Mexiko – Land der Gegensätze

Mexiko, Cancún

Mexiko – Totenköpfe und Madonnen, Regenwald und Wüste, pulsierende Städte und atemberaubende Ruinen, Land der krassen Gegensätze in Kultur und Natur, schreitend und streitend von Krise zu Krise. Es gibt erschreckende Armut, unfassbaren Reichtum; ein Land voll Rhythmus, Lebenslust und Opferkult; bunt, faszinierend, lärmend, einzigartig. Ob Tauchen in der Karibik, steigen auf Pyramiden, schaudern vor den Menschenopfern der Azteken, staunen über die Fertigkeiten der Mayas, jeder Tourist findet etwas im Land der indigenen Ureinwohner und spanischen Konquistadoren. Jeder wird seinen Ort finden und im Spiegel der Gegensätze sich selbst genießen können.

Reisetipps und Regionen in Mexiko

Mexiko, El Ángel de la Independencia
Die El Ángel de la Independencia in Mexiko Stadt, Bild: Vincent St. Thomas / shutterstock

Von Frankfurt Flughafen direkt nach Mexiko City. Zeitumstellung: -7 Stunden. Am besten in den Wintermonaten, denn in der Regenzeit von Mai bis Oktober ist es ein Erleben für Fortgeschrittene. Im August ist mit vielen amerikanischen Urlaubern zu rechnen. Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten, etwas Vorsicht ist angebracht, auch wenn an den Touristenstränden durchaus getrunken wird. Auch die Drogengesetze sind hart. Es braucht einen gültigen Reisepass, aber kein Visum. An der Grenze gibt es eine Touristenkarte (FMM), die bis zu 180 Tagen gültig ist. Es schadet nichts die Informationen des Auswärtigen Amtes zur aktuellen Lage in Mexiko und etwaigen Risiken zur Kenntnis zu nehmen.

Die sehenswerten Landschaften reichen von der leuchtenden blauen Küste der Baja California und den legendären Kakteenwüsten des Nordens bis hin zu den Mayadörfern und den von Palmen geschmückten Stränden des Südens. Überall warten reich verzierte Kolonialkirchen auf Besucher und eine anspruchsvolle, vielseitige Küche lockt mit zahlreichen Chilisorten und Gerichten aus der wichtigsten Grundlage Mais. Darf es dazu ein Tequila sein aus vergorenem Agavensaft oder ein fermentierter Saft derselben Frucht, Pulque genannt, mit geringem Alkoholgehalt, mit Melonen oder Drachenfrüchten versetzt? Ein Mexiko Urlaub hat viel zu bieten.

Mexiko City

Mexiko, Baja
Die Baja in Mexiko, Bild: Grey82 / shutterstock

Willkommen in einer der größten Städte der Welt. Der Hauptplatz Zócalo ist der zweitgrößte der Erde, begrenzt von der Kathedrale und dem Nationalpalast. In der Mitte weht eine gigantische rot-weiß-grüne Fahne, das Banner Mexikos mit dem Adler, der eine Schlange verschlingt. Die Kirche ist die Größte in Lateinamerika und wurde von 1573 bis 1813 gebaut. Ohne Unterlass finden dort tagsüber Messen statt, es ist ein Kommen und Gehen in dem reich verzierten, prachtvollem Gotteshaus.

Im Palacio National beschönigen leuchtende Wandgemälde das vorchristliche Leben der indigenen Völker und im Treppenhaus wird das marxistische Weltbild auf schillernden Gemälden verklärt. Kontraste auch hier. Ein Spaziergang durch die Altstadt bietet Erholung und mannigfaltige Eindrücke. Östlich und südlich des Platzes herrscht reges Markttreiben. Das Museo Nacional de Antropologia im Park Bosque de Chapultepec ist ein weiteres Highlight in Mexiko City.

Maria von Guadalupe und Teotihuacán

Auf 2200 m Höhe gelegen, umgeben von Gebirgszügen und den Zwillingsvulkanen, verlockt die Umgebung der Hauptstadt zu Ausflügen. Zunächst ein kurzer in die Geschichte.

1521 hatte der Spanier Cortes die Aztekenstadt Tenochtitlan erobert, die grausamen Menschenopfer abgeschafft. Die Einwohner der Stadt sollten Christen werden. Doch nur wenige übernahmen die Religion der habgierigen Eroberer.

Haus des Lebens

Erst als 1531 das Bildnis der Maria von Guadelupe auf dem Umhang eines einfachen Indios erschien und eine Kirche zu ihren Ehren erbaut wurde, bekehrten sich in wenigen Jahren Millionen von Indios. Sie erkannten in der dunkelhäutigen Frau eine der Ihren und akzeptierten sie als Herrscherin. Ebenso wie das Kind, das sie als schwangere trägt. Mexiko wurde katholisch, Unsere Liebe Frau von Guadelupe die Schutzpatronin des Landes und das Heiligtum nördlich von Mexiko City der größte Pilgerort der Welt. 20 Millionen kommen jedes Jahr. Die Verschmelzung ganz unterschiedlicher Kulturen hatte begonnen.

Straße der Toten

Mexiko Strand
Mexiko hat tolle Strände zu bieten, Bild: Jess Kraft / shutterstock

Mit dem Bus geht es weiter nach Teotihuacan, wo im Zentrum der Ruinenanlage die drittgrößte Pyramide der Welt 65 m hoch aufragt. Die Sonnenpyramide, erbaut ca. 100 Jahre n. Chr. Am nördlichen Ende der Straße der Toten liegt die Mondpyramide, die kleine Schwester. Eine atemberaubende Szenerie an diesem Ort, dessen Name bedeutet: ‚Wo die Menschen zu Göttern werden‘.

Pazifik

Strahlendes Blau, warmer Sand, gleißendes Licht in Acapulco und die berühmten Klippenspringer, die sich aus 26 m Höhe von den Felsen kopfüber in die sanft rollenden Wogen des Pazifiks stürzen. Der ausgedehnte Sandstrand, die prächtigen Villen der High Society auf den Hügeln, die Vielzahl an Hotels und Wassersportmöglichkeiten, das Nachtleben und die wolkenlosen Tage locken den Touristen. Besonders schön ist Acapulco, wenn nach Sonnenuntergang die Bucht von tausenden von Lichtern zu strahlen beginnt. Wer sich an ein seriöses Hotel hält und einige Grundregeln beachtet, kann dort trotz politischer Wirren und Drogenmafia schöne Urlaubstage verbringen.

Ruhiger geht es 200 km weiter nördlich zu in dem Fischerdorf Zihuatanejo. Kleine Strandpromenade, familiäre Fischrestaurants, Ausflugsboote zu Vogelschutzinseln oder dem Playa las Gatas. Schwimmen, Tauchen, Faulenzen ist angesagt.

Auch südlich von Acapulco warten schöne Badeorte mit stillen Buchten wie um Puerto Angelo oder mit majestätischer Dünung wie in Puerto Escondido, das ein El Dorado für Surfer ist.

Wo Erholung und Kultur sich finden: Riviera Maya

Idyllisch, traumhaft, leuchtend weiß, palmengesäumt, mit kristallklaren Wasser sind die karibischen Strände der Region Yucatán. Beim internationalen Flughafen von Cancún kann eine faszinierende Mexiko Rundreise beginnen mit den Schwerpunkten Wasser, Buschwald und Maya-Tempel. Cancún ist eine Retortenstadt mit herrlichem Strand, Hotels, Einkaufsmöglichkeiten und vielseitigem Nachtleben. Ruhiger geht es auf der kleinen Isla Mujeres, der Fraueninsel zu. Ein Taucherparadies ist die Isla de Cozumel. Die Küste bis Tulum heißt Riviera Maya und punktet mit türkis schillerndem Meer, weißen, weiten Stränden und Palmenbuchten. Bei Tulum gibt es Maya Ruinen direkt am saphirblauen Meer. Ein lohnender Abstecher von dort führt nach Cobá. Gute Hotels bieten Ausflüge an. Diese Ruinenstadt ist noch im Buschwald gelegen, der gleichzeitig Naturschutzgebiet ist und eine Vielzahl fantastischer Vogelarten beheimatet. Es ist touristisch, aber nicht überlaufen und stimmungsvoller als die akribisch freigelegten Tempelstädte wie das berühmte Chichén Itzá, 70 km weiter im Inland. Dies wurde als eines der neuen 7 Weltwunder deklariert und der Besucher darf sich nicht wundern, wenn er vor lauter Touristen von den raffinierten Mayabauten nur die Spitzen sieht.

Pauschalreise Mexiko

Die Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe
Die Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe, Bild: WitR / shutterstock

Mexiko ist 6 mal größer als Deutschland. Es auf eigene Faust erleben zu wollen, zum Beispiel im Mietwagen, ist sicher ein Abenteuer und kein ganz ungefährliches. Eine Pauschalreise führt zu den schönsten Orten, macht einen mit zuverlässigen Reiseführern bekannt, erspart langwierige Fahrten in vollen Bussen, holt vom Flughafen ab und bringt einen sicher dorthin zurück. Das richtige für Einsteiger. Es gibt so viel zu entdecken:

  • Die Pueblos Magicos, bunte Dörfer und Kleinstädte mit ihren Kolonialkirchen, dem geselligem Leben, Museen, Festen, Märkten und Straßenständen.
  • Die Pinke Lagune ist ein Geheimtipp geworden mit ihrem feinweißen Sand und dem rosa-leuchtenden Wasser.
  • Das Baden in Süßwasserlöchern
  • Tauchen mit Schildkröten und Begegnung mit Grauwalen
  • Musik und Tanzen und Essen, Essen, Essen

Fazit: Ein Mexiko Urlaub lohnt sich immer.

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