Saba, das ökologische Juwel

Saba, The Bottom

Kolumbus der erste Entdecker von Saba?

Kolumbus sagt man so einiges in Bezug auf Erst-Entdeckungen nach. Von der Entdeckung Amerikas angefangen, bis hin zu jenem Kleinjuwel dieser Insel, welche er der Legende nach im Jahre 1493 im Namen der spanischen Krone in Besitz genommen haben will.

Der Tatsache zufolge und das dies aufgrund überlieferter und gut erhaltener Dokumente nachgewiesen werden kann, mag es dem umtriebigen Seefahrer gutgeschrieben werden. Wobei er, so wurde überliefert, beim Anblick der kleinen Insel es ihm nicht wert schien, von Bord seines Schiffes zu gehen.
Trotzdem gab er der Insel den klingenden Namen »Isla de San Cristobal«. Dem Heiligen San Cristobal sei es vergönnt. Der Insel hat es, bis auf die Tatsache das in den folgenden Jahrhunderten eine rigorose Abholzung stattfand, keinen Schaden zugefügt. Bedingt durch das warme Klima, so herrschen tagsüber milde Temperaturen zwischen 21 und 29 Grad und nachts wenige Grade darunter, als auch die tropisch-feuchte Witterung, hat sich auf der Insel über Jahrhunderte ein sekundärer Regenwald gebildet, welches ruhigen Gewissens als Sieg der Natur über die Gier des Menschen dargestellt werden kann.

Ein einziger großer Vulkan

Tatsächlich besteht die Insel Saba aus einem einzigen riesigen Vulkan, dem »Mount Scenery«, welcher allerdings, so möchte man es für die gerade einmal knapp 2000 Bewohnern der Insel, mit ihrem Durchmesser von 4,5 Quadratkilometern wünschen, sich auch noch in den nächsten paar hundert Jahren schlafend geben wird.
Einen Aufstieg auf den über 877 Meter hohen Gipfel sollte man sich aber auf jeden Fall gönnen. Vulkan oder nicht, Saba verfügt über einen eigenen Flughafen, welchen man unbedingt in Bezug auf Start und Landung genossen haben muss und eine Fährstation, welche Verbbindungen zu der benachbarten Insel »Green Island« aufrechterhält.
Wobei die Entfernung gerade einmal 250 Meter von Saba entfernt ist. Bedingt durch den nicht ungefährlichen Seegang und die raue Küstenlandschaft kann diese gering erscheinende Entfernung zu einer seemännischen Herausforderung werden. Im Falle eines Falles, kann man sich aber auf die Rettungsmannschaft der »Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger« verlassen, welches ein ausgemustertes Bergungsschiff, die »Erika« vor Anker liegen haben. Schiffbrüchige waren es auch die zu den ersten Siedlern dieser, der ehemaligen zu den Kleinen Antillen zählenden Inseln gehörte.

Saba – Eine abwechslungsreiche Geschichte

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Insel mehrmals den Besitzer (Siehe auch den Artikel Niederländische Antillen). Als sich dann endlich herausstellte, das kaum mehr nutzbares Holz vorhanden war und der begonnene Abbau von Schwefel und der nachfolgende Transport zu umständlich war, ging Saba in den holländischen Kronbesitz über. Aus zentralen Gründen bestimmte man die Hauptstadt in die Inselmitte und bedachte sie mit dem Namen »The Bottom«.
Saba
Peacenik / Pixabay

Angeblich sollte dieser Name von ehemaligen Schiffbrüchigen ausgesucht worden sein, weil es auf der Insel zur damaligen Zeit und ihrer Meinung nach nichts gab, was einen gewissen Unterhaltungs- oder Mehrwert hätte. Wie wir wissen, haben diese sich zum Glück für die Insel und zur Freude aller ökologischen Freunde, geirrt.

Denn Saba, stellt mit ihren Nachbarn Green Island ein tropisches Paradies dar. Desgleichen trifft auch auf die etwas weiter entfernten Inseln, wie Bonaire und Curacao zu. Das dies so bleibt, darum kümmert sich die von der niederländischen Krone eingesetzten Räte der jeweiligen Inseln. Tatsächlich gilt die Isel als ganzheitliches Naturschutzgebiet auf denen rigorose Regeln zum Schutz der Fauna und Flora, über und unter Wasser, herrschen. Nichtsdestotrotz finden viele Taucher und Segler, vereinzelt Jachten den Weg nach Saba.

Green Island – das unbewohnte Paradies

Green Island, stellt ein wahres Juwel, das dazu noch unbewohnt ist, dar. Die Insel die über eine ausgesprochene tropische Wucherung verfügt, verfügt neben einer Vielzahl an tierischen Bewohnern aller Art vor allem über den »Red Racer« eine Natter-Art und während der Regenzeit über zahlreiche Stechmücken. Erstere jedoch sind entsprechend ihrer Art scheu und zweitens ungiftig. Bezüglich der Mückenschwärme sollte man allerdings über einen wirksamen Impfschutz verfügen.

Die Heimat Robinson Cruesoes?

Es darf bezweifelt werden, das Daniel Dufoe, der Erfinder der Romanfigur »Robinson Crusoe« die Insel jemals selbst besucht hat. Zeugnisse eines solchen Ereignisses wären allerorts zu sehen. Jedoch kommt man nicht umhin sich vorzustellen, wie eben jener Schiffbrüchiger hier auf Saba seine zwischenzeitliche Heimat gefunden haben könnte. Sich dies vorzustellen fällt einem nur allzu leicht.

Besonderheiten auf Saba

Trotz der immer wieder wechselnden Besitzverhältnisse hat sich Niederländisch aber vor allem Englisch als Sprache festgesetzt. Unbedingt besuchen sollte man die gut erhaltenen Behausungen der ersten Schiffbrüchigen.
Außerdem sollte man die beiden auf der Insel befindlichen Museen, das »Major Osmar Ralph Simmons-Museum«, welche vor allem Funde aus früheren Zeiten präsentiert und das »Harry L. Johnson Museum«, das in viktorianischem Stil gehalten wird. Eine der ehemaligen Bewohnerin war eine gewisse »Mary Gertrude Harriett Johnson«, welche auf dem Weg zu ihrem Kloster Curacao das Spitzenhandwerk auf die Insel brachte. Diese werden auch heute noch auf der Insel produziert und stellen ein »Must« eines Urlaubssouvenirs dar.

Saba sehen und …,

Saba und ihre Nachbarn stellen eines jener Natur-Refugien dar, welche aufgrund ihrer Einzigartigkeit in Bezug auf Fauna und Flora, ihrem Reichtum an natürlicher reiner Schönheit zu einem Symbol unverfälschter und unverbrauchter Natur gezählt wird. Welches wohl mit ein Grund sein mag, warum man so sehr auf den Zustand des »National Land Parks«, mit Namen Saba besorgt ist, dessen Regeleinhaltungen besonders beobachtet werden. Vieles wurde vom Aussteigen, von einem »Leben in und mit der Natur« geschrieben.
Saba und ihre Nachbarn stellen den lebenden Beweis dar, das das Miteinander von Mensch und Natur harmonisch, weil auf gegenseitigem Respekt basierend, möglich ist. Bleibt zu hoffen, das nicht zu viele »Aussteiger« sich plötzlich zu dieser Insel hingezogen fühlen. So sehr es auch verstanden werden könnte.
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