Städtereise nach Sevilla

Sevilla

Sevilla ist mit rund 690.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Spaniens und die Hauptstadt der Region Andalusien. Die malerische Altstadt Sevillas gehört zu den faszinierendsten in ganz Europa und zieht Jahr für Jahr eine Vielzahl von Touristen aus aller Welt an, die die „Wiege des Flamencos“ entdecken möchten. Durch ihr Klima mit den milden Wintern und durchschnittlich nur 50 Regentagen pro Jahr ist Sevilla ein Ziel, das man auch während der kühleren Jahreszeit besuchen kann. Die Stadt liegt am Fluss Guadalquivir in einer fruchtbaren Ebene im Südwesten Spaniens.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sevilla

Plaza de Espana Sevilla
Plaza de Espana, Bild: Lukasz Janyst / shutterstock

Die wunderschöne Altstadt rund um das ehemalige jüdische Viertel Santa Cruz zieht mit seinem Labyrinth aus engen Gassen und eindrucksvollen Plätzen jeden Besucher in ihren Bann. Während eines Bummels durch diesen malerischen Teil von Sevilla fallen zahlreiche prächtige Bauwerke auf, die in ihrer Architektur an die maurische Periode Südspaniens erinnern. Hierzu zählt vor allem der Alcázar Palast, der sowohl arabische als auch christliche Stilelemente aufweist.

Seine weitläufige Grünanlage mit den Teichen, den versunkenen Gärten und den aufwändig verzierten Galerien ist, ebenso wie die imposanten Säle und Hallen im Inneren, ein absolutes Highlight während einer Stadtbesichtigung. Es wird vermutet, dass es sich um den ältesten, noch bewohnten Palast Europas handelt, denn der spanische König residiert immer noch hier, wenn er sich in Sevilla aufhält. Der einmalige Komplex ist seit 1987 zusammen mit der Kathedrale Maria de la Sede Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die gotische Kathedrale entstand aus den Überresten einer maurischen Moschee und wurde 1519 nach einer mehr als einhundertjährigen Bauzeit fertiggestellt.

Kathedrale
Die Kathedrale von Sevilla, Bild: agsaz / shutterstock

Sie ist eine der größten Kirchen der Welt und beherbergt fantastische Kunstschätze, eine ungewöhnliche Orgel und mehrere Grabmäler bedeutender Persönlichkeiten, darunter auch das von Christoph Kolumbus. Direkt nebenan steht die 97 m hohe Giralda, ein Turm mit einem Spiel aus 24 Glocken. Dieser war 1196 als Minarett der wichtigsten Moschee Sevillas errichtet worden und galt damals als höchster Turm der Welt. Aus derselben Periode stammt auch der zwölfeckige Torre del Oro, der Goldturm, welcher sich am Flussufer befindet und als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung unter anderem das Gefängnis und das Gold- und Silberlager beherbergte.

Die Stierkampfarena von Sevilla, die Playa de Toros de la Maestranza, wurde bereits im 18. Jahrhundert erbaut. Sie bietet Platz für 18.000 Zuschauer und ist damit nach der Las Ventas Arena in Madrid die zweitgrößte in Spanien.

Während eines Spaziergangs durch die Altstadt von Sevilla kommt jeder Besucher früher oder später auf den eindrucksvollen Platz vor dem Rathaus, der von zahlreichen imposanten Prachtbauten umsäumt wird. Die Plaza de San Francisco mit den wunderschönen alten Gebäuden ist ein idealer Ort zum Ausruhen und Verweilen. Auch der Maria Luisa Park, eine ausgedehnte Grünanlage entlang des Guadalquivirs, lockt Einheimische und Touristen gleichermaßen an.

Plaza de Espana
Der Plaza de Espana, Bild: Kite_rin / shutterstock

Mitten in dieser herrlichen Oase befindet sich dann die Plaza de España. Das Gelände wurde, ebenso wie eine Vielzahl von weiteren Bauten, anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung im Jahr 1929 angelegt. Der Platz symbolisiert in Kombination mit dem halbkreisförmigen Gebäude an seinem Rand, das Verhältnis zwischen Spanien und den lateinamerikanischen Kolonien in Form einer Umarmung. Die auffälligen Keramikfliesen und Mosaike an den Wänden repräsentieren durch Landkarten und Wappen die einzelnen Provinzen des Landes.

Während einer Stadtbesichtigung entdeckt man in Sevilla auf Schritt und Tritt Spuren der spannenden Geschichte aber natürlich ziehen auch viele moderne Bauwerke die Blicke der Besucher auf sich. Eines davon ist eine auffällige Konstruktion aus Holz, Beton und Stahl, die sich auf der Plaza de Encarnación befindet: die Metropol Parasol – Setas de Sevilla. Das umstrittene Ensemble wird im Volksmund von den Sevillanos auch einfach „die Pilze“ genannt. Es erhebt sich auf einer Höhe von 26 m und einer Länge von 150 m über der Erde und gilt seit der Fertigstellung im Jahr 2011 als das neue Wahrzeichen der Stadt. Der Spazierweg und die Panoramaterrasse haben sich inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Im Untergeschoss des Metropol Parasols befinden sich außerdem eine interessante Ausgrabungsstätte und ein kleines archäologisches Museum, die einen Besuch lohnen.

Kulinarische Spezialitäten

Ideal für den Hunger zwischendurch eignen sich, wie überall in Spanien, die kleinen Tapas-Bars. In Sevilla sind besonders die verschiedenen Spießchen mit Hühner- oder Schweinefleisch in einer würzigen Marinade beliebt, die „pinchitos muronos“ genannt werden. Spinat mit Kichererbsen, Knoblauch und frittiertem Brot ist ebenso eine Spezialität der Region wie kleine Omeletts mit Kabeljaufilet, die sogenannten „tortillas de bacalao“. An heißen Sommertagen erfrischt man sich hier gerne mit einer eisgekühlten Tomaten- oder Gurkensuppe.

Sevilla in Andalusien gehört zu den interessantesten Städtereisezielen in Europa und lohnt zu jeder Jahreszeit einen Besuch.

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