Montag, Juli 13, 2020
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Mallorca, Teil 1 – Palma und die Südwestküste

In unserer fünfteiligen Reihe „Mallorca – im Zauber des Südens“ zeichnen wir ein umfassendes Bild der beliebten spanischen Baleareninsel, versehen mit einer Fülle wertvoller Informationen und Hintergrundwissen. Wer wollte schon immer erfahren, wo sich die entlegensten Winkel und Dörfer befinden? In welchen Vierteln verbergen sich die besten Tapas-Bars? Wo liegen die schönsten Strände, frei von Massentourismus? Welchen Berggipfel sollte man erkraxeln?

Fest steht: Mallorca ist eine Insel für alle. Eindrucksvolle Gebirgsregionen mit glitzernden Salzseen, urige Restaurants mit typischer Mallorca-Küche, Tropfsteinhöhlen, herrliche Strände und kunterbunte Fiestas, die für spanische Lebendigkeit stehen – mangelnde Vielfalt an Angeboten kann man Mallorca gewiss nicht vorwerfen.

Dabei weisen die einzelnen Regionen der Insel unterschiedliche Charakteristiken auf. Mit der folgenden Serie möchten wir Anregungen zur Auswahl geben.

Palma und die Südwestküste – berauschender Reichtum auf kleinstem Raum: voller Gegensätze, Überraschungen und Widersprüche

Die quicklebendige Hauptstadt Palma und Inselschöne lädt ein. Sie liegt an der Bahía de Palma, einer tiefen Bucht im Südwesten der Insel. In der schönsten Stadt am Mittelmeer schlägt das Inselherz. Mallorcas mondäne Metropole und Kapitale ist Palma. Auch wenn seit Ende 2016 der offizielle Name der Stadt nicht mehr „Palma de Mallorca“ ist – verändert hat sich wenig. Nach wie vor bietet die sonnenverwöhnte Stadt für jeden Geschmack etwas: Traumhafte Strände, exzellentes Essen, grandioses Shoppingerlebnis und exzessive Feiern. Zwischen einem reichen historischen Erbe und urbanem Flair vereint die schöne Hauptstadt viele Vorzüge. Um die Atmosphäre der Stadt richtig zu genießen, empfiehlt es sich das Auto in einer Tiefgarage oder in einer der blau markierten Parkzonen stehen zu lassen. Die Stadtväter Palmas setzen auf Verkehrsberuhigung.

Palma auf einen Blick – Fluchten und Überraschungen

An der riesigen Plaça d’Espanya schlägt das Herz der Stadt. Hier fließen die meisten Straßen zusammen. Verwinkelte, enge und kopfsteingepflasterte Gassen verleihen der Altstadt ihren besonderen Charme. Gotische Gotteshäuser, alte Stadtpaläste, friedliche Innenhöfe. prächtige Adelshäuser, weihrauchgeschwängertes Kirchendunkel – der Reichtum ist nahezu überall greifbar. Nicht zu vergessen das geschäftige Treiben im grellen Licht der Markthallen.

In Palma schlendert der Besucher durch eine der größten erhaltenen mittelalterlichen Städte des Mittelmeerraums.

La Seu

Wie ein gigantisches Schiff verschwimmt La Seu im Häusermeer von Palma. Die imposante gotische Kathedrale ist nicht nur das größte Bauwerk der Insel, sondern sicher auch das kostbarste. Ähnlich einer Glucke thront das berühmteste Inselgebäude über dem Meer. Die Kathedrale begeistert mit einem 110 Meter langen Hauptschiff, hohen Säulen und einer faszinierenden Fensterrose, die bei Sonnenschein bunte Lichtspiele zaubert. Nicht weniger verzaubert der Gaudi-Leuchter über dem Altar. Neuerdings darf man dem beeindruckenden Bauwerk aufs Dach steigen. Von oben bietet sich ein atemberaubender Blick über Stadt und Meer.

Großartige Ein- und Ausblicke gewährt das Castel de Bellver. Das Königsschloss der Stadt liegt etwa drei Kilometer von Palma entfernt und überrascht mit bemerkenswerten Einblicken in die Geschichte sowie einem faszinierenden Ausblick über die Stadt und den Hafen.

Palmas Hafen ist dort, wo im Sommer lautstark die Hörner der Kreuzfahrtschiffe ertönen und Träume von der großen weiten Welt wecken. Die Uferpromenade erstreckt sich von einem Ende zum anderen mit Blick auf die labyrinthische Altstadt. Für fußmüde Stadtbesucher bietet sich eine einstündige Hafenrundfahrt mit Cruceros Marco Polo an. Nach dieser erholsamen Abwechslung lockt Porto Pi, das Shoppingparadies. Es befindet sich am Ende der Avendia Juan Miro, unweit des Hafens von Palma.

Ballermann

Was wäre Palma ohne seinen Sündenpfuhl? Beschaulich, ruhig, verhalten? In jedem Fall haben die Einheimischen die Nase voll. Der Besucherstrom läuft schon länger aus dem Ruder. Volle Gassen, überzogene Mieten und nicht zuletzt die unzähligen Kreuzfahrtpassagiere, die Palmas Altstadt überfluten. Zur Aufwertung der Platja de Palma verabschiedete die Stadtverwaltung im Jahre 2015 einen Masterplan. Binnen 10 Jahren soll aus dem berüchtigten Sündenpfuhl eine ehrwürdige Urlaubsmeile werden. Restaurants, Strandbars, Geschäfte und Clubs – am Platja de Palma wird fleißig renoviert. Die Hotels setzen einen drauf und wachsen exklusiv in die Höhe. Indes entstehen mehrere neue Boutique-Hotels. Ehemalige, oft runter gekommene Unterkünfte, rangieren bereits in der Vier-Sterne-Kategorie. Die Party bleibt. Nur in Zukunft soll sie gesitteter abgehen.

Oasen der Ruhe und Szeneviertel mit viel Charme

Palma, Innenstadr
Weitläufige Fußgängerwege im Herzen von Palma, Bild: Dmitrii Sakharov / shutterstock

Im Jahre 1231, nach der Vertreibung der Araber, blühte Palma auf. Adlige und reiche Kaufleute errichteten im 15./16. Jahrhundert überall in der Stadt wehrhafte Paläste zum Schutz vor Piratenangriffen. Heute bezaubern hinter den mächtigen Mauern verwunschene Gärten mit Blumenbeeten, überdachte Loggias und kleine Brunnen. Viele alte Paläste wurden in Geschäfte und Galerien umgewandelt. Zu den schönsten Stadtpalästen zählt zweifellos das Casa Soleric am Passeig del Born. Es bildet das kulturelle Zentrum der Stadt.

Santa Catalina steht für Geselligkeit und Genuss. Das boheme Stadtviertel verzaubert mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Einst ein verruchtes Fischerviertel – heute das familienfreundliche „Eck“: Palmas Lieblingsviertel lockt mit niedlichen Ladenlokalen, spanischen Köstlichkeiten und ausgewählten Gourmetprodukten. Ab 20 Uhr verwandelt sich das gesamte Viertel in eine international gedeckte Open-Air-Tafel.

Schöne Plätze und kulinarische Geheimtipps

Eine Rast vom Stadtbummel, sich irgendwo hinsetzen und einfach nur schauen, das gelingt auf Palmas Plätzen. Verweilen wir kurz am verkehrsberuhigten Rathausplatz. Mit einem strahlenden Lächeln kredenzt man in der Eisdiele auf der Plaça del Cort zart schmelzende Süßigkeiten. Nicht weniger verführerisch ist die Auswahl von „Tast“ in der Carrerd de la Unió. Die Tapas Bar ist berühmt für ihre Spezialitäten.

Besten Grillfisch, allerdings zu märchenhaften Preisen, zaubert der Küchenchef im Osten Palmas. „Es Mollet“ bietet zudem einen schönen Blick auf den kleinen Hafen von Portixol.

Hingegen ist es bei Sibilla günstig und ebenfalls lecker: Das Restaurant steht für alle, die der Hunger überfällt. In der verkehrsberuhigten Einkaufsstraße Blanquerna gibt es das perfekte Frühstück sowie leckeres Mittag- und Abendessen zu super Preisen.

Kulinarische Tipps für Santa Catalina:

  • „La Golondrina“, das vegetarische Restaurant.
  • „Bros“ mit spanisch-mediterraner Küche.
  • „Simply Delicious“ mit Gerichten aus Nahost.
  • „Can Frau“, eine beliebte Bar in der Markthalle von Santa Catalina.

Sonne, Strand und Meer

An der bezaubernden Südwestküste, nur einen Steinwurf von Palma entfernt, offerieren sich 15 traumhafte Strandabschnitte. Versteckte Buchten am türkisblauen Wasser laden zum Träumen ein. An einem sechs Kilometer langen Sandstrand bleiben keine Wünsche offen. Für alle Feierfreudigen: Nur Abschnitt 6 erklärt sich als Partyhochburg.

Palma wirkt nachhaltig; Frederic Chopin fand einst die richtigen Worte:
„Ich bin in Palma, unter Palmen…; in der Nacht hört man stundenlang Gitarre und Gesang… Mit einem Wort, ein wundervolles Leben.“

Mallorca, Teil 2 – Der Nordwesten Mallorcas
Mallorca, Teil 3 – Der Norden Mallorcas
Mallorca, Teil 4 – Der Südosten Mallorcas
Mallorca, Teil 5: Die Inselmitte Mallorcas

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2 KOMMENTARE

  1. […] Mallorca ist die größte Insel der spanischen Balearengruppe und liegt etwa 170 Kilometer südlich der Hafenstadt Barcelona. Der Nordwesten der Insel wird vom Tramuntana-Gebirge durchzogen, das den Rest der Insel von kalten Winden und Regenfällen schützt. Hier fallen die Felsen steil ins Meer ab und es gibt nur wenige kleine Buchten. Diese Gegend gilt vor allem in der Nebensaison als Paradies für Wanderer und Radtouristen. Auf der Südseite geht das Gebirge in fruchtbare Täler über, in denen Oliven, Zitrusfrüchte, Gemüse und Wein gedeiht. Im Osten liegt die weitläufige Bucht von Palma, in der die Küsten fast vollständig bebaut und touristisch geprägt sind. Die Inselhauptstadt Palma mit der berühmten Kathedrale und ihrer sehenswerten Altstadt ist der kulturelle Mittelpunkt der Insel. Im Nordosten Mallorcas sind die weitläufigen Buchten von Pollenca und Alcudia mit ihren feinsandigen, flach abfallenden Stränden überwiegend touristisch erschlossen, während sich im Südosten Ferienorte an zahlreichen Buchten und kleineren Strände finden. Der Süden um Colonia de Sant Jordi ist noch weitgehend unbebaut und bietet mehrere schöne Naturstrände. […]

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