Schottland, Highlands
Die traumhaften Highlands in Schottland, Bild: Federica Violin / shutterstock

Schottland – „Munros“ in Europas letzter Wildnis

Ein gewisser Sir Hugh Munro hat sie tatsächlich anno 1891 gezählt – die Berge Schottlands, die höher sind als 914,4 Meter. 914,4 Meter deshalb, weil dies dem Maß von genau dreitausend Fuß entspricht. Und weil dies eine Fleißarbeit war, nennt man die Berge zu Ehren des Sir Hugh Munro seither „Munros“. Sie werden von Bergwanderern nicht nur in Schottland geschätzt und manche von ihnen geraten bei ihrer Tour ins Schwärmen. Vor allem in der abgelegensten Landschaft Europas, der Isle of Skye mit ihren zwölf „Munros“. Und wer gut zu Fuß ist und höher hinaus möchte, der sollte sich zu den anspruchsvolleren „Corbetts“ oder gar zu den strapaziösen „Grahams“ begeben. Und zu Füßen all‘ dieser Hügel und Berge liegen die malerischen smaragdgrünen Seen, von denen einige Schauplätze historischer Schlachten waren. Schottland ist ein Refugium für Menschen, die sich in ihrem Urlaub das ganz große landschaftliche Kino erhoffen.

Schottland, Edinburgh
Blick auf Edinburgh und Edingburgh Castle, Bild: f11photo / shutterstock

Schottlands Licht trägt zuweilen dramatische Züge – wenn der Himmel nicht gerade seine Schleusen öffnet. Wer sich einige Tage im Hochland aufhält, der speichert die Bilder, die er dort in sich aufgenommen hat, vermutlich für ein ganzes Leben. Dies ist eine Region, in der schon allein das sich ständig wechselnde Wetter für eine gewisse Spannung unter den Urlaubern sorgt. Wenn sich die Strahlen der Sonne ihren Weg durch die Wolken bahnen, strahlt auch die Landschaft, die sich vorher von ihrer eher rauen Seite gezeigt hat und nun plötzlich sanft und mild daher kommt.

Als der Herrgott nach der Schöpfung noch ein paar Steine übrig hatte, soll er dieses Land geschaffen haben. So sagt es eine Legende Schottlands, und wer hier lebt, der liebt seine Heimat voller Inbrunst und betrachtet das Wandern in den Bergen als Genuss und nicht als Qual. In ihren Werbebroschüren preisen die Tourismus-Manager Schottland häufig als „die letzte Wildnis Europas“. Daran ist mehr als nur eine Spur Wahrheit. Hoch oben im Nordwesten der britischen Insel führen viele Wege zur Glückseligkeit. Viele dieser Wege sind recht schmal, und man muss sie ausnahmslos auf der linken Seite befahren, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.

Die St. Andrews Cathedral, Bild: Susanne Pommer / shutterstock

Wer von Schottland spricht, dem kommen stets Klischees in den Sinn. Da sind die Schottenröcke aus dem groben Karostoff, von denen die Welt rätselt, was die Schotten darunter tragen. Da sind die Klänge der Dudelsäcke, die nicht jedermanns Ohr erfreuen. Da ist natürlich der Whisky, der hier eine ganz besondere Bedeutung hat. Da ist der Nebel, der häufig eine geradezu mystische Stimmung herbei zaubert. Und da ist das Monster von Loch Ness, das manche tatsächlich gesehen haben wollen und von dem Wissenschaftler noch immer beharrlich behaupten, ein solches Wesen gebe ist nicht. Was eine schottische Brauerei dazu ermunterte, für den Fang des Fabelwesens immerhin 500.000 Pfund auszuloben. Wie dem auch sei: Loch Ness ist auch ohne „Nessie“ eine Visite wert.

Die angestammte Heimat der Galloway-Rinder präsentiert sich im Licht der aufgehenden Sonne in einer geradezu außerirdischen Schönheit. Es ist das Galloway-Tal im Südosten Schottlands. In seiner Nachbarschaft finden sich zahlreiche Castles, von denen sich etliche auch als Ruine ihren fotogenen Charme in dieser einzigartigen Umgebung bewahrt haben. Die kleinen Fischerdörfer an den Küsten zeigen sich von ihrer schönsten Seite, weil sie sich in jüngster Zeit herausgeputzt haben. Und ihre Pubs sind mehr als nur Trinkstuben. Sie sind der traditionelle Treffpunkt der Bevölkerung und natürlich eine beliebte Nachrichtenbörse.
Edingburgh ist gleichermaßen der Stolz Schottlands und das Zeugnis einer interessanten Geschichte. Geniale Architekten haben sich hier ein Denkmal gesetzt – unter anderem auf dem Charlotte Square, einem der schönsten Plätze Europas. Ein Bummel durch Edinburgh, das so ganz anders ist, als das geschäftige Glasgow, ist ein Spaziergang auf historischem Boden. Wo der Zauber um Harry Potter begann, ließen sich viele Autoren zu ihren Romanen inspirieren.

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Reiseinformationen Schottland

Hauptstadt Edinburgh
Staatsform parlamentarische Monarchie
dezentrales Parlament innerhalb der parlamentarischen Monarchie
Währung Pfund Sterling (GBP)
Fläche ca. 77.910 km²
Bevölkerung ca. 5.347.600 (2014)
Sprachen Englisch
Stromnetz 230 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +44
Zeitzone UTC±0 WEZ
UTC+1 WESZ

Gemäßigtes Klima aber etwas kälter als im Rest Großbritanniens.