Es gibt nicht nur einen Grund, um Lübeck zu besuchen

Lübeck

Lübeck ist eine sehenswerte Hansestadt und mit ca. 217.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein. Schon seit 1987 ist die mittelalterliche Lübecker Altstadt mit ihren vielen Kulturdenkmälern Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Alte Kaufmannshäuser, verwinkelte Gassen und sehenswerte Sakralbauten locken Besucher immer wieder in die historische Altstadt. Lübeck verfügt zudem über einen der größten Fährhäfen Europas.

Lübeck – die Stadt der Nobelpreisträger

Salzspeicher Lübeck
Der Salzspeicher, Bild: Anibal Trejo / shutterstock

Bonn kann sich als Geburtsstadt von Ludwig van Beethoven brüsten, Hamburg ist die Geburtsstadt von Bundeskanzler Helmut Schmidt, aber Lübeck kann gleich auf drei Nobelpreisträger stolz sein. Denn Thomas Mann (Literaturnobelpreis 1929), Willy Brandt (Friedensnobelpreis 1971) und Günter Grass (Literaturnobelpreis 1999) betrachteten Lübeck als ihre Heimat. Sehenswert sind das Literaturmuseum „Buddenbrookhaus“ in der Altstadt, das Günter-Grass-Haus, ein Forum für Literatur und bildende Kunst und das Willy-Brandt-Haus mit Ausstellungen zur Zeitgeschichte.

Marzipan als Heilmittel?

Bronzeteufel Marienkirche
Bronzeteufel von Rolf Goerler vor der Marienkirche, Bild: Anibal Trejo / shutterstock

Wer denkt beim Verzehr von leckeren Marzipanprodukten schon an ein Heilmittel? Ursprünglich wurde Marzipan Anfang des 18. Jahrhunderts von Apothekern als Heilmittel hergestellt. Wer mehr über die interessante Geschichte des Marzipans wissen möchte, sollte den Niederegger Marzipan-Salon besuchen. Im 2. Obergeschoss des Café Niederegger wird die Geschichte über die Entstehung des Marzipans anschaulich erklärt. Wer möchte, erfährt zusätzlich etwas über die Firmengeschichte der Firma Niederegger und kann an einer Modelliervorführung teilnehmen und dabei hautnah erleben, wie Marzipanfiguren entstehen.

Hafenflair

Im Museumshafen haben mehr als 20 historische Segelschiffe und historische Wasserfahrzeuge ihren Liegeplatz. Sie sind teilweise bis zu 150 Jahre alt. Der Museumshafen-Verein wurde im Jahr 1981 gegründet. Er setzt sich dafür ein, die vergangenen Zeiten lebendig zu halten.

Lübeck aus einer anderen Perspektive aus betrachten

Bei Hafen- und Kanalrundfahrten kann man ganz gemütlich auf oder unter Deck sitzen und etwas über die Seefahrer und Kaufleute erfahren, die schon vor 800 Jahren um die Stadt schipperten. Dazu gibt es lustige Anekdoten und interessante Erklärungen des Kapitäns. Auch eine Schleusenfahrt auf dem über 100 Jahre alten und naturbelassenen Elbe-Lübeck-Kanal ist ein besonderes und sicher „erhebendes“ Erlebnis.

Fischereihafen Travemünde

Achtung – das Fischbrötchen sollten Sie schon gut festhalten, sonst schnappen es sich die Möwen gerne einmal im Tiefflug. Im Fischereihafen Travemünde kann man wunderbar in der Sonne sitzen, den Blick auf die Trave genießen und zuschauen, wie dort die Fischer ihre Waren direkt vom Kutter aus verkaufen.

Lübeck für Kunstliebhaber – Historische Bauwerke und moderne Kunst

Altstadt Lübeck
Bild: Oleksiy Mark / shutterstock

Liebhaber von Kultur, Geschichte und maritimer Lebensart kommen voll auf ihre Kosten. Lübeck bietet seinen Besuchern eine Fülle bedeutender Bauwerke und imposanter Kirchen, denn mehrere Kunstepochen haben ihre Spuren in der Stadt hinterlassen.

Marienkirche

Die von 1250 bis 1350 erbaute Marienkirche ist ein bedeutendes Gotteshaus. Sie wurde von Kaufleuten errichtet und sollte die bisherigen Kirchen überragen. Mit einer Höhe von 38,5 Metern ist die Marienkirche tatsächlich das höchste Backsteingewölbe der Welt, die beiden Türme sind jeweils über 120 Meter hoch.

Das berühmte Holstentor

Das Holstentor ist das Wahrzeichen der Stadt Lübeck und wohl das bekannteste Tor Deutschlands. Es wurde in der Zeit von 1464 bis 1478 von Hinrich Helmstede im Zuge einer Modernisierung der Befestigungsanlagen erbaut. Neben dem Burgtor ist das Holstentor das noch einzig erhaltene Stadttor in Lübeck.

Sehenswert – das TheaterFigurenMuseum

Holstentor
Das Holstentor, Bild: foto-select / shutterstock

Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art ist das TheaterFigurenMuseum, welches von Fritz Fey gegründet wurde und heute weit über die Grenzen Lübecks hinaus bekannt ist. Auf seinen Reisen, die er als Kameramann unternahm, sammelte der im Jahr 1940 geborene Fritz Fey Figuren, wo immer er sie bekommen konnte. Dazu gehörten u. a. Marionetten, Bauchrednerfiguren, Verwandlungspuppen und natürlich die beliebten Kasperfiguren. Im Theater gibt es hunderte Figuren aus drei Jahrhunderten und mehreren Kontinenten zu bestaunen. Dazu werden noch viele Utensilien gezeigt, die zu einem echten Theater gehören. Requisiten, Kulissen, Plakate und Musikinstrumente. Eine wirklich faszinierende Ausstellung, die schon viele tausende Besucher begeistert hat.

Das einzigartige Lübecker Wasser-Marionetten-Theater

Jung und Alt werden im Wasser-Marionetten-Theater in ihren Bann gezogen. Sprache spielt hier eine eher untergeordnete Rolle, denn die Inhalte sollten durch Farben, Musik, Licht und Raumerlebnisse vermittelt werden. Die Besucher des Unterwasser Marionettentheaters werden visuell und klanglich in eine andere Welt entführt. Das Spiel mit Unterwasserfiguren findet in einem speziell entwickelten Theateraquarium mit 800 bis zu 3000 Litern Wasser statt.

Die nordischen Filmtage in Lübeck

Rathaus Lübeck
Das Lübecker Rathaus, Bild: foto-select / shutterstock

Im Jahr 1956 wurden vom Lübecker Filmclub zum ersten Mal die „Nordischen Filmtage Lübeck“ veranstaltet, die mittlerweile zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit zählen. Es ist das einzige Festival in Deutschland und auf dem europäischen Festland, welches sich ganz auf die Präsentation von Filmen aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert hat. Jedes Jahr werden hier 5 Tage lang die neuesten Kurzfilme, Spielfilme und Dokumentarfilme aus Schweden, Island, Norwegen, Finnland, Dänemark, Litauen, Lettland und Estland vorgestellt.

Lübeck von oben

Vorbei an Glockenstube, Glockenspiel und Mauerkrone führt der Weg bei einer Turm- und Gewölbebesichtigung der St. Marien Kirche. Unter einem riesigen Dach kann man durch Fensterluken oder in geöffnete Arbeitspforten schauen. Wer es bis zum Dachreiter geschafft hat, kann bei guter Sicht sogar bis nach Mecklenburg und Travemünde schauen.

Auch die Petri Kirche ist wegen ihrer 50 mtr. hohen Aussichtsplattform ein beliebtes Ziel. Von oben hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt.

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