Mittwoch, Oktober 28, 2020
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Hispaniola – die zweitgrößte Insel der Großen Antillen

Hispaniola ist nach Kuba das zweitgrößte Eiland der Westindischen Inseln der Karibik und zwischen den Großen Antillen gelegen. Sie beheimatet die beiden Inselstaaten Haiti und Dominikanische Republik.

Ihre Gesamtfläche beträgt 76.500 Quadratkilometer, von denen 48.700 auf die Dominikanische Republik und 27.800 Quadratkilometer auf Haiti entfallen. Hispaniola ist 650 Kilometer lang und 240 Kilometer breit. Sie weist nicht nur die größte Fläche aller Inseln der Antillen auf, sondern ist mit insgesamt mehr als 21 Millionen Einwohnern auch deren bevölkerungsstärkste Insel. Die Bevölkerungszahl ist zu annähernd gleichen Teilen auf beide Inselstaaten verteilt. Im westlichen Drittel von Hispaniola liegt Haiti und die
restliche Fläche von zwei Dritteln nimmt die Dominikanische Republik ein. Aufgrund der ungleichen Größe der Staatsgebiete unterscheidet sich deren Bevölkerungsdichte stark. Haiti hat 352 Einwohner pro Quadratkilometer, während in der Dominikanische Republik lediglich 207 Einwohner je Quadratkilometer gezählt wurden.

Wie die Ureinwohner Hispaniola nannten

Strände Dominikanische Republik
Die Dominikanische Republik bietet traumhafte Strände, Bild: yotily/shutterstock

Die Ureinwohner, die Tainos, nannten die Insel Kiskeya oder auch Ayiti, was übersetzt „wunderbares bzw. gebirgiges Land“ bedeutet und die heutigen Bezeichnungen „Qiusqueya“ und „Haiti“ hervorbrachte. Die gesamte Insel wurde ursprünglich Haiti genannt, während Quisqueya im Text der Nationalhymne der Dominikanischen Republik genannt wird. Christoph Kolumbus landete 1492 während seiner Eroberung des Paradieses auf Hispaniola und gab ihr den Namen La Isla Española. Ihre geografische Lage
bot den Spaniern die Möglichkeit, ihre Expansion nach Kuba, Mexiko, Panama und Südamerika voranzutreiben. Während der Kolonialzeit wurde die Insel politisch in den spanischen Ostteil und den französischen Westteil aufgeteilt. Aus dem östlichen Teil ging die Dominikanische Republik und aus dem westlichen Haiti hervor. Hispaniola bildet mit Kuba, Jamaika und Puerto Rico die Inselgruppe der Großen Antillen, die nur wenige vorgelagerte Inseln aufweisen. Die namhaftesten sind auf haitianischer Seite die Inseln
Gonâve, Tortuga und vor dem Staatsgebiet der Dominikanischen Republik das Eiland Saona.

Hispaniola kann sich ebenfalls rühmen, die fünf höchsten Berge der Region in ihren fünf Gebirgsketten zu beherbergen. Allesamt liegen sie in der Cordillera Central, die sich von der Südküste in den Nordwesten des Eilands erstreckt. Der Yaque ist 2760m hoch, die Loma de la Viuda 2802m, die Loma Rucilla 3039m, die Loma La Pelona 3097m und der Pico Duarte bringt es auf eine Höhe von 3098m. Parallel zur Cordillera Central zieht sich die Cordillera Septentrional entlang der Nordküste und fällt dann als Halbinsel Samaná
in den Atlantik ab. Zwischen Santiago und Puerto Plata ist der Gipfel des Pico Diego de Ocampo auf 1249 Metern der höchste Punkt dieser Bergkette. Die Cordillera Oriental erhebt sich im Osten der Dominikanischen Republik auf maximal 736 Meter. Südwestlich erstreckt sich die Sierra de Neiba nach Haiti als Montagnes Noires. Der höchste Punkt ist auf 2177 Meter nördlich von Largo Enriquillo gelegen. Die Bergkette im Süden unter den Namen Massif de la Selle und Massif de la Hotte bildet die südwestliche Halbinsel Haitis.

Mit 2715 Meter ist der Morne de la Salle der höchste Punkt dieses Bergmassivs auf haitianischer Seite. Auf dominikanischer Seite erhebt sich die Bergkette auf 2368 Meter. Parallel dazu verläuft die Tiefebene, die in Haiti Plaine du Cul-de-Sac genannt wird und in der Hauptstadt Port-au-Prince endet.

Sehenswürdigkeiten in Haiti und der Dominikanischen Republik

In der Tiefebene liegen mit der Saumatre-Lagune in Haiti und dem Enriquillo-See in der Dominikanischen Republik einige Salzwasserseen. Geografisch liegt Hispaniola genau auf der Grenze der Karibischen und der Nordamerikanische Platte und ist dadurch öfters Erdbeben ausgesetzt.

Das Eiland verfügt über vier unterschiedliche Ökoregionen, von denen etwa 50 Prozent durch Feuchtwälder bewachsen sind und vor allem in tieferen Lagen, aber auch bis in Höhen von 2000 Meter vordringen. 20 Prozent der Insel stellen Trockenwälder im Schatten der Berge im Süden und Westen. Im felsigen Gelände oberhalb 850 Meter finden sich hispaniolische Kiefernwälder, die 15 Prozent der Vegetation ausmachen. Auf Hispaniola ist eine vielfältige Tierwelt heimisch. Neben Seevögeln, Flamingos, Reihern, Kolibris finden
sich auch Schildkröten, Leguane, Amphibien sowie viele Fischarten.

Die Insel bietet das ganze Jahr gleichbleibende Temperaturen, die sich meist um 30 °C einpendeln. In Höhenlagen können sie sich aber auch nur im einstelligen Bereich bewegen. Bedingt durch die örtlichen Passatwinde ist das Klima immer sehr gut verträglich und nie drückend heiß. In der Regenzeit von Juni bis September kann es in der Region zu tropischen Wirbelstürmen kommen.

Sans Souci Palast Haiti, Hispaniola
Der Sans-Souci-Palast in Haiti, Bild: CMORimages / shutterstock

Insbesondere die Dominikanische Republik zählt zu den beliebtesten Urlaubsgebieten, da Touristen dort einen traumhaften Karibikurlaub verbringen können. Das herrlich sonnige Wetter, die wunderschönen Traumstrände mit strahlend weißem Sand vor einem türkisblauen Meer ziehen jedes Jahr Urlauber aus der ganzen Welt an. Auch vor der Küste gibt es einiges zu entdecken, da Hispaniola einige der schönsten Riffe der Karibik bietet. Anfänger haben die Möglichkeit Tauchkurse zu belegen und so die Unterwasserwelt der Insel zu erkunden. Wer lieber auf dem Trockenen bleiben möchte, findet, neben prunkvollen Herrenhäusern der Kolonialzeit und den für die Region typischen Rumdestillerien, in den Bergen von Haiti das iSchloss Sans Souci. Kulturinteressierten stehen auf Hispaniola ebenfalls viele Betätigungsmöglichkeiten offen. Naturfreunde haben in den Monaten Dezember bis März die Gelegenheit, Wale auf ihrer Reise zu beobachten. Auf haitianischer Seite stellt der Besuch der Hauptstadt Port-au-Prince einen unvergesslichen Höhepunkt der Aufenthaltes dar. Die Bauten der französischen Kolonialzeit verzaubern Besucher bis heute durch ihren ganz eigenen Flair.

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