Kap Verde, Strand
Entspannte Atmosphäre am Strand der Kapverdischen Inseln, Bild: Samuel Borges Photography / shutterstock

Kap Verde – wo die Wellen die Berge küssen

Bergig sind die Kapverdischen Inseln. Manche Urlauber haben sie längst als Wanderziele entdeckt oder sie sogar zu einem Klassiker ihrer Outdoor-Aktivitäten erhoben. Sie ragen wie grün-graue Tupfer aus dem Atlantischen Ozean und verdanken ihre Existenz dem Vulkanismus. Sie waren auch vor Urzeiten niemals ein Teil des benachbarten afrikanischen Kontinents. Wer sich zu einem Trekking-Urlaub nach Kap Verde begibt, der wandelt auf seinen Wegen durch unzählige vom Meeresklima geformten Täler und vor allem auf den Pfaden, die aus der Kolonialzeit stammen. Die Kapverdischen Inseln bieten sich aber für ein „Hopping“ an, denn Fähren verkehren auch zu jenen Gestaden, die nicht über einen Flughafen verfügen.

Der Vulkan Pico de Fogo, Bild: Anze Furlan / shutterstock

Etliche Regionen der Kapverdischen Inseln erfreuen sich einer grandiosen Kulisse mit menschenleeren weiten Stränden wie die Praia da Ribeira Seca, wo die Wellen die steil abfallenden Berge von Santo Antao küssen. An den Hängen kleben die Dörfer wie Schwalbennester. Fontainhas ist eines dieser malerischen Orte in einer einzigartigen Umgebung, wo die Bauern in mühevoller Arbeit ihre Äcker auf schwindelerregenden Terrassen bestellen.

Für nicht einmal eine halbe Million Menschen wurden die neun bewohnten Inseln von Kap Verde zur Heimat. Eine von ihnen ist Fogo, das sich fast wie ein Kreis aus dem Atlantik erhebt und wo der dreitausend Meter hohe Vulkan Pico de Fogo die Hauptattraktion ist. Fogo ist der portugiesischen Sprache entliehen und mit „Feuer“ zu übersetzen. Der Gigant unter den Bergriesen der Inselgruppe schläft schon seit dem Jahr 1995 nicht mehr und spuckt regelmäßig seine Lavamassen über den Kraterrand. Doch die Menschen zu seinen Füßen kehren immer wieder hierher zurück, züchten Äpfel oder Quitten und produzieren ihren schweren und roten Wein.

Sonnenuntergang in Kap Verde, Bild: Samuel Borges Photography / shutterstock

Die Menschen auf den Kapverden lassen keinen Zweifel daran, dass sie stolz darauf sind, auf „Inseln der Glückseligkeit“ leben zu dürfen. Und keine dieser Inseln gleicht einer anderen. Mal ähnelt die Landschaft einer kargen Wüste, dann verzaubert sie eher mit malerischen Stränden. Ebenso reich an Facetten ist die Flora mit Bananen-, Mango- und Zitrusbäumen sowie mächtigen Palmen. Grüne Oasen und die Spuren vulkanischer Tätigkeiten wechseln sich auf der Insel Sal ab. Sie verdankt ihren Namen der zahlreichen Salinen, wo die Sonne dem Meer das Salz raubt.

Surfer aus aller Welt lockt es zwischen November und Juli zu den langen Sandstränden der Kapverdischen Inseln. In der Hoffnung, die berühmte „Super-Welle“ zu erwischen, bevölkern sie die Region um Santa Maria. In den zahlreichen Restaurants des Ortes mit seinen pastellfarbenen Häusern landen die kulinarischen Köstlichkeiten des Meeres auf den Tisch. Und wer etwas mehr über die Salzgewinnung erfahren möchte, der sollte sich zum historischen Waagehaus am Hafenkai begeben. Als Paradies für Taucher empfehlen sich auf Sal die Riffe und Höhlen bei Palmeiras.

Santiago ist die größte der Kapverdischen Inseln und bietet nahezu alles, was sich Wasserratten und Sonnenanbeter von ihrem Urlaub erträumen: Sand, Strand und so manchen Platz, der sich eignet, um für einige Tage die Seele baumeln zu lassen. Die Hauptstadt Praia ist alles andere als hektisch und eher mit einem gemütlichen Flair gesegnet. Spuren der kolonialen Geschichte finden sich in der Altstadt mit der Kirche Nossa Senhora da Graca und der Festung Beteira. Bars und Restaurants gibt es im Viertel Achada de Santo Antonio.

Urlauber, die sich nach Santo Antao begeben haben, sollten unbedingt einen Abstecher ins Val de Paul unternehmen. Das Tal mit seinen zahlreichen Mandelbäumen und blühenden Hibiskus lässt sich genüsslich durchwandern. Und dort begegnet man auch den Zuckerrohr-Plantagen, aus denen in den Destillerien das Nationalgetränkt Grogue gezaubert wird. Kap Verde ist zweifellos eine Inselgruppe, die sich allmählich zur Konkurrenz für die Kanaren mausert und die ein Eldorado für unternehmungsfreudige Urlauber ist.

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Reiseinformationen Kap Verde

Hauptstadt Praia
Staatsform Parlamentarische Republik
Parlamentarische Demokratie
Währung Kap-Verde-Escudo (CVE)
Fläche ca. 4.033 km²
Bevölkerung ca. 546.400 (2017)
Sprachen Portugiesisch
Stromnetz 220 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +238
Zeitzone UTC-1

Mildes, ozeanisches Klima