Asturien – vielfältige Gesichter einer Region

Playa de Torimbia, Asturien

Im Norden Spaniens befindet sich Asturien. Es lädt mit seinen wilden Steilküsten und grünen Landschaften zum Wandern und Verweilen ein. Diese unberührte Natur erstreckt sich über mehr als 300 Kilometer. Immer wieder sieht man hier Fischerdörfer, die direkt in die steilen Berghänge gebaut wurden und sich bis zur Küste hinunter erstrecken. Im Schutz dieser Hänge lebten die Walfänger und ihre Familien. Die kleinen Hafendörfer boten auch den königlichen Schiffen Schutz vor Unwetter. Noch heute führen sie ihre Besucher in diese Zeit zurück.

Cangas de Onís
Alte romanische Brücke in Cangas de Onís, Bild: Lukasz Janyst / shutterstock

Eine einmalige Erfahrung mit der unberührten Natur erlebt man in den von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservaten Asturiens. Das Fürstentum Asturien ist als Naturparadies bekannt und beliebt, steht hier doch mehr als 30% der Landschaft unter Naturschutz. Dies bietet auch zahlreichen Wildtierarten die Lebensform, die sie benötigen. Hier findet der Kantabrische Braunbär in den Buchen- und Eichenwäldern eine geschützte Umgebung. Alto Nalón bietet dem Auerhahn und seinen Artgenossen mit seiner herrlichen Graslandschaft ein sicheres Heim.

Lago Ercina
Der Lago Ercina, Bild: Marques / shutterstock

Ein Ausflug der besonderen Art bietet das Küstengebirge Cordillera del Sueve. Hier können die Asturcones, eine halbwilde Pferderasse, bewundert werden. Der Aussichtspunkt Mirador del Fito bietet seinen Besuchern eine grandiose Aussicht über die Berge bis zur Küste.

Der asturische König Alfons II. machte sich im 9. Jahrhundert von seinem Hof in Oviedo zum Grab des Apostels Jakobus auf. Damit legte er den Grundstein für den Pilgerpfad nach Santiago de Compostela. Der “Camino Primitivo” führt durch den westlichen Teil der Region. Hier ist eine Wanderung empfehlenswert.

Strände in Asturien

Entlang der Costa Verde gibt es viele einsame Strände. Landschaftlich sehr verschiedene Küstenabschnitte bieten zum einen imposante Felsklippen mit herrlichen Steingebilden im Meer. Zum anderen gibt es ebenso immer wieder Sandstrände, die einfach zum Genieβen einladen. Diese Strände sind naturbelassen. Oft sind sie menschenleer und bieten dem Besucher Ruhe und Entspannung.

Wer eine lebhaftere Umgebung am Strand bevorzugt, ist in Dörfern wie Llanes, Ribadesella, Luarca und anderen Orten entlang der Costa Verde richtig. Die Dörfer bestechen mit einer bunten Mischung aus alten Traditionen und modernem Tourismus. Hier dominiert noch das einheimische Bild, weit weg vom Massentourismus.

Die Städte Asturiens

Abwechslung zwischen Wanderungen in der Landschaft und Tagen am Strand bieten Ausflüge in die attraktiven Städte Asturiens. Die Dörfer und Städte bestechen durch eigene Attraktionen, die an diesen Orten beheimatet sind. Empfehlenswert sind beispielsweise Oviedo und Gijón.

Oviedo

Oviedo, Asturien
Die Kathedrale von Oviedo, Bild: LucVi /shutterstock

Oviedo ist die Hauptstadt Asturiens und befindet sich im Hinterland der Costa Verde. Der Ursprung dieser Stadt findet seinen Anfang in der Erbauung eines Klosters. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und bot so in vergangenen Zeiten Schutz vor Angreifern. Im Mittelpunkt steht hier die berühmte Kathedrale San Salvador, mit deren Bau im 14. Jahrhundert begonnen wurde und bis ins 16. Jahrhundert andauerte. Oviedo zählt mit ihrer Altstadt, der Kathedrale und anderen prächtigen romanischen Kirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Obwohl Oviedo auf eine lange und spannende Geschichte zurückblicken kann, zeigt sie sich besonders in den Auβenbezirken durch die dort angesiedelte Industrie und einer gut frequentierten Universität weltoffen und modern. Gemütliche Bars und Cafés laden zum Verweilen ein. Romantisch in der Altstadt gelegen oder nahe der Universität finden sich zahlreiche Tavernen, die für ein pulsierendes Ambiente sorgen.

Von Oviedo lohnt ein Ausflug auf den Naranco. Dieser Berg bietet nicht nur eine einmalige Aussicht auf Oviedo und der herrlichen Bergwelt, sondern der Blick geht bis hin zur Costa Verde. Die Christusfigur ist das Wahrzeichen von Naranco.

Gijón

Cudillero, Asturien
Cudillero, Bild: Studioimagen73 / shutterstock

Gijón ist mit ca. 275.000 Einwohnern die gröβte Stadt Asturiens. Durch die Ansiedlung der Industrie kamen die Menschen in diese Region, um zu arbeiten. Heute besticht Gijón mit seinem herrlichen Sporthafen. Segelschiffe und Yachten bestimmen hier das Bild und geben dem Hafen einen mondänen Glanz.

Ein besonderes Erlebnis ist ein Besuch des Aquariums von Gijón. Das Aquarium bietet neben den zahlreichen Meeresbewohnern auch einen interessanten Einblick in die Meeresfauna und –flora. Hier werden verschiedene Ökosysteme des Meeres gekonnt eingefangen und dem Besucher nahe gebracht.

Gijón ist reich an Museen, die einen Besuch wert sind. Mehr als zehn Museen lassen mit unterschiedlichen Themen keine Langeweile aufkommen.

Besonders beliebt ist das Museu del Pueblu d’Asturies. Dieses Museum lässt vergangene Zeiten sowohl im Innen- als auch im Freiluftbereich auferstehen. Das groβe Auβengelände lädt zu einer Siesta ein. Mit dem Blick auf das Apfelweinhaus, einer Mühle und anderen Gebäuden aus der Vergangenheit findet jeder seinen persönlichen Lieblingsplatz.

Kulinarische Reise durch Asturien

Strand Asturien
Bild: DANIELVET / shutterstock

In den Tavernen und Bars gibt es leckere einheimische Speisen und Getränke. Dies gilt für die Küstenregion, aber auch für das Hinterland. In Asturien wird kein Wein angebaut. Der traditionsreiche Apfelwein (Sidra) wird hier gerne in den “Sidrerias” angeboten. Auch in der Küche wird er für einheimische Gerichte verwendet.

Die wohl bekannteste Speise ist die Fabada Asturiana. Diese besteht aus Fleisch, Würsten und weiβen Bohnen. Nach Belieben werden weitere Zutaten hinzugefügt. Das Angebot geht von Innereien über Blutwurst bis hin zu Kutteln. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

In den Bergen des Hinterlandes werden köstliche Käsesorten hergestellt. Das Dorf Cabrales ist nicht nur für Feinschmecker ein Erlebnis.

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