Curacao, die Likörinsel

Niederländische Antillen, Curacao

Curacao stellt unter den ABC-Inseln, neben Aruba und Bonaire, ein besonderes Juwel dar. Bereits 4000 vor Christus wurde die Insel von den Vorfahren der Arawak-Indianer besiedelt. Bemerkenswertes Zeugnis geben noch heute die Höhlenmalereien in der Hatohöhle ab, welche auch besichtigt werden können. Nach und nach erging es der Insel dann genauso wie ihren benachbarten Inseln. Sie wurde zuerst von Spaniern, danach von den Niederländern, Engländern und Amerikanern in besitzenden Anspruch genommen. Wobei es allen gemein war, das sie vornehmlich an der Ausschlachtung der naturgegebenen Ressourcen interessiert waren.

Früher zählte die Insel zu den Niederländischen Antillen.

Nicht bewusst das die größte und beachtenswerteste aller Ressourcen, die Natur, zur Verfügung hatten. Dem ganzen Treiben zum Trotz gelang es der Insel, welche gerade einmal 444 Quadratkilometer misst, ihre Unverbrauchtheit bis zum heutigen Tage zu erhalten. Zumindest zum Großteil. Zum praktischen Mittelpunkt der Insel zählt auch die Tatsache das Venezuela knappe 60 km entfernt ist und die benachbarten Inseln, wie Klein Curacao, Bonaire und Aruba mit einem kleinen Boot erreicht werden können. Wesentlich zum Wohlstand beigetragen haben die saphidischen Juden, welche im 17. Jahrhundert aus Spanien und Portugal fliehen mussten und auf der Insel eine geeignete Insel fanden. Diese wurde ihnen nicht nur zu einem neuen Zuhause, sondern diente auch, besonders als die Westindische Handelsgesellschaft hier ihre Handelshäuser gründete, zu einem beliebten Umschlagplatz für Waren aller Art.

Die geografische und politische Lage

Curacao, Willemstad
Blick auf Willemstad, die Hauptstadt von Curacao. Bild: emperorcosar / shutterstock

Curacao befindet sich auf der sogenannten südamerikanischen Kontinentalplatte und wird in philosophisch gefärbter Sprache als Insel »unter den Winden« bezeichnet. Tatsächlich befindet sich Curacao außerhalb der Wirbelsturmzone, welche außerhalb dieser Zone heftigen Schaden anrichten können. Die Hauptstadt »Willemstad« stellt das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Insel dar.

Der Flughafen empfängt pro Jahr mehr als 2 Millionen Urlauber, welche sich aber, die Insel dankt es diesen, sich über das ganze Jahr über verteilen. Gut so, möchte man meinen, zählt doch die Einwohnerzahl kaum mehr als 160000 Einwohner. Dieser gute Rundumverteilung kann man auch deswegen begründet sehen, weil die durchschnittliche Tagestemperatur bei rund 30 Grad zu liegen kommt. Ganzjährig. Andauernde aus Nordosten wehende Passatwinde sorgen dafür das man im höchsten Falle und nur am Abend mit einem sehr leichten Sweater auskommt. Diesen aber außer in der Regenzeit, welche von Oktober bis Dezember dauert.

Curacao und die Neuzeit

Seit dem 20. Jahrhundert, als endlich ich die Amerikaner mit dem Ausschlachten der Ölfelder fertig waren, fanden sich nach und nach wieder die Niederländer ein. Diese nahmen neben Bonaire und Aruba auch Curaçao als ihr Hoheitsgebiet an, beließen es aber bei deren Eigenverantwortlichkeit. Ein gewählter Rat kümmert sich um die Einhaltung der Gesetze und die Regelungen die von einem gewählten Ratsvorsitzenden bestimmt und überwacht werden. Offiziell gezählt das Inselreich daher zur EU. Der Euro als auch der US-Dollar gelten in dem kleinen Inselstaat als Zahlungsmittel.

Likör und Natur

Der eigentliche Reichtum der Insel ist allerdings in der Vielfalt der Natur und dem Reichtum zu sehen, von dem vor allem der Tourismus profitiert. Allerdings ohne das dieser überbordende Formen wie in anderen teilen der Welt annimmt. Die Küste Curacaos gilt, so wie bei ihren Nachbarn als Naturschutzgebiet. Die Einhaltung des Umweltschutzes wird auch auf dieser Isel als höchstes Gut angesehen und rigoros überwacht. Man weiß um dessen Bedeutung. Wie in kaum einer anderen Inselgegend finden sich hier ein der artenreichsten Faunen und Floren. Die Klarheit und Reinheit von Luft und Wasser sind beispielgebend und bilden die Grundlage für diese Artenvielfalt.

Curacao, das Weltkulturerbe

Das Zentrum von Curacao, insbesondere mit den vier Stadtteilen »Otrabando«, »Scharloo«, »Ounda« und »Pietermaai« gehören zum »UNESCO Weltkulturerbe« und gehören zu den absoluten Must See der Insel. Einen weiteren Ruf hat sich die Insel durch den weltberühmten blauen Likör, Blue Curacao erwirtschaftet der millionenfach in alle Länder exportiert wird. Die in Pastell gehaltenen Fassaden der Kolonialhäuser, die aus der Kolonialzeit stammenden Häuser, die vom kleinen Supermarkt bis hin zum Andenkenladen und Banken alles beinhalten, bis hin zur in der gleichen pastell-artigen Färbung gehaltenen Kirche. Curacao bietet nicht nur aufgrund seiner reichen Geschichte einen Atmosphäre, die geradezu unvergleichlich ist.

Curaçao – Gottes eigene Insel

Zugegeben, Curacao ist nur eine von drei Inseln, welche in diesem Gebiet als »Gottes eigene Insel« angesehen werden kann. Denn mit ihren beiden Nachbarinnen, Aruba und Bonaire hat Gott sich anscheinend ein Insel-Refugium geschaffen, das in dieser Konzentration kaum mehr zu finden ist. Curacao hat es bis heute geschafft, trotz der zahlreichen Urlauber und der geradezu geringen Bevölkerungsdichte ihren natürlichen Charme zu behalten. Zu wünschen ist es ihr und ihren kleinen Schwestern das sich dies auch in Zukunft so verhalten wird.

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