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Sumpf in Okefenokee National Wildlife Refuge, Georgia
Sumpf im Okefenokee National Wildlife Refuge, Bild: Joanne Dale / shutterstock

Georgia – Traditionen und Naturwunder

Eigentlich ist Georgia das klassische Beispiel eines Südstaats der USA. Hier werden Traditionen ebenso groß geschrieben wie die vielen Wunder der Natur, die der Süden zu bieten hat. Zwischen Barbecue und der Großstadt Atlanta ballen sich die Sehenswürdigkeiten der amerikanischen Natur und die Sehenswürdigkeiten der Geschichte eben jenen Landes. Georgia ist nicht nur das Land der Wirbelstürme, sondern darüber hinaus bietet es mit dem Zugang zum Meer und einer vielfältigen Natur genau den richtigen Ort für Abenteuer und für einen tieferen Einblick in die Eigenheiten, die der Süden so mit sich bringt.

Das Land der State Parks und Naturschutzgebiete

Telfair Museum, Savannah
Das Telfair Museum in Savannah Bild: Fotoluminate LLC / shutterstock

Georgia gehörte zu den ersten Staaten, in denen sich Siedler auf dem neuen Kontinent niedergelassen haben. Das angenehme Klima im Sommer und die Nähe zum Meer waren für die Menschen hier schon immer bedeutend. Aber schon die ersten Siedler haben festgestellt, dass sie vor allem ein Land mit einer sehr wilden Natur vorgefunden haben. Flüsse durchbrechen das Land ebenso wie Canyons und Sümpfe. Besonders in den wärmeren Jahreszeiten sollte man letztere übrigens meiden – die Moskitos sind eine Plage und waren das auch schon für die ersten Ureinwohner, die auf diesem Land gesiedelt haben, bevor die Europäer kamen.

Mit Georgia ist einiges an der historischen Geschichte der USA verbunden. In den Bürgerkriegen des Landes spielten sie eine große Rolle und auch während der Sklaverei war Georgia stets ein Bindeglied zwischen dem Norden und dem Süden. Ähnlich, wie es beispielsweise in Louisiana der Fall ist, trafen hier viele der Kulturen der Ureinwohner aber auch der Sklaven und der weißen Europäer aufeinander und ergaben einen Schmelztiegel, der in der heutigen Form vor allem in Savannah und Atlanta zu erleben ist. Denn bei all der Natur verfügt der Staat auch über eine der beachtlichsten Großstädte der USA, die nicht umsonst einmal Olympia ausrichten durfte.

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Die wechselhafte und manchmal abenteuerliche Natur von Georgia

Wer sich nicht gerade in den amerikanischen Großstädten aufhält, wird vor allem ein wenig Ausgleich in der bunten Natur suchen, die viele der amerikanischen Südstaaten zu bieten haben. Zwischen Canyons und weitern Steppen versteckt sich in Georgia das eine oder andere Naturschutzgebiet, das für den Autoverkehr eingeschränkt wurde und wo sich die Natur vollkommen frei entfalten kann. Hier sind es vor allem die Touristen und die Besucher, die sich auf den Wander- und Fahrradwegen eine schöne Zeit machen. Ein gutes Beispiel für diese Gebiete sind die berühmten Blue Ridge Mountains. Ihr Panorama alleine ist eines der beliebtesten Postkartenmotiven und in ihren Ausläufern finden sich nicht nur viele Wanderwege sondern vor allem kleine Seen, die besonders für ihre Forellen bekannt sind.

Wie wichtig es dem Staat ist, der Natur ausreichend Spielraum zu lassen und die Tiere wie Pflanzen hier zu schützen, sieht man auch im Okefenokee National Wildlife Refuge. Das Gebiet, das vor allem von vielen kleinen Flüssen und Sümpfen durchzogen ist, ist ein Naturschutzgebiet und kann nur unter bestimmten Auflagen betreten werden. Hier entdeckt man einige der Brunftgebiete von seltenen Vogelarten. Auch andere Tiere haben sich in dieses Reservat zurückgezogen und leben hier ohne die Einmischung des Menschen. In geführten Touren durch den Sumpf lässt sich so manches Tier in seinem natürlichen Habitat entdecken.

Ob nun vorbei an den Überresten der indianischen Siedler am Ocmulgee Heritage Trail oder auf langer Wanderung durch den F. D. Roosevelt State Park – es mangelt Georgia mit Sicherheit nicht an Orten, an denen man vom hektischen Leben der Großstadt ausscheren und die oft besungene Landschaft von Georgia bewundern kann. Diese Angebote sollte man nutzen – dabei muss aber beachtet werden, dass natürlich auch hier die Entfernungen wieder enorm sind. Zwar kann man sich nicht in allen State Parks frei mit dem Auto bewegen, zumindest für die Strecke zwischen den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten sollte man aber über ein eigenes Gefährt verfügen. Der öffentliche Nahverkehr ist, wie in vielen Teilen der USA, einfach nicht gut genug ausgebaut.

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Beachtliche Metropolen und historische Städte

Atlanta, Georgia
Die Skyline von Atlanta, Bild: f11photo / shutterstock

Wer nach Georgia reist, wird um einen Besuch in Atlanta nicht herumkommen. Immerhin ist hier einer der wichtigsten Flughäfen der USA und für eine Reise durch die Staaten wird man unweigerlich irgendwann einen Zwischenstopp hier einlegen. Diese Chance sollte man nutzen, denn Atlanta ist vielseitig und divers und bietet viele tolle Möglichkeiten für Ausflüge. Der Zoo und das Aquarium der der Stadt sind im gesamten Land bekannt und der perfekte Ort für Ausflüge mit Kindern. Darüber hinaus lohnt sich Atlanta aber vor allem aufgrund der Kultur. Restaurants mit den unterschiedlichsten Küchen sind ebenso Normalität wie ein sehr aktives Nachtleben mit Theatern und Bühnen, in denen man in das echte Leben in den USA eintauchen kann.

Wer es ein bisschen weniger hektisch, dafür aber mit einem historischen Unterton mag, sollte Savannah besuchen. Die Stadt lebt vor allem von den vielen historischen Zeugnissen und hat ein riesiges Viertel mit Gebäuden aus der Gründerzeit. Hier sieht man, wie die Menschen einst gelebt haben und die Museen der Stadt erzählen die Geschichte der Siedler, der Indianer aber auch der Sklaven, die einst für den Wohlstand in diesen Häusern gesorgt haben, bevor sie befreit worden sind.