Komoren: Inselparadies fernab vom Massentourismus

Iconi Strand auf den Komoren
Der Iconi-Strand auf den Komoren, Bild: Enrico Romiti / shutterstock

Der Inselstaat der Komoren liegt an der Ostküste Afrikas, nordöstlich von Madagaskar. Die Komoren liegen im Indischen Ozean und bestehen aus vier Inseln: Mwali, Ngazidja, Ndzuwani und Mayotte. Die Insel Mayotte gehört formal nicht zu den Komoren, sondern ist ein französisches Überseegebiet. Geografisch und geschichtlich gehört sie allerdings zu den Komoren und wird von diesen auch beansprucht.

Die beste Reisezeit für die Komoren

Moroni, Komoren
Bucht in Moroni ,der Hauptstadt der Komoren, Bild: Igor Samoiliuk / shutterstock

Auf den Komoren herrscht ein tropisch-maritimes, wechselfeuchtes Klima. Das heißt, dass die Jahreszeiten in Regen- und Trockenzeit unterteilt sind. Die Regenzeit beginnt im November und dauert bis in den April an. Der Nordwestmonsun bringt feuchte Luftmassen auf die Komoren, die sich in Form von heftigen Wolkenbrüchen abregnen. Der Höhepunkt der Regenzeit liegt im Januar, in diesem Monat fällt mit Abstand am meisten Niederschlag und es kann zu Überschwemmungen kommen. Auch mit dem Auftreten von tropischen Wirbelstürmen muss um diese Zeit gerechnet werden. Die Trockenzeit dauert von Mai bis Oktober an. Während dieser Zeit bring der Südostpassat trockene Luft auf die Komoren und der Himmel ist meist wolkenlos. Während der Trockenzeit fällt nur sehr selten Regen und Stürme treten prinzipiell, wenn überhaupt sehr selten auf. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über bei ungefähr 25 Grad Celsius. Auch wenn sich die Temperaturen im Jahresverlauf kaum unterscheiden, ist es definitiv ratsam, die Komoren während der Trockenzeit zu erkunden. Dann kann man am besten entspannen und muss keine Angst vor Flugstreichungen aufgrund von auftretenden Wirbelstürmen haben.

Einreise auf die Komoren

Für die Einreise auf die Komoren benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum. Dieses kann am internationalen Flughafen auf Ngazidja beantragt werden und auch direkt mitgenommen werden.Für die Ausstellung des Visums wird ein Rückflugticket, sowie gegebenenfalls ein Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel benötigt. Das Visum ist dann gültig für einen Zeitraum von 45 Tagen, wobei eine Verlängerung möglich ist.

Infrastruktur

Die Komoren sind touristisch nicht besonders weit erschlossen. Auch der Ausbau der Infrastruktur ist nicht mit deutschem oder europäischem Standard zu vergleichen. Mittlerweile gibt es allerdings gut ausgebaute Flughäfen und internationale Hotels.

Aktivitäten auf den Komoren

Die Komoren sind von Korallenriffen umgeben, die zu den schönsten auf der ganzen Welt gehören. Gerade weil die Inselgruppe bisher vom Massentourismus weitestgehend verschont geblieben ist, erfreut sie sich an großer Beliebtheit bei Tauchern aus aller Welt. Auch einsteigerfreundliche Tauchkurse werden angeboten. Neben farbprächtigen Korallen können auch die seltenen Buckelwale Unterwasser beobachtet werden. Auf Mayotte befindet sich zudem eine der größten Lagunen weltweit.

Ein weiteres Highlight auf den Komoren ist die Wanderung auf einen der Vulkane. Die Inseln sind alle vulkanischen Ursprungs und haben somit prächtige Gebirge, die die Herzen von Wanderern schneller schlagen lassen. Die Wanderung auf den noch aktiven Vulkan Karthala ist sehr empfehlenswert. Allerdings sollte man in einer guten physischen Verfassung sein und bis zu drei Tage für die Wanderung einplanen. Beim Aufstieg wird man vom Anblick auf eine einzigartige Landschaft und mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.

Ein Ausflug nach Moroni in die Hauptstadt der Insel Ngazidja, ist ebenfalls lohnenswert. Die Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern bereitet geschichtlich Interessierten definitiv viel Freude. Auch Freunde der Architektur kommen in Moroni auf ihre Kosten, die einzigartige Bauweise der Moscheen ist spektakulär.

Auf den Komoren wird man begrüßt von weißen Sandstränden, die in Kombination mit dem türkisfarbenen Wasser zum Entspannen einladen. Besonders empfehlenswert ist der Sandstrand Nioumachoua. Sanfter Wellengang und Wassertemperaturen zwischen 25 und 28 Grad Celsius bieten die Grundlage für Bootstouren, Tauchen oder für das gemütliche Liegen am Strand. Mit ein wenig Glück lassen sich auch Wale beobachten. Ein weiterer empfehlenswerter Strand ist der Chindini Beach. Dieser liegt im südlichen Teil der Insel Ngazidja und bietet den perfekten Ort, um zu entspannen und dem Rauschen des Meeres zu lauschen. Der Sandstrand ist zudem besonders kinderfreundlich, da die Meerestiefe generell niedrig ist und nur langsam steigt.

Sicherheit

Die Kriminalitätsrate auf den Komoren ist sehr niedrig, gelegentlich kommt es jedoch zu Überfällen auf Touristen. Deshalb ist es ratsam, den Reisepass und andere wichtige Ausweisdokumente sicher aufzubewahren und immer nur so viel Bargeld wie nötig mitzunehmen. Die Komoren sind von der islamischen Kultur geprägt und Urlauber sollten sich aus Respekt an diese anpassen. Auf den Konsum von Alkohol sollte zumindest in der Öffentlichkeit verzichtet werden und Frauen sollten in Städten keine zu knappe Kleidung tragen.

Fazit

Die Komoren stellen ein äußerst spannendes Reiseziel dar. Gerade die teils unberührten Landschaften und Wanderungen in den Gebirgen sind einmalig. Ebenfalls positiv ist, dass die Komoren bisher nicht in den Fokus des Massentourismus gerückt sind und Urlauber die Inseln in Ruhe genießen und erkunden können. Reisende sollten sich allerdings bewusste sein, dass Infrastruktur und Versorgung nicht auf europäischem Standard sind und man sich vor Abflug zum Beispiel auf der Seite des Auswärtigen Amts über die Verhältnisse informieren sollte