Budapest – eine Stadt voller Geheimnisse

Budapest

Die „Perle der Donau“, „Brückenstadt“, „die Stadt der Bäder“ oder „das Paris des Ostens“ – kaum eine Stadt vereinigt so viele Attribute auf sich wie die Hauptstadt von Ungarn. Budapest, die ungarische Metropole, zieht jährlich mehr als 2 Millionen Besucher in ihren Bann und ist ein Muss für Städtereisende. Nicht nur wegen der einzigartigen Lage an der Donau, wegen der eindrucksvollen Baudenkmäler, sondern auch wegen dem ganz speziellen Flair – einem Mix aus vorausschauender Geschäftigkeit und Nostalgie.

Zwischen Buda und Pest – im Zauber vergangener Zeiten

Die „Perle der Donau“ ist 1872, als Ungarn noch Teil der kaiserlichen und königlichen Monarchie war, aus der Vereinigung von Buda und Pest hervorgegangen, welche durch acht Brücken miteinander verbunden sind. Über eine Länge von 28 Kilometern fließt die Donau durch Budapest und teilt die Stadt in zwei Teile: Buda liegt am hügeligen Westufer mit zahlreichen historischen Bauten, während das geschäftige Zentrum von Pest das flache Ostufer bereichert. Hier offeriert sich das kuppelbekrönte Parlamentsgebäude als berühmtestes Wahrzeichen Budapests.

Das Budaer Burgviertel – einzigartig und weltberühmt
An den Hängen der Kalkberge präsentiert sich Buda auf den Resten der Königsburg aus dem 13. Jahrhundert und beherbergt unzählige Sehenswürdigkeiten. Die Burg Buda entstand als Festung an der Südspitze des Burgbergs und wurde bald danach zur Königsburg erkoren. Auf dem übrigen Teil der Erhebung entwickelte sich eine mittelalterliche Bürgerstadt. Nach den Verwüstungen während der Türkeikriege musste das gesamte Viertel neu aufgebaut werden. Nicht nur das faszinierende Donaupanorama, auch das Burgviertel mit Burgberg und der Burgpalast gehören seit 1987 zum Weltkulturerbe. Der Besuch des Burgviertels gleicht einer Zeitreise. Kopfsteingepflasterte enge Straßen säumen barocke Wohnhäuser mit unterschiedlichen Fassaden. Hauptattraktionen sind zweifellos die populäre Fischerbastei, die Matthiaskirche und das um 1710 errichtete ehemalige Rathaus.

Budapest, Parlamentsgebäude
Das Parlamentsgebäude von Ungarn, Bild: Dziewul / shutterstock

Die Fischerbastei wurde 1899 bis 1905 im pompösen Stil der Zeit errichtet. Der Name beruht auf der Bauweise. Man verwendete Steine der alten Stadtmauer, die an dieser Stelle von der Fischerzunft während der Türkeikriege verteidigt wurde. Das verspielte, festungsartige Ensemble steht am Rand des Vorplatzes der Matthiaskirche am Steilabhang zur Donau. Türmchen und Arkaden zieren diese Terrasse. Die Bastei entstand 1902 nach Plänen des Budapester Architekten Frigyes Schulek, der romanische Formen mit anderen Epochen kombinierte. Sehenswert ist das Museum der Nationalgalerie im Burgpalast. Auf vier Etagen können die Besucher ungarische Malerei als auch Plastik und Grafik vom Mittelalter bis zur Gegenwart bewundern.

Auch wenn der Burgberg zu den beliebtesten Attraktionen von Budapest zählt, bietet die Metropole in anderen Bezirken ein liebevolles Konglomerat aus Bauwerken der verschiedensten Epochen. Großzügig angelegte Boulevards, enge Gassen aus dem Mittelalter, Jugendstilfassaden, Baudenkmäler aus der Türkenzeit, hochmoderne Warenhäuser, Parks und Cafés bilden eine unvergleichliche Mischung und geben Zeugnis über die einstige Metropole der Donaumonarchie.

Pest – die faszinierende Innenstadt mit der größten Synagoge Europas
Eine fantasievolle und formenreiche Architektur bestimmt das Flair von Budapest. Die Geschichte der Region hat eine außerordentliche Vielfalt im Stadtbild hinterlassen. Bauhaus, Jugendstil und Postmoderne wechseln sich ab mit Klassizismus und Barock. 150 Jahre türkische Herrschaft und Zeugnisse der Donaumonarchie des 19. Jahrhunderts prägen das Stadtbild von Budapest. Die berühmtesten Prachtbauten sind das Parlamentsgebäude, der Heldenplatz, die Oper und die St.-Stephans-Kirche. In einem ausladenden Halbkreis erstrecken sich die inneren Stadtviertel von der Petöfi-Brücke im Süden bis zur Margaretenbrücke im Norden. Den Weg säumen bedeutende Bauwerke des Fin de Siécle sowie wichtige, zentral gelegene Plätze. Der Prachtboulevard Andrássy – ebenfalls Weltkulturerbe – kreuzt am Oktogan den Ring. Hier schweifen die Blicke auf den wunderschönen Westbahnhof, errichtet von Gustave Eiffel, dem Erbauer des Eifelturms. Der innere Kleine Ring umschließt den Kern des alten Pest und verbindet zwei Donaubrücken. In unmittelbarer Nähe der Freiheitsbrücke lockt die faszinierende Markthalle von Budapest mit allerlei Spezialitäten. Bunte, glasierte Ziegel schmücken die Fassade des 1896 errichteten Gebäudes. Ebenfalls im Zentrum der Stadt steht die 1859 geweihte Große Synagoge. Am Rand des ehemaligen Ghettos offeriert sich dieser beeindruckende dreischiffige Bau mit flacher Dachkonstruktion. Das Bauwerk fasst 3000 Personen und ist nach der New Yorker Synagoge das größte jüdische Gotteshaus der Welt.

Die grünen Paradiese der Innenstadt
Dort, wo das Wasser im Rhythmus klassischer Musik tanzt, wo der Duft der Rosen betört, wo ein Sandstrand lockt und ein japanischer Garten entzückt, befindet sich die zauberhafte Magareteninsel. Die aus mehreren Sandbänken zusammen gewachsene Insel war bereits in der Römerzeit bewohnt. Mit ihren Parkanlagen und Heilbädern gehört die Magareteninsel zu den beliebtesten Ausflugszielen der Budapester. Die Arpád- und die Magaretenbrücke führen auf die 2,5 Kilometer lange Donauinsel. Nicht weniger entzückt das Stadtwäldchen. Dort, wo einst das Moor lag, erstreckt sich seit dem Jahre 1810 eine wunderschöne Parkanlage mit zauberhaften Plätzen zum Verweilen.

Budapest – Ein Mekka für Genießer – zwischen Wellness und kulinarischer Vielfalt

Als einzige Stadt der Welt ist Budapest Hauptstadt und Kurort zugleich. Im Stadtgebiet offerieren sich 32 Bäder, davon neun staatlich anerkannte Heilbäder mit 123 erschlossenen Thermalquellen. Viele weitere Quellen ergießen sich unterirdisch in die Donau. Nicht nur die Kelten schätzten einst die heißen Quellen. Im ersten Jahrhundert verliehen die Römer dem Stadtgebiet den Namen„Aquincum“ (viel Wasser) und gründeten das gleichnamige Legionslager. Die Ruinen antiker Siedlungen beherbergen im nördlichen Buda reichlich Mosaike mit Szenen aus den römischen Vergnügungsbädern. Das wohl berühmteste Budapester Bad befindet sich am südlichsten Ende des Gellértbergs. Die Wasserbecken im Herrendampfbad sind mit üppigem Jugendstilschmuck ausgestattet.

Budapest, Burg Vajdahunyad
Burg Vajdahunyad, Bild: Brian Kinney / shutterstock

Kulinarisch überzeugt Budapest mit einer außergewöhnlichen Vielfalt. Die populärsten Restaurants befinden sich auf der Ráday Straße, dem Budapester Lateinviertel. Gerichte aus aller Welt dürfen hier probiert werden. Unverzichtbar: Die typisch ungarische Gulaschsuppe, die den Gaumen mit besonderer Schärfe verwöhnt.

Der Abschied von Budapest fällt schwer. Ein letzter Blick verrät: Prachtvolle Bauten, weitläufige Boulevards, elegante Kaffehäuser und üppige Jugendstilbäder wie aus Tausendundeiner Nacht – Budapest trägt zu Recht den Namen: „Paris des Ostens.“ Das glanzvolle Musik-, Theater- und Kulturleben komplementiert dieses Bild.

Mehr Informationen zur Stadt finden sie bei Wikipedia

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