Mittwoch, Dezember 2, 2020
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Savannah – ein Highlight der amerikanischen Südstaaten

Denkt man an eine US-amerikanische Stadt, so hat man meist Bilder von Wolkenkratzern, geschäftigen Straßen und blühender Moderne im Kopf. Ein gänzlich anderes Bild präsentiert sich jedoch den Besuchern der Stadt Savannah an der Küste des Bundesstaates Georgia. Savannah ist bekannt für ihre historische Architektur, verträumte Romantik und malerische Umgebung. Der Historic District gehört zu den am besten erhaltenen und größten zusammenhängenden Altstädten im gesamten Land und ist ein beeindruckender Zeitzeuge vergangener Jahrhunderte.

Die Stadt ist heute Heimat von etwas über 300.000 Menschen und von Deutschland aus mit meist nur einem Umstieg per Flugzeug in etwa 13 Stunden zu erreichen. Savannah zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen, Parks und historischen Gebäuden an und gehört zu den Aushängeschildern der US-Südstaaten. Die Stadt wird regelmäßig zu den sehenswertesten Städten in den USA gekürt.

Die Highlights von Savannah

Die Altstadt von Savannah

River Street, Savannah
Die River Street, Bild: Sean Pavone / shutterstock

Die Altstadt Savannahs stellt architektonisch die meisten anderen Städte der USA problemlos in den Schatten. Der historische Kern der Stadt wurde im 18. Und 19. Jahrhundert nach einem regelmäßigen Mustern geplant und erbaut und gehört zu den flächenmäßig größten National Historic Landmark Districs der Vereinigten Staaten. Ein Highlight der Altstadt sind die 22 Parks und parkartigen Plätze, die jeweils den Mittelpunkt eines Quartiers von Wohnhäusern bilden. Die Distanzen zwischen den einzelnen Parks betragen meist nur wenige hundert Meter. Jeder der Plätze ist einer berühmten Persönlichkeit gewidmet und mit einem Denkmal versehen. Die ersten 6 der Plätze wurden bereits in den Jahren 1733 bis 1742 eröffnet.

Das Telfair Museum

Telfair Museum, Savannah
Das Telfair Museum, Bild: Fotoluminate LLC / shutterstock

Das Telfair Museum in Savannah ist das älteste Kunstmuseum der Südstaaten. Es wurde von der Namensgeberin Mary Telfair gestiftet und öffnete im Jahr 1886 seine Türen für Besucher. Es umfasst insgesamt drei Standorte, die jedoch alle in der Eintrittritskarte beinhaltet sind. In der im Jahr 1818 erbauten Villa der Familie Telfair befindet sich die sogenannte Telfair Academy, in der europäische und amerikanische Kunst aus dem 19. Und 20. Jahrhundert bewundert werden kann. In direkter Nachbarschaft wurde 2006 das moderne Jepson Center eröffnet, in dem heute zeitgenössische Kunst, saisonale Ausstellungen sowie eine Kindergalerie zu finden sind. Der dritte Standort befindet sich im nur etwa 600 Meter entfernten Owans-Thomas Haus.

Fort Pulaski

Etwa 22 Kilometer östlich des Stadtzentrums, an der Mündung des Savannah River in den Atlantik, befindet sich das ehemalige Küstenfort Fort Pulaski. Es wurde in den Jahren 1829 bis 1847 erbaut und nach dem polnischen General Casimir Pulaski benannt, der als Soldat im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Das Fort hat eine fünfeckige Form wird von einem Wassergraben umgeben. Die ersten Soldaten zogen erst im Jahr 1860 ein und bereits zwei Jahre später wurde das Fort von den Truppen der Nordstaaten um Amerikanischen Bürgerkrieg eingenommen. Nach dem Kriegsende diente das Fort als Gefängnis. Seit 1924 wird das Fort nicht mehr militärisch genutzt und ist nun ein National Monument. Das Fort empfängt nun jedes Jahr um die 300.000 Besucher.

The Savannah Theatre

Das Savannah Theatre wurde im Jahr 1818 eröffnet und ist heute eines der am längsten durchgängig aktiven Theater in den gesamten Vereinigten Staaten. Es befindet sich am Chippewa Square. Seit seiner Eröffnung wurde das Theater mehrfach beschädigt, saniert und baulich verändert. Seit 2002 wird es nun regelmäßig für Filmvorführungen und Live Performances genutzt. Ein Besuch im Savannah Theatre bietet den Gästen der Stadt einen einzigartigen Einblick in die Kunst- und Kulturwelt Savannahs und den Südstaaten.

Das American Prohibition Museum

Im American Prohibition Museum Savannah wird Museum mit Kneipe verbunden. Das Museum ist damit nicht nur das erste in den USA, dass speziell Ausstellungsstücke aus der Zeit Prohibition zeigt, sondern es hat auch eine originalgetreue Bar aus dieser Zeit für seine Besucher zu bieten. Die rund 200 Ausstellungsstücke umfassen unter anderem historische Destillen und umgebaute historische Fahrzeuge, die zum Schmuggeln von Alkohol eingesetzt wurden. Am Abend werden originalgetreue Cocktails aus den 1920er Jahren in authentischer Atmosphäre an der Museumsbar ausgeschenkt.

Tybee Island

Tybee Island, savannah
Tybee Island, Bild: SFP Aerial Stock Footage / shutterstock

Etwa 25 Kilometer östlich von Savannah befindet sich die malerische Insel Tybee Island. Auf der Insel befindet sich der östlichste Punkt des US-Bundesstaates Georgia. Sie ist außerdem die Heimat des 1736 erbauten und damit ältesten Leuchtturms des Staates, der mit einer Höhe von 27 Metern über der Insel thront Ein Aufstieg ist für Besucher möglich. Von oben bietet sich ein toller Blick auf das Meer und die Umgebung. Die Insel ist ein beliebter Ausflugsort für die Stadtbewohner und verfügt über zahlreiche schöne Strände, Shoppingmöglichkeiten sowie Rad- und Wanderwege.

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