Tirana – Albaniens vielfältige Hauptstadt

Tirana

Albanien ist bekannt für seine zahlreichen Naturschätze und wird gerne auch als wilder Balkan bezeichnet. Doch nicht nur die traumhaft wilden Landschaften und das mediterrane Klima sind eine Reise wert, sondern auch die überaus sehenswerte Hauptstadt Tirana. Die pulsierende Hauptstadt lockt nicht nur mit einer interessanten Geschichte, sondern auch mit einem breit gefächerten kulturellen Angebot, zahlreichen Sehenswürdigkeiten und dem Nationalpark Dajti.

Tiranas grüne Seite

Blick auf Tirana im Dajiti Express
Blick aus der Seilbahn des Dajiti auf Tirana, Bild: PaulSat / shutterstock

Die Metropole, Hafen- und Universitätsstadt Tirana begeistert auch durch Ihre Lage. Tiranas Hausberg Dajti erhebt sich im Osten der Stadt und ist namensgebend für den Nationalpark Dajti. In der besonders reizvollen Berglandschaft finden sich Spuren prähistorischer Siedlungen, Überreste zahlreicher Wehranlagen, tiefe Flusstäler und die auch die kleine Lana entspringt im Nationalpark, der zu langen Wanderungen und Spaziergängen einlädt.

Gerne wird der Berg auch als Balkon von Tirana bezeichnet, denn er bietet einen sagenhaft schönen Blick auf die Hauptstadt Albaniens, die dem Berg zu Füßen liegt. Wer sich den Ausblick nicht entgehen lassen möchte, aber keine Lust auf einen beschwerlichen Aufstieg hat, kann vom östlichen Stadtrand Tiranas mit der Seilbahn den Hausberg mühelos erreichen. Der Gipfel des Dajti kann jedoch nicht bestiegen werden, denn er ist bis heute militärisches Sperrgebiet. Gipfelstürmer können alternativ den Maje e Tujanit besteigen.

Rund um die turbulente Hauptstadt finden sich auch schöne Flußtäler und idyllische Seen. Sehr beliebt ist der Tirana-See im großen Park, der am Südrand der Innenstadt liegt und im Jahr 1956 künstlich angelegt wurde. Doch auch der Fakra-See, der Kashar-See und der Paskuqan-See sind beliebt bei Einheimischen und Touristen.

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Die Sehenswürdigkeiten der charmanten Hafenstadt Tirana

Tirana ist der nicht nur der politische Mittelpunkt Albaniens, sondern auch der kulturelle. Bereits seit der Altsteinzeit ist das Gebiet des heutigen Tiranas besiedelt gewesen. Seither hat die heutige Hauptstadt viele Höhen und Tiefen erlebt. Zwar spielte die Stadt dank ihres Hafens schon immer eine wichtige Rolle, doch erst 1920 wurde sie zur Hauptstadt bestimmt. Heute ist Tirana eine Großstadt und lockt mit den größten Museen des Landes, hervorragenden Kunstgalerien und weiteren kulturellen Einrichtungen wie dem Kulturpalast, dem staatlichen Opern- und Balletttheater und der Nationalbibliothek. Besonders das Historische Nationalmuseum, das Archäologische Nationalmuseum und die Nationale Kunstgalerie ziehen Besucher aus der ganzen Welt an. Doch auch der Botanische und der Zoologische Garten der Metropole sind äußerst sehenswert. Ein besonderes Erlebnis ist zudem ein Besuch im Sky Tower, denn hier findet sich ein Drehrestaurant, welches einen herrlichen Ausblick auf die Stadt bietet.

Doch auch bei einem Bummel durch die Stadt lässt sich einiges entdecken. Unter anderem sollte jeder Tirana Besucher das Reiterstandbild zu Ehren Skanderbegs, einem Fürsten aus dem albanischen Adelsgeschlecht der Kastrioti, besuchen. Das Reiterstandbild findet sich auf dem gleichnamigen Platz. Bekannt wurde der Fürst durch die Verteidigung des Fürstentums Kastrioti gegen die Osmanen und gilt heute als albanischer Nationalheld, der im ganzen Land verehrt wird. Ebenfalls sehenswert ist die Et’hem-Bey-Moschee und natürlich das Wahrzeichen der Stadt ein 35 m hoher UUhrenturm aus dem Jahr 1830. Ebenso findet sich in Tirana die Monuemtalstatue Mutter Albaniens, die jeder Besucher der Stadt gesehen haben sollte. Auch einige Steinbogenbrücken aus der osmanischen Zeit sind bis heute erhalten sowie Burgen und Moscheen. Die bekannteste und beeindruckendste Sehenswürdigkeit ist jedoch die frühbyzantinische Festung Petrela. Hinzu kommen zahlreiche Stadtvillen, die architektonisch interessant sind und die Piramida, das pyramidenförmige Gebäude in dem einst das Enver-Hocha-Museum untergebracht war. Doch in Tirana sind selbst die zum Teil illegal erbaut wordenen Siedlungen mit ihren Plattenbauten, die teilweise durch den Künstler und Politiker Edi Rama farbenfroh in einer „Mal-Aktion“ kunstvoll verschönert wurden.

Moderne Metropole und vergessene Traditionen

Viertel wie Blloku stehen für das moderne und lebensfrohe Tirana. Dieses sich im Aufschwung befindliche Viertel wird gerne als „Spielplatz der jungen Elite“ bezeichnet und ist geprägt von Boutiquen, angesagten Restaurants, zahlreichen Cafés und Bars. Tiranas extremes Wachstum in den letzten Jahrzehnten geht auf die Landflucht in Albanien zurück, denn gerade junge Menschen zieht es in die Hauptstadt um hier die Hochschule zu besuchen und zu arbeiten. Währen gerade in den Bergdörfern Albaniens noch sehr alte Traditionen gepflegt werden, sind diese in Tirana schon längst in Vergessenheit geraten. Tirana ist zur modernen und weltoffen Hochschulstadt geworden, die hervorragende Einkaufsmöglichkeiten bietet, attraktive kulturelle Angebote und ein abwechslungsreiches Nachtleben. Albaniens Hauptstadt präsentiert sich europäisch und kann mit anderen Metropolen durchaus mithalten.

Die Hauptstadt als religiöser Schmelztiegel

Die Metropole gilt zudem als religiöser Schmelztiegel, denn die einst sunnitisch-islamisch geprägte Hauptstadt zählt heute viele Bewohner anderer Konfessionen und auch vielen Atheisten, die nach der einst kommunistischen Herrschaft keiner Religionsgemeinschaft mehr angehören. So ist Tirana Sitz des Großmuftis der muslimischen Gemeinschaft Albaniens, aber auch Weltzentrum des Bektaschi-Ordens und Sitz des katholischen und des orthodoxen Erzbischofs. Auch eine kleine jüdische Gemeinde hat sich in der Stadt gebildet und eine Synagoge eröffnet und auch Gemeinden der Bahai, der Ahmadiyya und der Zeugen Jehovas finden sich in der Metropole.

Kulinarische Highlights in der Hauptstadt

Die albanische Küche hat einiges zu bieten, denn sie wurde durch zahlreiche Nationen beeinflusst und so präsentiert sich die albanische Küche sehr mediterran und zugleich sind auch die orientalischen Einflüsse unverkennbar und auch die typische Balkanküche ist stark vertreten. Die Albaner sind grundsätzlich sehr gastfreundlich und laden gerne ein. Gäste werden hier mehr als gut bewirtet, denn es werden in der Regel gleich mehrere Speisen aufgetischt. Fehlen darf meist nicht die Pita, die mit unterschiedlichsten Füllungen zubereitet wird.

Typisch ist aber auch Trahana. Reisgerichte mit Fleisch wie Pilaw gehören ebenso zur albanischen Küche wie Ayvar, Käse in allen Varianten, Fladenbrot und Turshia (gebratenes und im Anschluss eingelegtes Gemüse). Ebenfalls werden gerne Suppen und Eintöpfe gereicht und auch in Sachen Süßspeisen zeigen sich die unterschiedlichsten Einflüsse, denn vom Baklava bis zu Eierkuchen reicht das Spektrum. Eines der beliebtesten Getränke ist der schwarze Tee, aber auch Mokka wird gerne gereicht.

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