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Wittenberg, Sachsen-Anhalt
Die Altstadt von Wittenberg, Bild: FooTToo / shutterstock

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Sachsen-Anhalt

Wenn es um die sehenswerten Facetten von Sachsen-Anhalt geht, rücken faszinierende Naturwelten wie der Harz mit Teufelsmauer und Brocken ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Bundesland im Herzen Deutschlands hat jedoch ebenso zahlreiche Kulturstädte vorzuweisen – von der Lutherstadt Wittenberg bis zu Magdeburg mit dem berühmten Dom. Sachsen-Anhalt ist eine Heimat von anerkanntem UNESCO-Welterbe und bietet Naturfreunden sowie Kulturreisenden zahlreiche Gründe für eine touristische Einkehr. Welche Destinationen es sich zu besuchen lohnt, zeigt folgender Einblick.

Das Naturidyll des Harz

Ein bedeutendes Stück des Harzes breitet sich im Osten des Gebirgszuges in Sachsen-Anhalt aus. Die Naturregion gilt gemeinhin als ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Wenig verwunderlich ist es, dass hier der höchste Berg des Harzes – der Brocken – vorzufinden ist, ein populäres Ausflugsziel der Region. Über 1141 Meter ragt der Brocken über die Berg- und Waldszenerie des Harzes hinweg: Nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet, sondern auch ein Highlight für Sport- und Naturfreunde. Hier findet regelmäßig der Ultramarathon Brocken-Challenge statt, mit dem Goetheweg hat der Harz zudem unweit des Brockens einen der schönsten Wanderwege Deutschlands vorzuweisen. Hunderttausende Besucher nutzen die Route jährlich, um die schöne Naturszenerie um den Brocken zu Fuß zu genießen. Ein Highlight am Brocken bildet zudem die Brockenbahn, die zu den traditionsreichen Harzer Smalspurbahnen zählt – und nicht nur ein nützliches Verkehrsmittel darstellt, sondern auch das schöne Naturpanorama des Harzes neugierigen Reisenden näherbringt.

Im Kern des Harzes entfaltet sich der Nationalpark Harz, der 2006 aus zwei kleineren Nationalparks zusammengeführt wurde. Traumhafte Wald- und Bergszenerien inmitten teils unberührter Flora und Fauna unterstreichen die Bedeutung des besonderen Naturgebiets Harz für Sachsen-Anhalt und die Bundesrepublik. Nicht nur der Goetheweg, sondern auch der Fernwanderweg Harzer Hexenstieg liefert beste Gründe für eine naturnahe Einkehr in das schöne Gebiet des Harzes. Für touristische Aufmerksamkeit sorgen der Hexentanzplatz bei Thale sowie die Teufelsmauer. Die markanten Steinformationen der Teufelsmauer sind heute eines der beliebtesten Naturmotive im Harz.

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Von Magdeburg bis Wittenberg – Das städtische Sachsen-Anhalt

Ottostadt Magdeburg
Ottostadt Magdeburg, Bild: Marcus_Hofmann / shutterstock

Dass sich in Sachsen-Anhalt auch bedeutende Geschichte abgespielt haben, beweisen Kulturstädte wie Wittenberg. Die Lutherstadt an der Elbe bewahrt heute bedeutendes UNESCO-Weltkulturerbe. Im 16. Jahrhundert fand – obwohl historisch umstritten – hier je nach Quelle der Thesenanschlag von Martin Luther an der Wittenberger Schlosskirche statt, die seit 1996 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Neben der eng mit Martin Luther verbundenen Geschichte hat Wittenberg einige historische Prachtbauten vorzuweisen – darunter die Stadtkirche St. Marien, das Lutherhaus, aber auch das Hamlethaus und das alte Rathaus. Interessant für Architekturfans ist die Hundertwasserschule in Wittenberg, die dem gleichnamigen Architekten und seinem unverkennbaren Stil zu verdanken ist.

Prachtvolle Bauten befinden sich auch in einem weiteren städtischen Highlight für Reisende: Magdeburg. Die Großstadt an der Elbe ist als Hauptstadt von Sachsen-Anhalt anerkannt. Als Wahrzeichen zeigt sich der Madgeburger Dom, dessen Bau im frühen 13. Jahrhundert begann – und der heute zu den prachtvollsten gotischen Kathedralen Deutschlands zählt. Touristisch von Belang sind daneben die Stadt Merseburg mit ihrem historischen Dom und Schloss sowie der historische Kern von Wernigerode mit seinen Fachwerkhäusern, dem geschichtsträchtigen Rathaus und dem Wernigeroder Schloss, das über dem Stadtpanorama thront.

Die Facetten von Sachsen-Anhalt: Naturwanderwege und Welterbe

Schloss Wernigerode, Sachsen-Anhalt
Schloss Wernigerode, Bild: LeonHansenPhoto / shutterstock

Das Schloss Wernigerode ist ein gutes Beispiel, denn Sachsen-Anhalt präsentiert sich als ein faszinierendes Bundesland mit vielen Schlossbauten, die zum Besuch anregen. Durch das Bundesland verläuft die populäre Ferienstraße Straße der Romantik, wo sich einige schöne Kirchen und Schlossbauten entdecken lassen. Wer sich für den historischen Architekturstil interessiert, der sich im europäischen Hochmittelalter verbreitete, kann durch Sachsen-Anhalt eine entsprechende Tour planen, welche die schönsten Bauwerke dieser Art in der Region präsentiert. Dazu gehört fraglos der Dom von Magdeburg, allerdings ebenso der Dom von Halberstadt, die Stiftskirche St. Servatius von Quedlinburg oder das Schloss Neuenburg bei Freyburg.

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Dass Sachsen-Anhalt ein Hort des UNESCO-Welterbes ist, beweist nicht nur die Lutherstadt Wittenberg, dazu gehört auch die historische Architektur von Quedlinburg. Die Altstadt ist von prachtvollen Renaissancebauten – darunter das Rathaus – und romanischer Architektur geprägt. Hervor hebt sich hier vor allem die Stiftskirche St. Servatius aus dem 11. und 12. Jahrhundert: Ein Meisterwerk der romanischen Baukunst. Doch nicht nur mittelalterliche Architektur wird von der UNESCO geehrt, so gehören auch die Pionierbauten des Bauhaus in Dessau zum Welterbe. Dass Sachsen-Anhalt ein Paradies für Wanderungen ist, hat schon der Harz bewiesen. Die schönen Wander- und Uferwege an der Saale, bekannt für ihren Weinanbau, tun für Naturfreunde ihr Übriges. Ebenso lohnt ein Blick auf den historischen Stadtkern von Halle an der Saale – insbesondere der Marktplatz mit Marktkiche und dem markanten Roten Turm. All diese Destinationen beweisen: In Sachsen-Anhalt kann man einen abwechslungsreichen Urlaub zwischen Harzer Naturwelten und Kulturstädten mit Welterbe verbringen.