Südböhmen – einzigartige Kulturdenkmäler in naturschöner Landschaft

Krumau, Südböhmen

Die tschechische Region Südböhmen zeichnet sich durch ihre traumhafte Naturlandschaft aus. Seit Jahrhunderten leben die Menschen in der Region, ohne die natürliche Schönheit zu zerstören. Die Industrialisierung ist an der Region weitgehen vorüber gegangen und so bringt die Region bis heute hervorragende Handwerker, Kunsthandwerker und Künstler hervor.

Das kulturhistorische Erbe der Region ist entsprechend groß und so schmiegen sich altehrwürdige Städte, historische Baudenkmäler und authentische Dörfer in die herrliche Landschaft Südböhmens. Der kulturelle Reichtum der Region ergibt sich nicht zuletzt aus der Grenzlage. Vor dem 2. Weltkrieg lebten gerade in Südböhmen über mehrere Jahrhunderte deutschstämmige Bürger, die hier tief verwurzelt waren und auch der österreichische Adel nahm über viele Jahrhunderte großen Einfluss auf die Region.

Naturparadies Südböhmen

Südböhmen weist einen hohen Landschaftwert auf, denn zahlreiche Schutzgebiete sorgen dafür, dass die natürliche Landschaft weiterhin erhalten bleibt. Ausgedehnte Kiefernwälder, Torfmoore, Teiche, malerische Täler und die raue Gebirgslandschaft begeistern die Besucher.

Der Südböhmische Kessel mit seinen wunderschönen Städten und zahlreichen Teichen erstreckt sich über eine große Fläche der Region. Zudem locken der Böhmerwald, das Gratzener Gebirge, das Hühnergebirge und die Böhmisch-Mährische Höhe. Für Naturliebhaber gibt es viel zu entdecken und so ist die Region auch ein beliebtes Ziel für einen Aktivurlaub. Besonders das Biosphärenreservat Sumava und die Landschaftsschutzgebiete Trebonsko und CHKO Blansky les zeichnen sich durch ihren hohen Erholungswert aus. So gibt es herrliche Stellen, die dazu einladen die Ruhe und die friedvolle Atmosphäre zu genießen. Die gesamte Region ist von herrlichen Wanderwegen durchzogen, sodass sich sehr individuelle Wandertouren planen lassen.

Südböhmens schönste Altstädte

Budweis

Budweis, Südböhmen
Budweis in Südböhmen, Bild: k r e f / shutterstock

Die historische Innenstadt von Budweis ist besonders charmant. Wer hier auf Entdeckungstour geht, macht eine kleine architektonische Zeitreise, denn hier finden sich architektonische Perlen aus dem Mittelalter, der Renaissance und des Barocks. Von den Resten der Stadtmauer über das Dominikanerkloster mit der Kirche Maria Opferung lässt sich viel entdecken. Ab dem 17. Jahrhundert war die Stadt eine deutschsprachige Enklave und dies spiegelt sich auch in den Sehenswürdigkeiten der Stadt wieder. Zahlreiche Unternehmervillen aus dem 19. und den Anfängen des 20. Jahrhunderts sind sehr sehenswert und wurden architektonisch durch deutsche und österreichische Baukunst beeinflusst. Wenn es um das historische Budweis geht, darf auch ein Besuch in der Brauerei Budweis nicht fehlen, denn in der Stadt wurde bereits im 13. Jahrhundert gebraut.

UNESCO-Welterbe Krumau

Krumaus historische Altstadt wurde bereits im Jahr 1963 unter Denkmalschutz gestellt. 1992 wurde die Altstadt auch bei der UNESCO als Welterbe gelistet. In den engen, verwinkelten Altstadtgassen gibt es einiges zu entdecken. Besonders schön ist der alte Marktplatz mit Brunnen, der von schmucken Bürger- und Geschäftshäusern begrenzt wird. Das bekannteste Gebäude der Stadt ist Schloss Cesky Krumlov, welches nach dem Vorbild der Prager Burg geplant wurde und heute das zweitgrößte historische Bauwerk Tschechiens ist. Ein Highlight ist das barocke Schlosstheater mit seiner im Originalzustand erhaltenen Bühnentechnik. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Altstadt sind die Mantelbrücke, das Minoriten- und Klarissenkloster, die Mariensäule und viele mehr.

Weitere denkmalgeschützte Stadtzentren

Neben den Altstädten von Budweis und Krumau begeistern auch die historischen Zentren von Wittingau, Neuhaus, Zlabings, Prachatice und Tabor. In all diesen Städten ist der historische Kern sehr gut erhalten und es finden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sodass sich ein Besuch der Städte in jedem Fall lohnt.

Sehenswerte Schlösser und Dörfer der Region

UNESCO-Weltkulturerbe Hollschowitz

Hollschowitz
Hollschowitz, Bild: Thomas Dekiere / shutterstock

Südböhmen in Tschechien zeichnet sich nicht nur durch sehenswerte Städte aus, sondern auch wunderschöne Dörfer. Besonders Hollschowitz ist ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, denn der kleine Ort, der zur Gemeinde Jankov zählt, präsentiert sich mit wunderschönen Höfen im südböhmischen Bauernbarock. Neben den Höfen zeugt auch die Pestsäule von der Geschichte des Ortes und der Region. Rund um den Dorfplatz liegen 17 Höfe, die alle sehr gut erhalten sind.

Schloss Frauenberg

Als schönstes Schloss der Region gilt Schloss Frauenberg. Entstanden ist das Schloss aus Gut Kamyk, welches in den 1580er Jahren in ein Renaissanceschloss umgebaut wurde. Später wurde das Schloss im Stil der Romantik umgestaltet. Die Arbeiten wurden 1871 beendet und das Schloss im Tudorgotikstil ist seither eines der beeindruckendsten Gebäude Südböhmens. Es lohnt sich das Schloss zu besichtigen, denn auch im Inneren des Schlosses versetzen zahlreiche Kunstwerke, wertvolle Möbelstücke, Kassettendecke, eine neugotische Kapelle und vieles in Staunen.

Schloss Rothlhotta

Das Renaissance-Wasserschloss Rothlhotta sticht dank seiner roten Farbe direkt ins Auge. Erbaut wurde das Schloss auf einem Fels in einem künstlich angelegten Teich. Erstmals wurde der Bau im Jahr 1465 erwähnt und wurde 1530 in eine gotischen Feste verwandelt. Im Laufe der Geschichte kam es immer wieder zu kleineren und größeren Veränderungen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Giebel an den neugotischen Stil angepasst und ein Schlossturm wurde dem Gebäude hinzugefügt

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