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Myrina, Limnos, Nordägäis
Myrina, die Hauptstadt von Limnos, Bild: hsunny / shutterstock

Nordägäis

Die Ägäis, beziehungsweise das Ägäische Meer, ist ein Teil des Mittelmeers. Sie findet sich östlich von Griechenland und westlich der Türkei. Diese beiden Staaten stellen auch die einzigen Anrainerstaaten. Üblicherweise wird das Meer in die nördliche und die südliche Ägäis aufgeteilt. Eine weitere Möglichkeit der Untergliederung ist anhand der verschiedenen Inselgruppen. Hier sind die Nordägäischen Inseln, die Ostägäischen Inseln sowie die Nördlichen und Südlichen Sporaden zu nennen.

Die Nordägäischen Inseln

Die Nordägäischen Inseln ist eine Hilfsbezeichnung für jene Inseln, welche in der nördlichen Ägäis liegen. Dies heißt, dass sie sich im Bereich der griechischen Regionen Makedonien und Thrakien befinden sowie nördlich der griechischen Insel Lesbos liegen. Gelegentlich werden auch Teile der Nördlichen Sporaden sowie Lesbos und Samos (eigentlich zugehörig zu den Ostägäischen Inseln) als Teil der Nordägäischen Inseln aufgeführt.

Zu den wichtigsten Nordägäischen Inseln gehören:

  • Limnos, sowie die umliegenden kleineren Inseln
  • Agios Efstratios, sowie die umliegenden kleineren Inseln
  • Samothraki
  • Ladoxera
  • Thasos
  • Amouliani, sowie weitere kleinere Inseln vor der Küste der Chalkidiki
  • Xeronisi
  • Lesbos
  • Samos

Zur Geschichte der Nordägäischen Inseln

Strände auf Samos
Samos bietet traumhafte Strände, Bild: Milos Vucicevic / shutterstock

Die Inseln hatten vor allem wegen ihrer Lage eine große Bedeutung und waren für die Seefahrt als wichtige Zwischenstationen unabkömmlich. Dies spiegelt sich auch im Zeitalter des antiken Griechenlands wider. Die Nordägäischen Inseln gewannen zunehmend an Bedeutung. Eigene Stadtstaaten wurden gegründet und bildeten wichtige Handelsposten. Sie dienten außerdem als sicherer Hafen, um Schutz vor den zahlreichen Piraten zu gewährleisten. Häufig waren diese Piraten Bewohner der umliegenden Inseln oder verfeindeter Stämme.

In römischer Zeit verloren die Inseln zunehmend an Bedeutung. In weiterer Folge fielen die Inseln unter byzantinische Herrschaft. Später waren sie Teil der venezianischen und genuesischen Reiche. Auch die Osmanen hatten Teile der Nordägäischen Inseln erobert. Dieser zahlreichen Wechsel der Herrschaft spiegeln sich auch heute noch in der vielfältigen und durchmischten Kultur der Bevölkerung wider.

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Die wirtschaftliche Bedeutung der Nordägäischen Inseln

Ein Großteil der Bevölkerung der Inseln lebt vom Tourismus. Insbesondere die größeren Inseln, welche auch über historisch und archäologisch interessante Ausgrabungsstätten verfügen, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu sehr beliebten Touristenzielen entwickelt. Die Hochsaison reicht von Mai bis August. In dieser Zeit sind die Hotels meist sehr gut belegt, sodass vorzeitig reserviert werden sollte. Neben den historischen Ausflugszielen sind vor allem einige Sandstrände, beispielsweise auf Thasos, sehr beliebte Ziele. Doch auch Wander- und Fahrradtouren können auf die Nordägäischen Inseln unternommen werden.

Als zweiter wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft zu nennen. Hier dominiert der Anbau von Bäumen, allen voran Olivenbäume. Hinzu kommen Nuss-, Feigen und diverse Obstbäume. Getreide und Gemüse wird äußerst wenig angebaut, da hier die Bedingungen keine ertragreichen Ernten zulassen. Der Anbau von Wein war in der Antike ein wichtiger Faktor, ist heutzutage allerdings zu vernachlässigen. Viehzucht wird auf den nordägäischen Inseln nur in sehr begrenztem Ausmaß betrieben.

Die Anreise zu den Nordägäischen Inseln

Nur wenige Inseln in der Ägäis verfügen über einen eigenen Flughafen. Hier sind insbesondere Samos und Lesbos zu nennen. Eine Anreise über das Festland ist häufig der einfachste und schnellste Weg. Insbesondere die Flughäfen in Thessaloniki, Kavala und Alexandroupolis sind hier zu erwähnen. Sämtliche Nordägäische Inseln sind einfach von den unterschiedlichsten Orten am Festland mit Fähren zu erreichen. Diese verkehren üblicherweise täglich und sind sehr kostengünstig.

Touristische Highlights der Ägäischen Inseln

Lesbos, Nordägäis
Die kleine Kirche von Panagia gorgona liegt auf einem Felsen in Skala Sykamias, Bild: Georgios Kritsotakis / shutterstock

Samos wird auch als die grüne Insel der Ägäis bezeichnet. Die hohen Berge sorgen für große Niederschlagsmengen. Gleichzeitig gilt Samos als eine der sonnenreichsten Gegenden von Griechenland. Es ist also kein Wunder, dass hier eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen gedeiht. In dieser wunderschönen Landschaft bieten sich Wanderausflüge hervorragend an. Auf der gesamten Insel finden sich archäologische Überreste, deren Highlight die antike Stadt Samos darstellt.

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Lesbos wird häufig als Touristenziel übersehen. Dabei hat die Insel einen vielfältigen Mix aus moderner Hauptstadt, traditionellen Fischerdörfern und touristischen Geheimtipps zu bieten. Zu Letzteren zählt das Dorf Mólivos, dessen Häuser sich an einen Berghang schmiegen und einen einmaligen Ausblick über die Insel und das Meer bieten.

Ein Geheimtipp ist auch die Insel Limnos. Sie bietet eine atemberaubende Vulkanlandschaft, faszinierende Salzseen, endlose Strände mit weißen Sanddünen sowie hervorragende Reviere für Surfer. Doch auch Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Denn zahlreiche Zugvögel machen auf dieser Insel Station und machen sie so zu einem Paradies für Ornithologen.

Samothraki ist Vielen vor allem dank der berühmten Statue „Die Nike von Samothrake“ ein Begriff. Dabei zählt die Insel zu den schönsten der Ägäis. Hier können ausgedehnte Wanderungen durch gebirgige Landschaften ebenso unternommen werden wie Paragliding, Kajakfahrten und Rafting oder Tauchausflüge. Ein besonderes Highlight sind die zahlreichen Flüsse, deren kleine Wasserfälle und die darunter befindlichen Wasserbecken, welche auch Vathres genannt werden.

Thassos, Griechenland
Thassos, das grüne Juwel Griechenlands, Bild: Alexandru Chiriac / shutterstock

Als Smaragd der Ägäis oder als die goldene Insel ist Thassos bekannt. Hier wechseln sich schöne Strände mit idyllischen Landschaften ab. Rund um die Insel finden sich immer wieder kleine malerische Dörfer und kleinere Städte. Es handelt sich um eine Insel, welche am besten mit dem Auto erkundet wird, denn hier gibt es so viel zu entdecken.

Dank Fährverbindungen zwischen den einzelnen Inseln und vor allem dank zahlreicher Touristenboote ist es ein einfaches, einen Tagesausflug auf eine der übrigen Inseln zu unternehmen. Denn sie sind allesamt eine Reise wert. Überall locken schöne Strände, kleine Dörfer, antike Ruinen und malerische Landschaften. Mit etwas Planung lässt sich hier auch hervorragend Inselhopping betreiben. Jeden Tag eine neue Inselt entdecken – wer hat nicht schon einmal davon geträumt?