Colmar sieht an vielen Ecken tatsächlich so aus, wie man sich eine elsässische Bilderbuchstadt vorstellt. Schmale Gassen führen an jahrhundertealten Fachwerkhäusern vorbei, Blumen schmücken im Sommer die Brücken und durch Klein-Venedig fließt gemächlich die Lauch. Ganz unbekannt ist die Schönheit der Stadt allerdings nicht geblieben: Vor allem tagsüber und an Wochenenden kann es im historischen Zentrum ziemlich voll werden.
Colmar liegt im Elsass nahe der deutschen Grenze und eignet sich hervorragend für einen Kurzurlaub. Die historische Altstadt ist kompakt genug, um praktisch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen. Gleichzeitig liegt mit der Elsässer Weinstraße eine der schönsten Kulturlandschaften Frankreichs direkt vor der Haustür. Auch Straßburg und Freiburg lassen sich gut mit einem Aufenthalt verbinden.
Wer nur für einige Stunden nach Colmar kommt, bekommt die berühmten Fotomotive zu sehen. Interessanter wird die Stadt jedoch, wenn man mindestens eine Nacht bleibt. Am frühen Morgen und am Abend, wenn viele Tagesgäste wieder abgereist sind, lässt sich das historische Zentrum wesentlich entspannter erleben.
Klein-Venedig – Colmars bekanntestes Viertel
Klein-Venedig, auf Französisch Petite Venise, ist das bekannteste Fotomotiv Colmars. Der Name bezeichnet einen besonders schönen Abschnitt entlang der Lauch rund um den Quai de la Poissonnerie. Kleine Brücken überspannen das Wasser und an den Ufern stehen dicht an dicht farbenfrohe elsässische Häuser.
Mit dem großen italienischen Vorbild hat das Viertel historisch allerdings wenig gemeinsam. Die Wasserwege spielten vor allem für Handwerker, Fischer und Händler eine wichtige Rolle. Gemüsebauern aus der Umgebung nutzten flache Boote, um ihre Waren in die Stadt zu bringen.
Heute kann man Klein-Venedig ebenfalls vom Wasser aus kennenlernen. Kleine Boote fahren auf der Lauch durch das historische Viertel. Die Fahrt ist zwar relativ kurz, eröffnet aber einen schönen Blick auf Häuser und Gärten, die von den Straßen aus teilweise kaum zu sehen sind.
Wer in Ruhe fotografieren möchte, sollte früh kommen. Spätestens am späten Vormittag gehört Klein-Venedig zu den meistbesuchten Bereichen der Stadt.
Die Altstadt – Fachwerk, Gassen und kleine Plätze
Der besondere Reiz Colmars liegt weniger in einer einzelnen Sehenswürdigkeit als im Zusammenspiel der historischen Gebäude. Häuser aus Mittelalter und Renaissance stehen neben späteren Bürgerhäusern, dazwischen öffnen sich immer wieder kleine Plätze.
Besonders schön sind die Rue des Marchands, die Grand Rue und die Straßen rund um das ehemalige Gerberviertel. Dabei lohnt es sich, nicht nur geradeaus zu schauen. Geschnitzte Holzbalken, Erker, Hauszeichen, Wandmalereien und Inschriften verstecken sich häufig einige Meter über den Köpfen der Passanten.
Gerade die Mischung aus französischen und alemannischen Einflüssen macht Colmar unverwechselbar. Dazu kommen die für das Elsass charakteristischen bunten Fassaden, die heute einen erheblichen Teil des Charmes der Altstadt ausmachen.
Maison Pfister – eines der Wahrzeichen Colmars
In der Rue des Marchands steht mit dem Maison Pfister eines der auffälligsten Gebäude der Altstadt. Das Haus wurde 1537 errichtet und verbindet spätmittelalterliche Elemente mit der Architektur der Renaissance.
Besonders auffällig sind der Eckerker, die hölzerne Galerie und die zahlreichen Wandmalereien mit biblischen und weltlichen Motiven. Seinen heutigen Namen erhielt das Gebäude übrigens nicht von seinem ursprünglichen Bauherrn, sondern von der Familie Pfister, die es im 19. Jahrhundert besaß.
Das Maison Pfister ist eines dieser Gebäude, vor denen man ruhig ein paar Minuten länger stehen bleiben sollte. Viele Details der Fassade fallen erst beim zweiten Blick auf.
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich mit dem Maison des Têtes, dem „Haus der Köpfe“, ein weiteres ungewöhnliches Gebäude. Seinen Namen verdankt es den zahlreichen Köpfen und Masken, die die Fassade schmücken.
Das Gerberviertel
In der Nähe des Place de l’Ancienne Douane liegt das ehemalige Gerberviertel, das Quartier des Tanneurs. Die hohen Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert unterscheiden sich teilweise deutlich von anderen Gebäuden der Altstadt.
Das hatte einen praktischen Grund. In den oberen, gut belüfteten Stockwerken und Dachgeschossen trockneten die Gerber früher ihre Tierhäute. Viele dieser Häuser wurden im 20. Jahrhundert umfangreich restauriert.
Heute gehört das Gerberviertel zu den schönsten Bereichen Colmars. Wer von Klein-Venedig in Richtung Zentrum läuft, sollte deshalb nicht einfach den kürzesten Weg wählen, sondern ein wenig durch die angrenzenden Gassen streifen.
Koïfhus – das alte Kaufhaus
Das Koïfhus, auch Ancienne Douane genannt, gehört zu den bedeutendsten historischen Gebäuden Colmars. Das ehemalige Kaufhaus stammt aus dem 15. Jahrhundert und war lange ein wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt der Stadt.
Hier wurden Waren gelagert und verzollt. Gleichzeitig dienten die oberen Räume als Versammlungsort. Das Gebäude erinnert damit an die Zeit, in der Colmar ein wichtiger Handelsplatz am Oberrhein war.
Mit seinem auffälligen Ziegeldach und seiner Lage am Place de l’Ancienne Douane ist das Koïfhus heute eine der schönsten Stationen eines Rundgangs durch die Altstadt.
Unterlinden-Museum und der berühmte Isenheimer Altar

Wer nur Zeit für ein Museum hat, sollte sich das Musée Unterlinden ansehen. Es befindet sich in einem ehemaligen Dominikanerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert, das inzwischen um moderne Museumsbereiche erweitert wurde.
Berühmt ist das Museum vor allem für den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald. Das zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstandene Werk zählt zu den bedeutendsten Kunstwerken der Renaissance nördlich der Alpen. Ursprünglich befand sich der Altar im Antoniterkloster von Isenheim südlich von Colmar.
Die eindringlichen Darstellungen Grünewalds unterscheiden sich deutlich von vielen anderen religiösen Gemälden dieser Epoche. Besonders die Kreuzigung gehört zu den bekanntesten Darstellungen des Werkes.
Die Sammlung des Unterlinden-Museums reicht jedoch weit darüber hinaus. Zu sehen sind mittelalterliche Skulpturen, archäologische Funde, Gemälde sowie Werke der Moderne. Wer sich für Kunst interessiert, sollte deshalb mindestens zwei Stunden einplanen.
Dominikanerkirche und die Madonna im Rosenhag
Noch ein bedeutendes Kunstwerk findet sich nur wenige Gehminuten entfernt in der Dominikanerkirche. Dort ist Martin Schongauers „Madonna im Rosenhag“ aus dem Jahr 1473 zu sehen.
Schongauer wurde in Colmar geboren und gehörte zu den bedeutendsten Malern und Kupferstechern des ausgehenden Mittelalters. Sein Einfluss reichte weit über das Elsass hinaus.
Die gotische Dominikanerkirche selbst wirkt vergleichsweise schlicht. Gerade diese zurückhaltende Architektur sorgt dafür, dass das berühmte Gemälde besonders zur Geltung kommt.
Stiftskirche Saint-Martin

Mitten im historischen Zentrum erhebt sich die mächtige Stiftskirche Saint-Martin. Mit dem Bau wurde im 13. Jahrhundert begonnen. Der gotische Sakralbau dominiert bis heute die umliegenden Gassen und Plätze.
Saint-Martin wird gelegentlich als Kathedrale von Colmar bezeichnet. Genau genommen ist diese Bezeichnung jedoch nicht korrekt, denn die Kirche ist heute kein Bischofssitz.
Interessant ist auch der verwendete Sandstein. Abhängig von Tageszeit und Licht verändert die Fassade ihre Wirkung und erscheint einmal eher gelblich, dann wieder deutlich rötlicher.
Die Markthalle von Colmar
Direkt an der Lauch steht die überdachte Markthalle. Das Gebäude wurde 1865 errichtet und diente ursprünglich als zentraler Handelsplatz für Lebensmittel. Heute ist die Halle wieder ein guter Ort, um regionale Produkte kennenzulernen.
An den Ständen gibt es unter anderem Käse, Wurstwaren, Brot, Gebäck, Obst, Gemüse und weitere Spezialitäten aus dem Elsass. Wer ohnehin durch Klein-Venedig läuft, kann den Markt problemlos in seinen Rundgang einbauen.
Besonders bekannt ist der Munsterkäse aus der Region. Sein Geruch kann durchaus Respekt einflößen, geschmacklich fällt er jedoch häufig weniger brachial aus, als seine Duftnote vermuten lässt.
Bartholdi – von Colmar nach New York
Eine Verbindung zwischen der kleinen elsässischen Stadt und New York vermutet man zunächst wahrscheinlich nicht. Doch Colmar ist die Geburtsstadt von Frédéric-Auguste Bartholdi, dem Schöpfer der Freiheitsstatue.
Bartholdi wurde 1834 in Colmar geboren. Sein ehemaliges Wohnhaus beherbergt heute das Musée Bartholdi mit Skulpturen, Modellen, Zeichnungen und persönlichen Gegenständen des Künstlers.
Seinem berühmtesten Werk begegnet man ebenfalls in Colmar: Im Norden der Stadt steht eine rund zwölf Meter hohe Nachbildung der New Yorker Freiheitsstatue. Sie wurde 2004 anlässlich des 100. Todestages Bartholdis errichtet.
Was sollte man in Colmar essen?
Wer nach Colmar reist, sollte ausreichend Hunger mitbringen. Die elsässische Küche verbindet französische und alemannische Traditionen und ist häufig wesentlich deftiger als die klassische französische Haute Cuisine.
Ganz oben auf der Liste steht natürlich der Flammkuchen, im Elsass Tarte flambée genannt. Der sehr dünne Teig wird klassisch mit einer cremigen Grundlage, Zwiebeln und Speck belegt und bei hoher Temperatur gebacken.
Eine weitere Spezialität ist Choucroute garnie: Sauerkraut wird mit unterschiedlichen Wurst- und Fleischsorten serviert. Baeckeoffe wiederum ist ein traditioneller Eintopf aus Kartoffeln und verschiedenen Fleischsorten, der langsam im Ofen gegart wird.
Auch der Munsterkäse gehört zur Region. Dazu passen die elsässischen Weine – beispielsweise Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris oder ein Crémant d’Alsace.
Rund um Klein-Venedig und die wichtigsten Plätze ist die Auswahl an Restaurants groß. Wer etwas ruhiger sitzen möchte, sollte ruhig einige Straßen abseits der bekanntesten Sehenswürdigkeiten suchen.
Colmar und die Elsässer Weinstraße
Colmar eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Elsässer Weinstraße. Sie zieht sich über rund 170 Kilometer am Rand der Vogesen entlang und verbindet Weinberge, Burgen und zahlreiche historische Orte.
Gerade diese Kombination macht einen längeren Aufenthalt in Colmar interessant. Vormittags durch die Stadt laufen, am Nachmittag zwischen Weinbergen unterwegs sein und abends wieder zu Fuß zum Restaurant gehen – dafür eignet sich Colmar ausgesprochen gut.
Zu den wichtigsten Rebsorten der Region gehören Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Pinot Blanc. Daneben wird Pinot Noir angebaut. Zahlreiche Weingüter entlang der Route bieten Verkostungen an.
Eguisheim – nur wenige Kilometer von Colmar entfernt
Einer der schönsten Ausflüge führt nach Eguisheim südwestlich von Colmar. Der historische Ortskern besitzt einen ungewöhnlichen Aufbau: Seine Straßen verlaufen annähernd kreisförmig um den ehemaligen Burgbereich.
Enge Gassen, farbige Fachwerkhäuser, Brunnen und Weingüter machen den Ort zu einem der bekanntesten Ziele an der Elsässer Weinstraße. Entsprechend gut besucht kann Eguisheim in der Hauptsaison sein.
Wer flexibel ist, sollte am frühen Vormittag oder am späteren Nachmittag kommen. Colmar und Eguisheim lassen sich problemlos an einem Wochenende miteinander kombinieren.
Kaysersberg und Riquewihr
Nördlich von Colmar liegen mit Kaysersberg und Riquewihr zwei weitere bekannte Weinorte.
Kaysersberg besitzt neben seinem historischen Ortskern eine Burgruine oberhalb der Stadt. Wer den kurzen Aufstieg nicht scheut, bekommt einen schönen Blick über den Ort und die umliegenden Weinberge.
Riquewihr wiederum ist für seine außergewöhnlich gut erhaltene historische Bebauung bekannt. Teile der Befestigungsanlagen sind erhalten und innerhalb der Mauern reihen sich farbenfrohe Häuser und Weinstuben aneinander.
Wer mehrere Tage Zeit hat, sollte allerdings nicht versuchen, sämtliche Weinorte innerhalb weniger Stunden abzufahren. Zwei Dörfer und eine Weinprobe ergeben meist einen wesentlich schöneren Urlaubstag als eine möglichst lange Liste abgehakter Sehenswürdigkeiten.
Colmar zur Weihnachtszeit
Eine völlig andere Seite zeigt Colmar im Advent. Dann verteilen sich mehrere Weihnachtsmärkte über die historische Innenstadt und zahlreiche Fachwerkhäuser, Straßen und Plätze werden aufwendig beleuchtet.
Die Kulisse passt natürlich perfekt: Fachwerk, schmale Gassen und Weihnachtsbeleuchtung sorgen dafür, dass Colmar zu den bekanntesten Adventszielen im Elsass gehört.
Romantische Fotos erzählen allerdings nur die halbe Wahrheit. Besonders an den Adventswochenenden kann es ausgesprochen voll werden. Wer zeitlich flexibel ist, sollte unter der Woche kommen und möglichst in der Stadt übernachten.
Am späteren Abend und am frühen Morgen lässt sich das weihnachtliche Colmar wesentlich entspannter erleben.
Anreise nach Colmar
Aus Deutschland ist Colmar insbesondere aus Baden-Württemberg und dem südlichen Rheinland-Pfalz gut mit dem Auto erreichbar. Die französische A35 verläuft in unmittelbarer Nähe der Stadt.
Ein Auto ist allerdings nicht zwingend erforderlich. Colmar besitzt einen Bahnhof mit guten Verbindungen innerhalb des Elsass. Straßburg und Mulhouse sind per Bahn erreichbar, und auch für Reisende aus Deutschland und der Schweiz ist die Anreise über das Schienennetz eine interessante Alternative.
Vom Bahnhof sind es zu Fuß ungefähr 15 Minuten bis ins historische Zentrum. Wer lediglich Colmar selbst besuchen möchte, braucht während des Aufenthalts praktisch kein Auto.
Für eine Rundreise entlang der Elsässer Weinstraße bietet der Wagen dagegen deutlich mehr Flexibilität. Wer vor Ort Wein verkosten möchte, sollte die Tagesplanung entsprechend anpassen.
Wie viel Zeit sollte man für Colmar einplanen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt lassen sich grundsätzlich an einem Tag besichtigen. Für einen ersten Eindruck reicht das vollkommen aus.
Wer das Unterlinden-Museum ausführlich besuchen, eine Bootsfahrt machen und die Stadt auch am Abend erleben möchte, sollte mindestens eine Nacht bleiben. Zwei Tage sind für Colmar selbst eine angenehme Aufenthaltsdauer.
Richtig interessant wird die Stadt als Basis für die Region. Wer zusätzlich Eguisheim, Kaysersberg, Riquewihr und einige Weingüter besuchen möchte, kann problemlos drei oder vier Tage einplanen.
Beste Reisezeit für Colmar
Eine einzige beste Reisezeit gibt es für Colmar eigentlich nicht. Frühling und früher Herbst eignen sich besonders gut für die Kombination aus Stadtbesichtigung und Ausflügen entlang der Weinstraße.
Im Mai und Juni sind die Tage lang und die Weinberge grün. September und Oktober sind durch Weinlese und Herbstfärbung ebenfalls reizvoll. Gerade für Weinfreunde ist der Herbst eine interessante Reisezeit.
Juli und August können warm und gleichzeitig sehr gut besucht sein. Wer im Hochsommer kommt, sollte die bekannten Sehenswürdigkeiten möglichst am Vormittag oder gegen Abend besuchen.
Eine zweite Hochsaison beginnt mit den Weihnachtsmärkten Ende November. Dann besitzt Colmar eine ganz besondere Atmosphäre, Ruhe sollte man an den Adventswochenenden allerdings nicht erwarten.
Unterwegs in Colmar
Colmar gehört zu den Städten, in denen man das Auto getrost stehen lassen kann. Klein-Venedig, Maison Pfister, Koïfhus, Markthalle, Saint-Martin und Unterlinden-Museum liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Das gilt auch für viele weniger bekannte Gassen. Gerade deshalb lohnt es sich, zwischendurch bewusst von der direkten Route abzuweichen.
Ein Fahrrad ist interessant, wenn man die nähere Umgebung erkunden möchte. Für längere Touren entlang der Weinstraße sind auch E-Bikes eine gute Möglichkeit, die Weinorte und Weinberge ohne Auto miteinander zu verbinden.
Häufige Fragen zu Colmar
Was muss man in Colmar unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören Klein-Venedig, das Maison Pfister, das Gerberviertel, das Koïfhus, die Stiftskirche Saint-Martin und das Unterlinden-Museum mit dem berühmten Isenheimer Altar. Auch ein Besuch der Markthalle lohnt sich.
Wie viele Tage braucht man für Colmar?
Für die Altstadt reicht grundsätzlich ein Tag. Zwei Tage sind angenehmer, wenn auch Museen, Restaurants und eine Bootsfahrt auf dem Programm stehen. Wer zusätzlich die Elsässer Weinstraße erkunden möchte, sollte drei bis vier Tage einplanen.
Kann man Colmar zu Fuß erkunden?
Ja. Die historische Altstadt ist kompakt und nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar. Auch vom Bahnhof gelangt man in ungefähr 15 Minuten ins Zentrum.
Wann ist Colmar am schönsten?
Mai, Juni, September und Oktober eignen sich besonders gut für einen Besuch. Eine völlig andere Atmosphäre bietet die Adventszeit mit den Weihnachtsmärkten und der beleuchteten Altstadt. Dann ist Colmar allerdings auch besonders stark besucht.
Welche Orte sollte man rund um Colmar besuchen?
Zu den schönsten Zielen in der Umgebung gehören Eguisheim, Kaysersberg und Riquewihr. Alle drei liegen an beziehungsweise nahe der Elsässer Weinstraße und verbinden historische Ortskerne mit einer ausgeprägten Weintradition.
Lohnt sich Colmar als Tagesausflug?
Ja. Durch die kompakte Altstadt kann man an einem Tag bereits viel sehen. Wer das Unterlinden-Museum besuchen und Colmar auch nach dem Verschwinden der Tagesgäste erleben möchte, sollte jedoch mindestens eine Nacht bleiben.
Warum heißt ein Teil von Colmar Klein-Venedig?
Der Name bezieht sich auf die Wasserläufe der Lauch im Süden der Altstadt und die unmittelbar am Wasser stehenden historischen Häuser. Die Kanäle wurden früher unter anderem für den Transport von Waren genutzt. Historisch besteht jedoch keine direkte Verbindung zu Venedig.
Lohnt sich Colmar im Winter?
Vor allem während der Adventszeit ist Colmar ein beliebtes Reiseziel. Mehrere Weihnachtsmärkte verteilen sich über die Altstadt. Außerhalb der Weihnachtszeit geht es im Winter deutlich ruhiger zu, allerdings sind die Tage kurz und das Wetter kann kühl und feucht sein.


