Philippinen, Strand
Die Philippinen triumphieren mit ihren traumhaften Stränden, Bild: R.M. Nunes / shutterstock

Philippinen – Reisterrassen als Treppen zum Himmel

Er muss einen langen Atem gehabt haben, als er die Inseln der Philippinen gezählt hat. Es sollen genau 7.641 sein – und fast alle sind tropische Paradiese. Die Inselwelt dieses fernöstlichen Landes gleicht einem riesigen Botanischen Garten. Nur auf 880 der 7.641 Inseln der Philippinen leben Menschen – auf allen übrigen verirrt sich bestenfalls der legendäre Robinson. Die wunderbaren Strände werden von mehreren Meeren umspült. Der Norden mit der Hauptstadt Manila vom Südchinesischen Meer und auf der gegenüberliegenden Seite vom Pazifik. Der Süden zwischen Palawan und Mindanao von der Sulusee. „Hey Joe“, wird auf den Philippinen fast jeder Gast begrüßt, und stets huscht bei den Einheimischen dabei ein Lächeln über die Lippen. Als frühere Astronauten bei ihren Erdumrundungen von weit oben auf die Inseln schauten, sprachen sie von „glitzernden Diamanten“ im azurblauen Meer.

Immer wieder ein faszinierender Anblick: Reisfelder auf den Philippinen, Bild: R.M. Nunes / shutterstock

Ein Spanier mit dem schwierigen Namen Ruy López de Villalobos gilt als „Entdecker“ der Philippinen. Er war auf der Suche nach den legendären Gewürzinseln, als er im Jahr 1543 zunächst vor Palau und dann vor Luzon ankerte. Und weil ihm die Gegend so gut gefiel, nannte er sie zu Ehren seines Königs Philipp II „Las Islas Filipinas“. Jahrhundertelang stand das Land unter der Herrschaft fremder Mächte, und es waren insbesondere die Spanier, die den Philippinen mit ihrer Missionierung den Stempel aufdrückten. Dies ist das größte asiatische Land, das sich zum Christentum – zumeist zum Katholizismus – bekennt.

Für die meisten Reisenden ist der internationale Flughafen von Manila der erste Berührungspunkt zu den Philippinen. Und er ist Startpunkt zu einem abenteuerlichen und vielseitigen Insel-Hüpfen. Die Mega-Metropole auf der großen Insel des Nordens ist mit ihren modernen Hochhäusern und Hotels aber auch mit ihren vielen arbeitssuchenden Menschen der Kontrapunkt zu den ländlich geprägten übrigen Regionen des Inselreichs. Wer sich im Verkehrschaos der Hauptstadt ortskundigen Führern anvertraut, der entdeckt etliche Zeugnisse der Vergangenheit. So die mächtige Kathedrale, die dank der finanziellen Hilfe des Vatikans entstand und die Kirche San Augustin, die auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO zu finden ist. Im Fort Santiago lebt die Erinnerung an den philippinischen Volkshelden Jose Rizal, der vor seiner Hinrichtung im dortigen Gefängnis eingesperrt war.

Blick auf die Skyline der Hauptstadt Manila, Bild: r.nagy / shutterstock

Wer sich von Manila aus nach Norden begibt, gelangt auf guten Straßen zu den eindrucksvollen Reisterrassen von Banaue, die als „Himmelstreppen“ weltweite Bedeutung erlangten. Die ältesten sind fast zweitausend Jahre alt und das bewundernswerte Werk der Menschen vom Stamm der Ifugao, die in ihrer Blütezeit um die 1.500 Göttern die Ehre erwiesen und deren Totenkult sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. In der Epoche der amerikanischen Invasion auf den Philippinen betätigten sich die Ifugao als Kopfjäger.

Die Inselwelt der Philippinen ist voller Überraschungen. So präsentiert sie sich auf Palawan mit einem dichten Regenwald, wo sich der sogenannte „Monkey-Trail“ durch einen Nationalpark windet und wo die Primaten in den Kronen der Bäume die Begleiter auf dem Weg zu den berühmten Tropfsteinhöhlen sind. Eine sehr gute Infrastruktur dürfen Urlauber auf Cebu erwarten, wo sich unmittelbar vor den Stränden eindrucksvolle Unterwassergärten für Schnorchler und Taucher befinden. Eine geologische Besonderheit ist die Insel Bohol, die mit ihren „Chocolate Hills“, den „Schokolade-Hügeln“ gesegnet ist.

Taucher finden während des gesamten Jahres auf den Inseln der Philippinen ungewöhnliche Reviere mit Wassertemperaturen um die 25 Grad. Alle Korallenriffe wurden schon vor geraumer Zeit zu Schutzgebieten erklärt. Sie bedecken insgesamt eine Fläche von etwa 34.000 Quadratkilometern. Eine grandiose Meereslandschaft ist auch auf Mindoro, 150 Kilometer von Manila entfernt, anzutreffen. Boracay verzückte über einen langen Zeitraum mit einer exotischen Traumkulisse, doch die Insel hat – insbesondere durch die Flut japanischer Urlauber – ihren einstigen Reiz verloren, auch wenn die Hotelanlagen noch immer einsame Spitze des Landes sind.

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Reiseinformationen Philippinen

Hauptstadt Manila
Staatsform Republik
präsidentielle Demokratie
Währung Philippinischer Peso (PHP)
Fläche ca. 343.448 km²
Bevölkerung 106.512.000 (2018)
Sprachen Filipino (National- und Amtssprache),
Englisch (Amtssprache)
Stromnetz 220 Volt, 60 Hz
Telefonvorwahl +63
Zeitzone UTC+8

Tropisch bis subtropisches Klima