Dodekanes – ein griechisches Inselmeer

Patmos, Dodekanes
Sonnenuntergang auf der Dodekanes-Insel Patmos, Bild: RAndrei / shutterstock

Inmitten der wunderschönen Ägäis liegt die griechische Inselgruppe Dodekanes – übersetzt aus dem Griechischen bedeutet Dodekanes „zwölf Inseln“. Die größte und wohl auch bekannteste Insel der Dodekanes dürfte zweifelsohne Rhodos sein. Als ebenfalls beliebte Urlaubsziele gelten Kos und Karpathos, während der überwiegende Teil der insgesamt etwa 160 Inseln bislang noch wenig Aufmerksamkeit erfährt. Völlig zu Unrecht, denn unter den rund 25 bewohnten Eiländer tummeln sich wahre Schätze.

Patmos – eine göttliche Offenbarung

Für Pilgern und Gläubige ist Patmos die wohl wichtigste Insel der Dodekanes, wurde doch Johannes, während seines Aufenthalts 95 v. Chr., das letzte Buch des Neuen Testaments offenbart. Neben den Wallfahrern, die das Johanneskloster der griechisch-orthodoxen Kirche besuchen, ist Patmos vor allem bei jüngeren Urlaubern beliebt. Rund um den Hafen Skala herrscht den Tag über angenehme Lebendigkeit und in den malerischen Gassen lässt es sich himmlisch entspannt flanieren. Über dem Hafen liegt die Altstadt Chora, zu der es über einen der zahlreichen, von weißgetünchten Häuschen gesäumten Wege geht. Vor allem am Abend lohnt sich ein Besuch in den kleinen Tavernen, denn zu den griechischen Köstlichkeiten gibt es authentische Gastfreundschaft und landestypische Musik. Wer in die türkisblauen Fluten der Ägais eintauchen möchte, findet auf Patmos ganz sicher eine idyllische Bucht, in der es sich hervorragend entspannen lässt.

Symi – die Bilderbuchinsel

Symi, Dodekanes
Der Hafen von Symi, Bild: Mikhail Leonov / shutterstock

In der südlichen Ägais liegt Symi, eine wahrlich bezaubernde kleine Insel. Sie gilt als Perle der Dodekanes, was nicht nur an ihrer einzigartigen Bebauung liegt. Bei der Ankunft im Hafen von Gialos wähnt man sich schier inmitten einer Filmkulisse, so wunderbar schmiegen sich die farbenfrohen und oftmals recht prächtigen Häuser an der Promenade entlang und die Hügel hinauf. Über zahlreiche Treppenstufen lassen sich einzigartige Winkel des kleinen Ortes entdecken, der dabei wahrlich nicht mit traumhaften Fotomotiven geizt. Während in den Nachmittagsstunden durch die Tagesausflügler von Rhodos turbulentes Treiben herrscht, lässt sich in den Abendstunden die beinahe schon magische Stimmung genießen. Am südwestlichen Ende von Symi liegt in einer kleinen Bucht mit eigener Anlegestelle das Kloster Parnormitis, ein orthodoxer Wallfahrtsort mit einer überaus sehenswerte Klosteranlage, deren Ursprung im 9. Jahrhundert liegt. Das urige Fischerdorf Pedi mitsamt seiner wunderschönen Badebucht ist ebenfalls einen Besuch wert.

Karpathos – eine Insel mit Traumstrand-Garantie

Karpathos, Dodekanes
Der Strand von Apella auf Karpathos, Bild: Pawel Kazmierczak / shutterstock

Eine weitere Perle der Ägäis ist Karpathos, die zweitgrößte Insel der Dodekanes. Kommt die Inselhauptstadt Pigadia mittlerweile beinahe modern daher, verstecken sich in ihren kleinen Gassen dennoch so manch urige Schätze und traditionelle Tavernen. Südlich von Pigadia, in den Dörfern Amopi und Lakki, schlägt das touristische Herz von Karpathos. Was im gegebenen Fall jedoch lediglich bedeutet, dass diesen ein durchaus gutes Angebot an Hotels wie Ferienwohnungen besteht.

Massentourismus sucht man auf Karpathos vergeblich, so lassen sich die traumhaften Badebuchten und idyllischen Sandstrände, derer es inselweit weitaus mehr als zwei Dutzend gibt, in angenehmer Privatsphäre zu genießen. Unweit von Amopi liegt das charismatische Bergdörfchen Menetes, dessen bunten Häuserfassaden fröhlich unter den Steinmassiven hervorblitzen. Nicht minder gute Laune macht ein Abstecher in eine der vielen Tavernen, in welchen vorzügliche regionale Speisen aufgetischt werden. Fischliebhaber sollten darüber hinaus nicht auf einen Besuch in Finiki verzichten, einem klitzekleinen Fischerdorf an der Westküste von Karpathos, in dem sich herrlich schlemmen wie baden lässt. Sportlicher wird es im Süden der Insel, am Vatha Beach, einem wahren Surfereldorado oder aber auf dem Kali Limni, dem mit 1.251 Metern höchsten Berg der Insel, der den halbwegs anspruchsvollen Aufstieg mit einem sensationellen Blick belohnt.

Nisyros – die geheimnisvolle Schönheit

Schon die Ankunft mit der Fähre im Hafen von Mandraki lässt erahnen, dass diese kleine Insel der Dodekanes von ganz besonderer Schönheit ist. Weißgetünchte Häuser mit den typischen blauen Läden und Türen wohin das Auge reicht, erfreuen das Herz. Inmitten des Dorfplatzes steht ein gigantischer Gummibaum, unter dessen mächtiger Krone die umliegenden Tavernen und Restaurants ihre Gäste mit landestypischen Spezialitäten verwöhnen. Hinter Pali, einem durchaus sehenswerten Fischerdörfchen, liegen die heißen Quellen von Nysros, deren heilsame Wirkung sich einst in ganz Europa herumgesprochen hatte. Unweit des alten Thermalbadehauses ist die sehenswerte Panaghia Thermiani zu finden, die in den Überresten eines alten römischen Bades errichtet wurde. Wer einen ganz besonderen Ort zum Baden – sei es im kristallklaren Meer oder unter der strahlenden Sonne – sucht, wird in Pachia Ammos fündig. Ein wenig versteckt hinter der schroffen Steilküste verbirgt sich in einer großzügigen Bucht der Lies-Strand, welcher mit seinem mokkafarbenen Sand als der schönste der Insel gilt. Angenehme Ruhe lässt sich im einstmals verlassenen Dorf Emporio genießen, sei es bei einem Bummel durch die historischen Gassen oder bei den stimulierenden Vulkandämpfen der Natursauna. Derlei entschleunigt lassen sich die Sinne beim abendlichen Zusammentreffen auf dem Dorfplatz mit Livemusik und griechischem Wein hervorragend neu erwecken.

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