Sonntag, Juli 5, 2020
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Thassos – Die grüne Insel der Ägäis

„Der grüne Smaragd der Nordägäis“. Nicht mehr und nicht weniger ist der Name der griechischen Insel Thassos in der Ägäis. Und tatsächlich, wer eine Reise auf die Insel wagt, wird beeindruckt sein, von der Vielfalt der Möglichkeiten, die sich hier bei einer Reise entdecken lassen. Wunderschöne Küsten in Verbindung mit dichten Wäldern, archäologischen Zentren und einem typischen Hauch von griechischer Kultur. Thassos hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp neben den bekannten griechischen Inseln wie Kreta, Mykonos oder Rhodos entwickelt und hat doch den Vorteil, dass die Insel bei Weitem nicht so touristisch ausgebaut ist, wie die benachbarten Inseln.

Thassos entdecken – aber erst einmal ankommen

Ein Grund dafür, dass Thassos in den vergangenen Jahren von den deutschen Touristen noch nicht wirklich in breiter Masse bevölkert wurde, dürfte in dem Umstand liegen, dass die Insel keinen eigenen Flughafen hat. Die Insel wird mit dem Schiff aus angefahren und überrascht direkt beim ersten Anblick mit seinen hohen Gebirgen, die sich über die gesamte Insel ziehen, die übrigens einen Durchmesser von rund 24 Kilometern aufzuweisen hat. Nur weil die deutschen Touristen hier bisher eher ausgeblieben sind, sollte man aber nicht erwarten, dass es keine Infrastruktur gibt. Im Gegenteil, die Straßen sind sehr gut ausgebaut und Hotels verteilen sich über die gesamte Insel. Dafür gibt es hier keine klassischen Hochburgen, in denen sich die Hotelkasernen aneinander reihen. Es geht auf der grünen Insel alles ein wenig ruhiger zu und das ist es auch, was die meisten Gäste zu schätzen wissen.

Limenas – Die Hauptstadt von Thassos

Limenas, Thassos
Die Inselhauptstadt Limenas, Bild: Balate Dorin / shutterstock

Limenas ist hingegen auch das Zentrum des Eilandes. Bereits in der Antike wurde hier gesiedelt und so verteilen sich die meisten Hotels über die Stadt. Es gibt aber auch in anderen Teilen der Insel viele Unterkünfte in den verschiedensten Preisklasse zu finden. Besonders empfehlenswert und authentisch sind dabei Steinhäuser, welche von Einheimischen in der Saison vermietet werden und die ansonsten überall auf der Insel zu finden sind.

Es mangelt auf Thassos also weder an Möglichkeiten für die Anreise, noch an Infrastruktur noch an Unterkünften. In den letzten Jahren ist der Tourismus hier bedeutender geworden und trotzdem konnte sich die Insel ihren Charme dadurch erhalten, dass nicht willkürlich Teile der wundervollen Natur dem Tourismus geopfert werden. Ganz im Gegenteil, hier lebt man im Einklang mit den touristischen Bauten und findet Möglichkeiten, wie die Natur erhalten werden kann.

Strand, Sonne und Natur auf der griechischen Insel Thassos

Salaria Beach, Thassos
Salaria Beach, einer der schönsten Strände Griechenlands, Bild: Porojnicu Stelian / shutterstock

Da die Insel über eine besonders furchtbare Vegetation verfügt, kommt man als Urlauber auf der Insel auch an die Freuden aller Gerichte aus der griechischen Küche. In den Restaurants und Tavernen der Stadt spielen die Klassiker wie Oliven und Schafskäse natürlich eine besonderer Rolle, darüber hinaus sind besonders Gerichte mit Meeresfrüchten zu empfehlen, welche in der Regel tatsächlich noch vor Ort gefangen werden. Den Großteil der Restaurants finden sich in der Hauptstadt, klassische Tavernen mit bruchstückhaft übersetzter Speisekarte finden sich aber auf ganz Thassos.

In allen Teilen der Insel finden sich darüber hinaus verschiedene Schönheiten der Natur. Die Strände sollten dabei natürlich zuerst genannt werden. Feinstes türkises Wasser haben sie alle zu bieten und auch die Sandqualität bei den Stränden auf Thassos ist eine Erwähnung wert.

Skala Rachoni Beach

Ein besonderer Geheimtipp ist dabei der Skala Rachoni Beach. Der langgezogene Strand am Ende des gleichnamigen Ortes ist für seine Ruhe bekannt und ist auch die kleine Reise wert, wenn man am anderen Ende der Insel die eigene Unterkunft hat. Am Astrida Beach finden sich auch in der Regel nur wenige Urlauber – dafür Versorgung direkt durch die Einheimischen. Bei einem Urlaub auf der Insel sollte aber eigentlich jeder der Strände einmal die Aufmerksamkeit eines Besuches bekommen.

Durch die unterschiedlichen Vegetationen auf Thassos wird man auch zu dem ein oder anderen Besuch eingeladen. Wandern in den Bergen ist eine tolle Möglichkeit abseits des Strandurlaubes. Nach 1200 Höhenmetern auf den Berg Ipsario erhält mein eine einmalige Aussicht auf die Insel. Wer das Wandern mag, kann sich zudem einmal das Bergdorf Kastros einsehen, in welchem die Einwohner noch sehr urtümlich leben. Zu den eindeutigen Naturschätzen gehört zudem die Drachenhöhle. Hier sollen die ersten Siedler von Thassos ihre Zuflucht nach der Ankunft auf der Insel gefunden haben.

Archäologische Schätze auf Thassos

Die Besiedelung von Thassos liegt schon viele Jahrhunderte zurück, wie sich auch an dem ein oder anderen Ort der Hauptstadt sehen lässt. So finden sich Ruinen aus den verschiedensten Epochen auf Thassos, die mitunter bis in die große Blütezeit des griechischen Reiches zurück gehen. Ganz besonderes Augenmerk sollten Freunde der Architektur aber auch einem Kloster auf der Insel schenken, das dem Erzengel Michael gewidmet ist. Das Kloster Archangelou ist eines der kulturellen Highlights der Insel und kann zu festen Zeiten erkundet werden.

Thassos hat also trotz seiner bescheidenen Größe einiges zu bieten. Die abwechslungsreichen Möglichkeiten auf der nördlichsten Insel Griechenlands und der Umstand, dass die Insel noch nicht komplett vom Tourismus erschlossen ist, sind nur einige Argumente für eine Reise.

Die wichtigsten Fragen zu Thassos

Wie kommt man nach Thassos?

Thassos besitzt keinen eigenen Flughafen. Man landet mit dem Flieger in Kavala. Nach wenigen Minuten erreicht man den Fährhafen. Die Überfahrt nach Thassos dauert ca. 40 Minuten.

Informationen finden Sie auch auch auf http://www.ferries-greece.com

Wie groß ist Thassos?

Die Gesamtfläche von Thassos beträgt 380,1 km²

Wo liegt Thassos?

Thassos liegt im Ägäischen Meer und ist die nördlichste griechische Insel. Sie liegt knapp sieben Kilometer vor Kavala, dem Ankunftsort mit dem Flieger aus Deutschland.

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