Kopenhagen – zwischen Weltstadtflair und Inselidyll

Kopenhagen, Meerjungfrau

Dort, wo sich skandinavische Eleganz mit mitteleuropäischer Lebensfreude verbindet, liegt „Wonderful Copenhagen“. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist die größte, lebenslustigste und freizügigste Stadt Skandinaviens. Am Ostufer der Insel Seeland am Øresund strahlt Kopenhagen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Wie sollte es auch anders sein? Aus den Fluten grüßt die berühmte kleine Meerjungfrau und zudem pflegt das Königshaus einen unbekümmerten volksnahen Lebensstil.
Kopenhagen wurde 1167 am Øresund von Bischof Absolon aus Roskilde gegründet und gehört heute zu den charmantesten Großstädten der Welt.

Willkommen in einer entspannten, weltoffenen Atmosphäre, bei lebensfrohen Menschen in einer historisch-gemütlichen Metropole!

Erkundung einer bezaubernden Hafenstadt

Kopenhagen, Børsen
Die alte Handelsbörse – The Old Stock Exchange (Børsen), Bild: foto-select / shutterstock

Die Geschichte Kopenhagens in Dänemark beginnt im 11. Jahrhundert. Einst ein kleines Fischerdorf, erhält Kopenhagen im Jahre 1254 die Stadtrechte. Trotz der Zerstörung durch die Hanse (1368) entwickelt sich die Stadt zum blühenden Handelsplatz. 1445 erhebt König Christoffer Kopenhagen zur Haupt- und Residenzstadt. Mit vielen stattlichen Bauten verleiht Christian IV. der Stadt in wesentlichen Teilen ihr heutiges Gesicht.

Geschichte und Tradition begegnet dem Reisenden in der Residenzstadt auf Schritt und Tritt. Die Atmosphäre ist aufgeschlossen und trotzdem angenehm beschaulich. Den Rahmen dazu bildet die großzügige Stadtarchitektur mit der Patina der Schlösser sowie Kirchen und Paläste einer jahrhundertealten königlichen Residenz, die Nähe des Meeres mit einem Netz von Kanälen und Wasserstraßen, viele Park- und Grünanlagen und zu guter Letzt die fröhliche, ungezwungene Lebensart der Dänen.

Kopenhagen, Nyhavn
Nyhavn, der „Neue Hafen“ in Kopenhagen, Bild: Nattee Chalermtiragool / shutterstock

Dank seiner geräumigen Stadtlage konnte es sich Kopenhagen leisten, auf den vermeintlichen Segen des Fortschritts der letzten Jahre zu verzichten. Es wehrte sich gegen Kahlschläge zugunsten des Verkehrs als auch gegen Auswüchse der modernen Architektur. Die Stadt steht beispiellos für eine sinnvolle Städtebaupolitik. Trotzdem sie fünf Schlösser beherbergt, findet man im Kopenhagener Stadtkern leichter einen Parkplatz als in Frankfurt oder Hannover.

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erreichen.

Bevor wir vom verkehrsreichen Rathausplatz starten, sollte das Wahrzeichen der Stadt als erstes erwähnt werden. Es ist ebenso unscheinbar wie liebenswürdig: Seit über 100 Jahren begrüßt die „Kleine Meerjungfrau“ die Menschen am Kopenhagener Hafen. Sie erinnert an das gleichnamige Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen. Sehnsüchtig wartet sie an der Hafeneinfahrt auf ihren Prinzen und erscheint nahezu melancholisch.

Bummel durch das Shoppingviertel

Rund um die Uhr ist der Rathausplatz das pulsierende Herz der Stadt. Beherrscht wird der Platz von dem 1892-1905 erbauten Rathaus, das teils der italienischen Renaissance, teils mittelalterlicher dänischer Architektur nachempfunden ist und einen 105 Meter hohen Turm besitzt. Das Gebäude ist reich mit Malereien und Skulpturen geschmückt. Die goldene Figur über dem Portal zeigt Stadtgründer Absolon. Tatsächlich populärer als Fotomotiv ist die Bronzestatue des Märchendichters Andersen gleich neben dem Rathaus.

Kopenhagen, Axel Towers
Die Axel Towers, Bild: Sun_Shine / shutterstock

Vom Rathausplatz zieht sich die berühmte Einkaufsstraße Strøget quer durchs Zentrum.
Neben vielen Kunst- und Kulturstätten offeriert sich Europas größte Fußgängerzone. Der Rufname Strøget bedeutet im Deutschen „Strich“ und ist der Sammelname für Nygade, Gammeltorv, Frederiksberggade, Vimmelskafftet, Østergade und Amagertorv. Schon bald stößt man auf Flagships-Stores großer dänischer Marken. Auf dem Weg verweilt man am verspielten Caritas-Brunnen. Nur wenige Schritte weiter offeriert sich die „Vor Frue Kirke“ – Kopenhagens Dom. An der Købmagerade, einer ebenfalls von Shops gesäumten Straße, bietet der Rundturm (Rundetårn) aus dem Jahre 1642 eine hinreißende Aussicht über Kopenhagens Dächer. Auf der fast zwei Kilometer langen „Strøget“ bezaubern unzählige Restaurants und Cafés in entzückenden Bürgerhäusern. Am Kongens Nyrtov endet die Straße. Rundum imponieren prächtige Fassaden. Das Luxushotel d’Angleterre, das Kaufhaus Magasin du Nord und das Stammhaus aller wichtigen Bühnen der Stadt wie das „Kongelige Teater“ und die „Kunsthall Charlottenburg“ bilden eine überwältigende Kulisse.

Überquert man anschließend den Andersen-Boulevard kommt man zunächst zum Haus der Industriellenvereinigung. Dahinter offeriert sich der weltberühmte Vergnügungspark Tivoli, dessen Haupteingang in der Vesterbrogade liegt. Besonders am Abend ist ein Besuch zu empfehlen. Der stetst festlich geschmückte Park lockt mit Karussells, Artistik, Pantomime, Cafés, Restaurant und zahllosen Vergnügungsstätten. Als beliebter Treffpunkt der Kopenhagener vom Kinder- bis zum Rentenalter und unzähliger Touristen überzeugt der Park mit einer einzigartigen, lebensfrohen Atmosphäre. Der bunte Trubel wirkt nie aufdringlich, sondern authentisch und fröhlich.

Königliche und maritime Ecken

Kopenhagen
Bild: CatalinT / shutterstock

Gleich neben Schloss Charlottenburg öffnet sich der Blick auf den von altertümlichen Giebelhäusern eingefassten Neuen Hafen. Die bunten Häuser stehen am Nyhavn in Reih und Glied. In der Gegend wohnte der „Vater“ der Kleinen Meerjungfrau, Hans Christian Andersen. Der Nyhavn, von wo die Boote zur Stadtrundfahrt ablegen, war einst das verrufene Viertel Kopenhagens. Ein letzter nostalgischer Hauch alten Hafen-Rotlichts ist immer noch zu spüren. Heute bilden die zahlreichen kleinen bunten Häuser ein besonders charmantes Stück der Stadt, mit Gasthäusern, Bars und Tätowierstuben. Unter Seefahrern ist es heute noch üblich, sich hier tätowieren zu lassen.

Ganz in der Nähe öffnet das Schloss Amalienborg seine Palasttore. Die Kopenhagener Residenz des dänischen Herrscherhauses und Sitz der Königin ist von vier Flügeln, ehemals getrennten Adelspalästen, umgeben. Die Platzmitte schmückt das Reiterstandbild Frederiks V. (1771).

Wachablösung ist täglich um 12 Uhr. Fotogen marschieren die Soldaten auf den Schlossplatz zu – im Rücken die wuchtige Kuppel der Marmorkirken, errichtet zwischen 1746 und 1894.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum imposanten Gefions-Brunnen am sorgfältig restaurierten Kastell. Die ehemalige Zitadelle stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Jahr 1625.

Kurzweil in den Szenevierteln

Kopenhagen
Blick auf Kopenhagen, Bild: S-F/shutterstock

Am nordwestlichen Ende der Fußgängerzone bildet die Nørreport Station einen idealen Ausgangspunkt für weitere Erkundungen. Gleich um die Ecke steht das Schloss Rosenborg idyllisch in einer der beliebtesten Parkanlagen Kopenhagens. Die Prunkräume im Inneren sind mit kostbaren Gold-und Silberornamenten, riesigen Löwenskulpturen und wertvollen Wandteppichen ausstaffiert.

Gleichwohl steht man vor den Toren der Markthalle „Torvehallerne KBH“.

Ebenfalls sehenswert ist das etwas weiter vom Zentrum entfernte Multi-Kulti-Viertel Nørrebo voller exotischer Restaurants, mit jungen, wilden Designershops und vollgepfropften Antiquitätengeschäften.
Gegenüber befindet sich das Viertel Christianshavn, welches mit seinen Kanälen nahezu holländisch wirkt.

Eines der berühmtesten Viertel Kopenhagens ist zweifellos der alternative „Freistaat“ Christiania. 1971 besetzten die Hippies das damals ungenutzte Militärgelände.

Im Norden schließt sich der alte Marinestützpunkt Holmen an und begeistert mit denkmalgeschützten Bauten, edlen Apartments und Kulturinstitutionen.

Vesterbro ist das Kultviertel hinter dem Bahnhof. Binnen weniger Jahre wurde aus dem Brennpunktviertel ein quirliges Schmuckkästchen urbanen Lebens.

Man sagt, Kopenhagens Pflaster macht beim Bummeln nicht müde. Das ist auch wünschenswert, will man all das Sehenswerte, Skurrile, Großartige und Verträumte der Stadt aufsuchen und bestaunen. Dazu zählt auch eine brillante Museumslandschaft.

Die wichtigsten Museen in Kopenhagen auf einen Blick:

  • Mit modernen Museumskonzepten leitet das Nationalmuseum die Besucher durch Dänemarks Geschichte und gewährt exzellente Einblicke in die Vorzeitepoche – von der Stein- bis zur Wikingerzeit. Kinder lieben den großen Bereich, der eine spielerische Reise durch Kulturen und Zeitalter erlaubt.
  • Eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Skulpturen aus Griechenland, Ägypten, und Rom beherbergt die Ny Carlsberg Glyptotek.
  • Mit einem spannenden Mix alter und moderner Gebäudeteile dänischer Kunst aller Epochen lockt Dänemarks Nationalgalerie „Statens Museum for Kunst“.
  • Dänemarks Kronjuwelen dürfen im Schloss Rosenborg bewundert werden. Darüber hinaus gewährt das Rosenborg-Museum spannende Einblicke in die 300 Jahre alte Geschichte der Monarchie.

Unvergessen bleiben die Tanzschritte der Wachsoldaten vor Schloss Amalienburg und der pittoreske Fischmarkt. Unvergessen bleibt auch der Turm der Erlöserkirche mit der kuriosen Außenwendeltreppe, die gigantische Architektur der Grundtvigskirche, das Schloss Christiansborg, die alte Zugbrücke „Knippelsbro“ und vieles andere – Kopenhagen wirkt nachhaltig.

 

Voriger ArtikelNächster Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.