Hawaii, Napali Küste auf Kauai
Die Napali Küste auf Kauai, Bild: Alexander Demyanenko

Hawaii – ein Archipel aus Feuer und Wasser geboren

Hawaii ist viel mehr als nur der fünfzigste Bundesstaat der USA. Hawaii ist von dem amerikanischen Festland nicht nur durch die Weiten des Pazifischen Ozeans getrennt – diese Inselgruppe ist vielmehr eine Welt für sich. Mit einem einzigartigen Charme und einer bei den Urlaubern ungebrochenen Anziehungskraft. Es ist ein Paradies auf heißem Boden, denn in den Tiefen brodelt es. Diese Inseln sind auf der Glut der Vulkane gebaut. Einige der Riesen geben sich eher sanftmütig, andere toben sich noch immer aus. So wie der Kilauea-Krater auf Big Island, wo die Feuergöttin besonders intensiv zürnt und zuweilen sogar den Flugverkehr zum Erliegen bringt.

Hawaii, Waikiki Beach Oahu
Der Waikiki Beach in Honolulu, Oahu, Bild: aines/shutterstock

Die erste Station einer Reise zum hawaiischen Archipel beginnt stets auf Oahu mit einem der berühmtesten Strände der Welt: Waikiki in Honolulu. Es gibt in den exotischen Regionen auf unserem Globus kaum ein schöneres Postkartenmotiv. Mit einer geschwungenen Bucht vor der Kulisse des Diomond-Head-Kraters.

Recht unfreiwillig und schicksalhaft schrieb Hawaii im Zweiten Weltkrieg Geschichte. Der japanische Angriff auf die Militärbasis von Pearl Harbor führte zu einer neuen Dimension der Eskalation zwischen den Mächten. Bei einer City-Tour kann man heute den historischen Ort besichtigen. Eine Rundreise zu den Inseln Hawaiis führt zu malerischen Dörfern, heilenden Quellen und sehr alten Kirchen. Und zu interessanten und aufgeschlossenen Bewohnern. Der begleitende Gesang zum Hula-Tanz und die Vehemenz der Trommelschläge berichten von den Legenden Polynesiens.

Kauai zählt zu den wundersamsten Inseln der Welt. Mit den steilen Hängen der Na-Pali-Küste, einer faszinierenden Flora und Fauna, mit dem gewaltigen Mount Waialeale und mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von bis zu zwölf Metern. Das ist zweifellos ein Weltrekord.

Hawaii Botanische Garten in Kaneohe, Oahu
Der Botanische Garten in Kaneohe, Oahu, Bild: Shane Myers Photography / shutterstock

Der Mauna Kea ist der höchste Berg auf Hawaii und mit seinen 4205 Metern ein wichtiger Gipfel der Wissenschaftler, die hier ihr größten Observatorien weltweit errichteten. Der Blick zu den Sternen erfolgt dort im Winter aus dem Schnee, denn der Gigant gönnt sich dann für drei Monate ein weißes Kleid.

Wer nach Hawaii kommt, der darf sich auf ein sehr spezielles Lebensgefühl der Menschen dieses fernen Archipels freuen. Und auf den obligatorischen Blütenkranz, der einst als Geschenk für die Götter gedacht war. Der Lei ist das traditionelle Gebilde aus Pflanzen und Blüten, und es soll Verehrung und Liebe der Gastgeber gegenüber den Gästen aus einer anderen Welt ausdrücken. Früher waren sie vor allem das kunstvolle Sinnbild einer Nabelschnur zwischen Mutter und Kind und der Göttin des Tanzes gewidmet.

Die Insel Maui sollte man im Rahmen einer Hawaii-Rundreise unbedingt besuchen. Auch wegen der einzigartigen Naturlandschaft, die sich zu Füßen des erloschenen Vulkans Haleakala präsentiert. „Haus der Sonne“ nennt sich der dortige Nationalpark und diente einst dem Schriftsteller Mark Twain als Unterschlupf. In seinen Erinnerungen hielt er fest, dass sein Campieren unter freiem Himmel auf Maui das „erhabendste Schauspiel“ war, das ihn Zeit seines Lebens begleiten werde.

Noch immer ist es Wissenschaftlern ein Rätsel, woher die Ureinwohner des Archipels kamen und wann sie Hawaii besiedelten. Vermutlich hatte der legendäre Seefahrer James Cook recht, als er den Polynesiern kein Land als Heimat zurechnete sondern allein die Unendlichkeit des Meeres. Und so ist Hawaii aus Wasser und Feuer geboren – ein grandioses Urlaubsziel zu allen Jahreszeiten.

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