Montag, Juli 13, 2020
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Föhr – eine Insel zum Entspannen

Schöne Strände, eine abwechslungsreiche Natur und viele Sehenswürdigkeiten sorgen dafür, dass die Insel Föhr, welche zu den Nordfriesischen Inseln zählt, ein attraktives Reiseziel ist. Dank regelmäßiger Fährverbindungen, die allerdings von Ebbe und Flut abhängig sind, kann man Föhr das ganze Jahr über bequem erreichen und bekommt schon auf dem Schiff zur Insel einen ersten Eindruck der Region.

Für eine schnellere Anreise steht auch ein kleiner Flugplatz zur Verfügung, der von verschiedenen Orten auf dem Festland wie Husum und Flensburg angeflogen wird. Geprägt wird Föhr vor allem durch das Wattenmeer, vom dem die Insel umgeben ist und welches man auf geführten Wanderungen hautnah erleben kann. Ebenfalls sehr bemerkenswert ist die für die Gegend sehr üppige Vegetation, die Föhr dem Umstand verdankt, dass sie aufgrund ihrer Lage von ihren Nachbarinseln Sylt und Amrum vor heftigen Sturmböen geschützt wird, was ein Gedeihen vielfältiger Pflanzen begünstigt. Ein weiterer Aspekt, der Föhr zu einem beliebten Ziel für Erholungssuchende macht, ist das für die Region typische Reizklima, mit salzhaltiger Luft und stetigen Winden. Föhr ist aber nicht nur im Hinblick auf die landschaftlichen Besonderheiten interessant, sondern bietet darüber hinaus auch spannende Einblicke in die bewegte Geschichte der Nordseeregion.

Eine einzigartige Natur macht Föhr zu einem Ort für Entdecker

Wyk auf Föhr
Die Promenade von Wyk, Bild: Eryk Stawinski / shutterstock

Vor allem die langgezogenen Strände auf Föhr laden dazu ein eine unbeschwerte Zeit in der freien Natur zu verbringen. Insbesondere im Süden und Westen von Föhr findet man attraktive Strände, die zu jeder Jahreszeit zum Verweilen einladen. Im Sommer sind die Strände von Föhr sehr beliebt bei Badegästen und bieten vielfältige Möglichkeiten das salzige, aber auch erfrischende Wasser der der Nordsee zu genießen. Im Herbst und Winter hingegen, kann man großartige Strandspaziergänge unternehmen, auf denen es viel zu erkunden gibt und garantiert keine Langeweile aufkommt. Aber auch das Inselinnere von Föhr, welches in erster Linie von Marschland dominiert wird, ist ein Gebiet, in dem man entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad eine erholsame Zeit verbringen kann. Die wohl prägendste Naturkulisse im Gebiet von Föhr ist aber das Wattenmeer, welches Besuchern der Insel sehr spannende Einblicke in ein außergewöhnliches Ökosystem ermöglicht. Da das sogenannte Watt aber nicht ungefährlich und darüber hinaus auch ein geschütztes Gebiet ist und viele Dinge beachtet werden müssen, sollte man sich einer der geführten Wattwanderungen auf Föhr anschließen. Denn durch die Teilnahme an einer Wattführung ist man einerseits sicher unterwegs und bekommt von erfahrenen Wattführern interessante Erläuterungen über die Besonderheiten dieser einzigartigen Landschaft.

Ein Ort lebendiger Geschichte

Wenn man auf Föhr ein paar erholsame Tage verbringt, hat man auch die Möglichkeit sich mit der bewegten Geschichte der Insel zu beschäftigen. Die über lange Zeit vom Walfang geprägte Insel verfügt nämlich über eine vielfältige und interessante Kultur, die in vielen Bereichen des Insellebens bis heute präsent ist. So tragen insbesondere die Damen zu festlichen Anlässen in einigen Teilen von Föhr auch heute noch die farbenfrohe Friesentracht.

Aber auch andere Bräuche, wie zum Beispiel das Biikebrennen im Februar, welches vergleichbar ist mit den in anderen Regionen bekannten Osterfeuern, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und sorgt dafür, dass Traditionen auf Föhr lebendig bleiben. Einen sehr interessanten Überblick der Kulturgeschichte Nordfrieslands und Föhrs, bietet beispielsweise das Friesenmuseum in der Inselhauptstadt Wyk, in dem man sehr anschaulich das oftmals beschwerliche Leben der Insulaner in vergangenen Zeiten nachvollziehen kann. Ein weiteres Museum, dessen Besuch sich lohnt, wenn man auf Föhr seine Zeit verbringt, ist das Museum Kunst der Westküste, in welchem Kunstwerke aus verschiedenen Epochen zu den Themen Meer und Küste präsentiert werden.

Charme und Flair – Föhr ist eine Insel, die viel zu bieten hat

Zahlreiche Bauwerke und Orte auf Föhr, die einst sehr bedeutsam waren, sind auch heute noch sehr beliebt und sehenswert. So ist Föhr zum Beispiel für seine sehr schönen Kirchen bekannt, von denen insbesondere die drei bereits im Mittelalter entstandenen in Wyk, Nieblum und Süderende einen Besuch wert sind. Die eigentliche Attraktion dieser Kirchen, sind aber nicht die Bauwerke an sich, die zwar auch sehr imposant sind, sondern die dazugehörigen Friedhöfe. Dies liegt vor allem daran, dass man auf Ihnen sehr außergewöhnliche Grabsteine, findet, die neben sehr umfangreichen Texten, die den Verstorbenen gewidmet sind, teilweise auch Bilder enthalten. Noch ältere Zeugnisse der Vergangenheit Föhrs, kann man im Südwesten der Insel besichtigen, wo mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit und die Lembecksburg, ein Ringwall darauf warten erkundet zu werden. Sehr lohnend ist auch ein Bummel durch den Hauptort von Föhr, Wyk, in dem man neben schön anzusehenden Glockenturm findet und auch einen Spaziergang auf der bekannten Seepromenade Sandwall unternehmen kann

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