Venezuela – das Naturparadies im Süden der Karibik

Venezuela, Roraima-Tepui

Wer an die Karibik denkt, denkt nicht zwangsläufig zuerst an Venezuela, dabei hat das südamerikanische Land einiges zu bieten. Häufig unterschätzt, lockt der südlichste Karibik Staat mit seiner beeindruckenden Naturschönheit, historisch interessanten Sehenswürdigkeiten und auch kulturell hat die ehemalige Kolonie Spaniens einiges zu bieten.

Mit einer Küstenlänge von 2.800 km kann Venuzuela mit karibischen Traumstränden bei Reisenden punkten. Doch Venezuela ist nicht ein reizvolles Ziel für einen Strandurlaub, sondern es locken auch die herrlichen Mangrovenwälder der Nordküste, das weite Grasland der Llanos, das Hochland Gran Sabana und zauberhafte Städte wie Caracas, Valencia oder Maracaibo. Entsprechend ist Venezuela ein ideales Reiseziel für Individualtouristen, Rucksacktouristen, Naturliebhaber und Kulturinteressierte.

Die atemberaubenden Nationalpark Venezuelas

Francisqui
Die Insel Francisqui, Bild: Paolo Costa / shutterstock

Venuzuela bereisen bedeutet, die karibische Seele des Landes kennenzulernen und sich von der Schönheit des Tropenlandes verzaubern zu lassen. Zu den Highlights des Landes zählen die Angel Falls / Salto Angel. Der Wasserfall im Canaima Nationalpark befindet sich im Südosten des Landes und ist mit 979 m der höchste freifallende Wasserfall der Welt.

Eine besondere Faszination üben die Angel Falls aus, da sie den berühmten Tafelberg herabstürzen und rein durch das Regenwasser, welches sich auf dem Hochplateau des Berges sammelt, gespeist werden. Der Canaima Nationalpark ist als sechstgrößter Nationalpark der Welt in jedem Fall einen Besuch wert, denn hier verzaubern auch saftig grüne Landschaften, idyllische Lagunen und spektakuläre Tafelberge. Der Nationalpark wurde von der UNESCO als Welterbe gelistet.

Eine der schönsten Landschaften Venezuelas findet sich mit dem Mochima Nationalpark im Nordosten des Landes. Zwischen den sehenswerten Städten Puerto La Cruz und Cumaná finden sich zahlreiche Traumstrände, einzigartige Korallenriffe und vor der Regenwaldküste liegen gut 30 Inseln. Entsprechend interessant ist die Region auch für Taucher und Naturliebhaber, die gerne Delfine und Wale in ihrer natürlichen Umgebung beobachten möchten.

Bild: Jorge A. Munoz / shutterstock

Karibisches Flair lässt sich im Nationalpark Morrocoy genießen. Hier liegen die atemberaubenden Traumstrände Venezuelas. In dem Schutzgebiet ist das Fischen ebenso verboten wie Boots- oder Schiffstouren. Entsprechend liegen hier prachtvolle Korallenriffe, die Taucher aus aller Welt magisch anziehen. Abseits der Strände präsentiert sich der Nationalpark mit einer dichten Dschungellandschaft, die durch ihre Artenvielfalt begeistert.

Die größten Sanddünen Südamerikas liegen im kleinsten Nationalpark Venezuelas. Der Los Médanos de Coro Nationalpark liegt auf einer rund 20 km langen Landbrücke im Norden des Landes. Insgesamt finden sich in Venezuela 43 Nationalparks und 36 Naturdenkmäler, sodass ein Urlaub häufig nicht ausreicht, um die gesamte landschaftliche Schönheit des Landes zu erfassen.

UNESCO-Welterbestätten in Venezuela

Salto Angel, Wasserfall
Der Salto Angel, höchster freifallender Wasserfall der Welt. Bild: Claudio Soldi / shutterstock

Zu den Welterbestätten der UNESCO gehört nicht nur der bereits erwähnte Nationalpark Canaima, sondern Venezuela darf zwei weitere Welterbestätten für sich verbuchen. Besonderes sehenswert sind das historische Zentrum und der Hafen von Coro. Die Stadt hat ihre Wurzeln im Jahr 1527 und war der erste Besichofssitz Südamerikas. In den alten Vierteln der Stadt säumen herrlichen Häusern im Kolonialstil die Straßenzüge. Gut 12 km von der Altstadt entfernt liegt der zauberhafte alte Hafen „La Vela del Coro“, der zusammen mit dem historischen Stadtzentrum seit 1993 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Das dritte Weltkulturerbe findet sich in Caracas. Bestehend aus 40 Gebäuden zählt die Universitätsstadt von Cracas zu den bemerkenswertesten architektonischen Leistungen des Landes. Die Stadt in der Stadt wurde durch den Architekten Carlos Rául Villanueva Hut geplant. Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden, vereint die Universitätsstadt Kunst und Architektur und findet sich seit 2000 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes wieder.

Venezuelas schönste Orte und Plätze

Neben der lebhaften Hauptstadt Caracas locken auch Großstädte wie Maracaibo, Maracay, San Cristóbal und Cumaná, die alle einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten haben und zusätzlich mit guten Einkaufsmöglichkeiten und einer guten Infrastruktur punkten können.

Caracas, Venezuela
Caracas, Bild: Douglas Olivares / shutterstock

Eine ganz andere Seite Venezuelas lässt sich auf der Isla Margarita genießen. Die Insel gilt als Kurzentrum des Landes und lockt mit ihrem reichen historischen Erbe. Hier lohnt es sich das Castillo de Santa Rosa und den alten Leuchtturm zu besichtigen. Doch auch die Geschichte der Insel ist hoch interessant und so lohnt es sich auch die Museen der Insel zu besuchen oder die wundervollen Kirchen. Besonders schön ist das ethnografische Museum Pueblos de Margarita, denn bei dem Museumskomplex handelt es sich um ein großes Dorf, welches Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurde.

Sehr idyllisch und zauberhaft präsentiert sich die Inseln des Archipels Los Roques. Die Inseln sind der Inbegriff eines karibischen Urlaubsparadieses und so lohnt es sich während einer Rundreise durch Venezuela auch die Inselgruppe zu besuchen.

Um die kulturellen Besonderheiten des Landes entdecken zu können lohnt es sich, Zeit in den kleinen authentischen Orten des Landes zu verbringen. Hier lässt sich schnell Kontakt zu Einheimischen knüpfen und auch das eine oder andere Dorffest kann so besucht werden. Es lohnt sich deshalb den Reiseplan für Venezuela nicht zu straff zu gestalten, denn es sollte ausreichend Zeit bleiben, um die zahlreichen schönen Orte des Landes für sich zu entdecken und ihre besondere Atmosphäre zu genießen.

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