Dienstag, August 4, 2020
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Cayman Islands – Mehr als nur ein Steuerparadies

Schneeweiße, endlos wirkende Sandstrände, im Hintergrund lässt sich das Rauschen der Wellen vernehmen, die nur wenige Meter vor den eigenen Füßen am Strand ausrollen. Die Sonne scheint vom wolkenlosen blauen Himmel herab und es duftet sachte nach süßlich tropischen Früchten. An den Palmen nebenan hängen große Kokosnüsse. Mitten im karibischen Meer zwischen Kuba und Mexiko liegen die Cayman Islands, die malerisch schöner kaum sein könnten. Wer das Paradies auf Erden sucht, der findet es auf der dreiteiligen Inselgruppe.

Bisher ließen die Cayman Inseln allen voran als Steuerparadies in den abendlichen Nachrichten von sich hören, wenn große Firmen und Persönlichkeiten die Inselgruppe als Schlupfloch nutzten, um in den Heimatländern Steuern einzusparen. Etwa 200 000 Firmen sind auf der Inselgruppe registriert.

Inzwischen entdecken jedoch auch immer mehr Touristen die malerisch schöne karibische Inselgruppe der großen Antillen für sich, wie einst Christoph Kolumbus, der die Inseln auf seiner vierten Entdeckungsreise entdeckte. Die Inselgruppe bestehend aus der großen Hauptinsel Grand Cayman, Little Cayman und -Cayman Brac. Der Name der Inseln geht auf die dort lebenden Krokodile, welche man zu Beginn mit den Kaimanen verwechselte, zurück. Obwohl sie inmitten des britischen Überseegebietes liegen, verfügen alle drei Inseln über einen eigenen kleinen Flughafen, wodurch sie sich gut vom Festland aus erreichen lassen.

Unvergessliche Urlaubstage

Allen voran Grand Cayman, ist für seine wunderschöne Riffe bekannt. Seit 1978 wird die artenreiche Unterwasserwelt rund um die Insel durch mehrere Gesetze geschützt. Mit Flossen, Taucherbrille und Schnorchel taucht man, bei einer der geführten Schnorcheltouren, ab in eine farbenfrohe Welt unter dem Meeresspiegel. Ein einmaliges Erlebnis, welches sich nicht mehr vergessen lässt.

Cayman Islands Tauchen
Korallenriff auf den Cayman Islands, Bild: Ethan Daniels / shutterstock

Doch auch an Land gibt es Flecken, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Der berühmte Seven Miles Beach gehört zu den bekanntesten und auch schönsten Stränden der Karibik. Über etwa zehn Kilometer erstreckt sich der traumhaft schöne feine weiße Korallensand, welcher zum Landesinneren von Palmen begrenzt ist, während auf der anderen Seite sachte die Wellen des kristallklaren Meeres auf dem Strand ausrollen. Obwohl der Strand weltweite Bekanntheit genießt und sich hier auch die exklusivsten Ressorts der Insel befinden, ist der Strand öffentlich und für jeden zugänglich. Der Strand diente bereits als Kulisse für zahlreiche bekannte Hollywood Produktionen.

Nach einem schönen Strandtag sollte unbedingt die einheimische Heritage Kitchen zwischen dem Seven Miles Beach und George Town. Hier essen vor allem die Einheimischen regionale Köstlichkeiten wie fangfrischen Fisch, aber auch Julia Roberts, wenn sie gerade auf der Insel ihren Urlaub verbringt.

Wer sich nicht nur für traumhaft schöne Strände, sondern auch für Aktivitäten auf dem Wasser begeistern kann, der sollte vor allen November bis April seine Urlaubstage hier verbringen. Bei einer konstanten Wassertemperatur von 30 Grad und wenig hohen Feuchtigkeit in der Luft macht das Kajak fahren und die Jagd nach der perfekten Welle auf dem Surfbrett besonders großen Spaß.

Zu den absoluten Inselspezialitäten, die jeder Urlauber einmal versucht haben sollte, gehört der Rum-Kuchen. Dieser wird in George Town von vielen verschiedenen Anbietern gebacken und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Exportartikeln der Insel. Doch nicht nur Kuchen lässt sich in der charmanten kleinen Hauptstadt kosten und erwerben. George Town bietet zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, ganz zollfrei. Ganz besonders ist der Schmuck, welche hier von den Einheimischen aus Naturmaterialien, wie Muscheln und Korallen, zu moderaten Preisen angeboten werden. Während den Tag über wahres Karibikflair in den Gassen herrscht, pulsiert in den Abendstunden hier das lebendige Nachtleben.

Ein ganz besonderer Ort in George Town ist die Schildkrötenfarm. Diese gewährt nicht nur Besuchern spannende und seltene Einblicke in das Leben der Schildkröten sie leistet als staatliche Forschungsstation auch wichtige Arbeit zur Erhaltung der Tierart. 45 000 Eier werden in der Station jährlich gelegt.

Doch auch kulturell lässt sich auf den Cayman Inseln einiges erleben und entdecken. Bei einem Besuch des Glockenturms sowie den weiteren historischen Gebäuden lässt sich einiges über die Geschichte der Inselgruppe erfahren. Das älteste Gebäude auf der Insel bei Bodden Town ist das Pedro St. James Castle. Die Geschichte ist nicht nur lang sie ist auch sehr bewegt, denn es handelt sich nicht nur um ein einfaches bewohntes Haus. Über die Jahre hinweg war dies Gerichtssaal, Parlament und Gefängnis in einem. Heute lässt sich das Haus sowohl von außen als auch von innen besichtigen.

Cayman Brac und Little Cayman

Little Cayman
Kirche auf Little Cayman, Bild: Jaime Pharr / shutterstock

Während auf Grand Cayman das Leben pulsiert, wirken die beiden kleinen Inseln Little Cayman und Cayman Brac beinahe einsam, doch nicht weniger schön. Gerade Little Cayman wird von gerade einmal 120 Menschen bewohnt und verfügt über das größte Naturschutzgebiet, welches von viele verschiedenen Pflanzen und Tierarten bewohnt wird. Ein Großteil der kleinsten der drei Insel ist unentschlossen und von tropischem Regenwald bedeckt. Die Natur ist sogar so unberührt, dass hier Pelikane und Kormorane leben.
Etwa 140 Kilometer entfernt von der Hauptinsel liegt die mittlere Insel Cayman Brac. Ein ganzes Höhlensystem bei Bodden Town bot einst den gefürchteten Piraten Schutz und Zuflucht. Dieses System, das im 18. Jahrhundert den Piraten Sicherheit gewährleistete, lässt sich noch heute in der ehemaligen Hauptstadt bewundern und erkunden.

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