Tampa Bay in Florida: Kultur und Natur am Golf von Mexiko

Tampa Florida
Blick auf die Skyline von Tampa, Bild: Sean Pavone / shutterstock

Tampa Bay, eine Meeresbucht am Golf von Mexiko, liegt an der äußersten Westküste der Halbinsel Florida. Aus der Umgebung fließen insgesamt 100 kleinere und mittelgroße Flüsse in die Bucht, in der nicht nur Naturliebhaber, sondern auch Kulturfreunde auf ihre Kosten kommen. Die Großstädte Tampa, Saint Petersburg und Clearwater locken mit allerlei Attraktionen, wie Museen oder Aquarien. Wir haben einige der besten Sehenswürdigkeiten der Region zusammengestellt.

Das Salvador Dali Museum in Saint Petersburg

Salvador Dali Museum in Saint Petersburg
Salvador Dali Museum in Saint Petersburg, Bild: travelview / shutterstock

Das Salvador Dali Museum in Saint Petersburg entspringt einer privaten Kunstsammlung des Ehepaares Eleanor Reese Morse und Albert Reynolds Morse. Die beiden Industriellen sammelten seit dem Zweiten Weltkrieg immer mehr Werke des spanischen Künstlers. Als die Sammlung schließlich zu groß für die privaten Räumlichkeiten der beiden Kunstliebhaber wurde, beschlossen sie sie in einen Museumsbau zu überführen, der gleichzeitig der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Dali höchstselbst eröffnete das Salavador Dali Museum in Florida im Jahre 1971. Heute umfasst die Sammlung, die als größte Dali-Sammlung außerhalb Europas gilt, rund 2150 Werke des Künstlers. Darunter neben Ölgemälden auch Grafiken und Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen sowie Fotografien. Seit 2011 befindet sich das Museum nicht mehr in den alten Fabrikgebäuden der Familie Morse, sondern in einem futuristisch anmutenden Museumsneubau.

Die Sunken Gardens

Ebenfalls in Saint Petersburg sind die Sunken Gardens zu finden, ein wundervoll gepflegtes botanisches Gartenareal, das bereits seit mehr als einem Jahrhundert Besucher anzieht. Hier sind mehr als 500 tropische und subtropische Pflanzenarten zu bestaunen. Weiterhin gibt es einen Japanischen Garten sowie einen Sukkulentengarten. Wasserlilien wechseln sich mit Palmen und Obstbäumen ab. Die Sunken Gardens können auf eigene Faust, oder mit einer geführten Tour, besucht werden. Die Stars des Gartenareals sind sicherlich die Chilenischen Flamingos, die seit 1956 in den Sunken Gardens beheimatet sind.

Das Egmont Key National Wildlife Refugium

Egmont Key National Wildlife Refugium, Tampa
Egmont Key National Wildlife Refugium, Bild: Norm Lane / shutterstock

Wer es gerne etwas ursprünglicher mag, besucht das Egmont Key National Wildlife Refugium an der äußersten Landzunge der Tampa Bay. Besucher gelangen dort ausschließlich mit dem Boot oder der Fähre hin, was die Anreise abenteuerlich erscheinen lässt. Begrüßt wird man vom Egmont Key Leuchtturm und den Ruinen des Fort Dade, einer Verteidigungsanlage aus dem Amerikanisch-Spanischen Krieg. Vogelliebhaber haben hier beste Möglichkeiten eine ganze Reihe an Sing- und Seevögeln zu beobachten. Außerdem wird der Landstrich von der Georgia-Gopherschildkröte bevölkert. Hierbei handelt es sich um eine seltene Landschildkrötenart, die nur in Florida vorkommt. Die Gegend zieht jedoch nicht nur Tierfreunde und Bildungshungrige an. Einheimische Ausflügler kommen gerne zum Sonnenbaden, Schwimmen und Picknicken an die ruhigen Strände von Egmont Key.

Das Florida Holocaust Museum

Vor allem deutsche Touristen fühlen sich vom Florida Holocaust Museum angezogen. Das fünftgrößte Holocaust-Museum der USA ist in Saint Petersburg beheimatet und wurde von dem aus Frankfurt am Main stammenden Holocaust-Überlebenden Walter Lobenberg gegründet. Ausgestellt wird hier unter anderem ein originaler Eisenbahnwaggon aus Polen, mit dem die Opfer des Holocausts in Konzentrationslager verbracht wurden. Die historische Ausstellung ist weitflächig angelegt und erstreckt sich über drei Stockwerke. Beginnend mit der Zeit der Weimarer Republik wird der Holocaust bis hin zu den Nürnberger Prozessen nachvollzogen, und ebenso informativ wie kritisch beleuchtet. Auch auf die Historie des Antisemitismus an sich wird vielschichtig eingegangen. Ihren Abschluss findet die Ausstellung mit einem Blick in die Gegenwart, wo der heutige Rassismus thematisiert wird.

Die Stadt Tampa

Wer auf seiner Reise typisch amerikanisches Nightlife erleben möchte, sollte zumindest für eine Nacht in der Stadt Tampa übernachten. In den Stadtteilen Channel District, Ybor City und SoHo befinden sich beliebte Ausgehmeilen. Neben zahlreichen Bars, Clubs und Restaurants sind haufenweise Casinos, wie zum Beispiel das Seminole Hard Rock Hotel und Casino zu finden, in denen man Haus und Hof verlieren, aber auch gewinnen kann. Das Tampa Theater ist kein Theater, sondern ein gigantisches Kino, das seit 1926 neben Hollywoodproduktionen auch Programmkino und Filmklassiker zeigt. Oftmals gibt es in den cineastischen Räumlichkeiten auch Live-Konzerte lokaler und internationaler Musikgrößen zu hören. Wem der Sinn tatsächlich nach Theater steht, wird in Tampa ebenso fündig. Das David A. Straz Jr. Center for the Performing Arts, das Gorilla Theater und das Stageworks Theater gelten allesamt als exzellente Theaterbühnen. Die Oper von Tampa genießt sogar Weltruf. Bei einer Umfrage wurde das Nachtleben von Tampa an Platz sechs in den ganzen USA gestellt.

Das Florida Aquarium

Besonders wer mit Kindern reist schätzt das Florida Aquarium, das in Tampa beheimatet ist. Ziel des Lernaquariums ist es seine Besucher auf einer Art geführten Reise eines Süßwassertropfens aus Tampa, hin in den Golf von Mexiko, der sich vor der Tampa Bay ausbreitet, zu begleiten. Dafür wird man mittels 1.900.000-Liter-Tank in die Unterwasserwelt, inklusive Korallenriff, entführt. Die Ausstellung des Aquariums befasst sich unter anderem mit dem Thema Umweltverschmutzung und zeigt wie diese zur Zerstörung der Unterwasserwelt beiträgt. Wissenschaftlich ist das Florida Aquarium, und auch all dessen Führungen, höchst seriös, wird es doch in einer engen Kooperation mit dem Meeresbiologie-Lehrstuhl der Universität von Miami betrieben.

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