Kuala Lumpur – Sightseeing in Malaysias Hauptstadt

Malaysia Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist ein Schmelztiegel verschiedener Völker und Kulturen. So buntgemischt wie die Menschen ist auch der Verkehr. Neben Autos und Taxen drängeln sich tausende Mofas und Roller. Knapp zwei Millionen Menschen leben in Kuala Lumpur. Besucher werden von der malaysischen Hauptstadt gleich in ihren Bann gezogen. Wer Kuala Lumpur einmal besucht hat, der kommt von dieser Faszination nie wieder los.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

Das Highlight sind die Petronas Tower

Kuala Lumpur, Petronas Tower
Der Petronas Tower, Bild:peternguyen11 / Pixabay

In Kuala Lumpur gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Ohne Zweifel sind die Petronas Towers der Anziehungspunkt aller Touristen. Sie gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Kuala Lumpur. 443 Meter ragen sie hinauf in den Himmel und doch sehen sie auf den ersten Blick gar nicht so hoch aus. Schon von außen hinterlassen sie einen bleibenden Eindruck.

Im Eingangsbereich werden Besucher von zwei riesigen Rennwagen begrüßt. Gleich dahinter grenzt ein mehrstöckiges Einkaufszentrum an. Wer hier shoppen will, der braucht einen dicken Geldbeutel. Edle Designerboutiquen reihen sich aneinander. Es lohnt sich in jedem Fall ein Gang durch die Hintertür. Hier wartet eine künstlich angelegte Wasserlandschaft. In der Weihnachtszeit sind die Petronas Towers innen und außen feierlich geschmückt und locken mit einem besonderen Flair.

Koloniale und islamische Architektur

Da wo der Gombak in den River Klang mündet, beginnt der Ausflug in die Geschichte der Stadt. Ringsherum geben sich historische Gebäude ein Stelldichein. Gleich ins Auge fällt die Masjid Jame Moschee. Ihre Zwiebeltürmchen erscheinen wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Ungewöhnlich sind ihre rosa-beige Farbe und die kleinen Säulengänge.

Nur einen Spuck weit entfernt liegt die berühmte City Hall, die vom Briten A.C. Norman entworfen und bereits 1896 erbaut wurde. Auch die Gebäude rund um den Merdeka Square sind ein architektonisches Meisterwerk. Hier errichteten die Briten einst einen Cricketplatz. Alle angrenzenden Gebäude wurden nach einem schweren Brand 1881 neugebaut. Entworfen wurden sie von Briten, gebaut von Indern und mit typischen malaiischen Baustoffen. Entstanden sind viktorianische Häuser mit einem asiatischen Hauch. Das Herzstück ist die St. Mary´s Cathedral aus dem Jahr 1894 mit ihrer aus Großbritannien importierten Orgel.

Shoppingmeilen, Märkte und kulinarische Verführungen

Der Central Market ist ein Muss für Besucher

Der Central Market hat eine lange Geschichte. In den 1930er Jahren wurde die Markthalle errichtet, um die hygienischen Zustände auf dem angrenzenden Marktplatz zu verbessern. 50 Jahre später war sie stark baufällig und sollte 1983 abgerissen werden.

Doch Denkmalschützer kämpften für eine erfolgreiche Renovierung. Heute ist der Central Market das Einkaufsparadies der Stadt. Dicht gedrängt stehen hier die Souvenirbuden. Billige Schmuckexporte aus China gehören genauso zum Angebot wie Antiquitäten und Bekleidung. Dazu gibt es ein schier endloses Angebot an Souvenirs aller Art. Die bedienen alle Dinge, auf denen sich die Petronas Towers aufdrucken lassen. Auch kulinarisch lockt der Central Market mit typischen asiatischen Fast-Food-Gerichten. Der ganze Markt ist verwinkelt und hat unzählige Quergänge. Hier kann man einen ganzen Tag verbringen.

Chinatown und Little India

Nur wenige Schritte vom Central Market entfernt liegt die Straße Jalan Petaling. Hier erstreckt sich Chinatown. Dichtgedrängt bahnen sich die Menschen einen Weg vorbei an den unzähligen kleinen Erdgeschossläden und Marktständen. In Chinatown kann man Asien hautnah erleben und nicht immer für westliche Gemüter verständlich. Hier werden Hühner und Schweine noch auf der Straße geschlachtet. Da greifen Touristen doch lieber zu frischem Obst oder frischgepressten Säften.

Taschen italienischer Designer und Uhren namhafter Hersteller aus der Schweiz werden auf der Straße verkauft und sind natürlich Fälschungen. Wesentlich edler und feiner kommt Little India daher. An den Buden werden indische Tücher und Saris aus Seide verkauft. Die Restaurants bieten muslimisch-indische Gerichte, die noch aus der Kolonialzeit stammen und eher den westlichen Gaumen erfreuen. Dazu gibt es Teppiche, Antiquitäten und Bücher. In Chinatown und Little India kann man 24 Stunden rund um die Uhr einkaufen. Es gibt sogar einen Nachtmarkt.

Die besten Museen der Stadt

Das National Museum am Lake Garden

Zu den Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpur gehören natürlich auch die Museen der Stadt. Das National Museum besticht schon durch seine einmalige Lage am Lake Garden. In der grünen Oase der Stadt liegt auch der Garten des National Museums. Hier kann man historische Boote und Autos und eine originale Dampflok aus der Kolonialzeit bewundern.

Das Museum selber gibt einen Einblick in die Lebenskultur der Stadt. Besucher erfahren alles über eine malaiische Hochzeit und können sich über traditionelle Feiern und typische Schattenspiele informieren. In den oberen Geschossen dominiert die Tier- und Pflanzenwelt des Landes. Auch das Kunsthandwerk und die malaiische Musik haben eine separate Abteilung.

Railway Station und National Art Gallery

Kuala Lumpur Railway Station gehört zu den schönsten Bahnhöfen der Welt . Die beeindruckende Architektur vereint islamische Bauweise mit dem indisch-viktorianischen Stil. Minarette und Türmchen dominieren und geben diesem Bahnhof ein märchenhaftes Aussehen. Gleich gegenüber liegt die National Art Gallery. Auf Besucher wartet nicht nur malaiische Kunst.

In den unteren Etagen finden regelmäßig Ausstellungen statt. Ein beliebtes Fotomotiv sind die großen roten Buchstaben am Eingang. Sie sind eine Liebeserklärung an die Hauptstadt. Hinter den Bahnhof erstrecken sich mehrere Einkaufsstraßen und kleine koloniale Plätze. Hier kann man typisch asiatisch Essen und findet garantiert einen Ort zum Verweilen.

Nachtleben, Wetter und Taxifahrten in Kuala Lumpur

Nachtleben Kuala Lumpur: Diese Stadt schläft nie

Kuala Lumpur bei Nacht
Kuala Lumpur bei Nacht, Bild:mailgres / Pixabay

In Kuala Lumpur kann man Tag und Nacht etwas erleben. In Little India und Chinatown kann man 24 Stunden rund um die Uhr einkaufen und ins Nachtleben der Hauptstadt eintauchen. Das findet meist auf der Straße und auf den Märkten statt. Das europäische Nachtleben findet man in Kuala Lumpur höchstens in den Hotelbars.

Das asiatische Nachtleben wird vom Flanieren über die Nachtmärkte geprägt. Man genießt die Nudelgerichte, die an der Straße zubereitet werden und bummelt an unzähligen Marktbuden vorbei. Ein Highlight ist der Besuch einer Karaoke-Bar. Hier kann man sogar Preise für seine Gesangskünste absahnen und kommt schnell mit Hauptstadtbewohnern ins Gespräch. In Kuala Lumpur sprichst fast jeder Englisch und so steht der Kommunikation nichts im Wege.

Mit dem Taxi zu den Sehenswürdigkeiten Kuala Lumpur

Kuala Lumpur entdeckt man am besten mit einem Taxi. Taxen findet man an jeder Sehenswürdigkeit und vor allen Hotels. Generell sind Taxifahrten sehr preiswert und man kann vorab mit den Fahrern einen Preis aushandeln. Wer will, der kann auch Taxi für einen ganzen Tag anmieten. Manche Fahrer fahren schon ab 50 Euro für 4 Personen.

Die Routen können Gäste selber bestimmen. An jeder Sehenswürdigkeit bleibt genügend Zeit für Besichtigungen und der Fahrer wartet oder holt die Gäste zu einem vereinbarten Zeitpunkt wieder ab. Ein Mietwagen ist in Malaysia grundsätzlich nicht empfehlenswert. Der Verkehr ist für Europäer chaotisch und Parkplätze gibt es nur wenige. Taxifahrer dürfen dagegen überall parken und bringen Touristen direkt bis vor die Sehenswürdigkeiten.

Wetter Kuala Lumpur: Trotz hoher Temperaturen lange Hosen einpacken

In Kuala Lumpur liegt die Temperatur fast ganzjährig um die 30 Grad. Ebenso konstant hoch ist die Luftfeuchtigkeit. Die liegt immer zwischen 70 und 98 %. Doch trotzdem gehört eine lange Hose in den Koffer. Die Hauptstadt zeigt sich offen und gastfreundlich. Allerdings sind Besucher in freizügiger Kleidung nicht gerne gesehen. Generell ist das Tragen von langen Hosen empfohlen.

Kurze Hosen sind in Tempeln und religiösen Stätten nicht erlaubt. Das gilt auch für Männer. Auch in einigen Restaurants wird der Zugang in kurzen Hosen verweigert. Frauen sollten generell ihre Schultern bedecken. Für den Abend gehört noch eine leichte Jacke ins Gepäck. Das ganze Jahr über kommt es in der Hauptstadt zu Regenfällen. Die können während der Monsunzeit im April und im Mai und im Oktober und im November auch heftiger ausfallen.

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