Asturien – vielfältige Gesichter einer Region

Playa de Torimbia, Asturien
Der Playa de Torimbia, Bild: lunamarina / shutterstock

Im Norden Spaniens liegt Asturien. Die Region begeistert mit wilden Steilküsten, grünen Berglandschaften und ursprünglicher Natur – ideal zum Wandern, Genießen und Entschleunigen. Die abwechslungsreiche Küstenlinie erstreckt sich über mehr als 300 Kilometer entlang der Costa Verde.

Immer wieder entdeckt man malerische Fischerdörfer, die sich an steile Berghänge schmiegen und bis ans Meer hinunterreichen. Viele dieser Orte waren einst vom Fischfang, Handel und teils auch vom Walfang geprägt. Bis heute haben sie sich ihren authentischen Charakter bewahrt.

Cangas de Onís
Alte romanische Brücke in Cangas de Onís, Bild: Lukasz Janyst / shutterstock

Besonders eindrucksvoll erlebt man die Natur in den UNESCO-Biosphärenreservaten Asturiens. Das Fürstentum gilt als eines der grünsten Reiseziele Spaniens. In den geschützten Landschaften finden seltene Tierarten ideale Lebensbedingungen – darunter der Kantabrische Braunbär und der stark bedrohte Auerhahn.

Ein Höhepunkt für Naturliebhaber ist der Nationalpark Picos de Europa mit spektakulären Berglandschaften, tiefen Schluchten und klaren Bergseen. Besonders beliebt sind die Covadonga-Seen Lago Enol und Lago Ercina.

Lago Ercina
Der Lago Ercina, Bild: Marques / shutterstock

Ein Ausflug der besonderen Art führt in das Küstengebirge Cordillera del Sueve. Dort leben die Asturcones – eine alte, halbwilde Pferderasse, die als Symbol Asturiens gilt. Vom Aussichtspunkt Mirador del Fitu eröffnet sich ein großartiger Panoramablick über die Berge bis hinunter zur Atlantikküste.

Auch kulturhistorisch besitzt Asturien große Bedeutung. König Alfons II. machte sich im 9. Jahrhundert von Oviedo zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela auf. Der ursprüngliche Pilgerweg, der „Camino Primitivo“, führt noch heute durch den Westen Asturiens und zählt zu den traditionsreichsten Jakobswegen.

Strände in Asturien

Entlang der Costa Verde wechseln sich einsame Buchten, steile Felsklippen und breite Sandstrände ab. Gewaltige Brandung, bizarre Felsformationen und grüne Hügel prägen das Landschaftsbild. Viele Strände sind naturbelassen und selbst in der Hochsaison vergleichsweise ruhig.

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Wer etwas mehr Leben bevorzugt, sollte Orte wie Llanes, Ribadesella, Luarca oder Cudillero besuchen. Die charmanten Küstenorte verbinden traditionelle Fischerkultur mit modernem Tourismus und bewahren dabei ihren ursprünglichen Charakter.

Die Städte Asturiens

Neben Natur und Küste bieten auch die Städte Asturiens zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Historische Altstädte, Museen, moderne Kulturangebote und lebendige Gastronomie sorgen für abwechslungsreiche Urlaubstage. Besonders empfehlenswert sind Oviedo und Gijón.

Oviedo

Oviedo, Asturien
Die Kathedrale von Oviedo, Bild: LucVi /shutterstock

Oviedo ist die Hauptstadt Asturiens und liegt im grünen Hinterland der Costa Verde. Die Ursprünge der Stadt reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Mittelpunkt der Altstadt ist die Kathedrale San Salvador, deren Bau im 14. Jahrhundert begann.

Mehrere präromanische Bauwerke in und um Oviedo gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe „Monuments of Oviedo and the Kingdom of the Asturias“. Besonders bekannt sind Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo auf dem Monte Naranco.

Heute präsentiert sich Oviedo als elegante Universitätsstadt mit gepflegten Fußgängerzonen, Cafés und traditionellen Sidrerías. Von Oviedo lohnt sich ein Ausflug auf den Monte Naranco, der herrliche Ausblicke über Stadt, Berge und Umgebung bietet.

Gijón

Cudillero, Asturien
Cudillero, Bild: Studioimagen73 / shutterstock

Gijón ist die größte Stadt Asturiens. Einst stark von Industrie und Schiffbau geprägt, hat sich die Stadt zu einem modernen Kultur- und Urlaubszentrum entwickelt. Besonders beliebt sind die Strandpromenade von San Lorenzo sowie der Sport- und Yachthafen.

Ein lohnenswertes Ziel ist das Aquarium von Gijón, das die Unterwasserwelt des Atlantiks und anderer Meeresregionen präsentiert. Auch die zahlreichen Museen und Kulturzentren der Stadt machen Gijón zu einem abwechslungsreichen Reiseziel.

Sehr beliebt ist das Museu del Pueblu d’Asturies. Das Freilichtmuseum vermittelt die traditionelle Lebensweise Asturiens mit historischen Gebäuden, Mühlen und typischen Bauernhäusern.

Kulinarische Reise durch Asturien

Strand Asturien
Bild: DANIELVET / shutterstock

Asturien gilt als eine der spannendsten Genussregionen Spaniens. In traditionellen Tavernen und Sidrerías werden regionale Spezialitäten serviert – sowohl an der Küste als auch im bergigen Hinterland.

Berühmt ist Asturien vor allem für seinen Apfelwein, die „Sidra“. Der leicht säuerliche Cidre wird traditionell aus großer Höhe eingeschenkt, damit er sein Aroma entfalten kann.

Das wohl bekannteste Gericht ist die Fabada Asturiana. Der herzhafte Bohneneintopf wird klassisch mit weißen Bohnen, Chorizo, Blutwurst und Speck zubereitet.

Auch Käseliebhaber kommen in Asturien auf ihre Kosten. Besonders bekannt ist der kräftige Blauschimmelkäse Cabrales, der in natürlichen Höhlen reift. Insgesamt ist die Region für eine große Vielfalt an Käsesorten bekannt.

Frischer Fisch und Meeresfrüchte spielen entlang der Küste ebenfalls eine wichtige Rolle. Spezialitäten wie gegrillter Oktopus, Seehecht oder fangfrische Sardinen stehen in vielen Restaurants auf der Speisekarte.