Berlin – Die Hauptstadt mit den vielen Gesichtern

Berlin, Museuminsel

Berlin ist Hauptstadt der Bundesrepublik und mit rund 3,6 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und größte Stadt Deutschlands. Wie wenige Metropolen ist Berlin reich an faszinierenden Highlights und Sehenswürdigkeiten, die von der bewegten Geschichte der Stadt, aber auch des Landes, künden. So ist die „Spreeathen“ ganz sicher eine der touristisch interessanten Destinationen Deutschlands und zieht jedes Jahr mehrere Millionen Touristen aus dem In- und Ausland an. Kulturinteressierte, Feierfreudige und Shoppingfans kommen bei einem Städtetrip nach Berlin voll und ganz auf ihre Kosten, denn Berlin hat für jeden etwas zu bieten. Wir stellen Ihnen nachfolgend einige der interessantesten Highlights und faszinierendsten Attraktionen der Stadt vor.

Das Brandenburger Tor – symbolträchtiges Wahrzeichen der Stadt

Berlin, Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor, Bild: Thorsten Frisch / shutterstock

Einst Mahnmal für die Teilung der Stadt, heute Symbol für die deutsche Einheit ist das berühmte Brandenburger Tor im Stadtteil Mitte Touristenmagnet und viel fotografiertes Motiv. Rund um das Tor finden das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen statt. Mit zu den weltweit größten Events zählt die traditionelle Silvesterparty, zu der regelmäßig Hunderttausende aus aller Welt nach Berlin strömen. Architektonisch zählt das Tor zu den eindrucksvollsten Bauten des Klassizismus. Von 1788 – 1791 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans d.Ä., erbaut lehnt es sich stilistisch an die Propyläen der Athener Akropolis an. Es bildete den würdigen Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden.

Ein Muss für Kulturinteressierte – die Museumsinsel

Berlin, Fernsehturm
Blick auf den Berliner Fernsehturm, Bild: N.M.Bear / shutterstock

Nur etwa 1,5 Kilometer vom Brandenburger Tor entfernt liegt die Museumsinsel. Mit ihren fünf Museen bildet sie einen der wichtigsten Museumskomplexe der Welt. Das Alte Museum zeigt eindrucksvolle Exponate der griechischen Kunst- und Kulturgeschichte. Im Neuen Museum befindet sich das Ägyptische Museum und die weltberühmte Büste der Königin Nofretete. Zu den Highlights des Pergamonmuseums zählen der gigantische Pergamonaltar und das prachtvolle Ischtar-Tor mit seiner Prozessionsstraße. In der Alten Nationalgalerie kann der Kunstinteressierte Werke von Caspar David Friedrich und den französischen Impressionisten bewundern. Das Bode-Museum umfasst das Museum für Byzantinische Kunst, eine wichtige Skulpturensammlung und vieles mehr. Für Reisende, die sich einen umfassenden Überblick über die Berliner Museumslandschaft verschaffen möchten, empfiehlt sich der Kauf eines Museumspasses. Mit dem Pass können sie dann kostenfrei und an mehreren Tagen 30 Museen und Ausstellungen ihrer Wahl besuchen.

Die ganze Pracht des 19. Jahrhunderts – der Berliner Dom

Gendarmenmarkt
Der Gendarmenmarkt, Bild: canadastock / shutterstock

Ganz in der Nähe der Museumsinsel befindet sich der imposante Berliner Dom auf dem Gendarmenmarkt. Der denkmalgeschützte Bau ist die größte protestantische Kirche Deutschlands und noch dazu eine der wichtigsten dynastischen Grabstätten Europas. Zahlreiche Könige und Kurfürsten haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Neben regulären Gottesdiensten finden im Berliner Dom auch Konzerte, wichtige Staatsakte und andere Veranstaltungen statt. Das von 1894 – 1905 in einer Stilmischung aus Neorenaissance und Neobarock errichtete Gotteshaus wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Seit seine Außenfassade bis 1984 in vereinfachter Form und sein Inneres bis 2002 originalgetrau wiederaufgebaut wurde, ist der Dom eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ein Highlight für Naturfreunde – die Gärten der Welt

Berlin, Reichstag
Der Reichstag in Berlin, Bild: canadastock / shutterstock

Was kaum jemand weiß: Berlin ist eine „grüne“ Stadt und besitzt rund 2500 öffentlichen Parkanlagen und Grünflächen. Kaum eine andere europäische Metropole kann da mithalten. Ein wahres Juwel innerhalb der vielen ausgedehnten Parks sind die Gärten der Welt im Stadtteil Marzahn. Die Anlage ist eine wahre Oase innerhalb der quirligen Großstadt. Hier kann der Besucher internationale Gartenkunst aus verschiedenen Regionen und Epochen hautnah erleben und genießen. Zehn Themengärten, neun Gartenkabinette und viele Attraktionen laden den Besucher zu Spaziergängen, zur Betrachtung und zur Entspannung ein. Kinder nutzen gern die zahlreichen Spielplätze oder die Spielwiese. Ein abwechslungsreiches gastronomisches Angebot rundet das außergewöhnliche Kultur- und Naturerlebnis ab.

Shopping in Berlin vom Feinsten – Der Kurfürstendamm und das KaDeWe

Berlin, Kadewe
Das KadeWe, Bild: posztos / shutterstock

Der Kurfürstendamm gehört zu den bekanntesten Straßen der Welt und ist immer noch die Shoppingmeile Nummer eins in Berlin. Die Anfänge des Kurfürstendamms gehen bis auf das 16. Jahrhundert zurück, als die Straße als Reitweg für die Kurfürsten in den Grunewald angelegt wurde. Heute erstreckt sich der rund vier Kilometer lange Boulevard zwischen Breitscheidplatz und Halensee, er wird flankiert von vielen exklusiven Designer-Boutiquen, Cafés und großen Warenhäusern. Zu den berühmtesten und renommiertesten unter ihnen gehört das Kaufhaus des Westens, kurz KaDeWe genannt. Mit über 20.000 m² bietet es ein Einkaufserlebnis der Extraklasse. Besonders hervorzuheben ist die Feinschmeckeretage im sechsten Stock mit ihrem gigantischen Angebot an internationalen Delikatessen.

Schauplatz der jüngeren deutschen Geschichte – Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie war einer der drei von den Amerikanern kontrollierten Grenzpunkte. Hier konnten während der Teilung Berlins Ausländer, DDR-Funktionäre und Mitarbeiter der Vertretung der BRD in der DDR von Ost nach West und umgekehrt gelangen. Wie kaum an einem anderen Ort erleben Sie hier Zeitgeschichte ganz hautnah. Wenn auch die Wachtürme verschwunden sind, kann sich der Besucher durch zahlreiche Einrichtungen und im Mauermuseum einen Überblick über die Bedeutsamkeit dieses Orts verschaffen. Auf rund 1800 Quadratmetern dokumentiert das Museum verschiedene gescheiterte oder gelungene Fluchtversuche. Darüber hinaus präsentiert es originale Fluchtobjekte, darunter einen Heißluftballon oder ein Mini-U-Boot.

Für Nachtschwärmer und Feierfreudige der Friedrichsstadt-Palast

Der Friedrichstadt-Palast gehört zu den schillerndsten und größten Revuetheatern der Welt. Spektakuläre, kunstvoll inszenierte Shows, innovatives Lichtdesign, mitreißende Songs und verschwenderischer Glamour sind Markenzeichen des Friedrichstadt-Palasts. Das aus 60 Tänzern und Tänzerinnen bestehende Ballett ist wichtiger Bestandteil der Revuen und begeistert jährlich über 700.000 Besucher aus aller Welt. Das Berghain im Stadtteil Friedrichshain zieht vor allem ein jüngeres Publikum an. Die Location ist ein weit über Deutschland hinaus bekannter Technoclub, der schon oft Objekt nationaler und internationaler Berichterstattung war. Das Berghain ist für seine strengen Türsteher und die coolen und lang andauernden Partys bekannt, die meist vom späten Abend bis in die Mittagsstunden des Folgetags dauern.

Kunst unter freiem Himmel – die East Side Gallery

Berlin
Bild: canadastock / shutterstock

Ebenfalls im Stadtteil Friedrichshain befindet sich die berühmte East Side Gallery. Nach Öffnung der Berliner Mauer bekamen 118 Künstler aus 21 Ländern ein Teilstück der Mauer zugewiesen. Auf 1316 Meter Länge entstanden so rund 100 Gemälde, die einen guten Überblick über die zeitgenössische Kunstszene geben. Mit zu den bekannstesten Gemälden gehört Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben von Dmitri Wrubel. Es entstand nach einem Foto von 1979 und zeigt Leonid Breschnew und Honecker beim Bruderkuss. Zusammen mit dem Checkpoint Charlie, dem Brandenburger Tor und der Bernauer Straße ist die East Side Gallery Teil eines Gesamtkonzepts zur Aufarbeitung der deutschen Teilung.

Nicht unbedingt schön, aber zentral und beliebt – der Alexanderplatz

Berliner Mauer
Reste der Berliner Mauer, Bild: Noppasin Wongchum / shutterstock

Es gibt auf der Welt sicherlich schönere Orte als den Alexanderplatz. Trotzdem ist das großräumige Areal mit täglich über 300.000 Passanten die am meisten besuchte Gegend Berlins und der viertbelebteste Platz Europas. Dies war übrigens schon früher so. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Gemälde, Bücher und Filme, in denen der Alexanderplatz eine Hauptrolle spielt. Die Beliebtheit der Location liegt ganz sicher auch an ihrer zentralen Lage. Von hier aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß ganz schnell und bequem erreichen.

Sightseeing auf die preiswerte Art – der Bus 100

Wenn Sie für wenig Geld viel von der deutschen Hauptstadt sehen möchten, empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Bus 100. Er fährt vom Alexanderplatz zum Bahnhof Zoo und passiert dabei viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit einem Tagesticket oder der Berlin Welcome Card können Sie ganz nach Belieben an einzelnen Haltstellen ein- und aussteigen und ihre eigene Stadtrundfahrt organisieren.

Voriger ArtikelNächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.