Köln – unbeugsame Stadt am Rhein

Köln, Rhein & Kölner Dom

Alles ist ein bisschen krumm und zu klein geraten, die Stimmung mediterran-laut – leicht, lässig und lebensbejahend. Köln ist keine Schicki-Micki-Stadt, hier geht es erdverbunden zu.

Kirchen, Kneipen, Karneval – die drei „K“ haben die Stadt berühmt gemacht. Der mit Frömmigkeit gepaarte Reichtum verwandelte Köln gleich nach der Jahrtausendwende in eine Großbaustelle. Damals entstanden die zahlreichen Kirchen und Klöster, die der Stadt den Namen „hilliges Coellen“ eintrugen und noch heute ihre Silhouette beherrschen.

Das Rom des Nordens hat eine ganze Menge mehr zu bieten, als die drei glanzvollen „K“.

Köln: „Do boes en Stadt met Liev und Siel“

Köln Kranhaus
Die Kranhäuser, Bild: Denis Topal / shutterstock

Visa-á-vis zum Kölner Dom befindet sich ein Hochhaus mit einer besonderen Aussichtsplattform. Vom Triangle bietet sich auf über 100 Meter ein wunderschöner Blick über die gesamte Stadt. Dieser Blick ist zugleich Inspiration, Köln in seiner gesamten Pracht zu erobern.

An der Hohenzollernbrücke, die über den Rhein führt, bewundert man zunächst die unzähligen Liebesschlösser. Um die Liebe zu besiegeln, werfen die Liebespaare den Schlüssel anschließend in den Rhein.

Kunst, so könnte man sagen, gehört in Köln zum Leben, wie das tägliche Brot. Die Stadt besitzt zahlreiche Museen, die Köln zur Kulturmetropole machen.

Nicht weniger berühmt als der Karneval in Rio sind die Kölner Rosenmontagsumzüge, die den Höhepunkt des Karnevals am Rhein darstellen.

Ein Spaziergang am Rhein ist für jeden Besucher ein Muss. Der Fluss gehört zur Stadt wie der Dom. Er ließ Köln zur Handelsmetropole werden und er prägt das Lebensgefühl des Kölners, der für seine Geselligkeit berühmt ist.

Tipp: Bei Nacht bietet sich vom rechtsrheinischen Deutzer Ufer aus ein faszinierender Blick auf Dom, Rathaus und die Groß-St.-Martin-Kirche.

Köln – Wo die Steine Geschichte schreiben

Es waren die Römer, die das erste Kapitel Kölner Geschichte schrieben. Als einzige der Römergründungen am Niederrhein hat Köln über die Jahrtausende hinweg eine überragende und überregionale Bedeutung behalten. Seit knapp 2000 Jahren ist die Stadt stets eine Art Hauptstadt gewesen. Nicht einmal die Wikinger konnten daran etwas ändern, als sie 881 auch Köln überfielen. Aus römischer Zeit ist einiges erhalten geblieben wie das 14 Meter hohe Pfeilergrabmal des Poblicius und der Römerturm an der Zeughausstraße.

An der Südseite des Doms befindet sich das im Jahre 1974 eröffnete Römisch-Germanische Museum. Es beherbergt bedeutende Sammlungen antiker Kunst und Kultur.

Am Alten Markt zeugt das historische Rathaus mit einer prächtigen Renaissance-Vorhalle von der Bedeutung Kölns als europäische Metropole des Mittelalters. 124 Figuren der Kölner Stadtgeschichte schmücken den Turm des gotischen Rathauses. Obacht: Zu jeder vollen Stunde steckt ein grusliger Kerl mit Schlapphut jedem die Zunge raus.

Direkt davor werden weitere Geschichtsepochen sichtbar – Reste des römischen Stadthalterpalastes und des späteren jüdischen Viertels.

Ebenfalls nur einen Katzensprung vom Rathaus entfernt, steht am Rheinufer die mächtige romanische Groß-St.-Martin-Kirche mit dem Vierungsturm und dem markanten Kleeblattchor.

Darüber hinaus lohnen die Kirche St. Maria im Kapitol und die Kirche St. Peter einen Besuch. Als bedeutendster frühneuzeitlicher Profanbau Kölns gilt der von 1441-47 als Kauf- und Festhaus errichtete Gürzenich. Hier spiegelt sich das bürgerliche Selbstbewusstsein wieder.

Kölner Dom

Köln Dom
Bild: Thanutta / shutterstock

Geradezu symbolisch für Tatkraft, Durchhaltewillen und Lebensmut der Stadt und ihrer Bewohner steht der weltberühmte Kölner Dom. Mit seinen charakteristischen Doppeltürmen gilt er als Kölns Markenzeichen schlechthin. Er sollte die größte Kirche der Christenheit werden – und blieb jahrhundertelang die gigantischste Baustelle Europas. Nach einer Bauzeit von 632 Jahren konnten die Arbeiten 1880 mit dem Aufsetzen der Kreuzblume endlich vollendet werden. Prächtig und mächtig bildet er den Mittelpunkt der Stadt. Über neun Jahre war er das höchste Bauwerk der Welt.

Die Bomben des Zweiten Weltkrieges richteten schwere Schäden an dem Gotteshaus an, die jedoch bis 1956 wieder behoben werden konnten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Köln stark zerstört. Die Stadt gibt ein eindrucksvolles Zeugnis über die Zeit zwischen Wirtschaftskrise und Wiederaufbau. Das wechselvolle politische Geschehen im Deutschland des 20. Jahrhunderts spiegelt sich im Kleinen in der Stadtgeschichte Kölns. Dabei sind viele moderne Entwicklungen untrennbar mit dem Namen Konrad Adenauers verbunden. Der damalige Oberbürgermeister war ein Kölner Glücksfall. In den Jahren zwischen den Weltkriegen bereitete er Kölns Weg in die Moderne.

Die Mischung macht´s – Dürer, Rembrandt und Picasso

Die Rheinmetropole verdankt ihren Reichtum an Museen der großen Sammelleidenschaft ihrer Bürger. Kölns Museen decken ein breites Themenspektrum ab. Häuser wie das Museum Ludwig genießen für ihre Bestände international einen guten Ruf. Das Museum ist über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und wurde nach den Kunstsammlern Irene und Peter Ludwig benannt. In unmittelbarer Nähe zum Dom präsentiert es Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Der Besucher genießt einen eindrucksvollen Überblick in den Bereichen Zeichnung, Malerei, Fotografie und Plastik. Schwerpunkte bilden Werke des Expressionismus und der russischen Avantgarde. Unter anderem ist das Oeuvre Pablo Picassos vertreten.

Nicht weniger beeindruckt das Wallraf-Richartz-Muesum mit der umfangreichsten Sammlung mittelalterlicher Kölner Malerei. Deutsche Meister wie Dürer und Cranach sind ebenso zu bewundern wie die Maler Rembrandt oder Rubens.

Die acht städtischen Museen, die den Ruf Kölns als Kunst- und Kulturmetropole begründen, sind ausnahmslos aus bürgerlichen Stiftungen hervorgegangen.

Medienmetropole als Superlative

Köln kann auf eine lange Tradition als Hochburg von Medienunternehmen zurückblicken. Kunstbuchhandel, Druckereien und viele Zeitschriften- und Zeitungsverlage haben in der Rheinmetropole schon seit mehr als 100 Jahren ihren Sitz. Im Laufe der Zeit konnte sich eine abwechslungsreiche Medienlandschaft entwickeln. Den größten Teil der Kölner Medienbranche bilden die Rundfunk- und Fernsehbetriebe.

Köln nennt sich nicht nur einfach „Medienstadt am Rhein“, sondern ist der europäische Medienknotenpunkt und die TV-Hauptstadt Deutschlands überhaupt.

Zu guter Letzt: die schönsten Viertel und Kneipen der Rheinmetropole Köln

Die besten Kneipen und Viertel in Köln

Köln: Beste Locations

Wer die Kölner von ihrer offenen rehinländischen Seite kennenlernen will, muss nicht bis Karneval warten, wo es besonders am Rosenmontag wahrhaftig toll zugeht. In jeder der vielen Kneipen kann man sich mit ihnen wohlfühlen, wenn der „Köbes“ (Kellner) das braune Kölsch serviert.

Zweifelsohne ist Köln eine Stadt mit hohem Freizeitwert. Auf ihrem Weg in die unzähligen Restaurants und Bars an der Rheinpromenade treten die Gäste eine kulinarische Weltreise an.

Das urbanste Viertel mit dem Charme einer Modemetropole liegt im südlichen Norstadt-Nord. Im „Belgischen Viertel“ laden unzählige Boutiquen, kleine Shops, gemütliche Restaurants und tolle Galerien zum Verweilen ein. Es gibt unglaublich viel zu entdecken. Warum Belgisches Viertel? Ganz einfach: Die Straßennamen des Szeneviertels beziehen sich auf belgische Provinzen und Städte.

Nicht weniger begeistert Ehrenfeld, der wohl hippste Stadtteil Kölns. Am Wochenende wird die Klub-Landschaft zu einer einzigen Partyzone. Hip, multikulti und alternativ – hier fühlen sich Künstler, Nerds und Familien gleichermaßen wohl.

Köln ist eben „Kölle“ – aufregend, vielseitig und vor allem echt!

Köln ist aufregend, vielseitig und vor allem echt!

Köln ist eben „Kölle“

Tipp: Auch ein Blick auf das linke Rheinufer, die „schäl Sick“, lohnt. Hier beherbergt der mächtige neuromanische Bau des „Deutzer Domes“ den Heribertschrein, das wohl kostbarste Stück des Kirchenschatzes der ehemaligen Benedektiner Abtei St. Michael. Südlich von Köln liegt Schloss Augustusburg in Brühl, eingerahmt von einem französischen Garten mit strengen Linien, umgeben von Wald.

 

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