Samstag, September 19, 2020
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Venedig – Die alternde Schönheit an der Adria

Venedig
Der Canal Grande mit der barocken Kirche Santa Maria della Salute, Bild: Phant / shutterstock

Bei Venedig denken wir an Casanova, Maskenbälle und an die ruhmreichen Zeiten, in denen das Juwel an der Adria in Italien Anlaufpunkt für Kaufleute und Händler war. Kirchen, Brücken und Paläste verraten viel über die Geschichte der Lagunenstadt in Venetien. Beim Spaziergang durch die engen Gassen lässt sich die einstmalige Atmosphäre erahnen. Einmal mit der Gondel den Canal Grande hinabzufahren, ist für viele Verliebte ein Muss. Venedig fasziniert Besucher aus aller Welt – aber der Zahn der Zeit nagt an der Stadt.

Was Venedig besonders macht

Venedig, Gondoliere
Gondoliere im grünen Kanal, Bild: muratart / shutterstock

Die Stadt auf dem Wasser ist auf mehr als 100 Inseln in einer Adria-Lagune erbaut. Über 400 Brücken verbinden die einzelnen Inseln miteinander. Etwa 150 Kanäle dienen als Verkehrswege auf dem Wasser. Vaporetti, die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Wasser, und die legendären Gondeln transportieren die Menschen durch die Stadt. Auch zu Fuß kann man die engen Gassen erkunden.

Bei einer Fahrt auf den großen Kanälen passiert man die imposanten Fassaden von Palästen und Kirchen, luxuriösen Hotels und Wohnhäusern. Aus dieser Perspektive sieht es so aus, als wurden alle Gebäude auf Pfählen im Wasser errichtet. Tatsächlich steht die Stadt größtenteils auf dem schlammigen Boden der Lagune. Auch wenn kanalseitig die Vorderseite der Gebäude überall von Baumstämmen gestützt werden, bilden Sandbänke das Fundament von Venedig.

Piazza San Marco
Der Piazza San Marco, Bild: TTstudio / shutterstock

Um in das besondere Flair der Lagunenstadt einzutauchen ist man am besten zu Fuß unterwegs. Da es kaum Straßen für Autos gibt, stellt man sein Auto in einem der Parkmöglichkeiten am Piazzale Roma, dem „Tor zur Altstadt“, ab. Die Parkplätze (z. B. in der Garage San Marco) sind entsprechend rar und teuer. Besser ist es, das Auto in Mestre abzustellen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Bei Hochwasser („Aqua alta“) tritt das Meereswasser an einigen Stellen in Venedig über die Ufer. Damit man auf dem Städtetrip keine nassen Füße bekommt, informiert man sich besser über den Wasserstand – oder packt die Gummistiefel ein.

Beim legendären Karneval in Venedig überschwemmen Gäste aus aller Welt die Hotels und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bezahlbare Alternativunterkünfte finden sich dann auf dem Festland. Am schönsten (und nicht ganz so voll) ist Venedig im Herbst oder Frühling. In den Sommermonaten Juli und August ist am meisten los und die Kanäle riechen aufgrund der hohen Temperaturen teilweise streng.

Um die Touristenmassen zu regulieren, hat Venedig ein Eintrittsgeld von 3 € für Tagestouristen festgelegt. Gäste, die sich länger in der Stadt aufhalten, bezahlen eine Ortstaxe. Die Stadtverwaltung investiert das Geld in die an vielen Stellen notwendigen Restaurierungsarbeiten und die Infrastruktur.

Sehenswürdigkeiten in Venedig

Dogenpalast, Venedig
Der Dogenpalast, Bild: Catarina Belova / shutterstock

Im Ortsteil San Marco, direkt am Canal Grande, liegt der Markusplatz. Das 82 Meter breite und 175 Meter lange „Herz von Venedig“ ist ein Touristenmagnet. Der stets lebhafte Platz ist umringt vom Markusdom, dem Markusturm und dem populären Dogenpalast – viele wichtige Sehenswürdigkeiten auf einmal. Finger weg vom Tauben-Füttern-Erinnerungsfoto auf dem Markusplatz:

Als Maßnahme gegen den Taubendreck gibt es ein offizielles Fütter-Verbot. Wer sich doch dabei erwischen lässt bezahlt 500 Euro Strafe. Der Markusdom (Basilica di San Marco) ist die wichtigste Kirche der Stadt. Die über 900 Jahre alte „goldene Basilica“ ist nicht nur heilige Stätte, sondern auch Denkmal für Glanz und Gloria des alten Venedigs. Der Markusturm kann für 8 Euro Eintritt näher besichtigt werden.

Der weltberühmte Dogenpalast war früher der Sitz für das Staatsoberhaupt Venedigs. Für 19 Euro kann man den Palast auch von innen sehen und sich durch die Gemälde und die prunkvollen Räume in die Vergangenheit zurückversetzen lassen. Die Verbindung zwischen Dogenpalast und Gefängnis bildet die berühmte Seufzerbrücke. Von diesem Wahrzeichen Venedigs warfen Gefangene früher einen letzten Blick in die Freiheit. Auch die besonders populäre Rialtobrücke, eine der ersten Steinbrücken der Stadt, ist stets gut besucht.

Blick auf Venedig
Blick auf Venedig, Bild: Mariia Golovianko / shutterstock

Für ein Erinnerungsbild eignet sich der frühe Morgen. Um diese Uhrzeit kann man den Blick von der Brücke auf den Canal Grande, der Hauptwasserstraße Venedigs, noch relativ ungestört genießen. Eine Bootsfahrt auf dem Canal Grande – egal ob Gondel oder Linienboot – darf bei einem Venedig-Trip nicht fehlen. Vom Wasser aus offenbart sich die ganze Pracht der Stadt. Mit etwas Fantasie kann man, trotz des Gedränge der vielen Boote, die Vergangenheit erahnen. Übrigens: Eine Gondelfahrt ist zwar ein unvergessliches Ereignis, kostet aber auch stolze 100 Euro. Für eine Extra-Brise Romantik können Sie Ihren Gondoliere bitten, ob er sie durch die einsameren Seitenkanäle fahren kann. Weniger romantisch geht es auf den Vaporetti zu, die an verschiedenen Haltestellen in der Stadt stoppen.

Kulinarisches in Venedig

Rialtobrücke
Die Rialtobrücke, Bild: canadastock / shutterstock

Um in Venedig gut und zu einem angemessenen Preis zu Essen verlässt man besser die Touristenpfade. Authentische venezianische Küche finden Sie vor allem in einer Osteria oder Trattoria, beides eher gemütliche Restaurants. Venedig hat aber auch einige noble „Ristorante“ zu bieten. Typische Köstlichkeiten sind, neben diversen Pasta-Kreationen, beispielsweise „Fegato alla Veniziana“ (Kalbsleber in Weißwein-Zwiebel-Soße) oder „Baccalà mantecato“ (Gegarter Kabeljau in Petersilie, Knoblauch und Olivenöl). Als Häppchen neben einem guten Glas Wein eignen sich „Polpette“ (Fleischbällchen) oder „Folpetti“ (Tintenfisch).

Um die italienische Esskultur voll auszukosten, empfiehlt sich die typische Menüfolge: „Antipasti“ als Vorspeise, den „Primo Piatto“ (Pasta oder Risotto), anschließend als Hauptgang ein Gericht mit Fisch oder Fleisch. Zum Essen ein guter Rotwein darf ebenso wenig fehlen, wie das Dessert und der Espresso zum Abschluss.

Schönheit ist vergänglich

Wer mit offenen Augen durch die „Serenissima“ geht, sieht bröckelnde Fassaden und den Museumscharakter Venedigs. Die bewegte Geschichte der Stadt ist noch spürbar, allerdings ist deren heutige Infrastruktur hauptsächlich auf die vielen Touristen aus aller Welt ausgerichtet. Echte italienische Lebensart findet man in Venedig nicht, dafür aber einen faszinierenden Blick in die Vergangenheit.

Weitere Impressionen aus Venedig

Sao Paulo – Die größte Stadt Brasiliens

Schrägseilbrücke in Sao Paulo
Ponte Estaiada Octávio Frias de Oliveira, Schrägseilbrücke in Sao Paulo, Bild: f11photo / shutterstock

Sao Paulo, das ist nicht nur die größte Stadt Brasiliens, sondern sogar der gesamten südlichen Hemisphäre. Mit 12 Millionen Einwohnern ist die Metropole anderthalb mal so groß wie New York und die Definition eines Betondschungels. Hochhaus reiht sich an Hochhaus, um ein nahezu unüberschaubares Meer an Gebäuden zu bilden. Grundsätzlich steht Sao Paulo zumeist in touristischer Hinsicht im Schatten von Rio de Janeiro. Doch die Stadt im Südosten Brasiliens hat viel mehr zu bieten als nur graue Blocks und den bloßen Ruf als Finanzzentrum.

Sehenswürdigkeiten in Sao Paulo

Gebäude und Einrichtungen

Theatro Municipal
Theatro Municipal, Bild: lazyllama / shutterstock

Das Leben in der Millionenmetropole dreht sich um die Avenida Paulista, eine fast drei Kilometer lange Straße im Zentrum. Sie steht symbolisch für die verschiedenen Facetten der Stadt:
Während sich hier ein Finanzplatz an den nächsten reiht, findet man gleichzeitig auch kulturelle Einrichtungen wie das Museu de Arte de São Paulo. An Sonntagen wird die Straße für den Straßenverkehr gesperrt, sodass Besucher Aufführungen und Konzerte besuchen oder einfach diese Verkehrsader entlang flanieren können. Wer hierher mit dem Rad kommt, muss nur einen kleinen Schlenker machen, um mit dem Parque do Ibirapuera den zwar nur zweitgrößten, aber dafür vielleicht schönsten Park der Stadt zu entdecken.

Paulista Avenue Sao Paulo
Die Paulista Avenue, Bild: Thiago Leite / shutterstock

Ein weiteres Wahrzeichen Sao Paulos ist die gotische Kathedrale, die zu den größten auf dem Globus zählt. Fast 8000 Menschen finden in dem über 500 Jahre alten Gebäude Platz.

Auch das Teatro Municipal darf man sich nicht entgehen lassen, ist das Gebäude doch besonders edel und gehört zu den bedeutendsten Theatern und Opern der Welt.

Um sich dann wieder einen Überblick über das schier endlose Häusermeer zu verschaffen, sollte man entweder das Edifício do Banespa oder das Edifício Itália besichtigen. Letzteres ist mit 168 Metern Höhe das zweithöchste Gebäude der Stadt und verfügt über einen Aussichtspunkt und ein Panoramarestaurant.

Stadtviertel in Sao Paulo

Sao Paulo Museum of Art
Sao Paulo Museum of Art, Bild: Thiago Leite / shutterstock

Die Stadt ist multikulturell und bis heute stark geprägt von den verschiedenen Einwandererkulturen, darunter unter anderem die deutsche, italienische, portugiesische oder libanesische, die sich zudem oftmals in eigenen Vierteln ansiedelten.

So ist Sao Paulo in erster Linie eine Ansammlung aus zahlreichen Vierteln und einzelnen Städten, die mit der Zeit zu einem großen Ganzen zusammengewachsen sind.
Viele dieser Stadtteile haben sich zu coolen Szenevierteln entwickelt, die zu ausgiebigen Erkundungstouren einladen.

In Liberdade (Freiheiten) fühlt man sich plötzlich wie mitten in Japan, gilt der Stadtteil doch als Zentrum der japanischen Diaspora, die übrigens in keinem anderen Land der Welt so groß ist wie in Brasilien. Ideal also, um kulinarische Köstlichkeiten zu testen und sich auf einem japanischen Markt einige Schnäppchen zu sichern.

Ibirapuera Park Sao Paulo
Ibirapuera Park, Bild: ESB Professional / shutterstock

Abends geht man am besten im Viertel Vila Madalena aus, denn hier bietet sich Touristen wie Einheimischen gleichermaßen eine riesige Auswahl an Restaurants, Bars und Clubs.
Ein weiterer wichtiger Stadtteil ist Ipiranga, denn hier befinden sich das historische Museum Paulista (als Paulista bezeichnet man einen Einwohner des Bundesstaats Sao Paulo beziehungsweise bisweilen auch die Einwohner der Stadt selbst) sowie der Parque da Independência (Unabhängigkeitspark). Geschuldet ist dieser Name der Tatsache, dass der Kaiser Pedro I. 1822 hier die brasilianische Unabhängigkeit von Portugal ausrief.

Sport in Sao Paulo

Sao Paulo Skyline
Die Skyline von Sao Paulo, Bild: Thiago Leite / shutterstock

Untrennbar ist Brasilien auch mit Fußball verbunden. Dementsprechend ist ein Besuch im Museu do Futebol, also dem Fußball-Museum, unverzichtbar. In Aktion erleben kann man den Nationalsport im Estádio do Morumbi des FC Sao Paulo oder in der Arena Corinthians des Stadtrivalen Corinthians São Paulo.

Etwas außerhalb der Stadt, im Vorort Interlagos, messen sich die besten Motorsportler im Autódromo José Carlos Pace im Rahmen der Formel 1. Auch die größte Legende des brasilianischen Motorsports, der 1994 verstorbene Ayrton Senna, wurde in Sao Paulo geboren, ebenso wie Rubens Barrichello und Felipe Massa.

Kulinarisches

Als „Internationale Hauptstadt der Gastronomie“ steht Sao Paulo in einer Reihe mit Paris, New York und Tokio. Die multikulturelle Küche erhält dabei oftmals einen typisch brasilianischen Twist.

Ebenso landestypisch ist das sogenannte Rodízio, bei dem man einen Festpreis zahlt und anschließend vom Kellner verschiedene Fleischsorten und bisweilen sogar Pizza an den Tisch gebracht bekommt.

Sicherheit in Sao Paulo

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht für alle Touristen: Trotz ihrer Größe gilt die Stadt im brasilianischen Vergleich als recht sicher, insbesondere hinsichtlich der Anzahl an Morddelikten.

Peru – das faszinierende kulturelle Erbe großer Kulturen

Machu Picchu, Peru
Machu Picchu, Bild: Bluesnaps / shutterstoclk

Faszinierende Landschaften und eine der größten Artenvielfalten dieser Erde, sowie unzählige Naturschätze prägen Peru ebenso wie ein jahrtausendealtes kulturelles Erbe. Die heiligen Städte und Stätten des Landes üben eine ganz besondere Anziehungskraft auf Besucher aus, denn sie gehen zurück auf die Hochkulturen des südamerikanischen Kontinents. Die Schönheit Perus spiegelt sich sowohl in der Natur als auch in den Sehenswürdigkeiten und ganz besonders in der Gastfreundschaft, die Reisenden entgegengebracht wird.

Perus „Weiße Stadt“

Huaytapallana
Huaytapallana in den Anden, Bild: Milton Rodriguez / shutterstock

Peru blickt auf eine bewegte und interessante Geschichte zurück, die bis heute noch die Bevölkerung des Landes prägt. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Weltkulturerbestätten wider. Zu den schönsten Städten des Landes zählt Arequipa. Die sogenannte „Weiße Stadt“ liegt in den Anden auf einer Höhe von 2.300 Metern und alle Bauwerke sind aus hellem Vulkangestein erbaut.

Als größte Stadt im Süden des Landes bietet Arequipa einige architektonische Schmuckstücke und Sehenswürdigkeiten. Die Besonderheit der Stadt ist ihr lateinamerikanisches Ambiente, denn viele der Gebäude entstanden während der spanischen Kolonialherrschaft. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Klosters Santa Catalina, denn die Klosteranlage ist fast wie eine kleine Stadt in der Stadt und besteht aus mehreren Komplexen, die durch kleine Gässchen verbunden sind.

Auf den Spuren der Inkas

Lima, Peru
Blick auf Lima, Bild: Christian Vinces / shutterstock

Wer an Peru denkt, denkt automatisch an die Inka-Kultur und die antike Stadt Machu Picchu, die mitten in den Anden liegt. Auch heute noch ist diese Stadt sehr beeindruckend. Zwischen den Mauern finden sich Brunnen, Wasserbecken, Tempelanlagen und Altare. Die traumhafte Stadt ist auf mehreren Wegen erreichbar. Sicherlich ist es bequem per Bahn oder Bus die Stadt aufzusuchen, doch weitaus interessanter ist es zu Fuß den bekannten Inka-Trail zu gehen und den mühevollen Aufstieg auf sich zu nehmen, denn dies wird mit atemberaubenden Ausblicken belohnt und die Wanderung ist ein unvergessliches Erlebnis.

Bis heute ist nicht geklärt, zu welchem Zweck die Stadt Machu Picchu in den Anden erbaut wurde. Doch gerade dies verstärkt den Reiz dieser außergewöhnlichen Stadt noch, denn ob es nun eine Kultstätte, die letzte Hauptstadt des Reiches oder ein königlicher Kurort war, wird wohl für immer ein großes Geheimnis bleiben.

Das achte Weltwunder in der Wüste Perus

Vinicunca, Peru
Der Vinicunca, Bild: emperorcosar / shutterstock

In der Atakama Wüste Perus finden sich die Nazca Linien. Vor mehr als 2.000 Jahren wurden östlich der Anden kilometerlange Formen und mythische Gebilde in die Erde eingebracht. Entdeckt wurden die Nazca Linien 1927 bei einem Flug über die Wüste. Die vollständigen Ausmaße des Linienlabyrinths lässt sich nur aus der Luft erfassen. Zwar ist heute bekannt, dass die Erdzeichnungen auf die Nazca-Kultur zurückgehen, die zwischen 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. die Region bevölkerte, jedoch ist die Bedeutung bis heute unklar.

Chan Chan – die aus Lehm erbaute Stadt

An der Pazifikküste Perus liegt die traumhafte Stadt Chan Chan, die einst Hauptstadt der Chimú-Kultur war. An Bedeutung verlor die Stadt mit der ERoberung durch die Inkas. Wer Chan Chan besucht erliegt sofort den zahlreichen Lehmbauten, die sich über eine riesige Fläche erstrecken. Die zauberhafte Lehmstadt ist eine der 12 UNESCO-Weltkulturerbestätten Perus. Besonders beeindruckend sind die großen Festsäle der Stadt und die Tempelanlagen.

Die schützenswerte Natur in Peru

Lima, Bild: Skreidzeleu / shutterstock

Landschaftlich ist Peru eines der abwechslungsreichsten Länder der Welt. So finden sich drei unterschiedliche Landschaftszonen, von denen jede ihre klimatischen Besonderheiten aufweist. So unterteilt sich das Land landschaftlich in die Küste, das Hochland und den Regenwald. Entsprechend ist eine Reise durch Peru sehr anregend und es lässt sich gerade in den Regenwäldern eine traumhafte Flora und Fauna entdecken. Unter anderem lockt das Schutzgebiet Manú-Biosphärenreservat. Das UNESCO-Welterbe ist nur eines von zahlreichen Schutzgebieten Perus, denn das Land verzeichnet 15 Nationalparks, 15 Naturreservate, 9 Schutzgebiete, 4 historische Schutzgebiete, 8 kommunale Schutzgebiete für indigene Völker und noch einige weitere.

Das Facettenreichtum von Peru genießen

Cusco, Peru
Cusco, einst Hauptstadt des Inkareiches, Bild: sharptoyou

Auch wenn Peru noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichsten Kulturen bietet, so ist es doch lohnend, nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu eilen. Peru zählt nämlich auch zu den Reisezielen, deren Faszination eng mit der Lebensart des Landes zusammenhängt. Entsprechend lohnt es sich, die bunten Märkte des Landes zu besuchen und den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen. Auch wenn die Bevölkerung finanziell meist eher schlecht gestellt ist, genießen die Peruaner das Leben, sind stolz auf ihre Geschichte und sehr gastfreundlich.

Eine Einladung sollte man in keinem Fall ablehnen, denn Peruaner sind stolz Gästen Einblicke in ihr Leben zu gewähren und diese auch zum Essen einzuladen. Neben dem bekanntesten Gericht Perus, dem Ceviche, was aus in Limette eingelegten Fisch besteht, bietet die peruanische Küche auch viele Speisen mit Hähnchen, Kartoffeln und Co. Aber auch für Europäer ungewohnte Zutaten wie Meerschweinchen und Alpaka Steak stehen auf dem Speiseplan. Bei den Getränken steht Pixo Sour, ein alkoholisches Mixgetränk ganz hoch im Kurs, aber auch die Inca Kola ist weit verbreitet. Gegen Höhenkrankheit haben Peruaner übrigens auch etwas auf dem Speiseplan, denn Mate de Koka und Koka-Blätter, sollen gegen Magenprobleme und Müdigkeit helfen. Koka-Blätter können Übringens einfach gekaut werden und müssen nicht unbedingt verarbeitet werden.

Weitere Impressionen Peru

Toskana – Der Traum der Deutschen

Montepulciano, Toskana
Montepulciano im Herzen der Toskana, Bild: l i g h t p o e t / shutterstock

Es ist kein Geheimnis, dass Italien gleich eine Vielzahl von interessanten Regionen zu bieten hat, die allesamt ihren ganz eigenen Charme haben. Die Region rund um Neapel steht für das typische Itaien, für mediterranen Flair und eine lange Geschichte. Der Norden ist vor allem für seine vielen tollen Städte bekannt und das schnelle Leben rund um Mailand und Venedig. Die Herzensregion vieler Deutscher liegt aber im Zentrum des Stiefels: die Toskana. Mit seiner Hauptstadt Florenz ist das Gebiet nicht nur das künstlerische und kulturelle Zentrum Italiens außerhalb von Rom, sondern besonders bekannt für seine wunderbaren Schätze der Natur.

Alle Wege führen nach Rom – und durch die Toskana

Ponte Vecchio Florenz, Toskana
Die berühmte und älteste Brücke in Florenz: Ponte Vecchio, Bild: muratart / shutterstock

Bei einer Reise in die Toskana hat der Besucher nicht nur die Möglichkeit viele interessante Städte und Orte mit einer bedeutenden Geschichte zu entdecken. Die Reise führt durch eine der wichtigsten Regionen Italiens. Reich an Bodenschätzen und mit einem wunderbaren Klima des Mittelmeers gesegnet, finden sich hier die Anbaugebiete verschiedenster Weine, die charakteristischen Hügel, viele kleine Dörfer, an denen die Zeit noch nicht genagt hat und nicht zuletzt die Produktionsstätten vieler ikonischer italienischer Produkte.

Die Toskana ist die Heimat vieler Naturparks. Hier lässt sich noch das Italien aus den 1960er Jahren erleben, das Millionen von Deutsche in den Süden und somit erstmals in den Zauber eines frei zugänglichen Europa geführt hat. Seitdem hat sich die Region nicht stark verändert. Noch immer finden sich viele Museen, kleine Städte, Dörfer, Festungen, Naturschauspiele und auch Strände in der Region. Das macht die Toskana nicht nur zu einem interessanten Ort für die Reisen mit der Familie, sondern nicht zuletzt zu einem Highlight für Individualreisende, die sich nicht auf ein bestimmtes Ziel im wunderbaren Italien festlegen wollen.

Was sind die Sehenswürdigkeiten in der Toskana?

Möchte man wissen, welche Bereiche der Toskana man besuchen sollte, so muss generell zwischen der Natur und den Städten unterschieden werden. Allen voran ist natürlich Florenz in jedem Fall einen Besuch wert. Die Stadt hat nicht nur eine lange Geschichte und war über viele Jahrhunderte das Mekka für Kunstschaffende und Kunstliebende in Europa, sondern hat sich bis heute den Charme einer Stadt mit Weltformat erhalten, die gar nicht so groß ist, wie sie immer in den Geschichten wirkt. Die unzähligen Museen der Stadt beherbergen Artefakte aus einer langen Geschichte und die vielen Baudenkmäler erzählen bis heute davon, warum Florenz einst ein eigenes Reich innerhalb des noch nicht verbundenen Italiens war.

Es wird oft auf den ersten Blick vergessen, dass die Toskana aus mehr als nur Florenz besteht. Auch Pisa hat eine lange Geschichte und nicht zuletzt den beeindruckenden schiefen Turm. In Sienna finden sich viele Spuren der einstigen Kultur der Italiener. Die mittelalterliche Stadt San Gimignano ist ein einmaliger Anblick und in dieser Form vielleicht nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Es mangelt also nicht an berühmten Orten und Denkmälern, denen man ein Besuch abstatten sollte. Dazu gehören auch die Seebäder im Norden der Toskana, die perfekt für einen Tag am Strand und die nötige Erholung nach all den Reisen durch die Sehenswürdigkeiten geeignet sind.

Was kann in der Toskana unternommen werden?

Einmal abgesehen von den vielen Museen und Städten hat die Toskana mit ihrer Vielfalt an Landschaften natürlich auch etwas für Urlauber zu bieten, die sich lieber nicht der hitzigen Eile einer Stadt aussetzen wollen. Allen voran sind die Strände noch immer echte Geheimtipps. Die wenigsten Menschen verbinden einen Besuch in der Toskana mit einem Besuch am Strand, dabei sind die wunderbaren Sandstrände an der Westküste Italiens wahre Schätze. Im Sommer sind sie zwar voll, aber es finden sich noch immer kleine und abgelegene Buchten, in denen man einfach die Natur genießen und die anderen Menschen ignorieren kann.

Die vielen Berge, kleinen Wege, Dörfer und abgelegenen Gebiete laden darüber hinaus dazu ein, sich entweder in das Auto zu setzen und die Toskana auf eigene Faust zu erkunden oder etwas für die Fitness zu tun. Radfahren ist hier besonders beliebt. Man legt nicht die längsten Strecken zurück, da es so viel zu sehen gibt, entdeckt die Umgebung aber auf eine noch intensivere Weise. Der Ausbau der entsprechenden Strecken ist in den letzten Jahren vorangetrieben worden und so hat sich die Toskana zu einem Geheimtipp für alle entwickelt, die einen Urlaub mit dem Fahrrad planen.

Spezialitäten und Kulinarisches in der Toskana

Wenn man an die traditionelle italienische Küche denkt, denkt man eher an die Küche der Toskana. In diesem Landstrich kommen die vielen Spezialitäten zusammen, die in Restaurants zu finden sind. Der Einsatz frischer Tomaten und anderer Gemüse, der Fisch von der Küste und natürlich das besondere Olivenöl der Region sind dominant auf dem Speiseplan. Natürlich kann auch die selbstgemachte Pasta gefunden werden. Besonders bekannt ist die Toskana aber für seinen Fisch und sein gegrilltes Fleisch. In der Toskana wird noch immer auf Produkte aus der eigenen Region gesetzt. Und dass die Menschen hier als besonders gesund und glücklich gelten ist nicht zuletzt auf die wunderbare Küche der Toskana zurückzuführen.

Martinique – Paradies der Karibik

Martinique
Martinique bietet echtes Karibik-Feeling, Bild: Marco Gazzato / shutterstock
Scheinbar endlose, weiße Sandstrände, exotische Palmen und warmes Wasser wie in einer Badewanne: So zeigt sich das Inselparadies Martinique. Zu entdecken gibt es exotische Pflanzen, freundliche Menschen und frische tropische Früchte. Die Karibik zählt zu den Orten dieser Welt, die sehr viele Menschen einmal in ihrem Leben bereisen wollen. Hier darf man nicht nur kristallklares Wasser erleben, sondern teilweise auch noch eine unberührte Natur. Die Insel Martinique zählt zu der sogenannten Vulkankette der Antillen. Gerne werden diese Inseln auch als Inseln über dem Wind bezeichnet. Die Inseln St. Lucia und Dominica sind ihre Nachbarinseln. Doch was hat die Insel genau zu bieten?

Trauminsel der Karibik

 Montagne Pelée
Der Montagne Pelée, Bild: Petr Kovalenkov / shutterstock

Martinique ist eine der vielen Trauminseln der Karibik. Überzeugen kann nicht nur ihre politische Zugehörigkeit zur Europäischen Union, sondern auch die Freundlichkeit der Menschen und die einzigartige Kultur. Die Insel gehört zu Frankreich, weshalb auch Französisch gesprochen wird. Martinique liegt zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Karibischen Meer. Entfernt ist die Insel rund 6.000 Kilometer von Frankreich. Die Insel zählt zu den teureren Karibikinseln. Der Vorteil von Martinique: Hier kann man in Euro bezahlen! Für die Einreise wird zudem nur ein Personalausweis benötigt, was ebenfalls von Vorteil ist.

Einzigartige Landschaft

Jardin de Balata
Jardin de Balata, Bild: delDrago / shutterstock

Die Martinique wird gerne als karibischer Traum bezeichnet. Wer sich die Landschaft genauer ansieht, weiß auch warum das so ist. Tropische Palmen ragen praktisch überall in den Himmel, beeindruckende Gebirgsketten und exotische Blumen verzaubern auf den ersten Blick.

Auf Martinique befindet sich ein 1.400 Meter hoher Vulkan, der ebenfalls sehr beeindruckend ist. Von den meisten Sandstränden sieht man auf dichte Urwälder, die sich über die gesamte Insel erstrecken.

Auf der Insel herrscht natürlich tropisches Karibik-Klima. Im Norden ist es jedoch deutlich feuchter. Im Süden der Insel ist es hingegen etwas trockener. Überzeugen können hier nicht nur feine Sandstrände, sondern auch bezaubernde Buchten, die teilweise regelrecht abgeschieden sind. Auch die meisten Anlagen für Touristen befinden sich im Süden der Insel. Im Norden findet man vor allem die Tropenwälder und mystische schwarze Strände.

Fantastische Traumstrände

Sandstrände dürfen in der Karibik natürlich nicht fehlen. Auf Martinique kann man endlos lange Strände entdecken, an denen man sich nicht nur entspannen, sondern auch abkühlen kann. Die meisten der Strände sind mit Palmen gesäumt und begeistern durch ihre einzigartigen Buchten.

Der Strand Anse Dufour

Strand Martinique
Bild: Petr Kovalenkov / shutterstock

Einer der schönsten Strände der Martinique ist Anse Dufour. Hier darf man kristallklares Wasser erleben und eine grüne, hügelige Landschaft hinter dem Strand. Sogar Wasserschildkröten sieht man in der Bucht immer wieder. Auch die wundervolle Unterwasserwelt sollte man bei diesem Strand nicht außer Acht lassen.

Wer gerne schnorchelt oder taucht, ist hier genau an der richtigen Stelle!
Zahlreiche Restaurants und kleine Bars sorgen zudem für die ausreichende Verpflegung, die man hier vorfinden kann.

Les Salines Beach

Bild: RossiRobinNice / shutterstock

Dieser Strand kann mit seinem weißen Pulversand und dem angenehm warmen Wasser überzeugen. Der Strand befindet sich im Süden der Insel. Sehr viele Menschen sind der Meinung, dass es sich bei diesem Strand, um einen der schönsten Karibikstrände handelt.

Meist ist das Wasser hier sehr ruhig. Über den gesamten Strandabschnitt verteilt findet man hier viele kleine Bars und Restaurants. Hier darf man frisches, leckeres Essen genießen und erfrischende Getränke.

Anse Couleuvre

Dieser Strand gilt als ganz besonders exotisch. Die Anfahrt zum Strand ist jedoch ein wenig abenteuerlich, denn die Straßen sind eher schlecht ausgebaut. Bevor man zu dem Strand gelangt, muss man daher auch ein wenig spazieren gehen.

Der Strand zählt zu einem der schönsten und beliebtesten schwarzen Strände der Karibik. Auch hier findet man Palmen an jeder Ecke und traumhafte Buchten.

Fonds Blancs

Fonds Blancs sind keine Strände, sondern natürliche Pools, die sich innerhalb des Meeres befinden. Das Wasser ist flach und hat knappe 28 Grad. Mit einem kleinen Boot können diese vom Festland aus sehr schnell erreicht werden. Die Temperaturunterschiede zwischen dem Meereswasser und dem Wasser, das sich in den Pools befindet, kann an manchen Tagen erstaunlich groß sein. Wer auf Martinique ist, sollte die Fonds Blancs in jedem Fall erleben!

Sehenswürdigkeiten auf Martinique

Anse Cafard Slave Memorial
Anse Cafard Slave Memorial, Bild: Judith Lienert / shutterstock

Auf Martinique darf man neben der traumhaften Landschaft auch andere Sehenswürdigkeiten erleben. So sollte man sich zum Beispiel die Hauptstadt Fort-de-France genauer ansehen.

Auch der Jardin Botanique ist einen Besuch wert. Hierbei handelt es sich um einen beeindruckenden Garten, an dem man die Artenvielfalt der Insel bestaunen darf.

Wer sich ein wenig Kultur wünscht, sollte das Freilichtmuseum namens La Savane des Esclaves besuchen. Hier erfährt man mehr über die Geschichte und die Hintergründe der Insel. Die Geschichte und die Lebensweise der Sklaven in der Kolonialzeit werden in dem Museum thematisiert. Diese haben die Inselgeschichte geprägt.

Martinique von oben
Bild: Drone Caraibes / shutterstock

Selbstverständlich sollte man auch die kulinarischen Highlights der Insel nicht vergessen. Zahlreiche exotische Gerichte mit unglaublichen Gewürzen können hier für wahre Gaumenfreuden sorgen. Frische, exotische Früchte und leckere Cocktails gibt es natürlich ebenfalls.

Wer einmal auf Martinique war, wird die Insel garantiert nicht mehr vergessen. Die beeindruckende Natur, das kristallklare Wasser und die einzigartige Kulinarik sorgen ebenso für Freude, wie die tropische Wärme, die Flora und Fauna der Insel und das freundliche Wesen der Menschen.

Weitere Impressionen Martinique

Curieuse – Ein kleines Eiland voller Naturwunder

Curieuse
Curieuse, Bild: Reisemagazin Online

Die Rote Insel beziehungsweise Île Rouge, wie sie einst wegen dem in hellem Rot leuchtenden Laterit-Sand genannt wurde, ist eine der 42 Granitinseln der Seychellen. Ihren Namen Curieuse, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „neugierig“, hat sie erst später durch einen französischen Forscher erhalten, der mit dem gleichnamigen Schiff unterwegs war.

Obwohl die beschauliche Insel im Indischen Ozean nur rund drei Quadratkilometer groß ist, verbergen sich dort einzigartige Naturschönheiten, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Kein Wunder also, dass die gesamte Insel als Curieuse Marine National Park unter Naturschutz steht. Zum Nationalpark gehört auch die südlich von Curieuse gelegene Baie Curieuse. Und so macht sie wirklich neugierig, la Curieuse, darauf, wer dort alles beheimatet sein mag.

Da sie zu den Inner Islands der Seychellen gehört, ist sie nur wenige Kilometer von den beliebten Touristeninseln Praslin, La Digue und Cousine entfernt. Auch von der Hauptinsel Mahé sind es lediglich 50 Kilometer nordwestlich bis nach Curieuse. Regelmäßig fahren von den Touristeninseln Ausflugsboote mehrerer Anbieter für einen Tagesausflug zum Naturparadies. Dazu zählen auch Schnorchel- und Tauchausflüge, bei denen man die bunte und fischreiche Unterwasserwelt der Korallenriffe rund um die kleine Insel erkundet. Vor allem der Point Rouge im Osten von Curieuse ist ein beliebter Tauchspot.

Unvergessliche Naturerlebnisse für Aktivurlauber, Familien und Entdecker

Zum Glück weist heute kaum mehr etwas darauf hin, dass die Insel Curieuse im 19. Jahrhundert als Aussätzigeninsel für Lepra-Kranke gedient hat. Nur im kleinen Doctor´s House, einem französischen Kolonialbau, der heute ein kleines Café und ein Besucherzentrum beherbergt, finden sich ein paar Informationen dazu. Aktuell leben wenige Menschen auf der idyllischen Seychellen-Insel – die meisten sind Mitarbeiter der Forschungsstation, die mehr über das Leben von Schildkröten erfahren und sie schützen möchten.

Schildkröten Curieuse
Bild: Reisemagazin Online

Vor allem die nur auf den Seychellen vorkommende Seychellen-Riesenschildkröte, die bis zu 300 Jahre alt werden kann, hat es den Forschern angetan. Noch immer gehen die Wissenschaftler der Frage nach, wie sich eine Landschildkröte auf einer einsamen Insel so derart groß entwickeln konnte. Mindestens ebenso erstaunlich ist die nächste Verwandtschaft mit den Madagaskar-Riesenschildkröten, liegen die beiden Inselstaaten doch etwa 2.000 Kilometer voneinander entfernt.

Und die Riesenschildkröte ist noch dazu eine Landschildkröte – also, wie um alles in der Welt, ist sie hierher gekommen? Übrigens hat auch die seltene echte Karett-Schildkröte auf Curieuse ein Zuhause gefunden. Eine weitere Art, die es nur auf Curieuse und der Nachbarinsel Praslin gibt, ist die Palme Coco de Mer. Die Doppelnuss der Palme mit ihren riesigen Samen kann bis zu 20 Kilogramm schwer werden und ist die größte Kokosnuss der Welt. Abgesehen von diesen endemischen Arten gedeihen auf der beschaulichen Seychellen-Insel ausgedehnte, dichte Mangrovenwälder und Bananenstauden.

Curieuse – Ein Tagesausflug für Genießer

Auf der Insel Curieuse gibt es auch einen wunderschönen, breiten Sandstrand, der durch seine helle rote Farbe auffällt. Wenn man Glück hat, wird gerade eines der beliebten kreolischen Barbecues am feinpudrigen Strand veranstaltet. Da regelmäßig Schnellboote und Wassertaxis mit Tagestouristen kommen, ist das durchaus öfter der Fall.

Den eindrucksvollen Naturpark kann man dann entweder auf eigene Faust oder mit einem professionellen Nationalpark-Ranger erkunden – dieser kennt natürlich die ganzen Besonderheiten und interessanten Orte, an denen man Wasservögel und Riesenschildkröten beobachten kann, wo man auf einzigartige Landschaftsformen trifft oder eine atemberaubende Aussicht genießt. Durch den gesamten, leicht hügeligen Park führen mehr oder weniger befestigte Wege über Stock und Stein, die man aber nicht zwingend nutzen muss.

Die Feuchtgebiete der Mangrovenwälder sind über Holzstege begehbar. Die Riesenschildkröten halten sich zwar vorwiegend in der Nähe des Strandes auf, wo auch zahlreiche Strandkrabben und Meeresschnecken leben, aber immer wieder kommt es auch in der unberührten Wildnis im Inselinneren zu unvergesslichen Begegnungen mit den entspannten Tieren. Hie und da läuft auch ein Gecko über den Weg. Füttern der Riesenschildkröten ist erlaubt, allerdings nur mit frischen Palmen- oder Bananenstaudenblättern. Die Tiere würden alles tun, um an das begehrte Blattgrün zu kommen und sind deshalb nicht scheu. Eine Begegnung mit den Schildkröten bei einem Tagesausflug nach Curieuse ist ein bleibendes Erlebnis im Seychellen-Urlaub.

Die traumhafte Welt von St. Lucia

St. Lucia
Strand von St. Lucia, Bild: Lucian Milasan / shutterstock
Karte St. Lucia
Bild: Peter Hermes Furian / shutterstock

St. Lucia ist der Himmel auf Erden. Hier darf man sich auf einen unglaublichen Mix aus Natur und fantastischen Stränden freuen. Wer einmal in St. Lucia war, wird die Karibikinsel mit Sicherheit noch einmal besuchen. Geprägt ist St. Lucia von malerischen Landschaften, die mit ihrer satten, grünen Farbe und der bezaubernden Natur überzeugen können. Traumhafte Strände und ein tropisches Klima das ganze Jahr über überzeugen außerdem.

Auch im Winter ist die Insel eine sehr beliebte Urlaubsdestination. Entdecken kann man außerdem versteckte Buchten, das weite Meer und besonders gastfreundliche Menschen. Auf kulinarische Highlights darf man sich ebenfalls freuen.

Fakten zu St. Lucia

St. Lucia
Bild: Esposito Photography / shutterstock

St. Lucia gehört zu den kleinen Antillen und liegt zwischen den Inseln St. Vincent, Martinique und den Grenadinen. Rund 30 Prozent der Insel sind mit tropischen Wäldern bedeckt. Zudem wird die Insel von einer langen Küste umgeben, die rund 158 Kilometer umfasst. Der Mount Gimie ist mit seinen 950 Metern die höchste Erhebung von St. Lucia. Die beiden inaktiven Vulkane namens Gros Piton sowie Petit Piton befinden sich im Süden der Karibikinsel und gelten als die bekanntesten Gipfel der Insel. Sie und das Naturschutzgebiet, das sie umgibt, zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe.

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Auf der Insel gibt es viele Schwefelquellen, wie beispielsweise die sogenannten Sulphur Springs und Krater. Diese belegen den vulkanischen Ursprung von St. Lucia. Auch die Pflanzen- und Tierwelt der Insel zählt zu den artenreichsten in der Karibik. Der Wasserreichtum ist genauso außergewöhnlich. Diesem verdankt St. Lucia die vielen Wasserfälle, die es hier zu entdecken gibt.

Der Inselstaat ist unabhängig und ein Mitglied des Commonwealth of Nations. Die Einwohnerzahl beträgt rund 172.900. Etwa 11.200 Menschen leben in Castries, der Hauptstadt der Insel. Der Tourismus ist heute der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Der Export von landwirtschaftlichen Produkten wie zum Beispiel Reis, Mehl und Bananen ist ebenfalls ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor.

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Deutsche, Schweizer und Österreicher können die Insel übrigens bis zu 90 Tage lang ohne Visum bereisen. Benötigt wird ein Reisepass, der für mindestens 6 Monate gültig ist. Zudem benötigt man ein Rückflugticket.

Auf St. Lucia ist die Amtssprache in jedem Fall Englisch. Die Mehrheit der Einwohner spricht im Alltag jedoch das sogenannte Patois, das eine Kreolsprache ist.

Das Klima auf St. Lucia

St. Lucia kann mit tropischem Klima überzeugen. So findet man das ganze Jahr über, sehr angenehme Temperaturen zwischen 25 – 30 Grad Celsius. Die Wassertemperatur kann mit ca. 26 Grad Celsius punkten. Von Juni bis November ist die Insel in der Sommerzeit. Mit erhöhten Niederschlägen ist dann zu rechnen. Die winterliche Trockenzeit herrscht von Dezember bis Mai und gilt als die beste Reisezeit.

Sehenswürdigkeiten

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Die Insel hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Nicht nur die Landschaft alleine kann auf St. Lucia bewundert werden.

Castries

Die Hauptstadt Castries ist immer einen Besuch wert. Der Hafen und viele interessante Plätze können in der Altstadt besichtigt werden.

So zählt zum Beispiel die berühmte Kathedrale von Castries zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf der Insel. Auch die Festung Morne Fortune muss man gesehen haben!

Soufrière

Strand St. Lucia
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Soufrière ist die erste französische Siedlung in St. Lucia. Sie liegt am Fuße der Pitons und kann mit ihrem schwarzen Strand überzeugen und gilt als Eingang zu den Naturwundern der Insel. Im Hintergrund der Stadt befindet sich ein Vulkankrater. Dieser wird als einziger sogenannter drive-in-Vulkan in der Karibik bezeichnet. Wie eine Mondlandschaft wirkt der Krater, der als Paradies beim Marigot Bay bezeichnet wird.

Gros Islet

Government House St. Lucia
Government House, Bild: Lisa Strachan / shutterstock

Das kleine Fischerdorf kann mit einer atemberaubenden Natur überzeugen. Zudem kann man sich hier auf die historischen Spuren der Insel begeben, die eine spannende Geschichte zu erzählen weiß. Das kleine Dorf diente oftmals Piraten als Versteck und wurde später sogar zum Militärstützpunkt.

Plantagen

Bekannt ist die Insel auch für ihre Kakaobohnenernte. Hier findet man viele Plantagen, die auch besucht werden können. So kann man sich selbst ein Bild über die harte Arbeit der Ernte machen. Köstliche Schokolade gibt es ganz nebenbei…

Flora und Fauna auf St. Lucia

Botanischer Garten
Botanischer Garten, Bild: Judith Lienert / shutterstock

Der Flora und Fauna sollte man ebenfalls Beachtung schenken. Es ist vor allem die unberührte Natur der Insel, die sie so beliebt werden lässt und einen ganz besonderen Zauber versprüht. Durch das tropische Klima kann man sich auf eine vielfältige und besonders üppige Flora freuen. Diese ähnelt der Flora von Martinique sehr.

Mango- und Bananenbäume, Kokospalmen und Goyavenbäume findet man in großer Vielzahl. Unterschiedliche Pflanzen aus der ganzen Welt wurden eingeführt. Teilweise kommen diese auch von fernen Ländern wie Indien, von wo der Tamarindenbaum eingeführt wurde.
Der Brotbaum wiederum kommt ursprünglich aus Tahiti.

Tauchen St. Lucia
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Vor allem Tauch-Fans und Vogelliebhaber kommen auf St. Lucia ganz auf ihre Kosten.
So findet man auf der Insel viele verschiedene Vogelarten wie beispielsweise Papageien, die vom Aussterben bedroht sind. Die Unterwasserwelt ist ebenfalls beeindruckend.

St. Lucia zählt zu den schönsten und beliebtesten Inseln der Karibik. Überzeugen kann die Insel durch ihre beeindruckende Landschaft, der Flora und Fauna, der Gastfreundschaft ihrer Bewohner und der vielen Plantagen. St. Lucia ist in jedem Fall einen Besuch wert und verspricht seinen Besuchern ein unvergessliches Abenteuer!

Puerto Rico – Traumurlaub in der Karibik

Puerto Rico
Bild: Maridav / shutterstock

Puerto Rico ist die östlichste und kleinste Insel der Großen Antillen, zu denen auch Kuba, Jamaika und Hispaniola gehören. Das, unter US-amerikanischer Verwaltung stehende Land, ist ein Reiseziel, das bei Europäern noch relativ unbekannt ist, obwohl es alle Klischees der Karibik erfüllt. Der Hafen von San Juan, der Hauptstadt, wird allerdings täglich von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen, deren Passagiere Puerto Rico dann an einem Tag entdecken möchten und für ein paar Stunden in Gruppen durch die malerische Altstadt geführt werden.

Old San Juan

Capitol von Puerto Rico
Capitol von Puerto Rico, Bild: Sean Pavone / shutterstock

Puerto Rico und seine rund 3,5 Millionen Einwohner verströmen ein ganz besonderes Flair, das am besten als Kombination aus spanischer Tradition und amerikanischer Lebensart beschrieben werden kann. Die kopfsteingepflasterten Gassen der historischen Altstadt und die farbenfrohen Häuser sind ein lebendiges Beispiel für die Architektur der Spanier im 16. und 17. Jahrhundert.

Während eines Stadtbummels zählen die historische Kathedrale, das Fort El Morro und das größte spanische Kastell auf amerikanischem Boden, San Cristobal, zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Gegend lässt sich am besten zu Fuß entdecken und an jeder Ecke offenbart sich dem Besucher ein weiteres, spannendes Fotomotiv. In der typisch karibischen Einkaufsstraße Fortalezza Street lässt es sich in kleinen Läden und an Marktständen herrlich nach Souvenirs und Mitbringseln stöbern.

Puerto Rico bietet eine Vielzahl von Naturschönheiten und sollte auf jeden Fall im Rahmen einer Rundreise erkundet werden, denn das Land ist für einen reinen Badeurlaub viel zu schön. Wer seinen Aufenthalt auf eigene Faust organisiert, wird sehr bald feststellen, dass es nicht einfach ist, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Insel zu bewegen. Es empfiehlt sich, ein Auto zu mieten, um die vielen sehenswerten Orte des Inselstaates anzufahren.

Ponce, die Perle des Südens (La Perla del Sur)

Cueva Ventana
Cueva Ventana ist eine Höhle in Arecibo, Puerto Rico, Bild: Tinapat Kotumrongsak / shutterstock

Die zweitgrößte Stadt Puerto Ricos ist das, an der Südküste liegende, Ponce. Der Ort beeindruckt durch seinen bunten Stilmix. Gebäude im Art Déco oder in der Neoklassik stehen unmittelbar neben Häusern der kreolische Architektur. In Ponce befindet sich auch das meistfotografierte Gebäude des Landes: die alte rote Feuerwehrstation, die heute ein Museum beherbergt. Zu den weiteren Highlights der Stadt gehören eine Zuckermühle und ein Rum-Museum, die besichtigt werden können und einen guten Einblick in diese traditionellen Industriezweige geben.

Der Nationalpark El Yunque

Salinas, Puerto Rico
Blick auf die Gemeinde Salinas, Bild: Felix Lipov / shutterstock

Nicht nur für Naturfreunde sollte ein Besuch dieses eindrucksvollen Nationalparks im Nordosten auf dem Ausflugsprogramm stehen. Verschiedene Wanderwege führen durch das mehr als 100 km² große Gelände und können begangen oder beritten werden. Der am Besucherzentrum beginnende Baumwipfelpfad bietet aus 20 m Höhe eine ganz andere Perspektive auf den Regenwald. Im Schutzgebiet hat man die Möglichkeit, 240 verschiedene Arten von Regenwaldbäumen kennenzulernen und unterwegs immer wieder auf tosende Wasserfälle zu treffen.

Die üppige, tropische Vegetation ist auch ein perfekter Lebensraum für viele Tierarten und so bekommt man, mit etwas Glück, einen der Coqui-Frösche zu sehen, die hier ideale Bedingungen vorfinden. Sein charakteristisches Gequake ist die ganze Nacht über in vielen Varianten zu hören. Zu den endemischen Tierarten Puerto Ricos gehören auch der silbergraue Angela Waldsänger und eine farbenfrohe Papageienart. Außerdem trifft man überall auf der Insel auf die einheimischen Leguane (Iguanas), die bis zu zwei Meter lang werden können. Sie sind zwar für die Einheimischen eine absolute Plage, sorgen bei Touristen aber immer wieder für Entzücken.

Die schönsten Strände von Puerto Rico

San Juan
San Juan, Bild: ESB Professional / shutterstock

Der Karibikstaat besitzt zahlreiche palmengesäumte, feinsandige Küstenabschnitte, die einem Reisekatalog entsprungen zu sein scheinen. Für Wassersportbegeisterte eignet sich zum Beispiel der Crashboat Beach bei Aguadilla an der Nordwestküste hervorragend. Hier werden Boots- und Tauchausflüge ebenso angeboten wie Jetski-Fahren und Paragliding. Am Rincon Beach dagegen treffen sich Surfer und dieser Hotspot ist auch für seine traumhaften Sonnenuntergänge bekannt.

Schnorchelfans kommen an vielen Orten Puerto Ricos auf ihre Kosten und auch einige der vorgelagerten kleinen Inseln sind absolute Schnorchelparadiese. Besonders beliebt sind unter anderem die Eilande Vieques und Culebra. Wer einen ruhigeren Strand vorzieht, kann durch eine karge Wüstenlandschaft, die einen unglaublichen Kontrast zu der ansonsten so üppig grünen Natur auf Puerto Rico bildet, an die äußerste Südwestküste fahren. In Cabo Rojo befindet sich eine versteckte kleine Badebucht.

Die beste Reisezeit für Puerto Rico

San Juan Puerto Rico
San Juan, Bild: Gary Ives / shutterstock

In der Karibik herrscht tropisches Klima mit ganzjährig relativ konstanten Temperaturen. Der meiste Niederschlag fällt in den Monaten April bis November, wenn es, mit Ausnahme des trockeneren Südens, teilweise zu starken Regenfällen kommen kann. Die beste Reisezeit liegt in der Periode von Dezember bis April, wenn die Temperaturen nur selten die 28℃ Marke übersteigen und das Hurrikan-Risiko äußerst gering ist.

Kulinarische Spezialitäten auf Puerto Rico

Die puertoricanische Küche ist von spanischen und kreolischen Einflüssen geprägt. Wie überall in der Karibik gehören Reis und Huhn zu den beliebtesten Gerichten. Auch Süßkartoffeln und frittierte Teigtaschen, die mit Fleisch oder Krabben gefüllt werden, stehen häufig auf den Speisekarten. An Getränken sind natürlich alle internationalen Erfrischungsgetränke erhältlich und unter den Kaffeesorten gilt Café con leche, der zu gleichen Teilen aus Espresso und Kondensmilch besteht, als Spezialität. Die vielen hier wachsenden tropische Früchte werden von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen gern gegessen.

Puerto Rico ist ein traumhaftes Reiseziel, das für Strandurlauber und Wassersportfans ebenso geeignet ist wie für Naturfreunde.

Hannover – Ehemalige Residenzstadt der Welfen

Neue Rathaus, Hannover
Das "Neue Rathaus", Bild: Mapics / shutterstock

Hannover, die heutige Landeshauptstadt Niedersachsens ist auch als Stadt der Gärten bekannt. Sie besteht zu mehr als 50% aus öffentlich zugänglichen Grünflächen und Gartenanlagen. Hervorragende Einkaufsmöglichkeiten, ein pulsierendes Nachtleben, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und ein großes Freizeit- und Naherholungsangebot, machen aus Hannover eine Stadt mit hoher Lebensqualität.

Die Geschichte von Hannover

Herrenhäuser Gärten Hannover
Herrenhäuser Gärten Hannover, Bild: Sebastian Grote /shutterstock

In den Anfängen ein Handelsplatz an der Leine, erfolgte die eigentliche Gründung der Stadt in den Jahren 1124 bis 1141 durch die Grafen von Rhoden. Herzog Heinrich der Löwe aus dem Hochadelsgeschlecht der Welfen, baute 1142 die kleine Marktsiedlung weiter aus und befestigte die Stadt. Im Jahr 1241 erhielt Hannover Stadtrechte und wurde selbstständige Stadt.

Fürst Georg von Calenberg, ein General aus dem 30-jährigen Krieg, ernannte Hannover im Jahr 1636 zu seiner Residenzstadt. Weitere Meilensteine in der Geschichte Hannovers waren die Erhebung zum Königreich im Jahr 1815 und die preußische Annektion im Jahr 1815. Hannover wurde preußische Garnisonstadt. Die Preußenherrschaft ging einher mit einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung und bedeutender industrieller Entwicklung.

Dann folgten Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Zweiter Weltkrieg. Die Nachkriegszeit wurde durch umfangreiche Wiederaufbaumaßnahmen der weitestgehend zerstörten Stadt geprägt. Nur ca. 5 % der Wohngebäude in Hannover sind unversehrt geblieben. Heute ist Hannover eine florierende Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern und zählt zu den führenden Großstädten in Deutschland.

Ausflugsziele und Freizeitmöglichkeiten

Die Marktkirche in der Altstadt Hannovers, Bild: Mapics / shutterstock

Die Stadt Hannover und deren Umgebung sind ein El Dorado für alle Arten von Freizeitaktivitäten. Ob Radfahren, Golf spielen, in einem der vielen Badeseen zu baden (z. B. das Steinhuder Meer, Altwarmbüchener See), Reiten, Beachvolleyball spielen, Boßeln, im Hochseilgarten klettern oder einfach in einem der Parks entspannen. Das vielfältige Freizeitangebot in und um Hannover lässt keine Wünsche offen.

Für Familien mit Kindern ist der Erlebnis-Zoo ein absolutes Muss. Auf einer Tour durch verschiedene Biotope der Welt können die Zoobesucher über 2000 verschiedene Tiere bestaunen. Hier leben Flusspferde, Nashörnern, Löwen, Giraffen, Zebras, Antilopen, Schimpansen und Gorillas, Tiger, Leoparden und Elefanten, Eisbären, Robben, Pinguine und sogar Kängurus und Emus.

Ein Besuch in dieser einzigarten „Arche Noah“ wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Zu empfehlen ist auch ein Besuch im Sea Life Hannover. In dieser faszinierenden Unterwasserwelt kann der Besucher bei einem Bummel durch einen Glastunnel unter dem Ozeanbecken, Haie, Schildkröten und viele tropische Fische aus der Fischperspektive beobachten.

Im „Aspria Spa & Sport Club“ am Maschsee werden Sport, Spaß und Wellness in Einem geboten. Sechs Saunen, ein Dampfbad, eine Salzhöhle, ein Whirlpool und ein Ruheraum mit Kamin stehen zur Verfügung. Schwimmen kann der Gast sowohl im Innen- als auch im Außenpool. Des Weiteren gibt es einen Fitnessbereich, indem nicht nur Kraftsportler auf ihre Kosten kommen. Doch auch das warme Solewasser der „Kristall Saunatherme“ in Seelze und der „Landgrafentherme“ lässt die Herzen von Wellnessfans höherschlagen.

Sehenswürdigkeiten in Hannover

Hannover
Blick auf Hannover, Bild: Roman Sigaev / shutterstock

In Hannover kann der Besucher zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdecken. Die gotische Marktkirche und das alte Rathaus aus rotem Backstein sind nur zwei davon. Beide Gebäude stehen in der Altstadt inmitten vieler schöner Fachwerkhäuser.

Eine weitere Attraktion ist eines der Wahrzeichen Hannovers, das neue Rathaus. Mit dem einzigartigen Bogenaufzug fährt der Besucher die Kuppel hinauf bis zu einer Aussichtsplattform. Oben angekommen wird er mit einem herrlichen Blick über die ganze Stadt belohnt. Doch auch das Interiör der fast einhundert Meter hohen Rathauskuppel ist sehenswert. In der Rathaushalle sind vier Stadtmodelle der Entwicklung Hannovers zu sehen, 1689, 1939, nach der Zerstörung 1945 und heute.

Eine besondere Attraktion Hannovers sind die im 17. Jahrhundert angelegten Herrenhäuser Gärten mit dem barocken großen Garten, dem Museum Schloss Herrenhausen, dem botanischen Berggarten sowie dem englischen Georgengarten. Im großen Garten sind eine Wasserfontäne, verschiedene Wasserspiele, unterschiedliche Figurengruppen und eine Grotte zu bestaunen. Ein Irrgarten und ein Tropenschauhaus, sowie ein Freilufttheater und das Schloss mit Orangerie runden den Besuch ab. Im Berggarten ist die größte Orchideensammlung Europas zu Hause.

Shopping und Gastronomie

Hannover ist gefüllt mit Grünflächen, Bild: Mapics / shutterstock

In Hannovers Altstadt können Shopping-Freunde zwischen eleganten Boutiquen, Schuhläden, Schmuckgeschäften und Antiquitätenläden flanieren und gleichzeitig die nostalgischen Fachwerkhäuser bewundern. Für Freunde der „Haute Couture“ lohnt sich ein Bummel über Hannovers Flaniermeile, die Georgstraße.

Hier gibt es elegante Luxuskleider und edlen Schmuck zu kaufen. Shoppen kann man aber auch in der Ernst-August-Galerie, der Galerie Luise, rund um den Kröpke-Platz, sowie in Hannovers bekannten Einkaufsstraßen, der Luisen-, Theater- und Königstraße. Lohnenswert ist auch ein Besuch auf einem der 26 Wochenmärkte.

Die Hannoveraner halten den Lindener Markt für den schönsten Wochenmarkt der Stadt. Der Lindener Markt aus dem Jahr 1883 ist in Hannover ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt geworden. Dienstags und Samstags bieten die Markthändler an zahlreichen Verkaufsständen Obst und Gemüse aus der Region, frisch gebackenes Brot und viele andere regionale Köstlichkeiten an. Freunde des guten Essens kommen in Hannover sowieso nicht zu kurz.

In den zahlreichen Restaurants, Pubs und Pizzerien der Stadt, kann der Gast bis spät in die Nacht zwischen deftigen, herzhaften, aber auch exklusiven Speiseangeboten wählen. Den Liebhabern der französischen, italienischen oder asiatischen Küche, wird in Hannover alles geboten, was das Herz begehrt. Verschiedene exzellente Fischrestaurants und Cafés runden das Gastronomieangebot ab.

Tipp: In Hannover findet jährlich das größte Schützenfest der Welt statt. Den Umzug der Schützen in ihren Uniformen lassen sich hunderttausende Zuschauer nicht entgehen. Du vielleicht auch nicht?

Städtetrip nach Zürich

Zürich
Blick auf das historische Zentrum von Zürich, Bild: canadastock / shutterstock

Die Schweizer Großstadt Zürich verbindet modernes Stadtleben mit der unmittelbaren Nähe zur Natur. Unzählige Veranstaltungen, eine beliebte Kulturlandschaft und ein pulsierendes Nachtleben zeichnen die Stadt am See aus. Wer einen Kurztrip plant, ist in Zürich genau richtig.

Zürich eine Stadt der Vielseitigkeit

Zürich See
Bild: Alexandru Staiu / shutterstock

Zürich ist, wenn man die Gesamtfläche betrachtet, eher klein. Schaut man sich dagegen die wirtschaftlichen Zahlen an steht sie an erster Stelle. Bereits im frühen Mittelalter war Zürich eine wichtige Handelsmetropole. Heute bildet Zürich das Finanzzentrum der Schweiz. Die Schweizer Nationalbank liegt inmitten des Stadtzentrums, unweit der prächtigen Bahnhofstrasse.

Hier reihen sich die teuersten Geschäfte großer, internationaler Marken nebeneinander und Kunden aus aller Welt genießen es hier Shoppen zu gehen. Zudem wird die Stadt für ihre Innovationskraft und die vielen hervorragenden Bildungseinrichtungen wie die Technische Hochschule oder die Zürcher Hochschule der Künste geschätzt. Auch Firmenbosse von Giganten wie Google oder Disney Research wurden früh auf Zürich aufmerksam und gründeten europäische Zweigstellen vor Ort.

Die Kreativität der Stadt zeigt sich dagegen in der großen Kulturszene: Einrichtungen wie das Haus Konstruktiv, das Museum für Gestaltung oder das Kunsthaus stehen für sich. Aber auch die vielen kulinarischen Highlights sind weit über die Landesgrenzen bekannt. Denken Sie nur an das Zürcher Geschnetzelte mit frischen Rösti oder das geliebte Birchermüesli am Morgen! Die Sterneköche der Stadt sind wahre Kosmopoliten und kreieren nicht nur die Traditionsgerichte der Schweiz.

Zürich Sonnenuntergang
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Internationale Food-Trends werden in der Stadt schnell eingeführt und von den Zürchern mit großem Interesse angenommen. Die Food-Szene ist groß, vielleicht gibt es in Zürich deshalb auch die meisten Sternerestaurants in ganz Europa. Daneben hat sich die Stadt längst auch einen Namen in der internationalen Street Food Scene gemacht. Jedes Jahr findet das tolle Food Zurich Festival statt und junge Pop-Up-Restaurants sowie eine hohe Club-Dichte runden das gastronomische Angebot der Stadt ab. Was soll man noch aufführen – Zürich ist eben eine echte kosmopolitische Weltstadt mit Herz.

Altstadt und Seebecken

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Die Altstadt von Zürich ist ein kultureller Schmelztiegel mit einer überaus interessanten Vergangenheit. Vor Ort können Sie durch verwinkelte Gassen schlendern, kommen vorbei an mittelalterlichen Bauwerken und alten Zunft- und Ratshäuser. Alle Häuser der Altstadt haben sicherlich bewegte Zeiten erlebt und könnten sie sprechen, würden die besten Geschichte ans Tageslicht kommen. Solange dies unmöglich bleibt, erzählen Stadtführer lebendige Geschichten über die Menschen, ihr Leben und Wirken sowie die vielen Wahrzeichen der Stadt.

Dazu gehören an erster Stelle die Doppeltürme des Großmünsters. Die Kathedrale wurde einst von Karl dem Großen in Auftrag gegeben. Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt sind: der Frauenmünster mit seiner beeindruckenden Glasfront und die Peterskirche, deren Turmuhr das größte Zifferblatt Europas trägt. Unweit der Altstadt gelangen Sie an das Ufer des Zürichsees. Der See ist Sommer wie Winter ein beliebter Treffpunkt für Genießer, Entdecker und Wassersportler. Hier können Sie Windsurfen, Wasserski fahren oder schwimmen.

Ausflugstipp: Ein Picknick auf der Insel Lützelau mit frisch zubereiteten Fischknusperli.

Uetliberg – die Geschichte eines Hausbergs

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Über der Stadt thront der Uetliberg – der liebenswerte Hausberg von Zürich mit seinem 871 m hohen Gipfel „Uto Kulm“. Die Sicht auf die Stadt, den See und die oft schneebedeckten Bergspitzen der Alpen ist fantastisch und sollte auf jeder Ausflugsliste ganz oben stehen. Der Berg ist ein beliebtes Wandergebiet zudem gibt es hier viele bekannte Strecken für Mountainbiker. Bei Kindern ist der Berg besonders in den Wintermonaten seht beliebt, da die Wanderwege, kaum, dass der erste Schnee gefallen ist, zu Schlittenwegen umfunktioniert werden. Ausflugstipp: Wandern Sie entlang des Planetenwegs und bekommen Sie einen spannenden Einblick in unser Sonnensystem.

Rapperswil – die Züricher Rivera

Rapperswil
Rapperswil, Bild: LouieLea / shutterstock

Rapperswil ist auch unter dem Namen „Rosenstadt“ oder „Züricher Rivera“ bekannt. Die nahegelegene Kleinstadt liegt am oberen Zürichsee und ist das beliebteste Ausflugsziel der Züricher. Die Natur versetzt Besucher in mediterrane Urlaubsstimmung und in den drei Rosengärten blühen wunderschöne Blumen- und Rosenarten. Sie erreichen Rapperswil von Zürich aus ganz einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die Anreise mit dem eigenen PKW stehen genügend Parkflächen vor Ort zur Verfügung. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist, neben den Rosengärten, das Schloss von Rapperswil. Es thront hoch oben über der Stadt auf dem Schlosshügel und ermöglicht Besuchern einen traumhaften Rundumblick über die Glarner Alpen und das Zürcher Oberland.

Zahlreiche Kapellen und Klosteranlagen runden das Gesamtbild ab. Das mittelalterliche Stadtzentrum von Rapperswil lädt Gäste zu einem entspannten Stadtbummel ein und an der nahegelegenen Uferpromenade finden sich schöne Restaurants und Cafés. Von hier erreicht man auch die gegenüberliegende Seeseite. Die längste Holzbrücke der Schweiz bringt Gäste trockenen Fußes über den See und wieder zurück.

Ausflugstipp: Erkunden Sie den Zürichsee mit einem Schaufelraddampfer von Rapperswil aus. Weitere Freizeitmöglichkeiten für jeden Geschmack rund um den Zürichsee im Kanton Zürich sind: Stadt Pfäffikon mit großem Erlebnisfreibad und zahlreichen Wasserrutschen, Knies Kinderzoo, Skipisten und Sommerrodelbahn am Atzmännig sowie der Wallfahrtsort Einsiedeln mit seiner weltbekannten Klosteranlage.

Abschließende Tipps für einen Kurztrip nach Zürich

Uetliberg
Blick vom Uetliberg, Bild: Oscity / shutterstock

Genießen Sie die Vorteile der Zürich-Card und sparen Sie dabei Zeit und Geld. Die Zürich Card ist für einen oder bis zu drei Tage gültig und ermöglicht die freie Fahrt mit Tram, Bus, Bahn und Seilbahn in der Stadt Zürich und Umgebung. Zudem erhalten Nutzer freien Eintritt oder Ermäßigungen in 41 Museen der Stadt. Sie wollen an einer Stadtführung teilnehmen und mehr über die Sehenswürdigkeiten erfahren? Prima, mit der Zürich-Card sparen Sie ganze 50 % beim Rundgang durch die Zürcher Altstadt. Informieren Sie sich vor Ort über weitere Vorteile der Tourismuskarte und entdecken Sie die Schönheit der Stadt.