Aruba, Karibik macht süchtig

Aruba gilt als erste der sogenannten ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao). Bewohnt wurde die Insel bereits vor mehr als 3000 Jahren. Diese, als Arawak bekannte Bevölkerungsgruppe, vom Stamm der Caiquetio Indianer sind, so wird angenommen über die vorgelagerten und benachbarten Inseln Bonaire und Curacao aber auch von Venezuela her eingewandert.

Noch heute wird das Papiamento, der Dialekt der Arawak als offiziell geltende und gesprochene Sprache benutzt. Diese wird neben Spanisch, Englisch und Niederländisch als eine der vier Hauptsprachen angesehen. Allerdings in einem wesentlich geringerem Ausmaß. Als Grund hierfür mag die zunehmende Besiedlung, nicht zuletzt durch Europäer angesehen werden. Heute zählt die Insel Aruba, welche knapp 25 Kilometer vor der Küste Venezuelas liegt, zu den eher höherpreisigen Inseln der Karibik. Aruba zählte früher zu den Niederländischen Antillen.

Islas Inutiles
 geschichtlicher Rundumblick

Aruba, Karibik
Bild: Steve Photography / shutterstuck

Die Spanier erreichten die Insel im 16. Jahrhundert und bezeichneten sie als »Islas Inutiles«. Dies bedeutet im übersetzten Sinne so viel wie nutzlos. Nutzlos schien ihnen die Insel deswegen zu sein, weil sie keine für sie nutzbaren Bodenschätze aufzuweisen schienen.

Ein Irrtum den sie, wie sich später herausstellte, bedingt wegen der reichen Goldfunde auf der Insel, noch bitter bereuen würden. Diese ausgiebigen Goldfunde waren es dann auch weswegen Aruba von Ländern, allen voran den Niederländern, aber auch von Amerikanern und anderen europäischen Staaten, nach und nach dichter besiedelt wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts verebbte der Goldrausch der lange Zeit angehalten hatte und gab die tragende Wirtschafts-Fackel an die Erdölgewinnung weiter.

Die amerikanische Firma Esso war es dann, welche Erdölvorkommen vor der Küste Arubas ausmachte und diese bis nach dem 2. Weltkrieg auszuschlachten wusste. Das deutsche Reich unter der Führung Hitlers machte sich daran, die Insel mit Kanonen anzugreifen, mussten aber schlussendlich ihr Vorhaben aufgeben. Nach dem Abflauen des Gold-Rushes und als die Erdölvorkommen erschöpft waren, setzte eine andere, neue Ära für Aruba ein. Die Tourismusindustrie entdeckte die Insel. Von da an setzte ein regelrechter Boom ein, dem die Insel ihren heutigen Wohnstand verdankt.

Aruba 
ein anderes Mallorca?

Trotz der Tatsache das es seinen Wohlstand in der Hauptsache aus dem Tourismus gewinnt, herrscht auf Aruba kein Massentourismus ähnlich Mallorca (insbesondere El Arenal). Trotz der steigenden Zahl, so waren es in den vergangenen Jahren durchschnittlich 2 Millionen Urlauber, welche Aruba Jahr für Jahr besuchen. Ein Grund hierfür mag die relativ lange Anreise sein.

So kann Aruba von Amsterdam aus, zwar in ungefähr 10 Stunden erreicht werden. Welches wohl mit als Grund angesehen werden darf, warum in der Hauptsache Amerikaner und Südamerikaner das paradiesische Eiland besuchen. Wie auch immer, die Konstellation der Urlaubssuchenden aussehen mag. Tatsache ist, dass der Flughafen, der »Aeropuerto International Reina Beatrix« zu einem der modernsten aber auch der sichersten in der Karibik gezählt wird.

Das Klima auf Aruba

Flamingos Karibik
Flamingos am Strand von Aruba, Bild: Natalia Barsukova / shutterstock

Aruba weist ein durchgängig warmes Klima auf, das subtropische Charakteristiken aufweist. So liegt die durchschnittliche Temperatur im Durchschnitt um die 29 Grad. Ganzjährig. Der ständig vorherrschende Passatwind sorgt dafür das immer ein leichter Wind durch die Insel weht, welche in der Länge gerade einmal 30 Kilometer aufweist und der breit gerade einmal 9 Kilometer ausmacht.

Sie bietet also ausreichend Platz für die etwas mehr als 100 000 ständigen Einwohner, welche übrigens zu den freundlichsten Zeitgenossen gezählt werden dürfen. Was in Anbetracht der Tatsache das sie sich auf einem der schönsten Inseln dieser Erde niedergelassen haben, kaum verwundert. Während der Regenzeit, die zwischen Oktober und Dezember angesiedelt ist, kann es zu mitunter orkanartigen Stürmen kommen.

Ein Besuch Arubas sollte man deswegen auf die Zeit außerhalb der Regenzeit planen. Die feucht-warmen klimatischen Bedingungen sind auch dafür verantwortlich das sich Stechmücken die das Dengue Fieber übertragen, ihre Heimat auf Aruba gefunden haben. Man sollte also für ausreichenden Impfschutz sorgen. Selbstverständlich hat die blaue Perle Aruba auch noch anderes in Bezug auf Fauna und Flora zu bieten.

So gilt die gesamte Küste als Naturschutzgebiet, weshalb die Behörden strengstens auf das Einhalten der umweltschützenden Regeln achten. Die Korallenriffe rund um Aruba herum bieten zahlreichen tierischen Bewohnern ein geradezu paradiesisches Zuhause. Darunter auch Haie, welche sich allerdings meistens von Stränden fernhalten. Darauf ankommen sollte man es allerdings nicht lassen. Im Landesinneren haben sich zwei Schlangenarten angesiedelt.

Eine davon ist die speziell auf Aruba vorkommende kleinen Klapperschlange. Abgesehen das diese eine Population von ungefähr 230 Exemplaren ausmacht und die relative Größe derselben, kann es vorkommen, das man bei einem Ausflug in das Landesinnere auf diese trifft. Behörden warnen vor dem Biss dieser »kleinen«Klapperschlange. Weshalb auch darauf hingewiesen wird, dass im Falle eines Falles das lebensrettende Serum verabreicht werden muss. Zwischenfälle sind aber in den letzten Jahren so gut wie nicht bekannt geworden.

Besonderheiten der Insel Aruba

Oranjestadt
Oranjestadt, Bild: mandritoiu / shutterstock

Aruba besticht vor allem durch seine, trotz aller menschlichen Einflüsse, sich behauptenden Natur. Die Küste gilt als Taucherparadies und der Reichtum der Fauna und Flora gilt als einer der mannigfaltigsten der Erde überhaupt. Ebenso verhält es sich am Festland, wobei hier vor allem die Kakteenarten zu den beachtenswertesten Sukkulenten gezählt werden.

Ebenso die Diva-Diva Bäume, welche typisch für diesen Teil der Karibik sind. Der westliche Teil der Insel hat sich zum Zentrum, mit der Hauptstadt Oranjestad entwickelt. Wem der Sinn nach ein wenig karibischen Nachtlebens steht, kommt dort auf seine Kosten. Besuchenswert sind auch die renovierten Behausungen der Sklavensiedlungen im Norden der Insel, welche als historisches Mahnmal angesehen werden wollen. Aruba wird nach wie vor von vielen Menschen, als das Paradies für Aus-bzw. Einsteiger in das paradiesische Karibikleben angesehen. Man kann es ihnen schwer verdenken.

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