Papua Neuguinea – Einer der ursprünglichsten Orte der Welt

Raja Ampat, Papua Neuguinea

Papua Neuguinea ist der östliche Teil der Insel Neuguinea, der zweitgrößten Insel der Welt. Der Westen gehört zu Indonesien. Insgesamt besteht Papua Neuguinea neben der Hauptinsel aus 600 weiteren kleineren Inseln. Dazu gehören auch das Bismarckarchipel, Neubritannien und Neuirland. Papua Neuguinea ist vor allem ein sehr naturhafter, ursprünglicher Inselstaat. Aus den tropischen Regenwäldern steigen steile Bergregionen und aktive Vulkane hervor.

Lage Papua Neuguinea
Bild: sevenMaps7 / shutterstock

Die Küsten bestehen aus Sümpfen und Mangrovenwäldern. Die gebirgige Vulkaninsel ist noch heute für Ethnologien ein beliebtes Ziel: Hier tummeln sich bis zu 1000 Kulturgruppen. Sprachlich ist diese Region eine der vielfältigsten der Erde, mehr als 820 Sprachen werden in Papua Neuguinea gesprochen.

Das Land ist in weiten Teilen noch unberührt und scheint in der Steinzeit stecken zu bleiben: In dem Inselstaat gehen die Männer noch mit den Speeren auf die Jagd, animistische Kulte werden weiterhin gepflegt. Touristen, die nur faul am Strand liegen wollen, sollten von Papua Neuguinea Abstand nehmen. Echte Entdecker, die auch bereit sind, Strapazen auf sich zu nehmen und auf den Komfort der Zivilisation für ein paar Tage verzichten können, kommen hier auf ihre Kosten.

Die Städte von Papua Neuguinea – Lichtpunkte innerhalb des Dschungels

Tavurvur
Rabaul in der Nähe des Vulkans Tavurvur, Bild: Tetyana Dotsenko / shutterstock

Die erste Anlaufstelle für viele Reisende ist die Hauptstadt Port Moresby. Sie liegt an der Südküste des Inselstaates. Hier finden sich einige Hotels, Restaurants und ein ähnliches Stadtleben wie etwa in Indonesien. Das Parlamentsgebäude in Port Moresby wurde 1984 von Prinz Charles eingeweiht und vereinigt Elemente moderner und traditioneller Architekturstile. In dem Vorort Waigani steht das Nationalmuseum und die Kunstgalerie allen offen, die sich für die Kunst und die 50.000 jährige Geschichte des Landes interessieren.

Papua Neuguinea entdecken – auf eigene Gefahr

Bild: Keith Michael Taylor / shutterstock

Die Städte des Landes sind nicht die Hauptattraktion, sondern die Insel, ihre Natur und ihre Bewohner. Schließlich lebt der Großteil der Bevölkerung von Papua Neuguinea auf dem Land. Die Insel jedoch auf eigene Faust entdecken zu wollen, davon rät das Auswärtige Amt ab. Der Großteil des Landes ist unberührt und hofiert Reisende nicht mit günstigen Hotels oder für Touristen aufbereitete Wanderwege. Reisende schließen sich am besten einer Gruppe an, die von erfahrenen Guides durch das Land geführt werden. Wie schon angedeutet, kann eine Erkundung des Landes mit einigen Strapazen verbunden sein. Ein Spaziergang wird es gewiss nicht. Außerdem: Auch wenn die meisten Einwohner sehr freundlich sind, kam es hin und wieder zu Überfällen. In der Gruppe ist es sicherer.

Natur entdecken auf dem Kodoka Trail

Papua Neuguinea
Raja Ampat, Bild: Ethan Daniels / shutterstock

In Port Moresby beginnt der Kodoka Trail. Der 96 Kilometer lange Wanderweg führt Reisende durch den dichten Dschungel und über das Owen-Stanley-Gebirge. Gut 700 Vogelarten des Landes gibt es dabei zu sehen. Außerdem säumen gelegentlich Relikte aus dem 2. Weltkrieg den Weg: alte Panzer, Landungsboote und Flugzeuge. Hier lieferten sich Australien und Japan Gefechte. Andere beliebte Wanderwege wären der Kopianga See-Oksapmin Trail oder der Black Cat Track.

Eine Alternative stellt die Entdeckungsreise auf dem Sepik-Fluss dar. Mit einem einfachen Boot lassen sich somit die verschiedensten Dörfer des Landes besuchen sowie die Flora und Fauna vom Wasser aus bestaunen.

Die Highland-Stämme und ihre Feste

Tufi, Papua Neuguinea
Traditionelles Kanu, gefahren von einem Jungen in Tufi, Bild: Tetyana Dotsenko / shutterstock

Wirklich in Papua Neuguinea angekommen ist man erst im Hochland. Hier leben die noch ursprünglich lebenden Völker des Landes, zum Beispiel die Huli, auch „Wig men“ wegen der Perücken genannt. Die Hochland-Stämme feiern jährlich verschiedenste Feste. Das „Sing-Sing“ ist das größte von ihnen. Wer sich im September in der Stadt Goroka befindet, darf dieses Fest nicht verpassen. Bis zu 150 Volksstämme kommen beim Sing-Sing zusammen und präsentieren ihre volkstümlichen Lieder. Dabei tragen sie die traditionelle Kleidung ihres Dorfes, wie aufwendig gestaltete Röcke und Masken. Abgesehen vom Sing-Sing feiern die Völker noch viele andere bunte Feste, wie Tanzfeste oder Kompensationsrituale, bei denen Schweinebraten im Erdofen – eine Spezialität des Landes – zur Beilegung von Streitigkeiten verspeist werden.

Das Hochland hat auch Naturschönheiten zu bieten. Zum Beispiel den Kutubu See oder die Wasi Wasserfälle. Auf dem Mt. Wilhelm bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die Insel.

Abtauchen in Papua Neuguineas Küsten

Milne Bay, Papua Neuguinea
Tauchen in Milne Bay, Bild: zaferkizilkaya / shutterstock

Das Land ist für Taucher ein Paradies. Die Küstenstreifen sind mit zahlreichen Archipelen und Reliefs gesäumt. Mangroven, Korallenriffe und Lagunen laden hier zum Tauchen und Baden ein. Auch viele Schiffswracks liegen auf den Meeresboden verborgen, viele davon aus dem 2. Weltkrieg. Nicht nur für Taucher, auch für Surfer dürfte Papua Neuguineas Küsten interessant sein, unter anderem an der Nordküste Vanimo oder bei Port Moresby.

Vulkane und Asche

Vulkane prägen die Gestalt von Papua Neuguinea. Allein im Bismarck-Meer können Taucher ungefähr 100 Vulkane entdecken. Rabaul, die Hauptstadt der Provinz East New Britain auf der Insel Neubritannien, wurde selbst in jüngster Geschichte mehrmals von den nahen Vulkanen Tavurvur und Vulcan heimgesucht. Beide Vulkane sind noch heute aktiv. Weite Teile der Stadt sind von Asche bedeckt, viele der Anwohner mussten umgesiedelt werden.

Weitere Impressionen Papua Neuguinea

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