Die 5 beliebtesten griechischen Inseln

Griechenland hat 2500 Inseln. Davon sind 115 bewohnt. Wir haben die fünf beliebtesten griechischen Inseln unter die Lupe genommen. Dazu zählen Rhodos mit seiner faszinierenden Altstadt und die sommerliche Partyhochburg Mykonos, die im Winter nur wahre Kenner anzieht. Auch Kreta mit seinen ursprünglichen Stränden und unzähligen Olivenhainen gehört dazu. Die grüne Insel Korfu und auch Kos mit seinen familienfreundlichen Hotels finden einen Platz in der Top-5-Liste.

Mykonos: Die Partyhochburg mit dem Pelikan als Wahrzeichen

Griechische Inseln, Mykonos
Der Hafen von Mykonos, Bild: Pawel Kazmierczak / shutterstock

Mykonos ist mehr als eine Partyhochburg
Die Insel trägt die Beinamen „Jetset-Darling“ und „Disco-Eiland, aber das sind alles nur Klischee. Mykonos-Stadt ist der schönste Ort der Kykladeninseln. Wer einmal durch die Gassen der quirligen Hafenstadt gebummelt ist, der kommt nie wieder davon los. Einmalig ist die Stimmung am Abend, wenn in den Lokalen Sirtaki getanzt und Rotwein serviert wird. Von der Hafenpromenade kann man die beleuchteten Kreuzfahrtschiffe sehen, die auf Reede liegen. Die Kulisse dahinter ist eine Anreihung von weißen Würfelhäusern, verwinkelten Gassen, urigen Tavernen und uralten Kirchen. Mykonos steht für das ursprüngliche griechische Inselleben. Wer etwas erleben will, der findet überall ein aufregendes Nachtleben vor.

Windmühlen und ein Pelikan
Jahrzehnte waren die Windmühlen oberhalb der Stadt das Wahrzeichen der Insel. Keine andere Sehenswürdigkeit der Kykladen wurde so oft fotografiert. Doch dann wurde ein verletzter Pelikan an einen Strand gespült. Die Insulaner kümmerten sich um ihn. Nach seiner Genesung galt er als das neue Wahrzeichen der Insel. Mittlerweile wurde der Pelikan schon beerbt und sein Nachfolger Petros der II. stammt aus einem deutschen Zoo. Er macht die Hafengegend unsicher, patrouilliert auf der Strandpromenade und bettelt vor den Restaurants für Fisch.

Rhodos: Türkisblaues Wasser, traumhafte Buchten und eine historische Altstadt

Rhodos
Der Marina-Hafen von Rhodos, Bild: Nejdet Duzen / shutterstock

Rhodos-Stadt: Moderne trifft Geschichte
Rhodos-Stadt kann man nicht beschreiben, man muss die Atmosphäre erlebt haben. Junge Insulaner jagen mit ihren Rollern durch die engen Gassen und belagern am Abend die Kneipen. Tagsüber reihen sich die Stände der Souvenirläden aneinander. Dazwischen stehen gotische Gebäude, der Großmeisterpalast mit seinen romanischen Mosaiken, die byzantinische Kirche mit ihren wunderschönen Wandmalereien und mit ihr vereint die Rejep-Pasha-Moschee. Der Kollos von Rhodos wurde schon 227 vor Christus durch ein Erdbeben zerstört, aber im Hafen kann man Hirsch und Hirschkuh besichtigen, die heute als Wahrzeichen der Insel gelten.

Urlaubshotels, malerische Buchten und traumhafte Strände
Nur ein paar Kilometer hinter Rhodos-Stadt zeigt sich die Insel Rhodos so, wie Urlauber sie lieben. Kleine Boote tummeln sich in den türkisfarbenen Buchten, in den Tavernen riecht es nach frischzubereitetem Gyros und am Strand kann man bei warmen Temperaturen und mit jede Menge Attraktionen den Urlaub genießen. Zu den beliebteste Orten gehört Faliraki. Das einstige Fischerdorf hat sich ganz dem Tourismus hingegeben. Hier findet man eine Vielzahl schöner Hotels, beste Einkaufsmöglichkeiten und gepflegte Strände. Zudem lockt die Insel mit zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Akropolis von Lindos oder das berühmte Tal der Schmetterlinge.

Kos: Hippokrates Eid, heilende Thermen und römische Geschichte

Griechische Inseln, Kos
Kos bietet viele schöne Strände, Bild: George Papapostolou / shutterstock

Der Eid des Hippokrates und die alten Römer
Hippokrates gilt als der Vater der Medizin. Jeder Tourist kennt die uralte Platane unter der er einst seine Medizinschüler unterrichtet hat. Aber auch sonst kommt man um den gelehrten Mediziner nicht herum. Seine Büste ist ein beliebtes Souvenir und sogar Hotels tragen seinen Namen. Auch die Römer haben auf Kos überall ihre Spuren hinterlassen. Alte Mauern und römische Säulen prägen das Bild der Insel. Auch Reste eines Dionysostempel und eines Stadions können besichtigt werden. Wer mehr darüber erfahren will, der muss das Archäologische Museum besuchen. Sehenswert ist auch die Casa Romana, eine rekonstruierte römische Villa. Sie besitzt korinthische Säulen und wurde im pompejanischen Stil erbaut.

Heilbäder, Strände und Shopping der anderen Art
Kitsch und Nippes kann man auch auf Kos in allen Variationen kaufen. Doch eine richtige Shoppingtour führt auch zu den Keramikläden der Insel. Hier kann man noch gutes altes Handwerk hautnah erleben. Auch die Werke aus Alabaster und Onyx sind ursprüngliche Mitbringsel. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour findet man Erholung in den Thermen von Embros. Die liegen direkt am Strand und das Thermalwasser ist hier bis zu 40 Grad warm. Belebte Strände findet man rund um Kos-Stadt. Wer es ruhiger mag, der badet bei Kefalos. An den Stränden von Marmari weht immer eine leichte Brise. Kein Wunder, dass sich hier die Surfer der Insel treffen.

Kreta: Die Insel der Gegensätze und Kontraste

Morgens Skifahren und abends im Meer schwimmen

Kreta, Chania
Der wunderschöne Ort Chania, Bild: Georgios Tsichlis / shutterstock

Kreta ist einzigartig und voller Gegensätze. Es ist die einzige Insel auf der man morgens Skifahren und abends im Meer schwimmen kann. Bis März liegt auf der Nida-Hochebene noch Schnee, während man unten an der Küste schon sommerliche Temperaturen vorfindet. Dazwischen blühen die Obstbäume und es erstrecken sich gelbe Felder voller Sauerklee. Wer das Nachtleben liebt, der bummelt am Abend durch die engen Gassen der Inselhauptstadt Iraklion. Wer die Ruhe mag, der wandert durch das Almyros-Tal. Hier begegnet man garantiert keinen Menschen, aber vereinzelt ein paar Bergziegen. Chania und Iraklion sind quirlige Urlaubshochburgen. Beschaulicher geht entlang der Mirabello-Bucht zu. Hier findet man auch im Sommer ein ruhiges Plätzchen am Strand.

Eine Insel vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten
Auf Kreta wird es niemals langweilig. Wer vom Strandleben genug hat, der findet hier unzählige Möglichkeiten. Zu den Hauptattraktionen zählen die Ruinen von Knossos. Die bedeutende Ausgrabungsstätte lockt mit einzigartigen Überresten von Bädern, Werkstätten, Wohngebäuden und Heiligtümern. Im Archäologischen Museum kann man Funde aus allen Epochen bewundern. Sie wurden alle auf der Insel ausgegraben. Nicht weniger interessant sind die Festos-Palastruinen. Die liegen abseits in der Messara-Ebene und wurden durch ein Erdbeben zerstört. Das schönste Panorama der Insel genießt man oberhalb der Bucht von Matala. Hier führen Wanderwege direkt zum Meer hinunter. Unten am Strand laden Fischlokale zum Verweilen ein. In den Straßen der Inselhauptstadt kann man Shopping- und Gaumenfreude verbinden. In den Restaurants am Fischmarkt kommen die Meerestiere fangfrisch in die Küchen. Ein beliebtes Mitbringsel sind Werke aus Porzellan und Keramik.

Korfu: Die grüne Insel mit einem deutschen Held

Griechische Inseln Korfu
Korfu, Bild: Cristian Balate / shutterstock

Ein siegreicher Sachse und die Schönheiten von Korfu-Stadt
Die Insulaner erzählen den deutschen Gästen gerne von Graf Johann Matthias von der Schulenburg, den sie heute noch als Held feiern. Der Kriegsherr verteidigte 1716 die Insel erfolgreich gegen türkische Angreifer. Dafür bekam er noch zu Lebzeiten ein Denkmal aus Marmor, das noch immer an der alten Festung von Korfu-Stadt bewundert werden kann. Der Spianada Platz gehört zu den schönsten Orten der Insel. Er wurde von den Franzosen erbaut und erinnert an die Rue de Rivoli in Paris. Korfu-Stadt sollte man ausgiebig erkunden. Es gibt eine Vielzahl an Shoppingmöglichkeiten und die urigen Tavernen sind ideal für eine Pause. Außerhalb der Saison geht es hier gemütlich zu. Dann kommt man auch mit den Insulanern ins Gespräch, die einen mit Herzlichkeit empfangen.

Grüne Wälder und blaues Meer
Korfu gilt als die grünste Insel Griechenlands. Ulmen, Espen, Eichen und Zypressen sorgen überall für Schatten und rund herum blühen unzählige Wildblumen. Schätzungen besagen, dass es über vier Millionen Olivenbäume auf der Insel gibt. Zudem wachsen hier 36 verschiedene Orchideenarten. Umsäumt wird diese Pflanzenwelt von traumhaft schönen Buchten. Kleine Sandstrände lassen die Herzen von Urlaubern höher schlagen und das kristallklare Wasser lädt zum Schwimmen ein. Beliebt sind die Hotels in den Hanglagen. Von hier genießt man ein einmaliges Panorama, wie zum Beispiel bei Benittses. In den Restaurants abseits der Touristengebiete kann man noch die echte korfiotische Küche genießen. Ein Gaumenschmaus ist „Burdeto“, eine gebratene Dorade, die mit scharfen Peperoni serviert wird.

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