Kassel – Die documenta Stadt

Wilhelmshöhe Kassel

Kassel, mit rund 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Hessens und documenta-Stadt, ist immer eine Reise wert. Natürlich ist das größte Highlight die alle fünf Jahre stattfindende weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, doch Kassel hat das ganze Jahr über lohnenswerte Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Bergpark Wilhelmshöhe

Der Bergpark Wilhelmshöhe ist der größte Bergpark ganz Europas und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wer ihm mittwochs, sonntags oder an einem Feiertag einen Besuch abstattet, kann außerdem die Kasseler Wasserspiele bestaunen, immer von Mai bis Oktober ab 14 Uhr. Der Park für sich ist schon eine Tagesreise wert, denn hier gibt es zahlreiche Attraktionen, die es zu erkunden gilt.

Der Herkules

Herkules in Kassel
Der Herkules in Kassel, Bild: Angela Rohde / shutterstock

Neben der documenta ist der Herkules das unbestrittene Wahrzeichen der nordhessischen Großstadt. Er thront bereits seit 300 Jahren über dem Bergpark und sieht vom Schloss Wilhelmshöhe am beeindruckendsten aus.

Das Oktogon, auf dem der Herkules steht, kann in der Saison von März bis Mitte November auch von innen besichtigt werden.

Schloss Wilhelmshöhe

Auch das Schloss Wilhelmshöhe darf bei keinem Kassel-Besuch fehlen. Die Kunstausstellung Alte Meister im Inneren des eindrucksvollen Gebäudes präsentiert Künstler wie Rubens oder Van Dyck. Der Weißensteinflügel hingegen zeigt anschaulich, wie die Schlossherren im 18. und 19. Jahrhundert gelebt haben und hat sich in all den Jahren seine historische Einrichtung bewahrt.

Die Löwenburg

Löwenburg
Die Löwenburg, Bild: Sergey Novikov /shutterstock

Anders, als es der Name vermuten lassen mag, handelt es sich bei der Löwenburg nicht um eine echte Burg. Vielmehr ist sie eine künstliche Ruine, die man zur Verschönerung des Bergparks errichtet hatte. Dennoch haben ihre Räumlichkeiten historischen Wert und lohnen den Besuch.

Fridericianum

Das Fridericianum ist eine der Hauptattraktionen der Kasseler Innenstadt. Dieses Kulturzentrum am Friedrichplatz ist von außen wie von innen beeindruckend. Hier finden stets verschiedenste Ausstellungen statt und auch die documenta bindet das altehrwürdige Gebäude intensiv in die Feierlichkeiten ein. Der Zwehrenturm am Ende des Fridericianums ist zudem eines der letzten noch erhaltenen Mittelalterbauwerke, die es in Kassel zu sehen gibt. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist damit rund 400 Jahre älter als das Fridericianum selbst.

Grimmwelt

Statue Grimm Kassel
Die Statue der Gebrüder Grimm in Kassel, Bild: Marc Venema / shutterstock

Kassel gilt als Grimmstadt, haben hier doch die beiden berühmten Brüder einige ihrer bekanntesten Werke geschrieben. Die Grimmwelt am Kasseler Weinberg bringt Besuchern ihr Leben und Wirken anschaulich nahe. Zu den schönsten Ausstellungsstücken zählen die persönlichen Exemplare der Märchen der beiden Brüder, die mit vielen handschriftlichen Anmerkungen versehen sind.
Wer danach weiter auf den Spuren der beiden wandeln möchte, kann sich zu ihrem Denkmal auf dem Brüder-Grimm-Platz aufmachen. Es befindet sich direkt neben der Torwache, wo die Brüder Grimm früher gelebt haben. Darin wird heute der Hessische Verwaltungsgerichtshof beherbergt.

Informationen zur Grimmwelt

Öffnungszeiten

(Stand 12/2019)

Dienstag – Sonntag10 – 18 Uhr
Freitag10 – 20 Uhr
Montaggeschlossen
Ostermontag10 – 18 Uhr
Pfingstmontag10 – 18 Uhr
24.12.10 – 14 Uhr
25.12.10 – 18 Uhr
26.12.10 – 18 Uhr
31.12.10 – 14 Uhr
01.01.geschlossen

An allen hessischen Feiertagen (außer Neujahr) zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet.

Eintrittspreise

PräsentationSonderpräsentationKombiticketJahreskarte
Erwachsene8 €5 €10 €35 €
Ermäßigt6 €3 €7 €25 €
Familienkarte20 €12 €25 €85 €
In Gruppen ab 8 Personen6 €3 €7 €
In Gruppen ab 40 Personen5 €3 €6 €

Familie
Eltern mit Kindern und Großeltern mit Enkeln

Eintritt frei
Kinder < 6 Jahre, notwendige Begleitperson zu Schwerbehinderten, Meine Card+, Museumskarte des Deutschen Museumsbundes

Ermäßigt
Kinder und Jugendliche < 18, Schüler, Studenten, Senioren > 65 Jahre, Schwerbehinderte, Bundesfreiwilligendienstleistende und freiwillig Wehrdienstleistende, Auszubildende, Erwerbslose und Sozialhilfeempfänger (mit entsprechendem Nachweis) bzw. der »Mittendrin! Teilhabe Card«, Kassel Card, GEO-Card, artCard

(Stand 12/2019)

Rundgänge

RundgängeIndividueller Rundgang
90 Minuten
nach Vereinbarung
Öffentlicher Rundgang
Dauerpräsentation
60 Minuten
samstags und sonntags 15 Uhr
Öffentlicher Rundgang
Sonderpräsentation
60 Minuten
sonntags 16 Uhr
Preis95 €*Erwachsene 5 €*
Ermäßigt 3 €*
Erwachsene 5 €*
Ermäßigt 3 €*
Zusatzangebot: Fremdsprache20 €

* zzgl. Eintritt

Museum für Sepulkralkultur

Als Kunst- und Kulturstandort bietet Kassel mit dem Museum für Sepulkralkultur
etwas weltweit Einzigartiges. Dieses Museum dreht sich ganz um Sterben, den Tod und das Gedenken daran. Die Spanne der Epochen reicht dabei bis in das Mittelalter zurück und umfasst zahlreiche Kulturen rund um den Globus. Immer wieder bietet das Museum auch spannende Sonderausstellungen, die sich entweder historisch oder künstlerisch mit der Sepulkralkultur auseinandersetzen.

Karlsause

Kassel ist auch als grüne Oase bekannt. Nach dem Bergpark ist die Karlsaue der größte Park der Stadt. Dreh- und Angelpunkt der grünen Lunge ist die Orangerie mit dem Schloss. Außerdem befinden sich hier das Astronomisch-Physikalische Kabinett und das Planetarium, in denen verschiedene kulturelle Veranstaltungen abgehalten werden.

Marmorbad

Das Marmorbad liegt in unmittelbarer Nähe der Karlsaue und weiß mit seinem spätbarocken Stil zu begeistern. Es ist das letzte noch erhaltene Bad Deutschlands in diesem Stil. Gebadet wurde hier aber nie. Stattdessen nutzte es der Landgraf für rauschende Feste.

Insel Siebenbergen

Wer zwischen Frühling und Herbst nach Kassel kommt, sollte der Insel Siebenbergen unbedingt einen Besuch abstatten. Diese Blumeninsel am südlichen Ende der Karlsaue wechselt ihre Bepflanzung mit jeder Saison und eignet sich bestens für ausgiebige Fotosessions.

documenta

Die documenta ist die unangefochtene Nummer eins in Kassel. Kein Wunder, gilt sie doch als größte und bedeutendste Ausstellung für moderne Kunst überhaupt. Zwar findet die nächste documenta erst wieder 2022 statt, ihre Spuren hinterlässt das Event in der Stadt aber dennoch. Kassel hat einige der eindrucksvollsten Kunstwerke gekauft, sodass sie nun dauerhaft besichtigt werden können. Das bekannteste dieser Werke ist wohl der Himmelsstürmer, der vor dem Kasseler Hauptbahnhof aufgestellt ist. Dabei handelt es sich um ein geneigtes Stahlrohr mit einer Länge von 25 Metern, auf der eine bemalte Figur aus Fiberglas befindet, die gen Himmel zu schreiten scheint.

Auch die Spitzhacke des Herkules am Ufer der Fulda sowie die Skulptur die Fremden sind Überbleibsel der documenta.

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