Rio de Janeiro – Urlaubsparadies am Zuckerhut

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro, die ehemalige Hauptstadt Brasiliens, gilt wohl als Synonym für das ultimative Urlaubsparadies wie kaum eine andere Stadt auf der Welt. Traumhafte Sandstrände von Weltruhm, eiskaltes Kokoswasser unter Palmen und südamerikanische Lebensfreude sind nur einige der Assoziationen, die der klangvolle Name der Millionenstadt hervorruft.

Auch Sehenswürdigkeiten wie der Strand von Copacabana, der Zuckerhut oder die Christusstatue bedürfen keiner weiteren Vorstellung. Darüber hinaus hat die Cidade Maravilhosa, die schöne Stadt also, noch zahlreiche weitere natürliche und kulturelle Schätze zu bieten.

Rio für Naturliebhaber

Rio de Janeiro, Zuckerhut
Der Zuckerhut, Bild: f11photo / shutterstock

Obwohl Rio de Janeiro mit fast sieben Millionen Einwohnern eine wahrhaft gigantische Metropole ist, muss man von nahezu keinem Ort der Stadt lange Wege auf sich nehmen, um inmitten tropischer Flora die Ruhe und fernab des Großstadttrubels genießen zu können.

Nicht umsonst schließlich kann Rio mit einem riesigen Regenwald inmitten des Stadtgebiets aufwarten. Darüber hinaus ist das Stadtbild von mehreren charakteristischen Hügeln geprägt, die zu Wanderungen einladen, bei denen dank ihrer Vielfältigkeit erfahrene Wanderer ebenso auf ihre Kosten kommen wie Neulinge.

Überhaupt machen Natur und Outdoor einen großen Teil des alltäglichen Lebens eines Carioca (so der Spitzname der Bewohner) aus. Auch die Lagoa (Lagune) in der Südzone ist der ideale Ausgangspunkt für Unternehmungen an der freien Luft. Im Rahmen einer Radtour lässt sie sich mühelos umrunden, wobei das von Parks gesäumte Ufer mit eindrucksvoller Kulisse ideal für ein Picknick zwischendurch ist und außerdem stets den Blick auf die Christusstatue ermöglicht.

Strände in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro
Blick auf Rio de Janeiro, Bild: rocharibeiro / shutterstock

Zwar hat der Strand von Copacabana seinen Ruf durchaus zurecht inne, doch damit endet das Strandangebot Rios noch lange nicht. Ganz in der Nähe, im edlen Stadtteil Leblon, trifft man am Strand nicht selten lokale Prominente wie Telenovela-Schauspieler, Models oder Fußballer beim Sonnenbaden. Auch der Strand von São Conrado, etwas östlicher gelegen, gilt als Treffpunkt privilegierter Schichten vor atemberaubender Kulisse.

Abgesehen von diesen Stadtstränden kann man im Westen in Barra und Recreio naturbelassenere Strände erkunden, die vor allem unter der Woche weniger frequentiert sind.
Zu diesem Zweck empfiehlt es sich jedoch, ein Auto zu mieten, denn mit dem Bus oder gar der U-Bahn sind sie nicht zu erreichen.

Tipp: Möchten sie sich unter die Einheimischen mischen, dürfen sie unter keinen Umständen ein Handtuch mit zum Strand nehmen oder noch schlimmer, sich damit abtrocknen. Cariocas legen sich auf ein Strandtuch und lassen sich dann langsam von der Sonne trocken.

Sucht man eine gänzlich andere Stranderfahrung, ist man auf Paquetá an der richtigen Adresse. Die kleine Insel in der Guanabara-Bucht im Nordosten der Stadt wird nicht von Autos befahren und ist über eine Fähre erreichbar, die alle zwei Stunden vom Stadtzentrum aus ablegt.

Kulturelle Aktivitäten in Rio de Janeiro

Ipanema
Der Ipanema Strand, Bild: Aleksandar Todorovic / shutterstock

Auch wenn Rio hinter São Paulo nur die zweitgrößte Stadt Brasiliens ist, ist die Platte des kulturellen Angebots dank ihrer Geschichte als ehemalige Hauptstadt und langjähriger Nabel des Landes (in nahezu jeder Hinsicht) mehr als reichlich gedeckt.

Egal, ob erstklassige Museen (Museu de Arte do Rio, Kunstmuseum oder Museu Histórico Nacional, historisches Museum) oder kulturelle Zentren (CCBB), Rio de Janeiro bietet es. Die Bibliothek Real Gabinete Português de Leitura im Stadtzentrum beherbergt die größte Sammlung an portugiesischer Literatur überhaupt und ist auch optisch eindrucksvoll. Noch dazu wurde die Stadt in diesem Jahr als erste überhaupt zur Welthaupstadt der Architektur ernannt.

Der Stadtteil Madureira ist die Wiege des Samba und somit für Musikliebhaber ein wahres Mekka. Hier ist auch die Sambaschule Portela beheimatet, die zu den traditions- und erfolgreichsten der Stadt zählt.
Fast jedem dürfte der Karneval von Rio ein Begriff sein. Was jedoch nur Wenige wissen: Auch wenn die Hauptveranstaltungen rund um den Karneval innerhalb einer Woche stattfinden, kann man mit etwas Glück schon ab November einige der sogenannten Blocos, also der Umzüge erleben.

Essen und Trinken

Copacabana und Ipanema
Blick auf die Strände Copacabana und Ipanema, Bild: f11photo / shutterstock

Besonders stolz sind die Brasilianer auf ihre Landesküche. Das Nationalgericht, die feijoada, ein Eintopf aus Bohnen und Schweine- oder Rindfleisch, bekommt man fast überall, besonders empfehlenswert und authentisch ist es aber in der Bar do David im Stadtteil Leme.

Wohl niemand, der Rio de Janeiro besucht, lässt sich eine Stippvisite beim Zuckerhut entgehen. Der umgebende Stadtteil Urca selbst ist allerdings ebenfalls sehenswert mit seinem ruhigen Strand und der pittoresken Mauer. Zudem gilt er als sicherste Gegend Rios. Wer die Gondel vom Zuckerhut herab nimmt oder diese Strecke sogar zu Fuß bewältigt, sollte sich anschließend mit einem Bier von der Bar Urca belohnen. Hier gibt es auch köstliches pastel (ähnlich einer Frühlingsrolle) oder bolinho de bacalhau (Stockfischkrokette).

Gehobenere Küche findet man im noblen Xian in einem Shoppingcenter neben dem nationalen Flughafen. Neben dem ausgezeichneten japanischen Essen punktet das Restaurant auch mit einer unvergleichlichen Aussicht über die Guanabara-Bucht und den Süden der Stadt.

Der perfekte Abschluss also, um noch einen letzten Blick auf die Cidade Maravilhosa zu werfen, während sich die Dunkelheit der Nacht unter der schützenden Hand des Christus über die Stadt legt.

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