaten in jedem europäischen Haushalt zu finden ist. Es gibt hier einen Nationalpark, mehrere Naturparks und geschützte Landschaften, Naturdenkmäler sowie mehrere Gebiete mit wissenschaftlicher Bedeutung.

La Gomera & El Hierro – Klein, aber fein

Die Inseln La Gomera und El Hierro sind mit 2 bzw. 1,2 Mio. Jahren die jüngsten Inseln des Archipels und gleichzeitig die kleinsten bewohnten Inseln. Durch die Höhenunterschiede auf La Gomerra sind hier mehrere Vegetationszonen auf einem Raum entstanden. Im Nationalpark Garajonay werden mehr als 10 Prozent der Insel geschützt, dessen Herz aus dem atemberaubenden, immergrünen Nebelwald besteht. El Hierro hingegen wurde hauptsächlich als Verbannungsinsel berühmt, denn die Spanier haben dort ihre unbequemen Politiker, Militärs und Freigeister hingebracht. Heute ist die nur rund 300 Quadratkilometer große Insel ein Eldorado für Naturliebhaber, denn hier gibt es viele Pflanzen- und Tierarten, die es sonst nirgendwo gibt.

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