Mittwoch, Juli 8, 2020
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Singapur – Sehenswürdigkeiten und Tipps für Erstbesucher

Die Republik Singapur ist der kleinste Inselstaat in Südostasien und liegt etwa ein Grad nördlich des Äquators an der Südspitze der malaiischen Halbinsel. Die asiatische Metropole ist eines der reichsten Länder der Welt. Neben Singapurs Wichtigkeit im Bereich Finanzen und Wirtschaft kennt man den Staat vor allem für die durch multiethnische Gruppen geprägte Kultur und Kulinarik. Chinesen, Inder und Malaien bilden dabei die größten Bevölkerungsteile und laden Besucher aus aller Welt dazu ein, die Kulturen und Küchen des Landes kennenzulernen.

Während Sie in Chinatown authentisches Bok Choi, Dumplings oder diverse chinesische Suppen und Gerichte verköstigen können, scheint man in Little India in ein ganz anderes Land einzutauchen. Und man tut es in gewisser Weise auch: Menschenmassen drängen sich durch enge Gassen, auf Straßenmärkten werden frische Gewürze gehandelt, deren Duft in der tropisch-feuchten Luft noch kilometerweit zu riechen ist. Es gibt einfaches Streetfood und gehobene Restaurants, Unmengen an Juwelieren mit Echtgoldauslagen, Bekleidungsgeschäfte, indische Supermärkte und außerdem ein riesiges Einkaufszentrum, das rund um die Uhr geöffnet hat. Alles eingebunden in eine geräuschvolle, absolut authentische Kulisse.

Nur eine Bushaltestelle oder zehn Minuten Fußweg weiter, und Sie befinden sich im Central Business Distrikt, wo von dem hektischen Treiben kaum etwas übriggeblieben ist. Willkommen in Singapur!

Sehenswürdigkeiten in Singapur: Tipps für Erstbesucher

Skyline Singapur
Die Skyline von Singapur, Bild: Sean Pavone / shutterstock

Man sagt ja, der erste Eindruck zählt und ist maßgeblich dafür verantwortlich, ob Sie eine Stadt mögen oder – in Singapur gibt es ganz viele erste Eindrücke und damit ganz viele Chancen, sich in die schöne Metropole zu verlieben. Unterschiedliche Distrikte, die einzigartige Kombination aus Stadt und Natur, der bunte Mix aus Tradition und Moderne geben Ihnen immer wieder neue Eindrücke in ein Land voller Möglichkeiten. Sehenswürdigkeiten und Tipps für Ihren ersten Besuch in Singapur.

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Marina Bay mit Marina Bay Sands, Merlion und Gardens by the Bay

Ein Klischee: Wenn man die Gegend um das Marina Bay Sands gesehen hat, dann ist man quasi Experte. Das stimmt so nicht, und doch gehört das ikonische Hotel als inoffizielles Wahrzeichen des Landes irgendwie dazu. Außerdem im Areal anzutreffen ist das offizielle Wahrzeichen, ein Löwenkopf auf dem Körper einer Meerjungfrau: Der Merlion. Von der wasserspeienden Statue aus haben Sie einen unglaublichen Blick über die Marina Bucht, inklusive Aussichten auf das Marina Bay Sands und die dahinterliegenden Gardens by the Bay. Letztere können Sie im Rahmen abendlicher Licht- und Musik-Shows in voller Pracht erleben. Das etwa 100 Hektar große Parkgelände war von der singapurianischen Regierung ursprünglich dahingehend geplant, die Stadt mit Grünzügen zu versehen und damit die Lebensqualität der Einwohner zu verbessern. Heute zieht die Anlage mit den Supertrees und den größten Gewächshäusern der Welt nicht nur die Stadtbevölkerung, sondern auch Millionen von Besucher in ihren Bann.

Chinatown und Little India

Singapurs Viertel geben dem Land seinen authentischen Charme. Kein Wunder, dass Singapur oft auch als Food-Capital der Welt bezeichnet wird – diese einzigartige Koexistenz diverser Kulturen und Küchen werden Sie so nirgendwo finden. Chinatown beherbergt besonders authentische Erlebnisse. Die einstige Enklave für chinesische Immigranten ist heute eines der beliebtesten Distrikte bei Touristen aus aller Welt. Tradition und Moderne, Alt und Neu wechseln sich hier harmonisch ab, chinesische Musik und Kult-Tänze sorgen für Stimmung und die einzigartige Kulisse vor den himmelhohen Wolkenkratzern des Central Business Distrikt garantieren unvergessliche Erlebnisse.

Hier finden Sie auch eine der bedeutendsten und ältesten religiösen Stätten des Landes, den Buddha Tooth Relic Tempel. Besonders das Innere des Tempels ist faszinierend: Architektonisch in Form eines Mandalas gehalten, bildet er ein wichtiges Konzept des Buddhismus und Hinduismus, nämlich die universelle Verbindung, ab. Ein kurzer Spaziergang über die South Bridge Road bringt Sie von dieser Stätte zum nächsten Highlight, dem indischen Sri Mariamman Tempel und ältestem Hindu-Tempel der Stadt. Richtig gelesen – auch dieser Tempel befindet sich in Chinatown und ist ein wichtiges Zeugnis für das harmonische kulturelle Miteinander, das in Singapur herrscht. Eine wichtige Zutat für ein gesundes, gemeinsames Miteinander: Respekt und Wertschätzung, die man in Singapur wunderschön vorgelebt bekommt.

Auch Little India selbst ist ein Ort, der vor Authentizität nur so sprießt. Genießen Sie köstliche Curries, Teh Tarik und frische Brotgerichte in einem (oder mehreren!) der unzähligen Straßenständen und lassen Sie sich einfach mit der Masse treiben. Vor allen an den Wochenenden ist richtig viel los und mit etwas Glück wohnen Sie sogar einem der vielen traditionellen Riten bei, die hier zelebriert werden.

Essen im Hawker-Center

Hawker Center Singapur
Das Hawker Center auf der Smith Street in Singapur, Bild: DerekTeo / shutterstock

Hawker-Center nennt man die halboffenen, überdachten Gebäude, in denen Sie an verschiedenen Ständen diverse Köstlichkeiten zu günstigen Preisen erwerben können. Die Hawkers befinden sich vor allem in der Nähe von öffentlichen Wohnsiedlungen oder im Zentrum von Distrikten oder Stadtteilen und bieten alle möglichen Arten von Speisen an: Ob chinesische Suppen, indische Spezialitäten oder malaiische Gerichte, hier koexistieren verschiedene Kulturen harmonisch nebeneinander.

Die Hawker-Center werden von lokalen Behörden geführt und dienten in erster Linie der Durchsetzung von Hygiene-Standards. Mit der Umsiedlung von Straßenverkäufern in Hawker Center fehlte es nun nicht mehr an fließend Wasser und Platz. Besucher sitzen typischerweise auf Plastikstühlen und -Tischen, Verkäufer haben ihre eigenen Stände oder „Stalls“, wo sie ihre Zutaten sicher verwahren und frisch halten können. Mittlerweile werden viele der Zentren durch sogenannte Food-Courts ersetzt, also in klimatisierte Einkaufszentren eingebunden. Außerdem benmüht man sich zunehmend um das Erscheinungsbild sowie abwechslungsreiche und kreative Menüs, um auch die jüngeren Singapurianer und Besucher zu erreichen. Immer öfter findet man auf den Speisekarten nun auch Speisen, die üblicherweise in Restaurants angeboten werden.

Orchard Road und Emerald Hill

Die Orchard Road ist die bekannteste Einkaufsmeile der Stadt. Hier finden Sie sowohl günstige Discountgeschäfte und beliebte internationale Ketten, aber auch Luxus-Marken sowie große Kaufhäuser und basar-ähnliche Strukturen, die sich über viele Stockwerke verteilen. Individuelle Boutiquen und Luxushotels vervollständigen die Kulisse, außerdem gibt es ein vielfältiges kulinarisches Angebot in den Einkaufshäusern, an Essensbuden oder im bekannten Newtown Food Court.

Man sagt, letzterer sei vor allem bei Dessert-Liebhabern beliebt. Die Einkaufsstraße erstreckt sich über 2,2 Kilometer. Wenn Sie die Orchard Road entlang flanieren, gelangen Sie automatisch zur Emerald Hill Road. Inmitten der Konsumtempel und Kaufhäuser fühlt sich ein Bummel durch diese Straße wie ein Spaziergang durch eine (historische) Oase an: Hinter den farbenfrohen Fassaden hübsch restaurierter, alter Häuschen verbergen sich angesagte Szene-Bars und -Lokale, exklusive Boutiquen und Restaurants, die in den Abendstunden zum Verweilen einladen.

Botanische Gärten Singapur

Als Zufluchtsort vor dem Großstadt- und Einkaufsdschungel dienen die Botanischen Gärten in Singapur. Sie befinden sich nur wenige Fahrt- oder Gehminuten vom nördlichen Ende der Orchard Road entfernt und bieten Besuchern und Einheimischen ein Plätzchen zum Entspannen im Grünen. Mit mehr als vier Millionen Besuchern pro Jahr ist der Botanische Garten in Singapur der meistbesuchte der Welt. Im Jahr 2015 erhielt der Garten sogar den Status als UNESCO-Weltkulturerbe und wurde Singapurs erste Stätte mit diesem Titel. Die großflächige Anlage erstreckt sich auf über 74 Hektar Land und ist neben Erholungsort, Jogging-Route und Grünfläche auch ein bedeutendes Forschungszentrum im Bereich Botanik und Gartenbau.

Der Eintritt ist kostenfrei, lediglich für die Nationalen Orchideen-Gärten zahlt man einen kleinen Beitrag. Und der lohnt sich: Über 60.000 Pflanzen und Orchideen wurden wunderschön drapiert und zusammengestellt, was die Orchideensammlung zur größten Ausstellung der Welt macht. Eine grüne Sehenswürdigkeit in Singapur, die Sie beeindrucken wird!

 

 

Zu den Autoren

Manja und Marcel, beide 26 haben den dunklen Uni-Keller für ein knappes Jahr gegen eine Weltreise eingetauscht. Manja liebt das Schreiben, Marcel das kreieren von Webseiten, und so beschlossen sie, ihren eigenen Reiseblog www.faube.com zu gründen. Dort finden sich nicht nur umfassende Tipps rund um die Planung, Kosten und Organisation einer Weltreise oder Reise, sondern auch wissenswertes und Berichte zu den schönsten Ländern und Städten auf dieser Welt. Schauen Sie doch mal vorbei!

 

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