Mittwoch, Oktober 28, 2020
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Tasmanien – die besten Tipps für eine Reise ans Ende der Welt

Tasmanien – Man könnte den südlichsten Staat Australiens als klein und nicht aufregend abschreiben. Ein seltsamer kleiner Zipfel am Ende der Welt, berühmt als Herkunft der Dänischen Kronprinzessin Mary, als Anbaugebiet für Äpfel und den Zeichentrick-Teufel.

Warum das jedoch ein großer Fehler wäre und was Sie sich auf einer Tasmanien-Reise auf keinen Fall entgehen lassen sollten, erfahren Sie hier.

Tasmanien – Eine eigene Welt

Bridestowe Lavendar Estate, Tasmanien
Bridestowe Lavendar Estate, Lavendelfarm in Tasmanien, Bild: Liam Preece / shutterstock

Ob es an seiner Lage 240 Kilometer südlich des Australischen Festlandes liegt? Tasmanien fühlt sich jedenfalls wie eine ganz eigene Welt an. Dies zeigt sich am deutlichsten in seinen atemberaubenden Landschaften, die alles von weißen Sandstränden bis zu schneebedeckten Bergen und wilden, schroffen Küstenklippen umfassen. Ambitionierte Fotografen und Travel-Blogger werden sich freuen. Denn diese Landschaften sind so fotogen, dass es fast unmöglich ist, ein schlechtes Bild zu machen.

Die besten Ziele, um diese traumhafte Natur zu genießen, sind der Cradle Mountain im Westen des Bundesstaates und die Bay of Fires, der Freycinet National Park, die Tasman Peninsula und der Mount Wellington im Osten. Wenn sich dies für Sie nach einer unglaublich langen Liste für nur einen Urlaub anhört, denken Sie daran, dass Tasmanien tatsächlich ziemlich klein ist. Mehr als zwei Stunden braucht man eigentlich nie um von einem Ort zum anderen zu gelangen.

Dove Lake Circuit und der Boar Shed

Bucht der Brände, Tasmanien
Bay of Fires – Bucht der Brände, Bild: Visual Collective / shutterstock

Wenn Sie die Möglichkeit haben, den berühmten 65 Kilometer langen Überlandweg entlang der steilen Bergrücken und der stürzenden Wasserfälle des Cradle Mountain zu nehmen, tun Sie es unbedingt. Wenn nicht, ist der zweistündige „Dove Lake Circuit“ am Fuße des Berges fast genauso spektakulär und führt Sie direkt vorbei am Bootsschuppen – dem sogenannten „Boat Shed“ – des Sees, einem der am häufigsten fotografierten Wahrzeichen Tasmaniens.

An der Ostküste bringt Sie ein Ausflug in den Freycinet-Nationalpark mitten in ein anderes Wahrzeichen des Bundesstaates – die Wineglass Bay. Der perfekte Halbmond aus weißem Sand wird auf der einen Seite von türkisfarbenem Wasser und auf der anderen Seite von dichtem Buschland begrenzt und ist herrlich abgeschieden, da er nur über eine zweistündige Wanderung erreichbar ist. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass Sie diesen Ort – zumindest für einen Teil Ihres Besuchs – ganz für sich allein haben, es sei denn, Sie zählen die lokalen Potoroos als Gesellschaft.

Die perfekten Strände von Tasmanien

Wineglass Bay, Tasmanien
Wineglass Bay, Bild: Atosan / shutterstock

Die Einheimischen in der nahe gelegenen Bay of Fires behaupten, ihre Strände seien sogar noch beeindruckender als die von Wineglass Bay, obwohl sie weniger bekannt sind. Einen Besuch sind sie auf jeden Fall wert. Die lebendigen Farben – das kristallblaue Wasser, der fast blendend weiße Sand und die typischen roten Felsbrocken – haben eine wirklich einmalige Anziehungskraft. Der Reichtum an Meeresbewohnern ist das Tüpfelchen auf dem Postkarten Idyll-i. Hunderte von Fischen tummeln sich direkt an der Küste und werden von den riesigen Tentakeln aus Seetang angespült, die von der Flut eingeschleppt werden. Holen Sie Ihre Angek heraus – das Abendessen zu fangen war noch nie so einfach.

Weiter südlich, direkt in der Nähe von Port Arthur, das sowohl wegen seiner unheimlichen Schönheit als auch wegen seiner faszinierenden Geschichte einen Besuch wert ist, werden Sie auf die Tasmanische Halbinsel stoßen. Hier ist es wild und rau. Millionen von Jahren starker Winde und wilder See haben allerlei Arten von geologischen Wundern geschaffen, von einem voll funktionsfähigen Blasloch (ein anderes befindet sich in der bezaubernden Küstenstadt Bicheno) bis zu Tasman’s Arch, Devil’s Kitchen und dem weltweit besten Beispiel für Mosaikpflaster.

Mount Wellington ist der letzte Punkt auf Tasmaniens Liste unfassbar schöner Landschaften. Stolze 1271 Meter ragt der Berg über der Stadt Hobart empor. Es gibt viele schöne Wanderungen, die Sie rund um den Berg unternehmen können, oder – wenn Ihnen nicht der Sinn nach körperlicher Anstrengung steht – eine schöne, asphaltierte Straße, die Sie zum Gipfel nehmen können.

Wenn Sie Lust auf eine sportliche Herausforderung haben, sollten Sie den Point to Pinnacle-Halbmarathon in Betracht ziehen, der jeden November den Berg hinauf führt. Auch wenn Sie schnaufen, Ihre Beine bereits nachgeben und Sie völlig erschöpft sind, die spektakuläre Aussicht entschädigt für alle Qualen.

Kulinarisches in Tasmanien

Bei so viel körperlicher Abstrengung werden Sie erfreut sein zu hören, dass in Tasmanien einige der besten Gerichte Australiens zu Hause sind. Probieren Sie unbedingt die Lammrippen bei Launceston’s Geronimo, eine Bruny Island Oyster, eines der modern interpretierten Gourmetgerichte bei Hobart’s Franklin oder eine gewürzte Quitten-Walnuss-Torte bei Jackman und McRoss.

Und auch Tasmaniens Getränke-Auswahl ist ähnlich exzellent. Weinberge wie Wines for Joanie, Delamere und Spring Vale bieten mehr als trinkbare Köstlichkeiten. An der Whisky-Front macht Lark regelrecht magische Dinge mit fermentiertem Roggen und bei Bruny Island House of Whisky weiß man, wie eine Verkostung zum außergewöhnlichen Erlebnis wird. Geheimtipp: Probieren Sie eine Flasche Willie Smiths Bio-Apfelwein, wo immer Sie darauf stoßen. Den Herstellern ist es gelungen, die perfekte Balance zwischen süß, bitter und sprudelnd zu finden.

MONA – die verrückteste Kunstgalerie in Australien

Es wäre unmöglich, ein Stück über Tasmanien zu schreiben, ohne MONA zu erwähnen, die wohl bekannteste und umstrittenste Kunstgalerie Australiens. Hier finden Sie eine Wand mit 150 geformten Vaginas aller Formen, Größen und Frisur-Varianten, eine Maschine, die wie am Schnürchen frisst und kotet – sie furzt auch ziemlich regelmäßig, was dazu führt, dass empfindlichere Besucher die Nasen rümpfen und angewidert den Raum verlassen – und ein paar Goldfische, die in einer winzigen Schüssel um ein Tranchiermesser schwimmen. Noch zu befindet sich der Großteil der Galerie 17 Meter unter der Erde in einem dunklen und höhlenartigen Raum. Ist es seltsam? Ja! Ist es ein einmaliges Erlebnis? Auf jeden Fall auch!

Neben malerischen Landschaften, kulinarischen Genüssen und eigenwilliger Kunst, gibt es in Tasmanien natürlich noch viel mehr zu entdecken. Aber das finden Sie am besten selbst heraus und besuchen dieses einmalige Stückchen Erde. Sie werden es bereuen wenn Sie es nicht tun

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