Was man beim Wandern im Harz alles erleben kann

Harz, Brocken

Der Harz ist ein Mittelgebirge und umfasst Teile von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist das höchste Gebirge in ganz Norddeutschland. Der Harz hat eine Länge von über 100 Kilometern und eine Breite von 30 bis 40 Kilometern. Über 8.000 Kilometer an Wanderwegen und etliche Sehenswürdigkeiten locken das ganze Jahr über unzählige Touristen an. Wir haben einige der Highlights zusammengefasst.

Der Brocken

Der Brocken, auch Blocksberg genannt, ist mit seinen 1.141 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur der höchste Berg im Harz, sondern auch in ganz Norddeutschland. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Harz und lockt jährlich mehr als zwei Millionen Besucher an.

Es gibt viele verschiedene Wanderwege, die zum höchsten Punkt des Berges führen wie zum Beispiel der bekannte acht Kilometer lange Goetheweg. Er erhielt seinen Namen, da einst vermutet wurde, dass Johann Wolfgang von Goethe diese Strecke 1777 für seinen Aufstieg auf den Brocken wählte. Der fast zwölf Kilometer lange Heinrich-Heine-Weg wurde nach dem bekannten deutschen Dichter benannt, der den Harz im Jahre 1824 besuchte.

Besucher, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, können den Gipfel des Brockens auch bequem mit der Brockenbahn erreichen. Die Personenzüge werden von historischen Dampfloks in circa einer Stunde und 30 Minuten auf den Berg gezogen.

Bei gutem Wetter wird der Besucher mit einer atemberaubenden Sicht über die beeindruckende Berglandschaft belohnt. Auf dem Gipfel befindet sich außerdem das Brockenmuseum, welches dem Besucher die Geschichte des Brockens und seine Umgebung näher bringt. Auch der seit dem Jahre 1890 bestehende Brockengarten ist einen Besuch wert. Auf über 1.000 Quadratmetern befinden sich über 1.500 Pflanzenarten aus der ganzen Welt, die nur im Hochgebirge wachsen.

Tipp: Bei schmalerem Budget empfiehlt sich im Harz insbesondere das Mieten eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung.

Der Nationalpark Harz

Ein weiteres tolles Ausflugsziel zum Wandern in freier Natur und Wildnis ist der Nationalpark Harz. Er gehört zu den größten Waldnationalparks in ganz Deutschland. Im Jahre 2006 wurde aus dem Nationalpark in Sachsen-Anhalt mit einer Fläche von etwa 8.900 Hektar und dem niedersächsischen Nationalpark mit einer Fläche von etwa 15.800 Hektar der länderübergreifende Nationalpark Harz mit einer Gesamtfläche von 24.700 Hektar.

Circa 95 Prozent sind mit Fichten- und Buchenwäldern bewachsen und mehr als 7.000 Pflanzen- und Tierarten sind in dem Nationalpark heimisch geworden. Das liegt zum größten Teil daran, dass die Natur hier noch sich selbst überlassen wird. Über 600 Kilometer an Wanderwegen bieten dem Besucher die Möglichkeit, die freie Natur zu erkunden und mit etwas Glück Rehe, Hirsche, Wildschweine und Waschbären in ihrer freien Wildbahn zu beobachten. Auch der Schwarzstorch, Specht, Eisvogel, Raufußkauz, Sperlingskauz und Auerhuhn konnten schon oft gesichtet werden. Etwas seltener zu Gesicht bekommen Besucher den Marderhund und den Europäischen Luchs, da diese Tiere als extrem scheu gelten und somit auch überhaupt keine Gefahr für den Menschen darstellen.

Der Europäische Luchs galt sogar seit dem 19. Jahrhundert als fast ausgestorben. Nachdem im Jahre 1999 beschlossen wurde, den Europäischen Luchs wieder anzusiedeln, wurden um die zwanzig Luchse zwischen den Jahren 2000 und 2004 im Nationalpark ausgewildert. Bereits im Jahre 2002 konnte sich der Park über ersten nachgewiesenen Nachwuchs freuen. Mittlerweile gehört der Nationalpark Harz zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Hochseilgarten Sankt Andreasberg

Wer beim Wandern auch Adrenalin und Abenteuer sucht, ist im Hochseilgarten Sankt Andreasberg bestens aufgehoben. Mit einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern, mehr als 120 abwechslungsreichen Hindernissen und über 100 Stationen in freier Natur gehört der Park zu den größten Hochseilgärten in ganz Deutschland.

Der Garten ist für Anfänger und für Fortgeschrittene geeignet, da die Hindernisse frei wählbar sind und eine Höhe zwischen 0,8 und 18 Metern haben. Er besteht aus Netzen, Seilen, Kletterwänden, Hängebrücken und Balken. Der Besucher ist doppelt bis dreifach gesichert und ausgebildetes Fachpersonal steht überall zur Seite.

Das absolute Highlight des Parks ist der Flying Fox, eine 300 Meter lange Seilrutsche, die mit hoher Geschwindigkeit ins Tal über den Hilfe-Gottes-Teich saust.

Der Tierpark Hexentanzplatz in Thale

Spaß für die ganze Familie bietet der Tierpark am Hexentanzplatz. Er besteht seit dem Jahre 1973 und bietet mehr als 70 Tierarten und über 200 Jahre alten Bäumen ein geschütztes zu Hause. Bewohner wie Fischotter, Marder, Wanderfalke, Turmfalke, Wildschwein, Rotfuchs, Uhu, Steinadler und Storch können in freier Natur beobachtet werden.

Die besonderen Highlights des Parks sind die großflächigen und naturbelassenen Wildtiergehege. Auf 5.200 Quadratmetern haben die Bären ausreichend Platz und können ihren gewohnten Tätigkeiten wie klettern, graben und baden nachkommen. Besucher haben die Möglichkeit, die Braunbären über eine höher gelegene Brücke zu beobachten. Auf einer Fläche von etwa 3.200 Quadratmetern befindet sich das Wolfsrevier. Besucher können die gesamte Anlage von einer Hängebrücke überblicken. Der Luchshügel hat eine Fläche von etwa 1.100 Quadratmetern und bietet dem Luchs Bereiche zum Verstecken und Klettern. Das Gehege ist durch Zäune und Glaswände abgetrennt und Besucher können die Tiere ebenerdig beobachten.

Der Tierpark bietet außerdem eine Golfanlage auf 4.000 Quadratmetern mit insgesamt 18 Löchern auf zwei Strecken mit jeweils neun Bahnen. Besonders interessant für Kinder ist das Streichelgehege mit Ziegen, Schafen und Kaninchen.

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