Donnerstag, Juni 4, 2020
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Reisen mit Baby – so ist es wirklich

Einfach mit der ganzen Familie unterwegs sein, das Baby locker in die Freizeitaktivitäten integrieren und etwa die Elternzeit nutzen, um auf große Reise zu gehen. So in etwa sieht die Vorstellung vieler begeisterter Traveller aus, die Eltern werden. Doch nicht nur Reisefans, die ohnehin häufig unterwegs sind, wünschen sich einen schönen Urlaub mit dem Baby. Der Nachwuchs soll seine Eltern natürlich auch in den klassischen Jahresurlaub begleiten, und dabei stellen sich viele Fragen: Ab wann darf ein Baby reisen? Wohin reist man am besten, und welche Orte meidet man lieber? Was muss man bei der Organisation beachten, und wie ist das Reisen mir Baby wirklich? Wir haben die wichtigsten Antworten zusammengestellt.

Ab wann darf man mit seinem Baby reisen?

Theoretisch kann ein Baby gleich nach der Geburt mit seinen Eltern unterwegs sein. Nicht wenige Babys werden auf Reisen geboren und sind dann eben gleich mit dabei. Praktisch ist es jedoch so, dass die ersten Wochen nach einer Geburt nicht umsonst „WochenBETT“ heißen. Mama und Kind sollen sich ausruhen und in ihrem neuen Leben ankommen. Wenn man es jedoch unbedingt möchte, kann man auch gleich auf Reisen gehen.

Baby im Flugzeug
Während dem Flug kann man sich ganz dem Baby widmen, Bild: Tomsickova Tatyana / shutterstock

Bei den meisten Fluggesellschaften sind Kinder ab ein bis zwei Wochen erlaubt. Ob das der richtige Zeitpunkt für eine Fernreise mit dem Flugzeug ist, müssen Eltern selbst entscheiden. Obacht ist jedoch geboten, denn natürlich sind auf Flughäfen nicht nur viele Menschen, sondern auch Krankheitserreger unterwegs. Und das Immunsystem von Babys entwickelt sich erst noch.

Mit dem Zug oder dem Auto ist das etwas unkomplizierter. Besonders im eigenen PKW oder Camper genießt man die größtmögliche Freiheit. Vorausgesetzt, das Baby führt gern mit.

Welche Orte sind zu empfehlen, welche meidet man mit einem Baby lieber?

Eigentlich kann man mit einem Baby an beinahe jeden Ort auf der Welt reisen, denn überall dort, wo Menschen leben, werden auch Babys geboren. Natürlich wird man bestimmte Orte vorziehen und andere meiden, um sich und die Familie nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Eine Übersicht:

  • Bei den ersten Reisen mit Baby wählt man am besten Reiseziele, an denen man sich bereits auskennt, denn das neue Leben als Familie ist aufregend genug. Da muss man sich nicht unbedingt noch mit einer neuen Umgebung auseinandersetzen.
  • Es ist von Vorteil, wenn am Reiseziel ähnliche klimatische Bedingungen wie zu Hause herrschen. Man reist mit einem Baby also nicht an die kältesten oder heißesten Orte der Welt. Auch die Regenzeit mit ihren andauernden Niederschlägen und der extremen Luftfeuchtigkeit sollte man lieber meiden.
  • Reiseziele, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, umgeht man lieber. Als Familie ist man deutlich verletzlicher, als wenn man allein unterwegs ist.
  • Extreme Höhenlagen sind ebenfalls nicht zu empfehlen, wenn man nicht ohnehin in einem solchen Gebiet wohnt.
  • An manchen Orten dieser schönen Welt braucht man bestimmte Impfungen. Viele davon kann ein Baby noch nicht bekommen, und sollte aus diesem Grund nicht an derartige Plätze reisen.

An was muss man denken, wenn man mit dem Baby verreist?

Das hängt ein wenig davon ab, wohin man reist und wie lange man sich dort aufhalten wird. Auf der einen Seite geht es um alles, was man für die Reise selbst braucht. Unterwegs kann man schlecht im Koffer kramen, also muss man die Dinge griffbereit haben. Das ist alles, was das Baby auch zu Hause brauchen würde, also Fläschchen, Windeln, Cremes, Ersatzkleidung und Schnuller. Das Gleiche gilt für den Aufenthalt selbst, wobei es immer ein wenig davon abhängt, wohin man unterwegs ist. Urlaubt man in einem europäischen Land und kann sogar auf die bewährte Windelmarke zugreifen? Oder ist man in der Ferne und muss damit rechnen, dass sich in den Gläschen mit Babybrei ungewöhnliche Tierarten befinden?

Eine weitere Sache gilt es zu bedenken, und das sind die notwenigen Dokumente, sofern man ins Ausland unterwegs ist. Passt die Krankenversicherung, ist das Kind gesund, ist der andere Elternteil, sofern nicht dabei, mit der Reise einverstanden? Wer einen guten Überblick haben will, kann hier eine Checkliste für den Flug downloaden. Sie gilt natürlich auch auf anderen Fernreisen, etwa mit dem Zug.

Wie ist es eigentlich wirklich, mit einem Baby zu reisen?

Urlaub mit Baby
Nicht immer schlafen Babys auf Reisen so entspannt wie hier, Bild: Jeremie86HUN / shutterstock

Auf Instagram und Reiseblogs sieht man immer wieder schöne Bilder von entspannten Eltern und schlafenden oder lächelnden Babys auf Reisen. Sie schlafen auf dem Rücksitz im Auto, sie staunen aus dem Zugfenster, sie entspannen sich im Flugzeug. Eines sollte man wissen, bevor man sich auf die Reise mit Baby macht: Das eigene Kind kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen und all die schönen Bilder ad absurdum führen. Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit und an welchen Reisen es Spaß hat, kann eine echte Überraschung sein.

Zwar mögen die meisten Kinder das Autofahren, aber eben nicht alle. Manche weinen durchgehend, was einen Roadtrip zur Tortur machen kann. Vielleicht kneift aber auch nur der Autositz an einer Stelle, ein Problem, das schnell gelöst werden kann. Manche Babys schlafen im größten Trubel ein, andere sind schon genervt (und tun das lautstark kund), wenn das Radio im Supermarkt zu laut ist. Während das eine Baby richtig gern im Kinderwagen durch die Welt geschoben wird, ist ein anderes empört, wenn es irgendwo allein liegen muss und will die ganze Zeit getragen werden.

Wer also mit seinem Baby verreisen will, der sollte es erst einmal richtig kennenlernen und ausprobieren, welche Situationen es gut akzeptiert und welche ihm zusetzen. Dementsprechend kann man seine Reiseziele aussuchen, ebenfalls die Aktivitäten vor Ort und auch die Art der Anreise. Was spricht dagegen, ein paar Monate das Wandern im heimischen Umfeld zu zelebrieren, wenn das Kind dafür in der Trage schlummert? Wenn es größer wird, dann wächst auch seine Toleranz gegenüber neuen Situationen, die es durch reisefreudige Eltern immer wieder kennenlernen kann.

 

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