Edinburgh – geschichtsträchtig und modern zugleich

Blick auf Edinburgh
Traumhafter Blick auf Edinburgh, Bild: Shaiith / shutterstock

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, eignet sich wie kaum eine andere Stadt für einen erlebnisreichen, spannenden Kurztrip. Sowohl der mittelalterliche Kern als auch die New Town mit ihren neoklassizistischen Gebäuden bieten jede Menge Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken lohnt. Ein großer Teil des Zentrums von Edinburgh gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet einzigartige Attraktionen für geschichts- und kulturinteressierte Besucher. Die Stadt verfügt außerdem über viele Grünanlagen und sogar einen erloschenen Vulkan, so dass auch Naturfreunde hier nicht zu kurz kommen. Edinburgh mit seinen rund 500.000 Einwohnern ist aber auch eine moderne und junge Stadt, die für ihre vielen Festivals und eine abwechslungsreiche Gastronomieszene bekannt ist.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Edinburgh

Edinburgh Castle
Edinburgh Castle, Bild: Michal 11 / shutterstock

Eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude Europas prägt das Bild der Stadt ganz entscheidend: Edinburgh Castle thront oberhalb des Zentrums auf dem Castle Rock, einem erloschenen Vulkankegel. Der imposante Bau aus dem 12. Jahrhundert steht unter den Attraktionen Groß Britanniens ganz weit oben auf der Liste. Das Schloss beherbergt unter anderem die schottischen Kronjuwelen und den sogenannten „Stein der Vorsehung“, der Teil der Krönungszeremonien war. Außerdem ist hier auch das Nationale Kriegsmuseum untergebracht. Täglich um 13 Uhr wird von der Festung aus die Ein-Uhr-Kanone (One O`Clock Gun) abgefeuert, die ursprünglich den Seefahrern als Zeitangabe diente. Heute handelt es sich bei dieser Zeremonie natürlich nur noch um eine überwiegend touristische Veranstaltung.

Der eigentliche Hausberg Edinburghs ist allerdings der 251 m hohe „Arthur`s Seat“ im Holyrood Park, in welchem sich auch die offizielle Residenz der britischen Königin in Schottland befindet. Es lohnt sich, die Innenräume und die beeindruckende Ruine der Holyrood Abtei zu besichtigen. Auch ein Spaziergang durch die wunderschönen königlichen Gärten gehört zu den Highlights unter den vielen Unternehmungen, die in Edinburgh zur Auswahl stehen. Der Blick vom Arthur`s Seat, der ebenfalls vulkanischen Ursprungs ist, erstreckt sich über die ganze Stadt bis in die Highlands.

Zu Fuß die Stadt erkunden

Edinburgh ist eine Metropole, die ganz bequem zu Fuß erlebt werden kann, denn viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen entlang der Royal Mile. Diese Flaniermeile verläuft von Westen nach Osten quer durch die Altstadt und die meisten der geschichtsträchtigen Gebäude befinden sich in ihrer unmittelbaren Umgebung. Auch die wohl wichtigste Kirche Schottlands, die St. Giles Kathedrale, die vermutlich bereits im Jahr 1120 erbaut wurde, befindet sich hier. Am Ende der Royal Mile fällt ein extrem modern gestaltetes Haus unter den vielen historischen Bauwerken auf. Es handelt sich um das Parlament von Schottland, das aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur unter der Bevölkerung sehr umstritten ist. Bei den Touristen zählt es aber gerade aus diesem Grund zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt.

Altstadt Edinburgh
Die Altstadt von Edinburgh, Bild: f11photo / shutterstock

Wer sich für Literatur oder Architektur interessiert, kann einen Abstecher zum Scott Monument in den Princess Street Gardens unternehmen. Der 61,11 m hohe Turm im gotischen Stil wurde zu Ehren des Dichters Sir Walter Scott errichtet und im Jahr 1844 fertig gestellt. Das aus Sandstein erbaute Denkmal ist mit zahlreichen Figuren verziert und zeigt außerdem die Köpfe der 16 berühmtesten schottischen Schriftsteller und Dichter. Von der Aussichtsplattform aus genießt man einen schönen Blick auf die Umgebung.

Die ehemalige königliche Yacht „Britannia“, die im Jahr 1997 außer Dienst gestellt wurde, liegt nun im Hafen von Edinburgh. Sie kann besichtigt werden und steht auf der Beliebtheitsskala der Touristen ganz oben. Für die meisten Besucher ist es ein äußerst beeindruckendes Erlebnis, hier auf den Spuren der Royals zu wandern und während eines Rundganges einen Blick sowohl in die prunkvollen Kabinen als auch in die Mannschaftsunterkünfte und den Maschinenraum zu werfen.

Kulinarisches genießen

Was wäre eine Reise nach Schottland ohne Whisky? In Edinburgh gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sich über die Herstellung und die Geschichte des schottischen Nationalgetränkes zu informieren und an Verkostungen teilzunehmen. Am besten ist, man bummelt über die 1,8 km lange Royal Mile und biegt immer wieder in die kleinen, kopfsteingepflasterten Gassen der Altstadt, die sogenannten Closes, ein. Hier trifft man überall auf charmante Restaurants, gemütliche Cafés und nette Läden. Auch der kleine Marktplatz Grassmarket ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Der fantastische Blick, den man von hier aus auf das Schloss hat, soll angeblich die Autorin J. K. Rowling zu ihren Harry Potter Romanen inspiriert haben.

Ein Museumsbesuch gehört für die meisten Reisenden einfach zu einem Kurztrip in eine fremde Stadt dazu. Das Museum of Scotland in Edinburgh ist nicht nur für Regentage ein toller Tipp. Hier kommen sowohl Kulturinteressierte als auch Naturkundefans und Technikfreaks auf ihre Kosten, da das Museum aus zwei Teilen, nämlich dem National und dem Royal Museum besteht.

Obwohl Edinburgh außerordentlich viele Attraktionen zu bieten hat, besteht bei vielen Urlaubern der Wunsch, auch einige andere Landesteile kennenzulernen. Da die Hauptstadt relativ zentral liegt, können viele schöne Ziele im Rahmen von Tagesausflügen erreicht werden. Der weltberühmte See Loch Ness und die Highlands liegen rund drei beziehungsweise dreieinhalb Stunden von Edinburgh entfernt und die Fahrt dorthin beschert bereits fantastische Eindrücke von Schottland.

Edinburgh besticht durch eine äußerst angenehme Atmosphäre und ist mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten auf jeden Fall eine lohnende Destination für eine Städtereise.

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