Dublin – Zwischen Guinness und Kultur

Grattan-Bridge Dublin

Dublin ist mit ungefähr 554.000 Einwohner nicht nur die größte Stadt der Republik Irlands, sondern auch ihre Hauptstadt.

Ihre Wurzeln geht 2000 Jahre zurück, damals wurde erstmals, von einem römischen Kartographen, die Siedlung Eblana an dem heutigen Standort von Dublin vermerkt. Offiziell gegründet wurde Dublin jedoch erst um das Jahr 841 von den Wikingern, die dem Ort den klangvollen Namen „Dubh Linn“ gaben, was soviel bedeutet wie „dunkler Sumpf“. Ab 1711 stand die Stadt unter der Herrschaft der englischen Krone und mauserte sich unter ihr zur zweit wichtigsten Stadt nach London.

Der 1916 niedergeschlagene Osteraufstand markierte den Anfang vom Ende der britischen Herrschaft und damit die Unabhängigkeit Irlands.

Northside und Southside Dublins

Dublin
Bild: David Soanes / shutterstock

Seit dem 18. Jahrhundert trennt der Fluss Liffey die Stadt und ihre sozialen Schichten in zwei Lager: Die Northside, welche überwiegend von den unteren sozialen Schichten bewohnt wird und die Southside die vor allem die Oberschicht beherbergt. Während zu Beginn der Teilung die bessergestellten Leute zunächst auf die Northside zogen, da dort neue Viertel entstanden, zogen sie später jedoch wieder zurück auf die Southside, wo sie sich dann endgültig Niederliesen. Seither herrscht zwischen den beiden Seiten eine Art Krieg, während die Menschen der Southside nicht einmal auf der Northside begraben werden wollen, sehen die Menschen der Northside die Menschen der Southside als ihre Gegner an.

St. Patrick´s Cathedral

Dublin castle
Dublin Castle, Bild: Bernabe Blanco / shutterstock

Als größte Kathedrale Irlands gehört die St. Patrick´s Cathedral zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Dublin. Besonders macht sie vor allem ihre vielfältige Mischung an verschiedenen Exponaten, die in ihr besichtigt werden können.

Am bekanntesten dürfte das Grab des Schriftstellers Jonathan Swift sein, welcher in der Zeit von 1713 bis 1745 Dekan der Kathedrale war und in dieser Zeit das Buch Gullivers Reisen veröffentlichte. Besonders auffällig hingegen, ist das Grab der Familie Boyle, es nimmt eine ganze Wand ein. Direkt neben der Kathedrale befindet sich ein kleiner Park, am südwestlichen Eingang ist dort eine Tafel zu finden, welche die Stelle markiert an der sich die heilige Quelle befunden haben soll, mit Hilfe derer, der heilige Patrick die Menschen getauft haben soll.

Wer sich für die Geschichte der Kathedrale interessiert, kann an einer kostenlosen Führung teilnehmen, die täglich angeboten werden.

National History Museum

Neben seinem offiziellen Namen besitzt das Museum auch noch einen Spitznamen, aufgrund der vielen ausgestopften Tiere die in ihm ausgestellt werden, wird es auch „Der tote Zoo“ genannt.
Besonders an ihm ist, dass es seit seiner Öffnung vor 150 Jahren weitestgehend nicht verändert wurde und sich daher noch im Originalzustand befindet.

Gleiches gilt für die Wissensvermittlung, während viele Museen inzwischen Audioguides an ihre Besucher verleihen, werden Sie diese hier vergeblich suchen. Vielmehr ist der Besuch des National History Museums in Dublin eine Reise in die viktorianische Vergangenheit, in der die Unterwasserwelt, die Schritte der Evolution, die Säugetiere der Welt sowie die irische Fauna bestaunt werden können.
Das Museum hat von Dienstag bis Sonntag geöffnet, außer an Feiertagen und der Eintritt ist kostenlos.

Trinity College

Campus Trinity
Vor dem Campus des Trinity-Colleges. Bild: trabantos/shutterstock

Das berühmteste College Irlands wurde im Jahre 1952 von Elisabeth I. gegründet, um der Abwanderung des protestantischen Akademiker Nachwuchs aus Irland entgegenzuwirken. Besonders spektakulär ist die alte Bibliothek, in dem berühmten Long Room sind 200.000 wertvolle Bücher untergebracht. Noch sehenswerter als der Long Room ist jedoch das in einem Sonderraum ausgestellte „Book of Kells“, dieses enthält eine handgeschriebene Version der vier Evangelien aus dem 8. Jahrhundert.

Neben der Bibliothek, hat das Trinity College aber noch mehr zu bieten, so befindet sich auf dem Gelände auch der kleinste Friedhof Dublins. Dieser liegt zwischen der Kapelle und der Dining Hall.

Dublin Castle

Bereits 17111 wurde die Burg erbaut, die bis 1922 als Sitz der englischen Herrscher über Irland diente. Dass die Burganlage sehr modern anmutet, ist einem großen Brand im Jahre 1684 zu zuschreiben. Nach diesem entschied man sich, die Burganlagen nicht originalgetreu wieder aufzubauen, sondern passte sich beim Wiederaufbau an die damals herrschenden Bauweisen an. Von der alten Bausubstanz verblieb nur der mächtige Records Turm.

Auch heute noch dient die Burg als Ort für Staatsempfängnisse und Vereidigungen. So fand dort 2011 das Bankett zu Ehren von Königin Elizabeht II in der St. Patrick´s Hall statt. Die Burg kann kostenlos besucht werden und es besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Gemäuer teilzunehmen.

Guinness Storehaus

Das Guinness gehört zu Irland wie das Oktoberfest nach München. Im Guinness Storehaus kann man sich die Geschichte der Brauerei anschauen und etwas über den Brauprozess lernen. Bereits im Eingangsbereich liegt der Pachtvertrag aus, welcher auf 9000 Jahre geschlossen wurde. Am Ende des Rundganges besteht die Möglichkeit, einen im Eintrittspreis enthaltenden Pint zu trinken. Wer noch mehr über die Brauerei lernen möchte, der kann einen der angebotenen Abendkurse besuchen. Dabei lernt man unter anderem wie man einen Pint richtig zapft und eine Führung durch die Brau-Sektion.

Kulinarische Spezialitäten in Dublin

Wer nach Dublin reist, der sollte seinen Morgen am besten mit einem Irish Breakfast starten, dieses besteht aus Würstchen, Sodabrot, Schinken, gegrillte Tomaten und Eiern.

Eine weitere Spezialität ist der „Dublin Coddle“ ein Eintopf aus Kartoffeln, zerkleinertem Schinken und Würstchen. Als Nachtisch sollte auf jeden Fall der „Porter Cake“ probiert werden, dieser besteht aus Guinness, Trockenfrüchten und braunem Zucker.

Generell kann man Guinness in Dublin nicht nur trinken, sondern es oft auch in den landestypischen Speisen wiederfinden.

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