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Leuchtturm Colonia Sant Jordi
Der Leuchtturm von Colonia Sant Jordi, Danieldiezz / shutterstock

Colónia de Sant Jordi – Sand und Sonne an der Südspitze Mallorcas

Je weiter man im Osten Mallorcas in Richtung Süden fährt, desto trockener wird das weite und flache Land. Doch laden zahlreiche Fjorde mit malerischen Buchten zu einer fabelhaften Auszeit am fast karibisch türkisfarbenen Meer ein. Hier liegt Colónia de Sant Jordi. Die „Kolonie“ – ein Ferienort mit hübschen Jachthafen – ist von herrlichen Stränden umgeben. Mit seinen weiten Buchten ist Colónia de Sant Jordi der ideale Ort für Strandbegeisterte.

Nun gerade so richtig in Stimmung gekommen, möchte man ewig durch die einsamen Landschaften des Südens schweben. Hier ist Mallorca noch ein bisschen so, wie es einmal war. Sogar die Sonne scheint hier etwas heller als anderswo zu strahlen – und das liegt nicht nur am gleißenden Weiß der nahen Salinen.

Inselfeeling und Küstenzauber

Colonia de Sant Jordi
Blick auf Colonia de Sant Jordi, Bild: Video Media Studio Europe / shutterstock

Superbe Strände, salzige Seen und das Inselparadies Cabrera vor der Tür; eine nette Küstenpromenade mit Restaurants und Cafés und ein munterer Hafen, von dem Boote zum Archipiélago de Cabrera starten – Langeweile kommt in Colónia de Sant Jordi gewiss nicht auf.

Bei der Einfahrt in den Ort sollte man sich nicht von dem gesichtslosen Stadtbild täuschen lassen. Traumhafte, nahezu unverbaute und auch in der Hochsaison nicht überfüllte Strände machen den Ort zum Dorado für Sonnenanbeter und Wasserratten. Von dem kleinen bunten Hafen aus, erreicht man zu Fuß die wunderschönen Strände Platja els Dols, und die weiter südostwärts gelegenen Traumstrände Ses Roquetes und Es Carbo. Mancher verweilt noch eine Zeit am romantischen Hafen mit seiner palmengesäumten Fußgängerzone. Statt protziger Jachten dümpeln Fischerboote in der Bucht – sie sind ein echter Blickfang.

Im Westen von Colónia de Sant Jordi befindet sich einer der beliebtesten Strände der Insel. Es Trenc ist ein feinsandiges Beachvergnügen über eine Länge von fünf Kilometer. Keine Hotelburgen türmen sich im Hintergrund, dafür säumen Dünen und Aleppo-Kiefern diesen Küstenabschnitt.

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Die Inseln von Cabrera gehören der Natur: Aber Besucher sind willkommen! Die Hauptinsel Cabrera ist ein schönes Bade- und Wanderziel. Ein steiler Weg führt vom Hafen hinauf zur Burg, die einst als Kaserne und Gefängnis für napoleonische Soldaten diente. Unten an der Bucht offerieren sich winzige Strandabschnitte. Den Archipel Cabrera kann man im Rahmen von Bootsausflügen ab Colónia de Sant Jordi ansteuern. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten.

Sehenswert – auf einen Blick

  • Am Hafen und entlang der Promenade zeigt sich Colónia de Sant Jordi von seiner schönsten Seite. Die Promenade führt an der flachen Felsküste über einen Holzsteg. In der Hafenbucht gibt es einen kleinen Strand, Cafés und Fischlokale.
  • Attraktive Naturstrände flankieren den Ort. Mallorcas Traumstrand, der Platja de Trenc, schließt sich westlich der Platja Estanys an.
  • Auch sollte man sich einen Rundgang durch den großen botanischen Garten am Ses Salines Santanyi nicht entgehen lassen. Das Botanicactus beherbergt auf 15 Hektar zahlreiche Kakteen und ein Feuchtgebiet mit mediterranen Pflanzenarten.
  • Cabrera: Einst Piratenschlupfwinkel, kann man die Insel heute als Besucher gefahrlos ansteuern. Unbedingt lohnt der Besuch des eigenwilligen Besucherzentrums Centro de Vistiantes Parque Nacional de Cabrera. Hauptattraktion ist ein riesiges Meerwasser-Aquarium.

Aktiv in Colónia de Sant Jordi – bezaubernd und aufregend schön

Lust einen Blick durchs Schaufenster in die Unterwasserwelt von Cabrera zu werfen? Das geht ganz einfach. Dazu tauchen die Besucher mit einem Panoramalift ins Meerwasseraquarium ab und schauen den Barrakudas in die Augen. Anschließend geht es hinauf auf den Aussichtsturm. Nur nicht allzu schnell nach oben hechten: Unterwegs lohnt der Blick auf das maritime Wandmosaik – Wandgemälde, welche die Besiedelungsgeschichte des Mittelmeerraumes darstellen. Schließlich bietet die obere Plattform eine wunderbare Aussicht.

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Wassersportler aufgepasst! An der Platja Estanys kann man Segeln, Surfen und Wasserski fahren.

Auch Wanderer kommen auf ihre Kosten. Dann steht ein Fußmarsch zum Cap de ses Salines auf dem Programm. Am Strand entlang kann man bis zur Südspitze Mallorcas vordringen, vorbei an alten Bunkern und sandigen Buchten. Nach einem mehr oder weniger langen Fußmarsch genießt man eine für Mallorca ganz ungewohnte Einsamkeit in unmittelbarer Nähe des Meeres.

Gewusst? Nach Colónia de Sant Jordi zieht es vor allem Touristen aus der Schweiz. Viele Hotels und Unterkünfte werden von Schweizern geführt. Ein ausschweifendes Nachtleben wie in Magaluf oder S`Arenal ist somit nicht zu erwarten.

Die schönsten Ziele in der Umgebung

Capocorb Vell, Mallorca
Capocorb Vell, Bild: Karel Gallas / shutterstock

Ein Ausflug lohnt nach Capocorb Vell, der bedeutendsten Talayot-Siedlung im westlichen Mittelmeer. Sie wurde wohl bis ins 3. und 4. Jahrhundert hinein bewohnt.

In Richtung Campos stehen viele Windmühlen, die einst Wasser für die Felder pumpten. Ses Salines de Levant sind Salzseen mit typischen weißen Kristallhalden. Gelegentlich sieht man dort Flamingos.

Und in Banys de Sant Joan sind die einzigen Thermalquellen der Insel. Das kleine Kurhotel stammt noch aus dem Jahre 1842. Es ist auch für Tagesgäste zugänglich.

Wo es am besten schmeckt

  • „Port-Blau“ hebt sich als klassisch-elegantes Fischlokal an der Hafenpromenade hervor, während das Sal de Coco mit einer kreativen und geschmackvollen Mallorca-Küche lockt. Darüber hinaus bietet die Terrasse den perfekten Hafenblick. Der Name des Lokals bezeichnet die Salzreste, die man in Felsmulden am Meer finden kann.
  • Tambucho – diese Bar ist Kult: Tagsüber schlürfen hier meist die Einheimischen ihren Kaffee. Doch am Abend läuft das Team der Hafenbar zu Hochform auf, serviert großartige Cocktails und feine Tapas. Music von Pop über Independent bis Flamenco wird gern live präsentiert.
  • Das wohl inselweit bekannteste Fischlokal ist das Casa Manolo. Hier schätzt man die Meeresfrische. Es gibt Stammgäste, die schwören, dass man bei Manolo die besten Tapas der Insel bekommt.