Mittwoch, August 5, 2020
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Indonesien – Land der Superlative

Der südostasiatische Inselstaat Indonesien ist mit einer Bevölkerung von über 250 Millionen Einwohnern das viertbevölkerungsreichste Land der Erde. Überhaupt ist Indonesien ein Land der Superlative: Der größte Inselstaat unseres Planeten beheimatet die größte muslimische Bevölkerung der Welt und erstreckt sich zudem über mehr als 17.000 Inseln. Kein Wunder also, dass das Land äußerst vielfältig ist und auch für Touristen eine Menge zu bieten hat.

Grundwissen rund um Indonesien

Jakarta
Jakarta, Bild: Andreas H / shutterstock

Die Amtssprache Indonesiens ist Bahasa Indonesia, was übersetzt so viel wie „Sprache Indonesiens“ bedeutet. Hinzu kommen zahlreiche weitere lokale Sprachen, insgesamt etwa 700, darunter beispielsweise Balinesisch, Sasak oder Javanesisch.

Aufgrund der niederländischen Kolonialzeit haben auch einige Wörter Einzug in den alltäglichen Sprachgebrauch gefunden, die dem Deutschen sehr ähnlich sind. So muss man für die Suche nach Medikamenten nur nach einem Schild mit der Aufschrift „Apotek“ Ausschau halten. Als Zentrum des Landestourismus gilt Bali, weshalb hier auch Englisch weitestgehend verstanden wird. Wer abgelegenere Gebiete des Inselstaats erkunden möchte, sollte zumindest über Grundkenntnisse des Indonesischen oder gar einer Lokalsprache verfügen.

Im Tropenstaat liegen die Temperaturen für gewöhnlich zwischen 25 und 35 Grad, außerdem herrscht dauerhaft eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die ideale Reisezeit ist die Trockenzeit von April bis November.

Die indonesische Küche

Die meisten indonesischen Speisen basieren auf Reis, so auch das Nationalgericht Nasi Goreng. Zum Reis werden dann meist Curry, gemischtes Gemüse, Hühnchen, Fisch oder Sambal, eine Chili-Soße, gegeben.

Weitere typische Gerichte des Landes sind beispielsweise Gado Gado, verschiedenes Gemüse mit Erdnusssoße, Ikan Asam Manis (Fisch in süß-saurer Soße) oder Soto Ayam, eine gelbe Hühnersuppe mit Nudeln.

Die ideale Gelegenheit, nach Herzenslust zu schlemmen, bieten die sogenannten „Warungs“. Dabei handelt es sich um Straßenrestaurants, die großzügige Portionen zu niedrigen Preisen anbieten. So kann man außerhalb Balis mit nur zwei Euro durchaus vorzüglich speisen. Auf Bali hingegen muss man schon mit Preisen von fünf bis zehn Euro rechnen, und auch die Geschmackspalette ist der westlichen stärker angeglichen.

Auch im Hinblick auf Früchte ist Indonesien ein wahres Paradies. Besonders lohnenswert ist es, Papayas, Mangos, Drachenfrüchte, Rambutan, Stachelannone und die kleinen Bananen, Pisang genannt, zu verkosten. Auch Durian ist ein sbsolutes Muss, stammt dieses Malvengewächs doch aus Indonesien und lässt niemanden kalt: Entweder, man liebt den intensiven Geschmack der Frucht – oder man verabscheut ihn!

Sehenswürdigkeiten und Inseln in Indonesien

Bild: Thrithot / shutterstock

Einen derart vielfältigen und gigantischen Inselstaat wie Indonesien auf eine Top-10-Liste an Sehenswürdigkeiten zu reduzieren, würde der Magie des Landes kaum gerecht werden.
Vielmehr kann hier jeder Tourist ein eigenes Reich ganz für sich entdecken, in dem er genau das vorfindet, was ihm auf Reisen den größten Spaß bereitet.

Sumatra

Wer bislang touristisch kaum erschlossene Gebiete erforschen möchte, ist auf Sumatra genau richtig: Unberührte Natur, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, und zahlreiche Nationalparks, in denen sich Orang-Utans in freier Wildbahn beobachten lassen, wissen einen jeden Abenteurer zu begeistern. Auch der Norden der Insel wartet mit spektakulären Attraktionen auf: Die Insel Pulau Weh und der Vulkankratersee Toba geben Fotomotive ab, die trotz ihrer ganz eigenen Magie noch recht unbekannt sind.

Wer sich anschließend wieder nach der Zivilisation sehnt, sollte sich in die Metropole Padang aufmachen, deren Strände für Surfer ein wahres Paradies sind.

Java

Auf Java leben mehr als die Hälfte aller Indonesier, und das, obwohl die Insel vergleichsweise klein ist. Das Zentrum Javas ist unzweifelhaft die indonesische Hauptstadt Jakarta, eine der größten Städte der Welt. Aufgrund des überwältigenden Verkehrs und der Luftverschmutzung nutzen viele Touristen Jakarta jedoch lediglich als Drehkreuz, um zu anderen Orten zu gelangen. Dabei kann die Hauptstadt durchaus einige faszinierende Sehenswürdigkeiten vorweisen, darunter der Unabhängigkeitsplatz, das historische Museum Sejarah Jakarta oder der Vergnügungspark Taman Impian Jaya Ancol.

Die Stadt Bandung gilt als besonders repräsentativ für die indonesische Kultur und ist außerdem Ausgangspunkt für Erkundungstouren in die umliegenden Wälder.

Auch die Tempelanlagen Borobodur und Prambanan im Süden der Insel sind einen Besuch wert und bieten sich für einen Zwischenstopp auf dem Weg gen Osten an.

Bali

Bali Strand
Bali, Bild: Cocos.Bounty / shutterstock

Im Osten Javas liegt die Insel Bali, die als bekannteste und hinsichtlich der touristischen Infrastruktur als am besten erschlossene Insel gilt. Sie genießt den Ruf, ein Mekka für Veganer und Yoga-Fans zu sein, was angesichts der weitläufigen Reisfelder und paradiesischen Strände verständlich ist.

Ein weiterer Klassiker Balis ist der Vulkan Mount Batur, von dessen Spitze sich bei Sonnenaufgang ein eindrucksvoller Blick über das Tal und den zugehörigen See offenbart. Strandurlauber und Taucher werden im Süden der kleinen Insel fündig; hier gibt es auch das reichhaltigste Unterhaltungsangebot.

Wer sich für Bali begeistert, gerade den touristischen Trubel aber vermeiden möchte, der ist bei den umliegenden Inseln an der richtigen Adresse. Auf Nusa Lembongan, Nusa Pendia oder Lombok erlebt man die typische Bali-Erfahrung im Kleinformat, weniger touristisch und kommerziell ausgeschlachtet.

Fazit

Indonesien ist eine faszinierende Perle, die jeden Reisenden in ihren Bann ziehen wird. Egal, ob man der Typ für Outdoor-Aktivitäten oder ausschweifende Partys ist, man einfach am Strand entspannen oder tief in die einheimische Kultur eintauchen will, der südostasiatische Inselstaat stellt jeden Reisenden mehr als zufrieden.

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