Warschau – Weltstadt an der Weichsel

Blick auf Warschau

Warschau – polnische Hauptstadt und moderne Metropole mit über 1,7 Millionen Einwohnern – ist schon längst kein touristischer Geheimtipp mehr. Hier treffen eine von der UNESCO ausgezeichnete Altstadt, geschichtsträchtige Monumente, begrünte Parkanlagen und das moderne Polen aufeinander. Ob das entspannte Sightseeing einer Kulturreise oder eine Tour durch das lebhafte Nachtleben – Warschau präsentiert sich als ideale Destination für eine Städtereise.

UNESCO-Weltkulturerbe – Die Attraktionen in Warschaus Altstadt

Eingang der Warschauer Universität, Bild: Chrispictures / shutterstock

Seit 1980 gehört der historische Kern Warschaus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der großen Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg wurde der geschichtsträchtige Stadtkern in den späten 40er- und 50er-Jahren originalgetreu rekonstruiert. Und noch heute bildet das historische Panorama zwischen Schloss und St.-Johannes-Kathedrale eine für Touristen attraktive Destination im Herzen Warschaus. Wer Warschau besucht, sollte sich für die Altstadt Zeit nehmen.

Hier steht das Warschauer Königsschloss mit architektonischen Renaissance-Einflüssen, in dem vom Spätmittelalter bis ins 18. Jahrhundert die polnischen Könige residierten. Die Geschichte der neugotischen Johanneskathedrale reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück, sie gilt als älteste Kirche Warschaus. Zum klassischen Sightseeing in der Altstadt Warschaus gehören ebenso der Barbakan aus dem 16. sowie die 22 Meter hohe Sigismundsäule aus dem 17. Jahrhundert.

Wer in Restaurants oder Cafés einkehren möchte, sollte sich den historischen Marktplatz nicht entgehen lassen, dessen fotogenes Panorama mittlerweile einen internationalen Ruf genießt.

Historische Architektur am Königsweg

Warschauer Barbakan
Barbakan Warschau, Bild: krivinis / shutterstock

Doch Warschau ist nicht nur Altstadt – auch fernab des restaurierten Kerns lassen sich sehenswerte Architektur und historische sakrale Gebäude entdecken. Ein beliebter Ort zum Flanieren ist der Königsweg, der beispielsweise von der Altstadt bis zum Rondo Charles’a de Gaulle’a führt und sich so einige Sehenswürdigkeit Warschaus auf dem Weg zu präsentieren weiß.

An der großen Repräsentationsstraße ritten einst die polnischen Monarchen entlang, insbesondere im Viertel Krakauer Vorstadt lassen sich historische Schlösser wie der heutige Präsidentenpalast, der barocke Potocki-Palast aus dem 17. Jahrhundert und de klassizistische Tyszkiwicz-Palast aus dem 18. Jahrhundert entdecken. Entlang des Königsweges liegen einige der wichtigsten sakralen Gebäude Warschaus – darunter die gotische St.-Anna-Kirche und die barocke St.-Joseph-Kirche.

Wer fernab des Königswegs vom historischen Warschau nicht genug bekommen kann, sollte sich architektonische Wunderwerke wie die Warschauer Zitadelle aus dem 19. Jahrhundert, das gigantische Nationaltheater Teatr Wielki aus dem 19. Jahrhundert und das Wahrzeichen Kulturpalast aus dem 20. Jahrhundert nicht entgehen lassen. Zu den bedeutenden historischen Stadtvierteln Warschaus gehört das beliebte Praga, das mit historischen Bauten, der Nähe zum idyllischen Weichselufer Warschaus sowie Parks und Bars aufzuwarten weiß.

Das natürliche Warschau zwischen Weichsel und Łazienki-Park

Skyline Warschau
Die Skyline von Warschau, Bild: Mike Mareen / shutterstock

Die natürliche Dimension Warschaus erschließt sich in den Parks und Grünanlagen der Stadt. Prominentes Beispiel ist der Łazienki-Park, der im zentralen Stadtteil Śródmieście für ein natürliches Grün sorgt. Die Geschichte des idyllischen 80-Hektar großen Parks reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Auch hier steht mit dem Łazienki-Palast ein eindrucksvolles historisches Bauwerk im klassizistischen Stil, das auf den Architekten Tylman van Gameren zurückgeht.

Zwischen Kobushi-Magnolie, Trauerweide und Flieder lassen sich das Chopin-Denkmal, das antik-angehauchte Theater auf der Insel und der klassizistische Belvedere-Palast aus dem 17. Jahrhundert entdecken. Ebenso empfehlenswert ist der Agrykola-Park im Süden der Stadt, wo das historische Schloss Ujazdów zu sehen ist. Zu den zentralen Parkanlagen zählt gleichfalls der Pole Mokotowskie, der sich um einen See in der Parkmitte aufbaut. Ein idyllischer Spaziergang an teils grünen Ufern bietet sich an der Weichsel im Herzen Warschaus an.

Warschaus Museen und Kultureinrichtungen

Kulturinteressierte Besucher dürfen sich in Warschau an Museen von teils internationalem Renommee erfreuen. An das düstere Kapitel des Zweiten Weltkriegs erinnert beispielsweise das Museum des Warschauer Aufstandes, das im ehemaligen Straßenbahn-Elektrizitätswerk seit 2004 aufzufinden ist. Der Geschichte der jüdischen Einwohner Warschaus und Polens seit dem Mittelalter bis heute widmet sich das Museum der Geschichte der polnischen Juden. Nennenswert ist außerdem das Nationalmuseum Warschau, in dem etwa 800.000 Exponate mit Kunstwerken, Gemälden und Skulpturen zu sehen sind.

Kulinarische Spezialitäten, Einkaufsmeilen und Nachtleben

Wie es sich für die Hauptstadt von Polen gehört, sind in Warschau so einige Restaurants mit Spezialitäten des Landes zu entdecken – hier werden kulinarische Spezialitäten wie Bigos oder die beliebten Pieroggen und Fleischgerichte Polens serviert. Die Milchbars, die zur Zeit des Sozialismus populär wurden, erfreuen sich bis heute als günstige Imbisse noch heute großer Beliebtheit. Fernab dessen findet sich in Warschau die kulinarische Vielfalt einer Weltstadt – von der italienischen über die asiatische bis zur osteuropäischen Küche.

Restaurants sind vor allem im historischen Zentrum anzutreffen – ob am Marktplatz oder unweit des Königsweges. Im Nachtleben der Hauptstadt zeigt sich das moderne Warschau, beispielsweise im beliebten Opera Club im Keller des Nationaltheaters, im Room 13 oder dem Jazz-Club Tygmont. Wer gerne Einkaufen und Bummeln geht, sollte sich die noble Einkaufsstraße Nowy Swiat nicht entgehen lassen, zu den größten Einkaufszentren zählt die Arkadia Shopping Mall.

Ausflugsziele um Warschau: der Nationalpark Kampinos

Am nordwestlichen Stadtrand Warschaus liegt der Nationalpark Kampinos, der 1959 gegründet wurde. Hier lässt sich das natürliche Polen zwischen Sümpfen, Flussarmen, Weiden und Urwäldern entdecken. Seit dem Jahr 2000 gehört der Park zum Biosphärenreservat der UNESCO, hier fühlen sich für Polen seltene Tierarten wie der Elch, der Biber und der Luchs wohl.

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