Sal – Surf- und Schnorchelparadies an der Küste Westafrikas

Sal, Kap Verde

Bereits seit den 1970er Jahren zog es Windsurfer und Wellenreiter nach Sal im Atlantischen Ozean. Sie ist eine der neun bewohnten Inseln der Kapverden und unter anderem für ihre starken Passatwinde während der Wintermonate bekannt. Diese führen zu perfekten Wellen, die sonst zu dieser Jahreszeit nur recht schwer zu finden sind.

Sal besteht ursprünglich aus vulkanischem Magma, dass vor Millionen von Jahren aus dem Meer aufgestiegen ist. Von dieser Vergangenheit ist heutzutage aufgrund verschiedener Wetterbedingungen nicht mehr allzu viel zu sehen. Die Landschaft ist flach und von Kalkstein und Dünen geprägt. Sie wird lediglich vereinzelt von Oasen und stillen Vulkanen unterbrochen.

Wie der Name der Insel bereits verraten lässt – Sal ist portugiesisch und bedeutet Salz – war der Export dieses Rohstoffes einst die größte Einkommensquelle der Insel. Mittlerweile leben die Einheimischen hauptsächlich vom Tourismus, weshalb die Anlagen zur Salzgewinnung stillgelegt wurden. Nur noch kleine Mengen werden für den Eigengebrauch produziert.

Infolge des warmen Klimas herrscht auf Sal das ganze Jahr über Badesaison mit Wassertemperaturen von durchschnittlich mehr als 20 Grad Celsius. Das freut besonders Schnorchelfans, die hinsichtlich dieser Bedingungen die Möglichkeit erhalten mit Zitronenhaien schwimmen zu gehen. Diese Meeresbewohner können bis zu 3,5 Meter lang werden und halten sich hauptsächlich an der Ostküste der Insel auf.

Die Sehenswürdigkeiten von Sal

Palmeira

Westlich von Espargos, der Hauptstadt der Insel, liegt die belebte Hafenstadt Palmeira. Sie ist noch heute ein wichtiger Standort für den Handelsverkehr der Insel. Sowohl die bunten Boote der Einheimischen, als auch die Häuser der Stadt mit ihrem portugiesischen Einfluss bieten sich als ideales Fotomotiv an. Abends kann man den Tag gemütlich in einer der schönen Bars oder Restaurants ausklingen lassen.

Buracona

Diese kleine Bucht liegt im nordwestlichen Teil Sals, nur wenige Kilometer von Palmeira entfernt. Möchte man die volle Schönheit dieser Sehenswürdigkeit erleben, sollte man sie in den Mittagsstunden besuchen. Denn nur dann, wenn die Wellen ruhig und die Sonneneinstrahlung ideal ist, lässt sich das Olho Azul – das blaue Auge – entdecken. Dies ist ein Loch in der schwarzen Felsbucht mit leuchtendem türkisblauem Meerwasser. Taucher und Schnorchler können die Schönheit dieser Gegend zusätzlich unter Wasser erkunden.

Santa Maria

Im Süden der Insel begeistert die Stadt Santa Maria die Touristen mit ihren kleinen, pastellfarbenen Häusern. Wer noch auf der Suche nach einer kleinen Erinnerung ist, wird in einem der vielen Souvenirläden sicherlich fündig werden. Außerdem befinden sich hier die meisten Luxushotels und Ferienanlagen, in denen man seinen Urlaub ganz entspannt genießen kann. Die wahre Attraktion von Santa Maria ist der circa acht Kilometer lange Strand. Dieser lädt zum Sonnenbaden auf strahlend weißem Sand und endlosen Spaziergängen ein. Für Abenteuerlustige werden obendrein Aktivitäten, wie zum Beispiel Kajakfahren, Angeln oder auch Tiefseetauchen angeboten.

Die Saline von Pedra de Lume

Was ursprünglich durch eine Vulkanexplosion entstanden ist, gilt heutzutage als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel. In einem Krater mit einem Durchmesser von fast einem Kilometer Länge sammelte sich Meerwasser, welches mittlerweile einen äußerst hohen Salzgehalt besitzt. Dies geschah dadurch, dass aufgrund der hohen Temperaturen das Wasser verdampfte und immer mehr Salz zurückblieb. Die hohe Konzentration macht es möglich sich wie im Toten Meer an der Wasseroberfläche treiben zu lassen, ohne unterzugehen.

Botanischer Garten

Alle, die etwas Abwechslung suchen, sollten den Botanischen Garten Viveiro besuchen. Diese grüne Oase inmitten der wüstenhaften Landschaft ist der ideale Rückzugsort, um sich im Schatten der Palmen zu entspannen. Mit angebunden ist ein Kakteen Garten sowie ein kleiner Zoo, in dem Papageie, Affen, Esel und Meerschweinchen beobachtet werden können.

Kulinarische Spezialitäten auf Sal

Auf Sal dominieren, wie auf den meisten Inseln der Welt, Fischgerichte sowie Meeresfrüchte die Speisekarten der Restaurants. Schwertfisch, Makrele, Muscheln und Krabben werden hierbei bevorzugt, da sie dank des regionalen Fischfangs eine frische Qualität aufweisen. Auch das Thunfischsteak erfreut sich großer Beliebtheit.

Angesichts der Lage der Inseln lassen sich in den Gerichten die portugiesischen und afrikanischen Einflüsse erkennen. Grundsätzlich ist das Essen auf Sal stets deftig und vielfältig.
Das Nationalgericht der Einwohner ist das sogenannte Cachupa. Dieser Eintopf beinhaltet neben den Hauptbestandteilen Mais und Bohnen außerdem Zwiebeln, Kürbis, Tomaten, Süßkartoffeln und Kohl. Je nach Geschmack kann dieses Gericht durch die Zugabe von Fisch oder Fleisch verändert werden.
Außerdem sollte man Feijoada (ein Bohneneintopf) und die Caldo de Peixe (eine Fischsuppe) probiert haben.

Als Folge der durchgehend sommerlichen Temperaturen wachsen auf Sal viele exotische Früchte, wie zum Beispiel Papayas, Mangos oder Guaven, die sich mit ihrem süßen Geschmack ideal als Nachspeise anbieten.

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