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Wasserfälle in Samothraki
Wasserfälle in Samothraki, Bild: catalin eremia / shutterstock

Samothraki – Insel mit Granitfelsen

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Samothraki ist eine winzige griechische Insel mit wunderschönen Landschaften, atemberaubenden Sandstränden und wenig Tourismus. Santorini, Rhodos und Korfu kennt jeder, doch Samothraki ist eine der wenigen Inseln, die noch nicht überbevölkert ist, wenn die Sommersaison naht. Sie liegt in der Nordägäis und hat zahlreiche natürliche Pools, die von atemberaubender Naturschönheit umgeben sind. Urwälder befinden sich auf der Insel, ab und zu sieht man einen Wasserfall und natürlich gibt es helle und unberührte Sandstrände, die von Palmen gesäumt werden.

Im Inselinneren erstrecken sich hohe und grünbewachsene Berge, die eine mystische Atmosphäre versprühen. Nicht einmal 3000 Einwohner leben auf dem Eiland mitten im Meer und trotzdem ist die Insel berühmt, durch den Fund einer antiken Skulptur der Nike von Samothrake. Die Insel ist vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt, die auf nachhaltigen Urlaub wert legen und fernab von Massentourismus die schönsten Tage des Jahres verbringen.

Es gibt viele interessante Orte auf der Insel. Kamariotissa ist eine Hafenstadt, in der die Fähren vom Festland ankommen, einen Flughafen gibt es hier nicht. Kamariotissa befindet sich auf der Westseite der Insel und wird von Weiden umgeben. Der höchste Berg der Insel ist der Mondberg mit 1611 Metern, der auf griechisch Fengari heißt und von Therma aus bestiegen werden kann. Die gesamte Route dauert ca. 6 Stunden. Der Berg besteht aus Granit und lädt zum Wandern ein. Laut einer Sage soll Poseidon von diesem Berg aus die Schlacht von Troja beobachtet haben. In der Stadt schlängeln sich zahlreiche Restaurants aneinander, es gibt Banken, eine Post, Supermärkte, eine Bäckerei und Konditorei, sowie Apotheken und Gemüsehändler. Der wunderschöne Hafen mit den zahlreichen Yachten ist ein Ziel für viele Besucher. Hier können auch Mopeds, Autos und Fahrräder gemietet werden, mit denen die Insel unsicher gemacht wird. Ein Mountainbike ist die beste Wahl, denn damit kann man durch das Gebirge triften.

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Chora – Hauptstadt von Samothraki

Chora, Samothraki
Unterwegs in Chora, Bild: Georgios Tsichlis / shutterstock

Die Hauptstadt der Insel ist Chora, die nur 5 Kilometer östlich von Karmiotissa liegt. Vom Meer aus ist die Stadt kaum zu sehen, doch sie verbirgt viele wunderschöne Ecken. Damals, als die Stadt erbaut wurde, gab es zahlreiche Piratenangriffe, die vom Meer her erfolgten. Also wurde Chora hinter einen Hügel gebaut und vom Meer nicht sichtbar. Das Meer jedoch liegt in ganzer Pracht vor den Besuchern, die sich in der Stadt befinden. Chora wird durch seine engen und verwinkelten Gassen geprägt, aber auch durch die Genueser Festung, die einmal byzantinisch war. Das wohl schönste Dorf der Insel hat zahlreiche Tavernen, die in den Straßen um den zentralen Platz liegen.

Wer zum Kuren nach Samothraki fahren möchte, der kann im Ort Therma viele heiße Quellen und ein Schwefelbad finden. Es gibt einen romantischen Outdoor-Pool, der vor allem nachts und bei sternenklarem Himmel sehr gern besucht wird. Ein Schwefelbad mit Meerblick ist ebenfalls vorhanden und ziert den Ort. Nur 300 Meter vom Badehaus entfernt befindet sich ein großer Pool, der zum Relaxen einlädt. Ebenfalls in der Nähe des Hauses liegt ein Geysir. Vom Ort Therma aus starten zahlreiche Wanderrouten in die Berge, auch mit dem Mountainbike kann man das Gebirge erkunden, welches direkt hinter dem Ort aufragt, der einige Geschäfte, Unterkünfte und Lokale aufweisen kann. Im Großen und Ganzen ist es jedoch sehr ruhig und beschaulich in Therma. Es gibt zwei Campingplätze am Ortsrand und einen kleinen Hafen mit durchsichtigem Wasser. Von hier aus kann man Bootstouren rund um die Insel machen. Thermas Thermalgeschichte geht bis in die Römerzeit zurück.

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Insel der Ziegen

Strand auf Samothraki
Strand auf Samothraki, Bild: Bosko Markovic / shutterstock

Auf der Insel leben viele freilaufende Ziegen, in Höchstzeiten bis zu 75.000. Das kommt davon, dass viele Ziegen halbwild gehalten werden und sie sich vermehren. Dies jedoch gibt es Problem, denn Ziegen fressen jegliche Vegetation auf der Insel ab. So, dass es karg ist und kaum noch etwas wächst. Die Granitfelsen im Inneren sind nicht bewachsen. Auf der Nordseite befinden sich große Wälder, die sich jedoch mit dichtem Buschwerk abwechseln. Vom höchsten Berg der Insel aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Türkei. Entlang der Südostküste ragen 800 Meter hohe Berge in die Höhe. Dieser Teil der Insel ist nicht erschlossen, wird jedoch von Bergsteigern genutzt. Der Norden von Samothraki wird mit Flaumeichenwäldern bedeckt.

Ein besonders beliebter Strand nennt sich Vatos Beach und ist mit zahlreichen Grotten und Höhlen bestückt. Der Kiesstrand ist weitgehend naturbelassen und dahinter ragen Felsen auf. Ein Sonnenschirm und Handtücher müssen selbst mitgebracht werden, um sich vor der Sonne zu schützen. Auch der Katarti Beach ist ein Naturphänomen. Schroffe Klippen umsäumen den Kiesstrand, azurblaues und sauberes Wasser lädt zum Baden ein. Etwas weiter im Hinterland befindet sich der Fonias Wasserfall. Dieser ist einfach zu erreichen, auch mit Kindern kann eine Wanderung hierher sehr viel Spaß bedeuten. 3,4 Kilometer ist der Weg zum Wasserfall lang. Durch das Tal läuft man immer entlang des Flusses, bis man ihn erreicht. Im Sommer kann man sich hier ein kühles Bad gönnen, bevor die Wanderung weiter ins Landesinnere geht. Die Dauer der Route beträgt ca. 1 Stunde.