Lichtenwalde – Alles dreht sich ums Schloss

Schloss Lichtenwalde
Schloss Lichtenwalde, Bild: Jakob Fischer / shutterstock

Die Gemeinde Niederwiesa war besonders in den Zeiten der DDR ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und für die Einwohner Ostdeutschlands. Diese Tradition hat sich bis heute gehalten. Den meisten Menschen dürfte das Gebiet aber eher unter dem Namen Lichtenwalde bekannt sein. Tatsächlich handelt es sich dabei nur um einen kleinen Teil von Niederwiesa, dafür aber um eines der berühmtesten Ziele in Ostdeutschland. Mit den wunderschönen Bauwerken, der langen Historie und den vielen Möglichkeiten für Ausflüge und Aktivitäten zählt das Gebiet auch heute noch zu den beliebtesten Ausflugszielen in Sachsen.

Was ist die Besonderheit an Lichtenwalde?

Es ist ganz ohne Frage die Schlossanlage, die Lichtenwalde und die Region dominiert. Mit seiner langen Historie und den ausufernden Anlagen gibt es für Besucher nicht nur einiges Historisches zu entdecken, sondern auch eine Vielzahl von Ausflugsmöglichkeiten. Schon seit den Zeiten der DDR haben sich das Dorf und die umliegenden Gebiete auf den Strom von Touristen eingestellt, die das Schloss und das Gelände besichtigen wollen. Dabei hat die Anlage selbst bereits eine so lange Geschichte, dass es vor allem die Museen sind, die von besonderem Interesse sein sollten. Das Dorf Lichtenwalde und das Schloss sind nämlich absolut typisch für die deutsche Historie.

Ursprünglich ist die Burg wohl von den berühmten Markgrafen von Meißen errichtet worden. Tatsächlich handelt es sich aber nicht um die erste Anlage dieser Art an diesem Ort, sondern es wurde auf den Fundamenten älterer Festungen gebaut. Was einst eine Anlage zum Schutz der Region war, wurde im Laufe der Jahre zu einem Wohnschloss umgebaut und wechselte vielfach die Besitzer. So entstand im Zuge der Jahrhunderte nicht nur die heutige Burganlage, auch das Dorf selbst richtete sich eng an dem Gutsbetrieb aus. Wunderschöne Gärten, eine Mühle und andere Versorgungs-Gebäude entstanden, die heute zu den Sehenswürdigkeiten von Lichtenwalde gehören. In der DDR wurde das Schloss schließlich zu einem Landheim und einer Bildungsstätte ausgebaut, ehe es nach der Wende wieder in den heutigen Zustand versetzt wurde und man sich daran machte, den historischen Betrieb wieder so zu restaurieren, wie er wohl noch vor einigen hundert Jahren ausgesehen haben muss.

Die heutigen Sehenswürdigkeiten in und um Lichtenwalde

Parkanlage Lichtenwalde
Die Parkanlage bei herrlichem Wetter genießen, Bild: Edith Czech / shutterstock

Natürlich spielt das Schloss in Lichtenwalde immer noch eine prominente Rolle. In den letzten Jahren hat man sich daran gemacht, vor allem den Schlosspark und die umliegenden Orte wieder so herzurichten, wie man es aus der Vergangenheit weiß. Das Schloss selbst ist bereits eine Sehenswürdigkeit, noch deutlicher wird es mit einem Blick auf die Museen, die hier ihre Heimat gefunden haben. Mit dem, was noch aus dem ursprünglichen Bestand des Schlosses übrig ist und verschiedenen Leihgaben aus den Zeiten der wechselhaften Herrschaften gibt es eine große Auswahl an Dingen zu entdecken. Auch die hiesigen Kunstsammlungen wissen Jung und Alt im gleichen Maße zu begeistern.

Eines der Highlights von Lichtenwalde ist aber ganz ohne Frage die erneut aufbereitete Parkanlage, die sich über ein riesiges Areal zieht. Hier hat man nicht nur darauf geachtet, den ursprünglichen Zustand zu den herrschaftlichen Zeiten wiederherzustellen, sondern auch verschiedene Kunstwerk aus der ehemaligen Markgrafschaft Sachsen aufgebaut. Im Sommer werden die weitläufigen Wiesen gerne von Besuchern genutzt und im Winter ist die wunderschöne Landschaft besonders im Schnee ein Blickfang, dem man sich kaum entziehen kann. Dazu kommt, dass Lichtenwalde ab vom typischen Verkehr und der aufgeregten Welt der Großstädte ist. Das ist ein Grund dafür, dass es auch heute noch viele Menschen aus ganz Deutschland hier her zieht.

Dazu kommt, dass natürlich auch Teile des ehemaligen Gutsbetriebs von Lichtenwalde gut erhalten sind. Besonderes Highlight ist dabei die Mühle, die schon seit Hunderten von Jahren eine wichtige Rolle in der Versorgung des Dorfes und der Familien im Schloss spielt. Sie gehört zu den ältesten Mühlen in Sachsen und hat eine eigene Ausstellung über das Wirtschaftsleben auf dem Gut und die Entwicklung des Handwerks im Laufe der Jahrhunderte.

Wer ein wenig Entspannung sucht und nach den ausführlichen Führungen durch das Schloss auf der Suche nach dem eigenen leiblichen Wohl ist, wird nicht nur auf dem Gelände des Schlosses fündig. Natürlich lässt sich auch in dem Dorf das eine oder andere Restaurant finden, das sich auf die Besucher und Touristen eingestellt hat. Hier kann man vor allem die typisch sächsische Küche genießen und so einem Tag im Schloss den richtigen Abschluss geben.

> Geschichtliche Zeittafel des Ortsteils Lichtenwalde

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